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Der richtige Maßstab (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 18. Juli 2019, 14:03 (vor 64 Tagen) @ Kinder von Atlantis343 mal gelesen

Hallo!

Aber bei anderen wie zum Beispiel Irlmaier, Maria S. Etc... wird die Sache schon etwas schwieriger. Klar man kann eure Wert-Tabelle zu Rate Hilfe ziehen. Aber wer sagt mir das die zu 100% stimmt?

Eine wesentliche Hürde bei diesen beiden ist zunächst die Erkenntnis, daß man sie nur deswegen glaubt und für echt hält, weil sie einem durch eine Vielzahl Veröffentlichungen scheinbar (also in Wirklichkeit nicht!) kompetenter Autoren eingehämmert wurden.
Irlmaier beginnend mit Adlmaier und gefolgt von Erfolgsautoren wie Bekh und Berndt, die gezielt an einer Legende arbeiten und sie forterzählen wollten.
Bei Maria S. wurde das selbe durch Rubenstein versucht, konnte sich aber nicht durchsetzen, weil er nicht nur bei mir massive Skepsis geweckt hat.

Schwierig ist da eigentlich gar nichts. Man muß allerdings den richtigen Maßstab anlegen.

Ein schlechter Maßstab:

  • Schauungen und Prophezeiungen daran messen, ob sie zu den eigenen Ansichten und Glaubenssätzen passen. Das führt nur dazu, daß man im Laufe der Zeit immer mehr Scheiß glaubt und sich in einen Kokon persönlicher Selbstbezüglichkeit einspinnt, innerhalb dessen man ausschließlich scheinbare Bestätigungen der eigenen Ansichten findet.

Ein guter Maßstab:

  • Zunächst erkennen, daß Schauungen und Prophezeiungen zwei völlig unterschiedliche Dinge sind, die zu Unrecht in den selben Topf geworfen werden.
  • Prophezeiungen sind eine Literaturgattung. Sie sind pauschal und immer als Fälschungen und Plagiate zu betrachten, bis nachgewiesen werden oder plausibel gemacht werden kann, daß präkognitive Elemente eingeflossen sein könnten.
  • Schauungen/Präkognition ist ein geistiges Phänomen. Ein angeblicher Schauungsbericht muß nach folgenden Maßstab bewertet werden:
    • Ist die Person des Sehers überhaupt nachweisbar.
    • Ist eine mediale Gabe des Sehers belegt? Gibt es plausible Beispiele z. B. in Form schon eingetroffener Schauungen?
    • Wird der Schauungsbericht selbst den Kriterien eines Berichts gerecht? Handelt es sich um eine wertneutrale Beschreibung der Vision mit Datum des Erlebnisses und der Umstände? Ohne eine Beschreibung der Vision selbst ist der Text völlig wertlos. Dann handelt es sich nämlich nur um Behauptungen, was passieren soll, also um Prophezeiungen.
    Bei all diesen Punkten fällt Maria S. mit wehenden Fahnen durch. Irlmaier ist zwar als Person nachweisbar, seine Aussagen sind aber keine Schauungsberichte (auch wenn Adlmaier ihn lügenhaft immer wieder sagen läßt: "Ich sehe..."). Es sind weitgehend erkennbar Plagiate älterer Prophezeiungen und Verarbeitung zeitgenössischer Ideen.

Und erst, wenn nachvollziehbar ist, daß es sich um eine authentische Schauung handelt, kann man sich inhaltlich mit ihr beschäftigen, die Bilder selbst analysieren und zu anderen in Beziehung setzen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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