Albtraumnächte auf TLC (Übersinnliches & Paranormales allgemein)

Isana Yashiro, Sonntag, 12. Januar 2020, 16:19 (vor 12 Tagen)744 mal gelesen

Hallo!

Zum einen ist das ein Fernsehtip. In der Serie „Albtraumnächte“ auf TLC, jeweils am Freitag um 21:15 Uhr und mit einer Wiederholung später in der Nacht, werden Träume vorgestellt, die von jener Art sind wie die, die man auch häufig hier im Forum und in der Schauungssammlung findet.

Zum anderen möchte ich näher auf die Folge vom letzten Freitag eingehen. Damit habe ich es etwas eilig für den Fall, daß sich das noch jemand in der Mediathek von TLC ansehen will, wo die Folge wahrscheinlich bis zum nächsten Freitag verfügbar ist.

In dieser Folge ging es zunächst um einen Traum über einen Impakthagel. Eine Frau stand zusammen mit ihrer Großmutter in einer Wohnung herum. Dann sah die Frau durch das Fenster, daß viele Asteroiden, wie sie die Objekte nannte, herunterfielen. Die Frau wollte nach draußen rennen, aber ihre Großmutter war starr vor Schreck. Die Asteroiden schlugen in die Nachbarhäuser ein. Auf der Straße rannten Leute panisch herum, später lagen überall Leichen. Die Frau hat diesen Traum immer wieder. Außerdem meinte sie dazu, daß dieser Traum so lebhaft sei als wäre er real. Ganz klar kam es nicht heraus, aber die Großmutter scheint im realen Leben bereits tot zu sein.

Wenn ein Traum besonders lebhaft ist und sich wiederholt, spätestens wenn noch Nachbarn oder Verwandte darin vorkommen, dann sind das die Kriterien, die einen Traum hier als Schauung qualifizieren? Wohl nicht der Theorie nach, aber der Praxis nach muß das wohl so sein.

Demnach wäre der dargestellte Traum eine Schauung. Die Folge heißt „Die Zombie-Apokalypse“. Das ist nicht ganz so unpassend wie das zunächst klingt. Die Folge ging nämlich mit zwei weiteren Albträumen weiter. Diese beiden waren gleichermaßen apokalyptisch, aber es kamen Zombies darin vor. Im Prinzip Träume von der völlig gleichen Sorte, also lebhaft, sich wiederholend und angstauslösend, nur mit Zombies statt mit Asteroiden. Ein Protagonist floh zusammen mit seinem Vater vor einer Herde Zombies, dann wurde sein Vater eingeholt, gebissen, verwandelt und schließlich selbst zum Verfolger.

In der Sendung wurden Experten für Paranormales dazu befragt und diese meinten, daß diese Träume keineswegs präkognitiv wären. Solche Träume, egal ob mit Zombies oder mit Asteroiden, werden von Wesen geschickt, die sich von Angst ernähren. Es kostet sie nur wenig Energie solche Träume zu entwerfen und zu schicken, aber sie können dadurch sehr viel Angst ernten. Am liebsten machen solche Wesen das mit Kindern, weil diese besonders leicht zu verängstigen sind.

Daraus ergeben sich nun einige Schlußfolgerungen:

  • Solche Träume werden nur denjenigen geschickt, die sich dadurch verängstigen lassen. Andernfalls bringt es den verantwortlichen Kreaturen schließlich nichts. Wahrscheinlich probieren sie das zweimal oder dreimal mit unterschiedlichen Motiven aus und wenn eines davon verfängt, dann wiederholen sie den Traum.

  • Wenn jemand auf das Eintreffen der Ereignisse wartet, weil die Träume für präkognitiv gehalten werden, aber die Ereignisse über Jahre hinweg nicht eintreffen und daher keine Angst mehr auslösen, dann verschwindet auch der Traum, weil sich das verantwortliche Wesen ein neues Opfer suchen muß.

  • Weil außerhalb Nordamerikas kaum jemand Angst vor einer Zombie-Apokalypse hat, sind unter europäischen Träumern Impakthagel und Kriegsereignisse viel häufigere Themen für Albträume.

  • Wenn jemand auf präkognitive Träume hofft, dann wird das auf diese Weise nicht funktionieren. Wenn jemand durch eigene Übungen solche Träume erlangen will, also solche wie häufig in diesem Forum und seiner Schauungssammlung vorgebrachte, dann müssen die Übungen darauf abzielen, möglichst viel Angst zu empfinden. Präkognitiv werden die Träume dadurch trotzdem nicht.

  • Schauende warnten im Forum wiederholt vor der Belastung, die ihre Visionen mit sich bringen. Die durch diese ausgelöste Angst, die beim nur neugierigen Leser nicht vorhanden ist, sorgt immer wieder für Mißverständnisse. Aber wenn man akzeptiert, daß die Schauungen genannten Träume nur zu dem Zweck Angst auszulösen, überhaupt existieren, dann dürfte man so manches Mißverständnis überwinden.

  • Für die Wesen, die sich von Angst ernähren, ist es unerheblich, ob man in einigermaßen wachem Zustand eine Vision hat oder einen Traum. Wenn sie nur Angst auslösen können, dann erreichen sie ihr Ziel.

  • Ein präkognitives Element wie in der Schauung über den Bogener Hohlweg erhöht den Gruselfaktor. Man konnte über die Vision lachen, weil dort wo die Panzer entladen werden sollten, keine Schienen mehr sind. Aber als die Fichten dort aufgestellt wurden, konnte einem das Lachen schon im Halse steckenbleiben. Dadurch konnte man endlich die von den verantwortlichen Kreaturen benötigte Angst empfinden.

  • Die verantwortlichen Wesen können manchmal eine Information über die Zukunft besorgen, aber nur irgendetwas Nebensächliches, weil es dabei ausschließlich darum geht, den Gruselfaktor zu erhöhen. Seitens der verantwortlichen Wesen ist es generell nicht so gedacht, daß sie ihre Opfer mit Wissen über die Zukunft sozusagen „entschädigen“ oder belohnen. Angst ist das einzige Ziel, das mit den Visionen erreicht werden soll. Trifft mal eine enthaltene Vorhersage zu, dann ist das eher zufällig.

  • Das Phänomen „bis vor meine Türschwelle“ läßt sich dadurch erklären, daß der Traum desto länger dauert und desto länger Angst „abwirft“, je länger der Protagonist überlebt.

  • Wenn sich manche Wesen von Angst ernähren, dann ist es auch wahrscheinlich, daß sich andere Wesen von anderen Emotionen ernähren und dafür entsprechende andere Träume schicken. Aber solche Träume finden dann nicht in ein Forum wie dieses, weil solchen Träumen der Gruselfaktor fehlt. Wahrscheinlich werden Beiträge über Impakthagel in erster Linie wegen des Gruselfaktors gelesen und nicht in der Absicht, realistische Aussagen über die Zukunft zu bekommen.

Gruß,
Yashiro


gesamter Strang:

RSS-Feed dieser Diskussion