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Ja, richtig ⇒ Logik! (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 07.04.2018, 21:02 (vor 1112 Tagen) @ Sagitta (2463 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Samstag, 07.04.2018, 21:10

Hallo!

Besten Dank, Taurec, für Deine Volksweisheit: wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht.

Es geht hier nämlich nicht, wie Du mir unterstellst und BB bereits herausgestellt hat, um glauben oder nicht glauben, sondern um Logik.

Der "Angriff aus dem Osten" kommt im Wesentlichen schon in der älteren Birkenbaumsage ("Völker des Siebengestirns") vor, bei Antonius von Aachen und wurde schließlich von Adl-/Irlmaier aufgegriffen. Allerdings handelt es sich dabei um ein rein religiös motiviertes Sagenmotiv, das in angepasster Form sogar bei den vermeintlichen Angreifern (den Russen) vorkommt, wobei dort sie selbst die Angegriffenen sind. ⇒ Diesen Umstand sollte man in seiner vollen, für das klassische Szenario vernichtenden Tragweite würdigen.
Folglich kann man dieses Element als irreal abtun. Meine mir plausibel erscheinende Schlußfolgerung leitet das Motiv ursprünglich aus der christlichen Endzeitprophetie, namentlich von Gog und Magog, den sagenhaften Völkern aus dem Inneren Asiens ab.

Daß eine chemische Waffe einem nicht stattfindenden Angriff in den Weg gelegt werden würde, quasi grundlos in die grüne Landschaft, entbehrt jeglicher Logik. Die Annahme, daß auch dieses Element irreal ist, ist schlicht naheliegend.

Aussagen wie diese von Adl-/Irlmaier sind dem entsprechend als frei erfunden zu betrachten:
"Die Panzer rollen noch, aber die Fahrer sind schon tot, sie sind ganz schwarz geworden. Dort, wo es hinfällt, lebt nichts mehr, kein Mensch und kein Tier, die Pflanzen werden welk und schwarz."

Daß Adl-/Irlmaier hier nicht nur ein Ereignis postuliert, sondern sogar noch eine bildliche Beschreibung liefert, macht die Lüge nur noch dreister.

Ein Argument, warum der adl-/irmaierische "russische Überraschungsangriff" entgegen meiner Darlegung doch stattfinden sollte, lese ich bei Dir nicht, nur eine weitere inhaltsleere Unterstellung.
Angenommen, daß ich falsch liege, müßte es eine solche, schlüssige Argumentation aber geben. Jeden weiteren Beitrag, der dagegenredet, ohne ein Argument zu liefern, werte ich als Ausflucht, um das unvermeidliche nicht eingestehen zu müssen – oder schlicht als Dagegenreden aus Prinzip und wider eigenen Gewissens.

Die Argumentation müßte logischerweise mein Grundaxiom angreifen, nämlich daß die Endzeitprophetie per se keine präkognitiven Elemente enthält und sich lediglich aus einer religiösen Naherwartung entwickelt hat, die allmählich mit menschlichen Vorstellungen angereichert wurde. In einem nächsten Schritt müßte begründet werden, daß der "Überraschungsangriff aus dem Osten" sehr wohl ein valides Element eines realen endzeitlichen Geschehens sein könnte. Ich meine, dies läßt sich letztlich nur durch das Dagegenhalten unbelegbarer Glaubenssätze machen, die aber keinen belastbaren Grund liefern.

Es geht hier wohlgemerkt um den kurzen Überraschungsangriff wilder Heerscharen aus dem Osten, der schon in der alten Volkssage als das Schreckensereignis schlechthin erscheint, der schließlich vom "großen Monarchen" siegreich beendet wird und dem die dreitägige Finsternis folgt.
Es geht nicht um die Möglichkeit einer mehrjährigen russischen Besetzung europäischer Staaten, zu der es wohl eine Reihe Schauungen gibt, deren ältere Exemplare lange Zeit irrig als Teil des "Überraschungsangriffs" interpretiert wurden. Wenn Du Glück hast, gehört Deine Johansson-Eisenbahn zu diesen Schauungen und ist nicht nur ein weiterer Auswuchs der endlosen Endzeitschwadronade.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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