Routine-Übung? - Hintergrundinformationen

Geschrieben von Suchender am 08. März 2005 09:46:

Als Antwort auf: Auch Russland für strikte Einhaltung der UN-Resolution 1244 geschrieben von Suchender am 04. März 2005 15:32:

Routine-Übung

08.03.2005

BERLIN/PRISTINA - Berlin bereitet sich auf neue Unruhen im Kosovo vor und hat mit der Entsendung von 600 zusätzlichen Bundeswehrsoldaten in das UN-Protektorat begonnen. Der als ,,Routine-Übung" deklarierte Militäreinsatz beginnt am Jahrestag des Beginns der März-Pogrome vom vergangenen Jahr, der Abzugstermin steht noch nicht fest. Während Beobachter wegen der anstehenden Sezessions-Verhandlungen mit zunehmenden Gewalttaten im Kosovo rechnen, befürchten mazedonische Politiker, nach den Kommunalwahlen am kommenden Sonntag könne die faktische Abspaltung des albanischsprachigen Nordwestens Mazedoniens weiter voranschreiten. Deutsche Politikberater ziehen unterdessen eine endgültige Abspaltung Montenegros aus der Staatenunion ,,Serbien und Montenegro" (ehemals Jugoslawien) in Betracht.


Am vergangenen Sonntag (6. März) hat die Verlegung von 600 Soldaten des Panzergrenadierlehrbataillons 92 in den Kosovo begonnen. Während das Verteidigungsministerium den Einsatz als ,,Routine-Übung" deklariert, nennt ein Bundeswehrsprecher eine mögliche Anklage gegen den kosovarischen Ministerpräsidenten Ramush Haradinaj vor dem UN-Tribunal in Den Haag als Anlass der Truppenverstärkung.1) Haradinaj wird vorgeworfen, als Befehlshaber der Untergrundarmee UCK Hinrichtungen angeordnet und persönlich mehrere Morde begangen zu haben. Sollte gegen ihn Anklage erhoben werden, wird mit heftigen Unruhen im Kosovo gerechnet. Der Bundeswehreinsatz beginnt formal am 17. März, dem Jahrestag des Beginns der März-Pogrome vom vergangenen Jahr. Damals hatten antiserbische Ausschreitungen im Kosovo rund um den fünften Jahrestag des NATO-Überfalls auf Jugoslawien mehr als 20 Todesopfer gefordert.2)

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