Das Schwert ziehen und durch das Schwert umkommen (Freie Themen)

Ranma, Montag, 10. Dezember 2018, 05:41 (vor 225 Tagen) @ Fenrizwolf1048 mal gelesen

Hallo!

In einem anderem Diskussionsfaden wird darüber phantasiert, was man am Schulsystem ändern könnte. Das bietet jedem die Gelegenheit, das jeweils eigene Steckenpferd unterzubringen. Meines wäre schon ganz früh an den Grundschulen Selbstverteidigung zu lehren.

Aber hier scheinen mir noch grundlegendere Verhaltenshinweise angebracht. Wenn trotz der erdrückenden Beweislage die Polizei nur Platzverweise und der Richter einen Freispruch erteilt, dann ist das ein Hinweis darauf, daß auch diese Leute sich bedroht fühlen! Das könnte ein Hinweis darauf sein, daß der Möchtegernrusse nicht alleine handelte.

Andererseits weist in deiner Beschreibung sonst nichts darauf hin, daß der Möchtegernrusse nicht alleine wäre. Gewalt gegen Frauen betrachten Russen gewöhnlicherweise nicht als ehrenhaft, also wäre es da eher verwunderlich, wenn er Unterstützung bekäme.

Je nach der Gesamtkonstellation kann man vielleicht nicht mehr tun als die Gegend zu verlassen.

Wichtig ist jedoch auf jeden Fall, einem solchem Täter nicht auf der gleichen Ebene zu begegnen! Auch wenn man einem Angreifer körperlich überlegen ist, kann man nicht davon ausgehen, daß das ununterbrochen und für immer so bleibt. Anscheinend wußte dein Schwager das sogar irgendwie und wollte darum eine sicherere Tür, die er nicht mehr rechtzeitig bekam. Wenn man einen Gewalttäter selbst stellen will, dann ist es wichtig, Ort und Zeit selbst zu bestimmen. Wartet man dagegen passiv auf das nächste Zusammentreffen, dann gibt es tausende Möglichkeiten, warum man selbst gerade unpäßlich sein kann und das kann einem dann das Leben kosten. Handelt man dagegen aktiv, dann muß man fest entschlossen sein, die Tat auch durchzuziehen (sonst kehren sich die Verhältnisse schnell wieder um), gegen Gesetze zu verstoßen (falls erforderlich, aber hier klingt es nach unbedingt erforderlich) und dafür schließlich noch die Strafe in Kauf zu nehmen. Die wird nicht gering ausfallen, denn der deutsche Mann wird vom Gesetz eher nicht geschützt.

Darum ist es besser, gerade dem, der körperliche Gewalt ausübt, nicht mit körperlicher Gewalt zu begegnen. Dadurch würde man ihm nur einen Vorteil geben. Der beschriebene Möchtegernrusse scheint nicht gerade der Hellste zu sein. Daher ist es besser, den Kampf auf eine Ebene zu verlagern, mit der er nicht so leicht umgehen kann. Normalerweise schützt das Gesetz in Deutschland Frauen viel besser als Männer. Daher sollte man bei Gewalt gegen Frauen die Polizei rufen. Das hatte jedoch nichts genützt. Daher ist mir nun nicht klar:

Wollte die Frau nicht aussagen?

Wurde die Polizei nicht wegen der mißhandelten Frau, sondern nur wegen deinem Schwager gerufen? War die Mißhandlung der Frau nicht Teil der Anklage?

War der Möchtegernrusse der Polizei schon bekannt, so daß die eine gewisse Erwartungshaltung hatte?

Ist die Frau vielleicht deutlich deutsch und der Möchtgernrusse deutlich Ausländer? Das kann die Verhältnisse im heutigen Deutschland schonmal umkehren! In dem Fall ist es oft empfehlenswert, mal für einige Zeit einer anderen Religion anzugehören. Also einer von denen, die zur Zeit in Deutschland besonders geschützt werden.

Also bevor du dich einer vielleicht tödlichen Gefahr aussetzt, werde erstmal kreativ! Stelle dich unter den Schutz einer bevorzugten Religion und versuche nochmal die juristische Schiene. So wie du den Möchtegernrussen beschreibst, gibt es sicher noch Straftaten, wegen denen er noch nicht angeklagt wurde.

Oder wende dich wegen der Mißhandlung der Frau an ein feministisches Magazin. Dann fällt die Berichterstattung ganz schnell anders aus als in der von dir beschriebenen Presse.

Oder setze dich mal mit Malbork, der hier ab und zu im Forum ist, in Verbindung, ob dir nicht eine polnische Bürgerwehr Schutz vor einem russischem Terroristen zu gewähren gewillt ist.

Oder stecke der kommunalen Verwaltung, daß du dir Sorgen um den Möchtegernrussen machst, weil der seine Angelegenheiten nicht selbst regeln kann. Das ist einfach, billig und effektiv und hat schon manchen Steuerfahnder in geschlossene psychiatrische Anstalten gebracht.

Sollte das alles nichts fruchten, dann kannst du immernoch deinen Hals riskieren.

Gruß,
Ranma


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