Vision über Asteroideneinschlag in Tschechien (?) (Schauungen & Prophezeiungen)

Ulrich ⌂, Germering, Dienstag, 01.03.2011, 23:37 (vor 4361 Tagen) @ Taurec (4759 Aufrufe)

Hallo,

wenn es Astronomen bestenfalls gelingt, eine Impakt-Wahrscheinlichkeit von Erdbahn-Kreuzern zu schätzen, dann ist die Ankündigung eines geographischen Bereiches für einen erwarteten Impakt wohl Utopie: Als Einheit für die jeweilige Position von Erdbahn-Kreuzern wird meines Wissens die Erde-Mond-Entfernung verwendet. Wie kann man da erwarten, eine Prognose für den Ort des Impaktes auf einer rotierenden Kugel (40.000 km in 24 h, auf die Äquator-Ebene bezogen) zu stellen?

Anders verhält es sich wohl, wenn das Erde-Mond-System irgendetwas "einfängt", das nach x-facher Umrundung der Erde irgendwann in die Atmosphäre eintritt, aber selbst dann würde sich die Warnung wohl nur in Bezug auf einige Breitengrade, wegen der Erdrotation aber kaum auf bestimmte Längengrade eingrenzen lassen.
Beispiel: Die Einschläge der Trümmer des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf dem Jupiter 1994.

Darüber hinaus ist es merkwürdig, daß der Asteroid einmal im Südwesten, dann im Nordosten steht und zwar 180° in der >entgegengesetzten Richtung. Läßt sich das durch Erdrehung erklären?

Abhängig von der nördlichen Breite relativ zur Ekliptik und der Richtung der Eigenbewegung eines Kometen/Asteroiden/Meteoriden spricht meines Wissens nichts dagegen.

Immerhin handelte es sich um einen Traum, nicht um eine Vision. Ich für mich lege an Träume einen milderen Maßstab an im Vergleich zu Visionen, was den Realitätsbezug der Inhalte als Maßstab für die Glaubwürdigkeit angeht:
Bei Träumen scheint wohl so etwas wie eine "Übersetzung" stattzufinden, sobald man in den Wachzustand eintritt. Eigentlich scheint man dann nur Zugang zur Erinnerung an den Traum zu haben, nicht (mehr) zu diesem selbst. Den Versuch, so objektiv als möglich Trauminhalte unmittelbar nach dem Erwachen schriftlich zu notieren gab ich auf, nachdem ich nach dem Erwachen reichlich fassungslos auf ein leeres Blatt starrte und einige Zeit brauchte um festzustellen, daß die Notizen, die ich machte, Bestandteil des Traums waren. :-(
Außerdem stört mich regelmäßig der "Nostradamus-Effekt": Meist waren erst nach Eintreten des jeweiligen Ereignisses die Notizen zuzuordnen, das Element von ankündigenden Hinweisen, das ich für kennzeichnend und "zugehörig" für Visionen halte, fehlt.

Kleiner Abschweif:

In einem Gedicht der mir äußerst unangenehmen Ulla von Bernus mit dem Titel "Bis zum Jahre 2000", das die Thematik Erdbeben, Vulkanausbrüche und wohl auch einen Impakt beinhaltet, finden sich die Zeilen:

"...
Wenn die Sonne im blutroten Licht am Himmel stehen wird,
und die Planeten für zwei Tage und zwei Nächte
die Erde schneller umkreisen
..."
bla bla bla

Da U.v.B. selbstverständlich wusste, daß kein Planet, weder schnell noch langsam die Erde umkreist, nehme ich an, dass sie damit wohl eher das Szenario eines oder mehrerer "eingefangener" Meteoriden lyrisch umschrieben hat.

Sie war davon überzeugt, daß in nächster Zukunft eine globale Katastrophe ansteht, die die Mehrzeit der Menschen das Leben kosten wird, und äußerte sich dazu in einem Interview, das in dem anthroposophischen Magazin "Flensburger Hefte", Heft 13, 1992 veröffentlicht wurde.

U.v.B. behauptete, sie habe die Sturmflut von Hamburg mit einer Zeitdifferenz von 24 h vorhergesagt.
Ihr Vater, Alexander von Bernus war eng mit Rudolf Steiner befreundet.
U.v.B. war bekennenede Schwarzmagierin und Satanistin, was immer das sein mag, und konvertierte kurz vor Ihrem Tod zum Christentum. Geht daher meines Erachtens eher in die Richtung pseudo-religiöser Sonder-Müll.

Gruß
Ulrich


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