gewährt. (Freie Themen)

IFan, Freitag, 27. September 2019, 23:53 (vor 21 Tagen) @ Fenrizwolf226 mal gelesen

Lieber Fenrizwolf,

"Selbstverfreilich bitte ich untertänigst um die Gnade der Vergebung."

Sei Dir gewährt.

Wobei ich selbst ja nur ein einfacher Schreiber hier bin und eigentlich nichts zu sagen habe. Ob ich damit also auch für andere spreche, kann ich nicht sagen, hoffe es aber. Nehme es sogar an. Vielleicht nicht gleich für eine dreistellige Prozentzahl. Vielleicht wird diese Zahl aber erreicht; vielleicht später.

Den Effekt kenne ich; man flucht leise in sich hinein, später dann - vielleicht im Freundeskreis - lauter, und später entfleucht einem so etwas auch woanders, wo es das besser nicht hätte tun sollen.

Es gibt ja auch den Effekt bei Interviews: Die Atmosphäre ist vertraulich, und dort ist sich mancher dann nicht mehr bewusst, dass das Gesagte später in hunderttausendfacher Ausfertigung verbreitet wird und auch von allen möglichen Menschen gesehen/gehört wird, mit denen man sich nicht (so) unterhalten hätte.

Man sitzt zu Hause vor dem heimischen Computer, in trauter Atmosphäre, und schreibt in einem vertrauten Forum.

Da vergisst man dann leicht, dass nicht nur Vertraute das Geschriebene lesen, sondern auch Unvertraute.

Hier im Internat, nein, Internet, lesen eben auch viele Letztere mit, denen man solches vorenthalten sollte.

Wobei man einem Solchen, der Ge-/Beschriebenes erlebt hat, wie in dem Satz mit den drei Tätern, zugestehen muss, dass er in der Erinnerung daran heftig zu werden neigt. Ich stelle mir so etwas lieber gar nicht weiter vor.

Dass ich das Geschriebene - meines - in zwei Punkte unterteilt habe, war mir nicht sympathisch, schien mir in dem Moment aber die beste Lösung. Eine bloße Rüge, dann in einem einzigen Beitrag, war mir zu scharf, sollte aber auch nicht durch das weiter Geschriebene verwässert werden. Eine Trennung gehörte daher da rein.

"Sehr viele heute ,Mächtige' sind im Grunde nichts anderes als dressierte, unbeholfene Kinder, gefangen in einem Narzißmus, der a(u)strophysikalischen Einheiten zur Beschreibung bedarf."

Ja, das denke ich auch. Demütige Beschäftigung mit anderen Meinungen, vielleicht sogar deren ernst-nehmen, Abwägen, vielleicht sogar Anerkennen, ist nicht ihre Sache. Dennoch habe ich die Hoffnung, dass auch bei Leitenden, vielleicht in der Politik, gelegentlich Andersdenkende dabei sind.

"Es scheint dem unbekümmerten Naturverstand unplausibel, daß (...) ein Kubikmeter gar eine Million cm³ (hat)."

Ja, das ist so, und das geht sicher auch Technikern so, die ständig mit solchen Sachen zu tun haben, wie mir einst.

Abhilfe ist Rechnen, und wohl die einzige.

Ein Kommilitone berichtete mir einmal von durchgerissenen T-Trägern.* Nein, das kann man sich nicht vorstellen, was für Kräfte da walten. Aber ausrechnen kann man es.


Gruß, IFan


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*) Ein Bohrturm war umgefallen.


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