Verstörender Traum: Wenn im Sommer Frühlingsblumen blühen (Freie Themen)

eFisch @, Donnerstag, 02. April 2020, 19:38 (vor 244 Tagen)1834 mal gelesen
bearbeitet von eFisch, Donnerstag, 02. April 2020, 19:46

Hallo,
heute Nacht hatte ich wieder ein Mal einen langen, mich sehr verstörenden Traum.
Ich weiß nicht, wie ich den Traum einschätzen soll. Ist es einfach nur einer Fantasietraum oder soll da etwas angedeutet werden, was uns bevorsteht.

Der Traum fing damit an, dass ich einen Mann im Bett liegen sah. Der Mann wachte auf, erhob sich langsam und räkelte sich und ging dann langsam zu einem Fenster. Er schob den Vorhang zu Seite und erstarrte. Ich sah in diesem Moment nur sein Gesicht von vorne. Seine Augen waren aufgerissen und er hatte einen starren Blick. Die Kinnlade war im heruntergefallen. Er versuchte, irgend einen Laut von sich zu geben, brachte aber keinen Laut hervor. Dann sah ich plötzlich aus dem Fenster. Ich erschrak. Draußen sah es aus wie nach einem Waldbrand. Die Bäume und Sträucher waren wie die Erde völlig kahl. Ich sah kein Gras. Ich sah nur blanke Erde, aber ich wußte gleichzeitig, dass es Sommer war! Dann sah ich wieder das Gesicht des Mannes. Er blinzelte ein paar Mal. Dann stellte er sich vor eine Wand und schlug mehrmals mit dem Kopf gegen die Wand. Dann sah er wieder aus dem Fenster. Dann stieß er einen markerschütternden Schrei aus und sank tot zu Boden. Plötzlich sah ich das Zimmer von oben. Ich bemerkte, dass das Bett ein Doppelbett war und eine Frau darin lag. Die Frau schien aufzuwachen. Sie mühte sich aus dem Bett. Sie machte noch einen ziemlich schlaftrunkenen Eindruck. Dann sagte sie etwas Richtung des Mannes. Ich hörte nicht, was sie sagte, aber von der Wirkung schien es, als sagte sie etwas beruhigendes zum Mann. Sie warf jedoch keinen Blick in Richtung des Mannes. Dann stolperte sie in das Badezimmer und kam nach kurzer Zeit wieder in das Zimmer zurück. Dann wurde es absolut skurril. Sie ging Richtung Fenster. Der Mann lag am Boden und sie musste über ihn drübersteigen, aber sie reagierte nicht darauf, dass der Mann am Boden lag. Dann sah sie aus dem Fenster. Sie riss die Augen auf, erstarrte und sank dann neben dem Mann tot zu Boden.

Kurze Zeit später hämmerte jemand gegen die Wohnungstür. Keine Minute später wurde die Tür von außen eingeschlagen und Soldaten mit Helm und Maschinenpistolen stürmten in die Wohnung. Zwei Soldaten liefen zu den beiden am Boden Liegenden und untersuchten sie kurz. Der eine Soldat murmelte es etwas und der andere nickte nur. Andere Soldaten untersuchten gleichzeitig die anderen Zimmer. Sie prüften nur, ob noch jemand in der Wohnung war. Es war kein weitere Mensch in der Wohnung.
Dann stürzten die Soldaten aus der Wohnung und hämmerte bei der nächsten Wohnung an die Wohnungstür. Sie warteten nicht lange und brachen die Tür auf. In der Wohnung war es noch dunkel. Ein paar Soldaten zerrten ein Ehepaar aus dem Bett, aus der Wohnung heraus und dann über die Stiege ins Freie. Ein paar andere Soldaten haben zwei noch sehr kleine Kinder in einem Zimmer entdeckt. Die Soldaten trugen die Kinder auf ihren Armen ebenfalls ins Freie. Vor dem Haus sah ich eine Menge militärischer LKWs. Einfache LKWs mit Planen. Ich sah auch, wie Soldaten von anderen Häusern Erwachsene und Kinder zu den LKWs schleppten. Die Menschen mussten auf die LKWS steigen. Die Soldaten trieben die Menschen an und erlaubten keinerlei Fragen. Wenn jemand Wiederstand zu leisten versuchte, wurde er mit Gewalt in einen LKW verfrachtet. Dann sah ich, wie mit Menschen vollgestopfte LKWs wegfuhren.

Dann sah ich wieder Soldaten eine Wohnungstür aufbrechen. Die Soldaten stürmten in die Wohnung. Aber in der Wohnung saß gerade eine Familie (ein Elternpaar mit zwei Kindern) am Frühstückstisch. Die Fenster waren nicht verhangen und eine Balkontür war offen. 2 Soldaten gingen auf die Eltern zu und befragten sie. Ich konnte nicht verstehen, was sie sagten, es wirkte aber eher wie ein Verhör. Die Soldaten schienen mit den Antworten zufrieden zu sein. Ein Soldat redete dann kurz auf die Eltern ein und dann übergab der andere Soldat dem Mann mehrere kleine Päckchen. Dann verabschiedeten sich die Soldaten und stürmten die nächste Wohnung.

Plötzlich sah ich ein riesiges Waldgebiet von sehr weit oben. Ich wurde auf eine sehr sehr große Lichtung aufmerksam. Dann zoomte der Blick auf die Lichtung und ich sah, dass das eigentlich eine riesige Stadt mit lauter Blockhäusern war. Eine einfache Straße führte zu dieser seltsamen "Blockhausstadt". Auf der Straße sah ich viele militärische LKWs Richtung der Stadt fahren. In der Stadt gab es viele große Feuerstellen und auf jeder Feuerstelle sah ich über dem Feuer auf einem Dreibein einen großen Kessel hängen. Um das Feuer sassen auf einfachen Bänken Erwachsene. Aber die Menschen machten einen sehr eigenartigen Eindruck. Sie wirkten apatisch, wenn sie sich bewegten, dann sehr langsam und sie waren schweigsam. Ich kam mir vor wie in einem Altenheim, in dem nur demente und/oder sonstig verwirrte Menschen sind. Ich sah auch viele Kinder. Diese spielten, liefen in der Gegend herum und johlten teilweise. Die Kinder fühlten sich anscheinend sehr wohl. Manchmal ging ein Kind zu einem Erwachsen, sagte etwas zu ihm. Aber der Angesprochene reagierte nicht auf das Kind. Das störte die Kinder aber nicht. Sie wandten sich einfach von den Erwachsenen ab und spielten weiter. Was noch auffiel: ich sah keinen einzigen wirklich alten Menschen, also einen Menschen, der wie 70 oder 80 Jahr alt wirkte. Außerdem fiel mir auf, dass ich keine Jugendlichen bzw. Teenager sah.
Dann gab es noch relativ junge Erwachsene, die wie Krankenpfleger gekleidet waren. Diese gingen herum, sprachen manches Mal einen Mensch an, manchmal berührten sie auch dessen Schulter oder strichen dem Menschen über den Rücken. Aber die Menschen reagierten einfach nicht. Unter den "Krankenpfleger" gab es noch ein paar ganz seltsame Typen. Diese wirkten irgendwie ätherisch, sie sprachen nie einen Menschen an oder berührten jemanden. Sie setzten sich oft neben einem Menschen auf eine Bank. Nach einer Weile standen sie auf und gingen zur nächsten Bank und setzten sich wieder neben jemanden hin. Ich hatte den Eindruck, dass die Nähe den apathischen Menschen gut tat.

Plötzlich sah ich das Haus, wo ich die Wohnungserstürmungen beobachtet hatte, von oben. Es war ein großes Miethaus und vor dem Miethaus war eine große grüne Wiese mit Bäumen und Sträuchern. Danach kam ein weiteres Miethaus. Die Grünfläche war also ein sehr großer Hof. Der Blick zoomte auf die Grünfläche und ich sah, dass die Bäume austrieben. Man konnte schon die halben Blätter sehen. Und auf der Erde wuchs überall Gras heraus. Das Gras war noch nicht sehr hoch, aber die Fläche wirkte schon grün. Dann sah ich noch eine ganze Mengen von Frühlingsblumen blühen, wie beispielsweise Gänseblümchen, Krokuse, Märzenbecher und Veilchen. Es war aber Sommer!!! Da sah ich die Familie, die bei der Wohnungserstürmung beim Frühstücken waren. Sie haben auf der Wiese eine großen Tisch aufgestellt, der reichlich gedeckt war. Die ganze Familie saß um dem Tisch, sie führten Gespräche, ab und zu lachten sie. Dann winkte plötzlich der Mann jemanden zu. Ich sah, dass ein paar hundert Meter weiter auch eine andere Familie ein Picknick veranstaltete. Sie riefen sich etwas zu, winkten und lachten. Die Menschen wirkten alle sehr entspannt und fröhlich.
Dann löste sich das Bild auf und ich sah eine Burg von oben. Die Burg war von einem Wassergraben umgeben und eine Zugbrücke führte über den Wassergraben zum Burgtor. Dann zoomte der Blick in einen mittelgroßen, mittelalterlich wirkenden Saal. Vorne Stand ein Mann, den ich im Weiteren kurz Burgherrn nenne. Er war umgeben von einer Reihe von Männern, die ich im weiteren Gefolgschaft nenne. Alle Männer waren komplett schwarz gekleidet. Der Burgherr wirkte erbost, erzürnt und wütend. Er schrie auf die Gefolgschaft ein. Die Gefolgschaft wirkte bedrückt. Dann irgendwann ging der Burgherr mit festen Schritten zum anderen Ende des Saales, wo ein Balkon war. Die Gefolgschaft folgte ihm. Der Burgherr ging auf den Balkon und ich sah eine mittelalterliche Stadt und ausserhalb der Stadt viele Wiesen und Felder, dazwischen einige Bauernhöfe. Gleichzeitig wusste ich, dass die Stadt und die gesamte Umgebung menschenleer war. Alle Menschen waren auf seltsame Weise verschwunden. Der Burgherr deutet auf die Stadt und schrie seine Gefolgschaft an.
Plötzlich fokussierte der Burgherr etwas. Da sah ich bei der Zugbrücke auf einem Stein einen alten Mann sitzen. Er trug ein sehr einfaches aber sauberes Gewand und hatte eine sehr ruhige, friedliche Ausstrahlung. Der Alte schien vor sich hinzulächeln. Dann bemerkte der Alte, dass er beobachtet wurde. Der Burgherr war inzwischen still geworden und starrte mit stechenden Blicken den Alten an. Wenn Blicke töten könnten, wäre der Alte wohl tot gewesen. Da stand der Alte auf, verbeugte sich lächelnd Richtung der Burg, drehte sich um und ging die mit Steinen gepflasterte Straße Richtung Stadttor hinunter. Im Stadttor drehte sich der Alte um, blickte zur Burg, lächelte verschmitzt und löste sich dann ganz einfach auf.

Damit endete der Traum.

Ich frage mich nun, ob der Traum was zu bedeuten hat oder nicht.
Die Zukunft wird es weisen.

Gruß
eFisch


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