Im Fieber der Psychopathie (Freie Themen)

Fenrizwolf, Samstag, 05. Oktober 2019, 07:05 (vor 14 Tagen) @ Flohherberge242 mal gelesen

Hallo Flohherberge,

vielen Dank für Deine Antwort!

Nichts anderes als die Vernunft im Verbund mit (Nächsten)liebe kann unsere Kompaßnadel sein; schlicht erbaulicher Konservatismus.

Als gewollt kreative Geschöpfe täten wir sicher schlecht daran, ewig routiniert im Sinne der Sicherheit die beständig gleichen Bahnen zu ziehen.

Visionäre, Grenzgänger, Utopisten, Künstler – einfach positiv Verrückte bringt wohl jede Population in ausreichendem Maße zutage, doch der Umgang mit ihnen bedarf einer sinnvollen Einrahmung.

Fast zu allen Zeiten hatten es jene schwer, und wohl nie war das Volk selbst, vom Höchsten bis zum Niedersten deren eigentlicher Feind.

Ob Inquisition, kollektivistische Diktaturen oder „unverständlicher Weise“ die gelobte „Demokratie“, die uns von allem Joch vergangener Tage befreit zu haben vorgibt – es ändert sich bloß die Oberfläche; das perverse Machtgebilde zuungunsten potenten Lebens bleibt stets dasselbe.

Sattes, totes, bleiches Fleisch unterdrückt mit List, Tücke, Verführung und Gemetzel jeden neuen fruchtbaren Keim, der ihm nicht dient.

Wenn diese Lebensfeindlichen Mächte nicht in jedem Gesunden Ekel und wilden Haß hervorbringen, was dann?

Wie kann man inbrünstiger um die eigene Vernichtung flehen, als mit einem Gehabe auf Erden, daß alle wahren Werte konsequent, lustvoll und spöttisch auf den Kopf stellt?

Für den aufrechten Menschen ist das Verlangen nach Vergeltung und Vernichtung kein ursprünglicher Impuls, sondern letztes Zeugnis seines wahren Selbst und schlicht eine gesunde Reaktion.

Taten, die solche Bestrebungen heraufbeschwören, rühren nicht aus Not und Verzweiflung, sondern aus höchstmöglicher Selbstüberhöhung, dem frivolen Emporheben eigener niederster Triebe und sind ganz offensichtliche Beweise für eine derart niedere Beschaffenheit, die für den kleinsten Lustgewinn anderen das Allerletzte abgewinnen will.

Zuletzt will man uns noch einreden, daß sie zu hassen eine Schande sei.
Es ist wohl das Los der Hyperkollektive, als Leichentuch der Kulturen, für solcherlei Parasiten besonders empfänglich zu sein.

Vielleicht ist es gar ein Naturgesetz, daß Gesellschaftsgebilde, die dem Menschen nicht gerecht werden, mittelfristig an einer Konzentration von Psychopathie degenerieren und im Fieber zerfallen?

Mit freundlichen Grüßen

Fenrizwolf


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