Von der Neurose über den Ikonoklasmus zur Freiheit (Schauungen & Prophezeiungen)

Fenrizwolf @, Samstag, 18. Juli 2020, 09:25 (vor 19 Tagen) @ Baldur436 mal gelesen
bearbeitet von Fenrizwolf, Samstag, 18. Juli 2020, 09:53

Hallo Baldur!

Über den Sinn und die konkrete Aufgabe hier hätte ich schon gerne eine erschöpfende Auskunft, da es es mir ermöglichte, den Kompaß zu norden und meine begrenzten Kräfte, im Sinne höherer Weisheit, ökonomischer und zielgerichteter einzusetzen.

Es ist nur leider so, daß mein Gewissen und meine begrenzte Weisheit ein Produkt aus eigenem Wollen, eigener Erfahrung, wohlmeinender Erfahrung Altvorderer wie auch guter wie schlechter Beeinflussung von Außen sind.

Nicht, daß es mir generell an Mut fehlte, oder ich das Unabänderliche nicht wahrhaben wollte; es ist in erster Linie der Verlust des Urvertrauens und die Erwartung, niederer List ausgesetzt zu sein, während meine natürlichen Mitstreiter, berauscht vom Schlangengift, nur debil zu grinsen vermögen.

Im Kleinkindalter hing ich wochenlang in einem Streckbett, lernte das Laufen erneut; und anfangs meiner Zwanziger erhielt ich die Prognose, nur noch etwa fünf Jahre vor mir zu haben – just zur falschen Zeit.

Einerseits macht es etwas neurotisch, anderseits auch ziemlich robust und ernst. Das Schema blieb mir dann abwechselnd in fast allen Lebensbereichen treu.

Wäre ich ähnlich dümmlich oder skrupellos, wie jene, vor deren Taten ich mich fürchte, könnte ich glatt an meine Unverwüstlichkeit glauben und die Tatsache, daß ich am Ende stets besser abschneide als es mir schwant oder mir prophezeit wird.

Wenn ich manchmal wie eine Heulsuse klinge, ist das nicht selten dem Umstand geschuldet, daß ich mich wie in Ketten liegend, fühle.

Ich bin schlechtes Wetter gewohnt, und vermutlich liegt die Zeit, in der meine Natur gewürdigt wird, ja noch vor mir. Selten, aber manchmal habe ich den richtigen Riecher und den richtigen Biß.

Als Kettenhund sollte ich mich nicht von seuselnden Sirenen verrückt machen lassen, sondern lieber selbsttätig in der Erde graben, unter dem Odeur von Moorgasen meditieren, und bei Vollmond die Sonnenbrille aufziehen.
Vielleicht sollte ich lieber auf meine eigenen Schauungen vertrauen, anstatt, wie gewohnt mißverstanden und mißinterpretiert zu werden.

Während ich brav an der Leine Gassi gehe, kann ich auch wenig gegen den Irrsinn tun, der mir beinahe Kopfsschmerzen macht.
Wegen Parkplatzstreitigkeiten werden hier Leute abgestochen, aber wegen eines narzißtischen türkischen Schuljungen aus der SPD ermittelt der Staatsschutz um den Kirchturm herum.
Alles was geschieht, ist genau das Gegenteil dessen, was im Sinne der Vernunft geschehen sollte.

Und ja, ich frage mich manchmal schon, was ich für ein lustiges Problem habe, wenn ich an die Hölle denke, durch die unsere Großväter gegangen sind.
Manche deutschen Herren sind durch zwei Weltkriege marschiert.
Es läßt mich nicht kalt, und ermahnt mich dazu, den irrationalen Blutzoll als ein Geschenk für relative Freiheit zu begreifen.
Es ist eine halbe Freiheit, für die ich als Nachgeborener nun verantwortlich bin.

Wie damals zum Ende – es gilt Brücken zu sprengen und provisorische Brücken zu bauen, sich auf die eigenen Höhen zu begeben, die Artillerie in Stellung zu bringen, und ein gutes Auge auf das Land zu haben.
Manch einer der alten Haudegen lies das alles hinter sich, machte aufgrund seiner Stärken steil Kariere und vergaß den Gram.
Mancher dieser Leute hatte Karriere mitsamt Ruhm, aber keinen Charakter.

Heute sollten wir nicht unempfänglich für jene sein, die sich unwissentlich fälschlich auf der richtigen Seite wähnten.
Was kümmert mich die kuriose Konsequenz im Diesseits, wenn doch die Absicht, den eigenen Willen mit dem Willen des Schöpfers in Einklang zu bringen, die Triebfeder war? Edelmut verpflichtet.
Der nächste große Kampf findet schon seit langem statt:

Es ist ein Kampf Mensch gegen Maschine.
Der Leidenschaftliche aber Gebrechliche sieht sich heute einer komplexen Ausgeburt des Üblen gegenüber, das lustvoll nach Allmacht strebt.

Wir werden es machen, wie sie es uns vormachten: Zuerst werden wir aufhören sie ernst zu nehmen, dann werden wir sie unterwandern, und dann verleumden.
Danach werden wir sie aussortieren und eskalieren bis sie irre werden.
Und dann erst fängt die Revanche überhaupt erst an.

Terror ist Gott, und Gott ist Kontrolle. Göttliche Kontrolle will Terror.
Früher wurden Bücher verbrannt. Der neue Ikonoklasmus könnte es auf Beamte und deren Ungeborene absehen.
Mir soll dann egal sein, was dann in der Ferne brennt, Hauptsache, es leuchtet imposant.
Nein, so weit muß es nicht gehen, aber das wird es wohl.

Freiheit hat ihren Preis; der niedrigste ist vielleicht Kauzigkeit und Neurotizismus.
Die Rebsorte macht den Wein, doch die Traube wächst allein.

Heil Dir!

FenrizWolf


gesamter Strang:

RSS-Feed dieser Diskussion