Wer suchet der findet (Schauungen & Prophezeiungen)

hyfrie, Freitag, 10.09.2010, 13:01 (vor 4353 Tagen) @ Prüfender (4821 Aufrufe)

Ich sagte schon, Thomas Evangelium Vers 98. Gedreht ergibt sich das

Jahr

89. ....


Thomasevangelium, Vers 98:
=>
";(98) Jesus sprach:
Das Königreich des Vaters ist gleich einem Mann,
der wollte einen Edlen töten.
Er zog in seinem Haus das Schwert und durchstach die Mauer,
um herauszufinden, ob seine Hand stark genug wäre.
Dann tötete er den Edlen."

Und was - bitte - sollte ein Gleichnis über das Jenseits,
wo Jemand einen Edlen umgebracht hatte,
wohl mit "Berlin" zu tun haben?>

Gruss,
BB


Da gebe ich BB mehr als Recht, hyfrie!!!

Einen Text auszulegen, ist eine Kunst.
Handelt es sich dabei um ein Gleichnis(!!!!!!!!!!!), ist es ungleich
schwerer, weil man spezielle Methoden verwenden muss, um die Aussage beim
Schopf zu packen. Da ist es mit ein bisschen Willkür beim besten Willen
nicht getan. Ein Gleichnis will ja etwas verGLEICHen, man muss es also
übertragen auf eine Begebenheit, die unseren, bzw. denen der Adressaten
des Thomas-Ev, Denkstrukturen entspricht.
In diesem Fall hat dieses (Taurec hat Recht mit der Bemerkung, es sei ein
apokryphes Buch) "Evangelium" den Anspruch, die Herrenworte bewahrt zu
haben. Und die sind nunmal an das jüdische Volk Palästinas in der Zeit um
23 n.Chr. gerichtet. Erkläre mir dann mal bitte, was zum Henker Jesus laut
dieses gefälschten "Evangeliums" den Rezipienten mit einer Stadt sagen
wollte, die es zu dieser Zeit gar nicht gegeben hat? Wie hätten die armen
Leute die Verbindung von Gleichnis mit einer Aussage für ihre Situation
und Prophetie im wildesten Sinne verstehen können?

Ich bin absolut gegen leichtfertige Interpretationen JEGLICHER Texte, das
gilt dann für diese Art von Texten gleichermaßen wie für Nostradamus oder
sonstwessen Texte.

Und handelt es sich dann auch noch um einen "prophetischen" Rahmen - wie
Du ja denkst -, so muss man die Regeln der Exegese in höchster Genauigkeit
und unter Einbeziehung möglichst vieler Parallelen anwenden!
Da kann man nicht einfach sagen: "Hey, ich denke mir mal, dass das so und
so sein kann, weil es gerade in meinen Erkenntnisprozess hineinpasst." Und
schon gar nicht ist es ratsam, derartige Deutungen im Internet zu
präsentieren, wo doch so viele unbescholtene Leser WERTVOLLE (entschuldige
diese Wertung) Informationen suchen, um die Zeitgeschichte zu verstehen,
damit die jetzige vernünftig gedeutet werden kann.


Verzeih mir bitte diesen Sermon, aber ich werde fuchsteufelswild, wenn ich
sehe, wie schlimm Texte vergewaltigt werden, die für Diskussionen auch noch
völlig irrelevant sind. Wenn ich dann noch merke, dass Du möglicherweise
VIELE Texte so missverstehst, bin ich traurig, dass Du Dir damit viele
gute Informationen verbaust.

Beste Grüße und die Bitte, dies nicht als Angriff, sondern als guten Rat
zu werten,
Prüfender

Nun ja Prüfender.. das leidige Thema mit der Interpretation von Texten. Dabei wird meist der Fehler gemacht, dass man ein Werk wie zB das Thomas Evangelium für sich alleine gerne darstellt. Nur tut es das denn wirklich? Das Thomas Evangelium verstehen zu wollen, ohne den Zusammenhang zur Offenbarung zu erkennen, darin liegt der Fehler. Dieses kann man natürlich nur, wenn man beide versteht. Wie lauten die ersten 2 Verse im Thomas Evangelium

1) Und er sagte: „Wer die Interpretation dieser Worte erkennt, der wird den Tod nicht schmecken.“

2) Jesus sagte: „Wer suchet, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet, und wenn er findet, wird er verstört sein, und wenn er verstört ist, wird er staunen und wird über seine Ganzheit verfügen herrschen können. Und nachdem er über die Ganzheit herrscht, wird er zur Ruhe kommen.“

Hier wird davon gesprochen, dass man nicht aufhören soll zu suchen. Das was du Prüfender mir hier als Interpretation vorlegst, bingt mich in keinster Weise, auch nur im Ansatz zum staunen. Interpretationen welche wahrlich zig Generationen vor mir schon gehört haben. So denke ich mir mal, ich verlasse mich da lieber auf Jesus. Wenn er sagt "staunen", dann mein er das auch genau so. Und er redet auch noch über die Ganzheit. Komplexes Denken meinte er wohl damit. Wie es eben im Miteinander eben eher eine Eintracht unter den Menschen geben sollte. Doch leider zeigt die Realität mehr Zietracht. Warum wohl? Weil jeder lieber ein Vogel glaubt zu sein, wie ein Wurm. Nur nicht alle Vögel fressen Würmer. Rate mal, warum Gott Glühwürmchen erschaffen hat?

Wenn Eintracht in die Zwietracht fällt,
ein Lichtlein nun auch mich erhellt.
Kam wohl dem Würmchen in den Sinn,
nun glüht es einfach vor sich hin.

Ja ja... nur das wahrhaftige leuchtet und strahl dem Menschen. Egal als wie klein man es auch betrachtet. Nun ja Jesus sagte ja, an ihren Taten werdet ihr sie erkennen. Da ist natürlich die Voraussetzung erst einmal eine Tat. Wenn also eine Tat etwas sein soll, das eben nichts getan wird, weil alles erst einmal zerredet wird, was bitte schön ist daran, im Sinne Gottes. Was nutzt euch eure angeblich so große Erkenntnis, wen ihr sie nicht gewillt seit umzusetzen?

Was nutzt Erkenntnis dir im Leben,
die nicht gestählt… in Herzens Glut.
Kein lodern Geist… kein feurig Bangen eben,
nur einfach fade… fließet so das Blut.
Wenn Geist belehrend nur… Erkenntnis weiset,
zwar würdevoll… zu Ehren seines Trägers gar.
Wohl in sich schauend nun… sein Wissen preistet,
nur noch das Ich im Blicke… ach wie sonderbar

Liebe Grüße Henry


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