Blutbad (Freie Themen)

Fenrizwolf @, Sonntag, 09. Dezember 2018, 09:46 (vor 226 Tagen)1637 mal gelesen

Guten Tag,

im Februar dieses Jahres wurde mein Schwager vor seiner eigenen Wohnungseingangstür mit einem gezielten Messerstich ermordet.

Der Täter hatte es mit seiner „Russenehre“ (sic!) nicht recht verkraften können, daß die Frau seiner Wahl, die er widerholt mißhandelte, seinen blutigen Verführungskünsten widerstand.

Nach wohl einer Unzahl von Einbrüchen und Körperverletzungen gegen diese Frau, sah sich mein junger und großgewachsener Schwager wohl in der Pflicht, der armen Frau aus dem Haus gegenüber beizustehen, da er bald mit ihr befreundet war.

Auch wenn seine körperlichen Qualitäten seine geistigen teils überragten, und er sich sonst seinerseits zu erwehren verstand, sollte sein persönliches Engagement nicht von Erfolg gekrönt sein.

Da ich selbst in unmittelbarer Nachbarschaft (seit Mitte der 1990er anonym) auf recht kuriose Weise Opfer unerwartet pervertierter Gewalt geworden bin, weil ich ursprünglich durch das Geschrei einer Frau aufgeschreckt und angelockt wurde, erlaube ich mir die Kompetenz einer Einschätzung der Gesamtlage:

Monate zuvor wurde ihm morgens von mehreren Tätern vor der Wohnungstür aufgelauert, wobei er am Unterarm mit einem Messer verletzt wurde; konnte die Angreifer aber abwehren.

Diese Nachricht hatte mich damals schockiert, und aus eigener Erfahrung wollte ich mahnen, so dachte ich doch an organisierte Kriminalität aus dem Drogenmilieu.

Wie in meinem Falle, reagierte sein Umfeld beschwichtigend bis ignorierend, auf den potentiell lebensgefährlichen Vorfall.

Auf Nachfrage erzählte mir sein Vater noch: „Ach, der Oliver beschützt da so eine Frau vor einem Verrückten.“

Daß er seinen Vater immer wieder dazu anregen wollte, endlich eine Stahltür einzubauen, verklang mit der Zeit.
Nachdem der Täter mehrmals in die Wohnung der Frau eingebrochen ist, versuchte er wohl öfter meinen Schwager zu stellen, wobei er aufgrund körperlicher Unterlegenheit stets den Kürzeren zog.
Wie mir in Gegenwart total pervertierter Gewalt eine Eingebung kam, kam sie Oliver wohl schließlich auch.

Immer wieder erinnerte er an die Stahltür, schließlich wurde im Keller dann Feuer gelegt, um ihn herauszulocken.
Die letzten Lebenszeugnisse wahren wohl undechiffrierbare Sprachnachrichten, die auf akute Existenzangst schließen ließen.
Im Täterverbund wurde am Vorabend vor seiner Wohnung geschossen - es wurden ihm die Scheiben eingeworfen, und unter Zeugen der Tod durch Erstechen angedroht!

Die herbeigerufene Polizei erteilte simple Platzverweise.

An einem Freitag Ende Februar dieses Jahres war Oliver gerade damit beschäftigt, seine Wohnungseingangstür zu reparieren, als der Täter unvermittelt vor ihm stand.
Zu seiner Verteidigung versuchte er wohl noch einen Baseballschläger zu holen, während sich ein Freund in dessen Wohnung aufhielt; doch das Einzige das jener tun konnte, war, den Niedergestochenen in seine Arme zu nehmen, und den Rettungsdienst zu rufen.

Mit einem einzigen gezielten Messerstich ins Herz ist Oliver gemeuchelt worden, sank mit den Worten „der hat mich angestochen“ in den Armen seines Freundes, und verstarb noch während der Fahrt ins Krankenhaus.

Die Lokalpresse frohlockte „Bluttat im Oberbergischen: Täter und Opfer kannten sich“, bald hieß es gar, daß Täter und Opfer zusammengewohnt haben sollen.
Es las sich wie das drogeninduzierte Ende einer homosexuellen Beziehung aus dem Milleu.

Nach der Tat dauerte es nur Minuten, bis die Polizei den Täter aufgreifen konnte.
Zwar berief sich jener schließlich auf Notwehr, doch waren die Aussagen der nächsten Zeugen derart erdrückend, das Gutachten der forensischen Psychologin derart niederschmetternd, und das Gebaren des Täters im Gerichtssaal derart gruselig offenkundig und vertiert, daß die Anklage wegen Totschlags mindestens ihre Entsprechung finden würde.

Selbst die Tatwaffe war gestohlen, das Frühstück nach der Tat geraubt, und Grund seiner Anwesenheit war: „Weil ich ihm die Knochen brechen wollte.“

Das Gericht kam sehr leise zu einem Urteil - es war sehr weise, sehr modern:
Der Mörder ist freigesprochen worden
erhält zudem noch 7.000 € Haftentschädigung.

Das Erste was er nach der Haftentlassung tat, war „seine Erwählte“ zu bedrohen, und ihr Mobiliar zu fragmentieren.
Freilich geschah das nicht ohne Androhung, es allen Beteiligten heimzahlen zu wollen: „Ich kriege Euch alle.“

Falls der Mörder sich an die Reihenfolge der Aufzählung der Nebenklage hält, habe ich ihn dann vermutlich bald vor der Tür stehen, weil er es auf meine Partnerin absieht.

Ich weiß ja, daß ich sterblich bin, aber ein zweites Mal lasse ich mich nicht am Boden liegend, von einem Möchtegernrussen mißhandeln, und lasse mir auch keine Gelenke mehr brechen.

Den ersten habe ich dummerweise aufstehen lassen, weil mir beigebracht wurde, daß ich ein rosa Mädchen bin, dem Gewalt nicht zusteht.

Der Nächste Schlag sitzt – chirurgisch punktuell.

Es lebe mein heiliges Deutschland! Es lebe mein Vaterland!

Fenrizwolf


gesamter Strang:

RSS-Feed dieser Diskussion