Jaja, die Auslegung.... (Schauungen & Prophezeiungen)

Prüfender @, Freitag, 10.09.2010, 08:55 (vor 4354 Tagen) @ BBouvier (4625 Aufrufe)

Ich sagte schon, Thomas Evangelium Vers 98. Gedreht ergibt sich das Jahr
89. ....


Thomasevangelium, Vers 98:
=>
";(98) Jesus sprach:
Das Königreich des Vaters ist gleich einem Mann,
der wollte einen Edlen töten.
Er zog in seinem Haus das Schwert und durchstach die Mauer,
um herauszufinden, ob seine Hand stark genug wäre.
Dann tötete er den Edlen."

Und was - bitte - sollte ein Gleichnis über das Jenseits,
wo Jemand einen Edlen umgebracht hatte,
wohl mit "Berlin" zu tun haben?>

Gruss,
BB

Da gebe ich BB mehr als Recht, hyfrie!!!

Einen Text auszulegen, ist eine Kunst.
Handelt es sich dabei um ein Gleichnis(!!!!!!!!!!!), ist es ungleich schwerer, weil man spezielle Methoden verwenden muss, um die Aussage beim Schopf zu packen. Da ist es mit ein bisschen Willkür beim besten Willen nicht getan. Ein Gleichnis will ja etwas verGLEICHen, man muss es also übertragen auf eine Begebenheit, die unseren, bzw. denen der Adressaten des Thomas-Ev, Denkstrukturen entspricht.
In diesem Fall hat dieses (Taurec hat Recht mit der Bemerkung, es sei ein apokryphes Buch) "Evangelium" den Anspruch, die Herrenworte bewahrt zu haben. Und die sind nunmal an das jüdische Volk Palästinas in der Zeit um 23 n.Chr. gerichtet. Erkläre mir dann mal bitte, was zum Henker Jesus laut dieses gefälschten "Evangeliums" den Rezipienten mit einer Stadt sagen wollte, die es zu dieser Zeit gar nicht gegeben hat? Wie hätten die armen Leute die Verbindung von Gleichnis mit einer Aussage für ihre Situation und Prophetie im wildesten Sinne verstehen können?

Ich bin absolut gegen leichtfertige Interpretationen JEGLICHER Texte, das gilt dann für diese Art von Texten gleichermaßen wie für Nostradamus oder sonstwessen Texte.

Und handelt es sich dann auch noch um einen "prophetischen" Rahmen - wie Du ja denkst -, so muss man die Regeln der Exegese in höchster Genauigkeit und unter Einbeziehung möglichst vieler Parallelen anwenden!
Da kann man nicht einfach sagen: "Hey, ich denke mir mal, dass das so und so sein kann, weil es gerade in meinen Erkenntnisprozess hineinpasst." Und schon gar nicht ist es ratsam, derartige Deutungen im Internet zu präsentieren, wo doch so viele unbescholtene Leser WERTVOLLE (entschuldige diese Wertung) Informationen suchen, um die Zeitgeschichte zu verstehen, damit die jetzige vernünftig gedeutet werden kann.


Verzeih mir bitte diesen Sermon, aber ich werde fuchsteufelswild, wenn ich sehe, wie schlimm Texte vergewaltigt werden, die für Diskussionen auch noch völlig irrelevant sind. Wenn ich dann noch merke, dass Du möglicherweise VIELE Texte so missverstehst, bin ich traurig, dass Du Dir damit viele gute Informationen verbaust.

Beste Grüße und die Bitte, dies nicht als Angriff, sondern als guten Rat zu werten,
Prüfender


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