Von oben gesehen (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Fenrizwolf @, Montag, 04. Februar 2019, 12:03 (vor 17 Tagen) @ Taurec464 mal gelesen

Hallo Taurec,

in Anbetracht der Mutmaßung, daß wir vielleicht allnächtlich dem Leben total entgleiten, könnte ein flusenhafter Eindruck einer Metaperspektive als Überbleibsel uns an „verbotenes“ erinnern.

Eben die natürliche Verflechtung der eigenen, zu dem Zeitpunkt erfahrenen Gefühle, macht alle Berechnung zur Spekulation.
Heute bin ich sauer auf meine Frau, zwei Stunden später sind wir so innig, wie nie, obwohl mir eine Einflußnahme auf die bereitenden Umstände fast gänzlich verwehrt ist.

Es ist wie immer: Wir versuchen aus der Froschperspektive den Flug des Adlers nachzuvollziehen, während die Sperlinge sich organisieren und mal seltener werden, und mal wieder mehr.

Ich habe eine gute Grafik eines Klartraumforschers, die sehr gut darstellt, wie sich die Trauminhalte auch unterschiedlichen Quellen speisen und vernetzen.
Aber dies allein erklärt noch nicht das Auftreten des Felsens aus der unbekannten Perspektive.
In meinen Träumen sind die Kulissen wie die Akteure oft einfach bekannte Stellvertreter.

Abseits des Diesseits, also im Schlafe sind wir vermutlich uns und unserem Ursprung näher als sonst im Leben;

Neben den nachvollziehbar sich generierenden Traumgebilden, s. o.; mischt sich oft noch eine Extraportion amorphen Dunstes hinzu, der als winzig kleines Artefakt der Überebene Zeugnis höherer Ebenen sein kann.

Zu unserem Beschweren ist die ganze Tüte dann so befüllt, daß man zuerst an sich selbst (ver)zweifelt, bevor andere die Gelegenheit dazu haben.
Die liebe Zeit, der Gnadenbringer des abscheulichen Schicksals, macht uns im Trieb der Eindrücke besoffen zum Vergessen – vorerst.
Wir machen mit unseren erdachten Bienen Bienenstiche in Bienenstich, aber wabern wie ein Wurm durch die Butterschicht, in der Hoffnung, daß der Kuchen ein Ende haben möge.

Abseits von Zeit, direkt von oben: Es verhält sich wie Affe zu Mensch. Da ist ein Knoten, der einer weiteren Perspektive Bedarf.
Ich glaube auch, daß viele aufgegriffene Emotionen selbst nicht in direktem Zusammenhang mit künftiger Entwicklung zu tun haben müssen, sondern als überdauerndes Feld Zeugnis geben, und reflektiert werden können.
Womöglich hat man als sich selbst schon manche Situation, abseits der weltlichen Logik, hälftig erfahren, und versucht es nun mal ganz.

Wenn wir doch annehmen, daß seelische Existenz, also das Leben an sich immerwährend ist, warum sollten wir dann in dieser Welt eine Ausnahme machen, auch wenn sie drastisch ist?
Generell wäre es aber förderlich, wenn sich möglichst viele mit ihren eigenen Träumen und ihrer selbst auseinandersetzen würden.
Hoffentlich werden wir alle mal erwachsen.

Dank und Gruß allen Akteuren und Lesern,

Fenrizwolf


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