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Rill - Feldpostbriefe - Vulkanismus in Böhmen (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier @, Samstag, 11. März 2017, 15:39 vor 1120 Tagen 4706 mal gelesen

Hallo!

Im ersten Brief vom 24.08.14 schreibt Rill:

"Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her,
wird aber zurückgeschlagen, weil die Natur eingreift,
und da wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein sollte,
wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen, zu schauen.
"

Eine Woche später - im zweiten Brief vom 30.08. - wiederholt
Rill diese Information mit anderen Worten und verdichtet sie,
offenbar war ihm ihre zentrale Bedeutung bewußt:

"Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen
und zwar im Süden bis Chiemgau, und die Berge sollen von da
Feuer speien, und der Russe soll alles zurücklassen an Kriegsgerät.
Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht
und vernichtet
."

Das Deutsche Reich 1914:
[image]

... Rußland fällt in den Süden Deutschlands bis zum Chiemgau ein?

Leichter läßt sich das aus dieser geostrategischen Lage her vorstellen,
1945 bis 1989 ... oder nach deren Wiederherstellung:
[image]


1.
Und dann sollen die Berge Feuer speien, die "Natur greift ein".
(Von Norden) bis an die Grenzen des Chiemgaues,
bis zur Donau hinunter, ist dann alles erdbodengleich.

2.
Und dort/dann "wird in Süddeutschland ein Platz sein,
wo das Ereignis sein sollte,
wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen, zu schauen
."

Schwierig ...
=>
Ein "Ereignis-Platz", das/den man - offenbar später -
aus allerwelt bereist, um sich das/den zu bestaunen.

In der Prophetischen Landkarte von 1890 ist in Böhmen
ein mächtiger Vulkan- oder Impaktkegel eingezeichnet:
=>
https://schauungen.de/Sonstiges/TheKaisersDream/KaisersDreamgro%DF.jpg

Sollte es sich dabei womöglich um den Rill´schen "Platz"
handeln, den er im Brief erwähnt?
Und bei dem "Ereignis" um dessen Entstehung?

Und so etwas kann man dann in Böhmen bestaunen?
=>
[image]

Vielleicht kein reiner "Zufall" mag darüberhinaus
die vom Zeichner gewählte Farbe "Gelb" sein,
in dessen Mitte sich dieser
(jetzt überhaupt noch nicht existierender) "Vulkankegel" befindet.
Auf die mehrfach gesehenen gelblichen, schwefelsauren Aschen
sei in diesem Zusammenhang hingewiesen.

Der WV - womöglich zum "Ereignis" - nämlich der Entstehung
des Vulkankegels:
"Gleich darauf schoß eine alles überragende, eruptionsähnliche,
qualmende, schwarzrote Feuersäule empor.
Hoch oben, sicherlich über der Atmosphäre,
gab es noch gewaltige Feuerwirbel.
Sie reichte von WNW- fast N.
Die Erde bebte.
"

Vulkanismus in Böhmen.
Das Duppauer Gebirge sowie der Pfahl.

=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=33180

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Von Rill falsch verstanden?

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 11. März 2017, 16:46 vor 1120 Tagen @ BBouvier 4047 mal gelesen

Hallo!

Wenn Rill die Ereignisse aus dem Gedächtnis niederschrieb, können wir davon ausgehen, daß sie in dieser Reihenfolge auch im Wesentlichen inhaltlich zueinanderpassen und zusammengehören, da er sie gedanklich miteinander assoziierte. Folglich wurden sie wohl auch vom Franzosen als zum selben Geschehen gehörig dargestellt. Grobe Erinnerungsfehler sind wohl eher anzunehmen, wenn sich zwei künftige Geschehen ähneln, z. B. der deutsche Staatszerfalls am Ende des zweiten Weltkriegs und die Unruhen vor dem dritten Weltgeschehen.

So ist ziemlich unwahrscheinlich, daß mit dem "Ereignis" z. B. die in eine ganz andere Epoche gehörenden Olympischen Spiele in München 1972 gemeint sind, zumal in den Briefen diese Zeit auch sonst nicht beschrieben ist.

Auch ein Ereignis, das lange nach dem "dritten Weltgeschehen" stattfindet, ist unwahrscheinlich, da die Briefe über diese Zeit eigentlich nichts enthalten, das über die Volkssage hinausgeht: "...die Menschen werden sein wie die Lämmer und zufrieden wie noch nie."
Daher erscheint es mir auch unwahrscheinlich, daß eine singuläre Szene gesehen wurde, in der Menschen danach anreisen, um sich einen Krater oder Vulkan anzusehen.

Möglichkeit: Rills Formulierung ist völlig daneben, weil er nicht kapiert hat, was gemeint war.

"...und da wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein sollte, wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen, zu schauen."

Gemeint war aber:
"...und dann wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein wird, das man auf der ganzen Welt sehen/bemerken wird."
=> Einschlag eines Himmelskörpers, Weltbeben, Finsternis.

Rill, der sich dergleichen überhaupt nicht vorstellen konnte, dachte sich bei "alle Welt wird es sehen" (oder ähnlich formuliert), man würde aus aller Welt anreisen, um es sich anzuschauen. :-D

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Eine Ecke weiter gedacht

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 12. März 2017, 12:18 vor 1119 Tagen @ Taurec 3836 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Sonntag, 12. März 2017, 12:42

Hallo!

Möglichkeit: Rills Formulierung ist völlig daneben, weil er nicht kapiert hat, was gemeint war.

"...und da wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein sollte, wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen, zu schauen."

Gemeint war aber:
"...und dann wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein wird, das man auf der ganzen Welt sehen/bemerken wird."
=> Einschlag eines Himmelskörpers, Weltbeben, Finsternis.

Eher ungünstig wäre es, wenn der Franzose das alte Prophezeiungsmotiv des für alle sichtbaren Zeichens der Wiederkunft Christi im Sinn hatte – die selbe Vorlage, die auch Irl-/Adlmaier inspirierte:
"Am Himmel kommt ein Zeichen, der Gekreuzigte mit den Wundmalen, und alle werden es sehen."

"Bei diesem Geschehen sehe ich ein großes Kreuz am Himmel stehen und ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein, daß alles erschrickt und die ganze Welt aufschreit: ‚Es gibt einen Gott!‘"

Vorlage ist Matthäus 24,30. Die Stelle dürfte eine der Urquellen für die Vorstellung der "dreitägigen Finsternis" sein:
"29Bald aber nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen. 30Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. 31Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem anderen."

In diesem Falle würde man natürlich lange auf ein Ereignis in Süddeutschland warten.

Nochmal die mutmaßlichen Schritte der Interpretation/Verfälschung zusammengefaßt:
1. Bibel: "Zeichen des Menschensohnes am Himmel [...] alle Geschlechter auf Erden ... werden sehen kommen des Menschen Sohn [...]"
2. Feldpostfranzose im Gespräch (die Bibel und andere Prophezeiungen interpretierend): "Rußland überfällt den Süden Deutschlands, doch da greift Gott durch Zeichen und Naturereignisse ein. Die ganze Welt wird es sehen. Dann speien die Berge Feuer."
3. Rill in den Briefen (die Aussage mißverstehend): "Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her, wird aber zurückgeschlagen, weil die Natur eingreift, und da wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein sollte, wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen, zuschauen."

In diesen Komplex gehören natürlich auch die anderen Aussagen in den Feldpostbriefen, die denselben Gedanken zum Ausdruck bringen, aber nicht den Fehlschluß des vorigen Zitats enthalten:
"Rußland überfällt den Süden Deutschlands, aber kurze Zeit, und den verfluchten Menschen wird gezeigt werden, daß ein Gott bestehe, der diesem Geschehen ein Ende macht."

"Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen und zwar im Süden bis Chiemgau, und die Berge sollen von da Feuer speien [...]"

Der Franzose hat wohl von einem göttlichen Eingreifen und allgemein sichtbarem Zeichen für das nahe Ende der Trübsal, bzw. Beginn der Reinigung der Erde gesprochen, alles in Anlehnung an christliche Endzeitprophetie.

Und wir rätseln nun, welches geheimnisvolle Ereignis in Süddeutschland sein könnte, das so gar nicht in den Ablauf passen will.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Mal rasieren?

rauhnacht @, Sonntag, 12. März 2017, 19:38 vor 1119 Tagen @ Taurec 3469 mal gelesen

Hallo,
sagte da nicht jemand letzthin was von Sektflaschen öffnen, wenns an die Feldpostbriefe geht?

Mensch, sagt das doch gleich,damit ich mir rechtzeitig den :hamper:
oder :hungry: (Popcorn longzeichen fehlt) einladen kann.

Belustigte Grüße von Rauhnacht

P.S.: Ich find Bärte gut, sofern gepflegt.

Christliche Vermischung mit Schauungen

offtopic @, Sonntag, 12. März 2017, 22:18 vor 1119 Tagen @ Taurec 3426 mal gelesen

Hallo Taurec!

Was mich an dem ganzen Schauungskomplex so stört, ist der ständig wiederkehrende Bezug auf Gott, sowie das ganze christliche Krimborium darum, da der christliche Freie Wille ja geradezu diametral zu Schauungen steht.

Wenn es denn einen freien Willen gibt, wie soll dann etwas determiniert sein, damit nicht nur eine Prophezeiung herauskommt, sondern eine Schau, welche ja dann zu diesem Zeitpunkt nicht mehr abwendbar wäre?

Dem trägt meines Wissens nach die Bibel auch Rechnung, indem stets Prophezeiungen aufgeführt werden. Die Leute früher waren gläubiger, was aber einen Irlmaier nicht abhielt, beides zu vermischen und zu sagen, der dritte Weltkrieg käme gleich, er müsse geschehen. Einerseits sollen die Menschen ein gottgefälliges Leben führen (die Leute werden sagen: und es gibt doch einen Gott), andererseits bringt er es fertig, sich mehrere Vorstrafen wegen Betrugs einzuhandeln.

Warum sollte Gott eingreifen? Entweder haben Menschen einen freien Willen oder nicht. Wenn alles schon feststünde braucht es auch kein Eingreifen, da die Menschen ja dann unschuldig und unmündig wären. Auch dieser Widerspruch scheint Irlmaier nicht aufgefallen zu sein.

Genau wie im Nachbarforum: der wird es (Kanzler) ganz sicher, aber das steht noch nicht fest... ja, was jetzt?

Dass Irlmaier begabt war, steht für mich außer Frage, aber mehr als den persönlichen Rahmen hat er wohl nicht überschaut. Ich bin schon länger zum Schluss gekommen, dass Schauungen zwar ein interessantes Steckenpferd sein können, aber es beileibe nicht wert sind, auch nur ansatzweise das Leben danach auszurichten, wie ich es leider früher tat. Man kann sich ja fit halten und ein paar Vorräte haben, ist ja auch im Alltag super, aber das Thema hier hab ich schon länger im Container versenkt. Und zwar inklusive Verpackung.

Weiterhin nehme ich an, dass gerade in der Kriegs- und Nachkriegszeit die Angst vor einem weiteren Krieg geradezu greifbar in der Luft lag und ein empfänglicher Mensch in diese Angst einschwingt und dadurch beeinflusst wird, siehe auch Luftbrücke, die Russen machen wieder Ernst usw...

Auch Rill wird sich in seiner Nische in der Tonne wiederfinden. Es mutet sehr komisch an, dass für beide WK die genauen Daten angegeben wurden, aber der 3. WK mal ganz diffus mit danach kommen die Russen erwähnt wird. Obs an Rill liegt oder am Franzosen ist Jahrzehnte später eh nicht mehr feststellbar. Und für uns bleibt wieder einmal: nichts!


Grüße

OT

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Göttliches Eingreifen

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 12. März 2017, 23:25 vor 1119 Tagen @ offtopic 3810 mal gelesen

Hallo!

Warum sollte Gott eingreifen? Entweder haben Menschen einen freien Willen oder nicht. Wenn alles schon feststünde braucht es auch kein Eingreifen, da die Menschen ja dann unschuldig und unmündig wären. Auch dieser Widerspruch scheint Irlmaier nicht aufgefallen zu sein.

Dem "Eingreifen Gottes" liegt meines Erachtens ein recht primitives Gottesbild zugrunde, das mehr dem Pantheon der Antike ähnelt, als man sich ständig dem göttlichen Schiedsspruch ausgesetzt sah, und sich viel darum drehte, die Götter zu beschwichtigen. Es entspricht auch mehr dem Gott des Alten Testaments, der ein ziemlich sadistischer Stinkstiefel ist. Die Menschen haben ihn sich genau so zurecht gemacht, wie sie ihn zur Rechtfertigung ihrer Taten brauchten. Dieses Bild hat sich, Jesu eigentliches Anliegen wohl völlig überlagernd, mehr oder weniger erhalten.
Allein, daß Gott das Eingreifen nötig hätte, widerspricht dem Gedanken der Allmacht und des Allwissens, da er offenbar unfähig sein müßte, alles von Anfang an passend zu schaffen, und er es außerdem vom Handeln der Menschen abhängig machen würde, ob das Strafgericht kommt oder nicht, als ob er nicht wüßte, wie die Sache ausgeht.
Nicht zuletzt unterstellt es Gott quasi menschliche Eigenschaften: Persönlichkeit, Zeitgebundenheit, Fehlbarkeit, weswegen die Schöpfung im laufenden Prozeß ständig nachjustiert werden müsse.
Dieses schlichte Gottesverständnis, in welchem man die höchste Macht auf menschliches Niveau erniedrigt und damit im Umkehrschluß den Menschen für gottgleich erklärt, ist wohl noch heute, was der Durchschnittsmensch allein begreifen kann.

Es ist wohl vielmehr davon auszugehen, daß die Schöpfung mit all ihren von uns lediglich als solche (wertend) empfundenen Fehlern genau so ist, wie sie sein soll, daß Anfang und Ende sowie alles dazwischen (oder die Ewigkeit und alles darin) von einer göttlichen, überzeitlichen Warte aus feststehen, wenngleich wir den Eindruck eines freien Willens haben. Dieser ist in Wirklichkeit eine bloße Illusion, die wir als Teil des Ganzen "im System" Lebenden haben, um funktionieren und unsere Bestimmung erfüllen zu können. Das zeitliche Nacheinander, in dem wir uns befinden, gute und schlechte, fördernde und zurücksetzende Erlebnisse und Karma dienen lediglich dazu, uns auf einem Entwicklungsweg voranzubringen, für den wir uns letztlich frei zu entscheiden haben, dessen Notwendigkeit und Endziel aber feststehen.

In diesem Sinne bestehen Freiheit und Determinismus zugleich. Für eine organisierte Religion ist diese Vorstellung viel zu komplex und zudem nicht praktikabel, da sich ohne Belohnung und Strafe/Drohung Menschen nicht binden und in Bewegung setzen lassen. Dieses Bild einer offenen Schöpfung entspricht der menschlichen Illusion und ist in diesem Sinne notwendig. Daß etwas damit nicht stimmen kann, offenbaren präkognitive Erlebnisse, die unabwendbar eintreten. Damit wird manchen kurzzeitig ein gewisser Blick hinter den Vorhang zuteil.

Insbesondere bei Schauungen drängt sich die Frage auf, ob tatsächlich und stets diese über alles erhabene Ebene angezapft wird, auf der alles feststeht, oder ob die Informationen aus Bereichen niederen Ranges stammen, in denen ihrerseits verschiedene Grade der Unwissenheit und Unschärfe herrschen, so daß unklare Ausgänge oder letztlich irreale Dinge gesehen werden können.
In jedem Falle ist wohl davon auszugehen, daß genau gesehen wird, was für die Menschen nötig ist, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. So sind Ereignisse wie die vermeintlich abgewendete Straßenbahnschau als Warnungen zu begreifen oder – neutraler – als Regelkreise, die bestimmte, vom Schicksal intendierte Abläufe sicherstellen sollen.
Dem entsprechend dienen wohl auch die verschiedenen Schauungen zu weltgeschichtlichen Großereignissen und Katastrophen einem Zweck, der uns wohl noch gar nicht klar ist und nicht dem entspricht, was wir zu entnehmen meinen?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Sonnenwunder

Leserzuschrift, Dienstag, 11. April 2017, 09:25 vor 1089 Tagen @ Taurec 3169 mal gelesen

Hallo!

Wie ist so etwas möglich (Wunder)?

Nehmen wir das Sonnenwunder von Fatima:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwunder

Gesehen haben es nach Berichten 30000 bis 100000 Menschen.

Bewertung der Ereignisse:

„Die [...] Sonnenphänomene wurden in keiner Sternwarte beobachtet. Unmöglich, dass die Nachricht so vielen Astronomen und natürlich den anderen Einwohnern der Hemisphäre entgehen sollte [...]; es ist unfraglich ein astronomisch oder meteorologisch sich ereignendes Phänomen. [...] Entweder wurden alle Beobachter in Fátima kollektiv getäuscht und irrten in ihrem Zeugnis oder wir müssen eine übernatürliche Intervention annehmen.[4]“

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Sonnenwunder, Zeichen der Endzeit

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 11. April 2017, 11:41 vor 1089 Tagen @ Leserzuschrift 3477 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Freitag, 01. September 2017, 08:42

Hallo!

„Die [...] Sonnenphänomene wurden in keiner Sternwarte beobachtet. Unmöglich, dass die Nachricht so vielen Astronomen und natürlich den anderen Einwohnern der Hemisphäre entgehen sollte [...]; es ist unfraglich ein astronomisch oder meteorologisch sich ereignendes Phänomen. [...] Entweder wurden alle Beobachter in Fátima kollektiv getäuscht und irrten in ihrem Zeugnis oder wir müssen eine übernatürliche Intervention annehmen.[4]“

Unsere Wahrnehmung der physikalischen Welt ist nicht unmittelbar, sondern mittelbar über Sinnesorgane, deren Impulse vom Verstand in (in der Regel) sinnvolle Wahrnehmungen synthetisiert werden. Wir nehmen zu jeder Zeit nicht die Umwelt an sich wahr, sondern ein repräsentatives Konstrukt in unserem Geist. Gleichsam den umgekehrten Weg nehmen Elemente, die vom Geiste ausgehend in das Wahrnehmungsbild projiziert werden. So entstehen akustische, optische oder sensorische Halluzinationen. Der Mensch ist wie jedes Lebewesen nicht rein biologisch, sondern reicht mit seinem Geist in jenseitige (nicht materielle) Gefilde, aus denen Informationen aufgenommen werden können.
Insofern handelt es sich bei dem Sonnenwunder wohl um eine Art Massenschauung, die in die materielle Umwelt projiziert wurde. Wären Kameras an jenem Tage in Fatima auf die Sonne gerichtet worden, hätten sie wohl rein gar nichts aufgezeichnet außer der normalen Sonne, wie es auch in den Sternenwarten der Fall war. Es war also in der Tat kein "astronomisch oder meteorologisch sich ereignendes Phänomen".

In diesem Sinne bezweifle ich das von manchen Augenzeugen berichtete Trocknen nach dem Regenguß binnen zehn Minuten durch eine "Hitzewelle am Schluß, die jedes durchnäßte Kleidungsstück trocknet und das Wasser der vielen tausend Pfützen und Tümpel verdampfen läßt." (Quelle)
Weiteres Indiz: "Die Hitzewelle wird von den einen als sehr angenehm empfunden und von anderen gar nicht bemerkt."
Entweder war bereits der Regenguß Teil der Halluzination, oder er war nur recht schwach, so daß er natürlich schnell abtrocknete, oder einige der Augenzeugen haben in ihrer Verzückung übertrieben. Die Hitzeempfindung in Verbindung mit der sich nähernden Sonne mag als Teil der Halluzination echt gewesen sein. Das Abtrocknen ist wohl eher eine Ausschmückung.
Das Verdampfen einiger tausend Pfützen und Tümpel hätte eine Hitzentwicklung vorausgesetzt, die bei den Anwesenden Verbrennungen hervorgerufen hätte, da Wasser bis auf 100 °C erhitzt werden muß, um so schnell zu verdampfen. Aber selbst dann hätte es wohl länger als 10 Minuten gedauert.

Für das "Zeichen am Himmel" nach einigen Prophezeiungen will ich ein solches Wunder ausschließen, da die ganze Menschheit auf diese Weise zu beeinflussen ein ganz anderes Kaliber ist.
Vor allem war die Ankündigung des Zeichens durch Jesus wohl bereits eine symbolhafte Ausschmückung des Denkens der magischen Kultur, die von den Europäern allzu materialistisch aufgefaßt und in Voraussagen physikalischer Phänomene verwandelt wurde.
Die gesamte Wiederkunft Christi, wie auch die Ankunft des jüdischen Messias und des islamischen Mahdis sind irreale Elemente, die zur großen Erzählung der magischen Kultur gehören. Der Endsieg über das Böse und das anschließende Gottesreich (Eingehen in Gott) sind notwendige Folgerungen aus deren Weltbild einer räumlich und zeitlich "höhlenhaften" Schöpfung, die nach einer begrenzten Zeitspanne (wenige tausend Jahre) wieder eingefaltet wird. Das Eintreten der Ankündigungen mitsamt Begleiterscheinungen, Wundern, Vorzeichen etc. würde dieser Kultur das Fundament ihres Glaubens entziehen, in welchem die Vollendung der Heilsgeschichte in der Zukunft (!) ein zwingendes Element ist. Die Verwirklichung der Erwartungen wäre paradoxerweise die größte vorstellbare Katastrophe. Eine tiefschürfende Sinnkrise und tödlicher Nihilismus wären die Folge. Es handelt sich vielmehr um einen fiktiven, in die Zukunft projizierten Endpunkt, an dem die Schöpfung vollendet ist, der aber seiner Natur nach dazu dient, das Leben in der Gegenwart auf eine den Gesetzen entsprechende Lebensweise auszurichten. Der eigentliche Sinn der magischen Endzeiterwartung ist es gerade, nicht einzutreffen (obwohl bewußt nicht so aufgefaßt).

Für das europäische Denken, in dem die Welt als unendlich empfunden und mit gewaltigen Äonen umgegangen wird, ist diese Vorstellung eines kurz bevorstehenden Weltendes sinnlos. Nach zig Milliarden Jahren, die als Zahl zwar schreibbar, aber intuitiv nicht vorstellbar sind, soll ein Kosmos, der sich in alle Richtungen in unendliche Weiten erstreckt ausgerechnet jetzt enden?
Die Vorstellung der Endzeit wurde aber als Teil des Christentums aus dem Nahen Osten importiert. Seitdem wird sie als Fremdkörper mitgeschleppt, mit dem nicht sinnvoll umgegangen werden kann. Gleichwohl läßt sie sich in eine der faustischen Seele gemäße Form überführen, wie es z. B. Teilhard de Chardin mit dem Punkt Omega tat, der naturgemäß aber in unermeßlich ferner Zukunft liegt. Damit ist ein nahes Weltende, bei dem die Schöpfung vor ihrer Zeit abgebrochen wird, ausgeschlossen.

Das Fazit: Das Eintreten der Endzeit mit allen damit verbundenen Zeichen (Auftreten des Messias, Zeichen am Himmel usw.) ist somit sowohl im Rahmen der magischen Kultur als auch im abendländischen Bild der Welt ein völliges Ding der Unmöglichkeit. Real eintretende Kataklysmen können nicht die Elemente der endzeitlichen Prophetie aufweisen. Im europäischen Denken wären sie sinnlos und überflüssig, im magischen Denken eine fatale Katastrophe, wenn es danach für die Menschheit weiterginge, wovon unbedingt auszugehen ist. Die Endzeit wird also als Fixpunkt in stets unerreichter Entfernung das Weltgeschehen überschatten. Gleich, welche Katastrophe geschieht, es wird nicht die finale Katastrophe sein.
Folglich handelt es sich auch beim "Gekreuzigten mit den Wundmalen" (eine Ableitung aus Matthäus 24,30) um ein irreales Element, zu dessen Erklärung man kein dem Sonnenwunder vergleichbares Ereignis bemühen muß.
Aber auch diverse allzu materialistische Deutungen wie die Erklärung des Waldviertlers, das Kreuz am Himmel wäre eine Kollision, müssen vor diesem Hintergrund als irreale Gespinste betrachtet werden. Das Eintreten realer Katastrophen in der Zukunft ist damit natürlich nicht per se ausgeschlossen. Zur Fortentwicklung der Schöpfung hin zum Punkt Omega sind Kataklysmen als Geburtskonvulsionen der nächsten Stufe wohl geradezu notwendig.

Insofern hat es Sinn, nach Schauungen zu suchen, die abseits des alten Endzeitmärchens und seinen irrealen Ausschmückungen Hinweise auf eine reale künftige Großkatastrophe geben.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

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Platz

Roland, Samstag, 11. März 2017, 17:24 vor 1120 Tagen @ BBouvier 3609 mal gelesen

Hallo BB,

der Gedanke, der russische Angriff erfolge aus einer Ausgangsstellung, die der Zeit vor der Wende entspricht, scheint mir recht vielversprechend.

Was aber das omninöse Ereignis anbelangt, so sträubt sich alles in mir, ein massives Naturereignis wie etwa einen Vulkanausbruch oder einen Meteoriteneinschlag mit einem "Platz" in Verbindung zu bringen. Wo auch immer ein bedeutender Himmelskörper einschlägt, gibt es nach danach keinen "Platz" mehr. Ich kann mir auch beim besten Willen keinen "Platz" in den Bergen vorstellen. Im Englischen mag das möglich sein, im Deutschen aber scheint mir das Wort "Platz" eine freie Fläche innerhalb eines von Menschen bebauten Siedlungsgebietes anzuzeigen, innerhalb einer Stadt oder eines Dorfes:

http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GP05550#XGP05550

Deshalb gehe ich schon davon aus, dass es sich bei dem Ereignis um eine menschengemachte und damit vorangekündigte Veranstaltung handelt, zu der Menschen von weit her anreisen.

Freundliche Grüsse
Roland

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Bedeutung "Platz"

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 11. März 2017, 17:32 vor 1120 Tagen @ Roland 3613 mal gelesen

Hallo!

Dort heißt es aber auch:
"5) sonst eine bestimmte stelle im wirklichen oder gedachten raume, die eine person oder sache (concret und abstract) einnimmt, einnehmen soll, kann, will, die angewiesen, übertragen wird u. s. w. vgl. DWB ort 7 und stelle, statt."

Oder Schiller:
"mein platz kann nicht mehr sein
bei den lebendigen.
Schiller 14, 121 (braut von Mess. 4, 9);"

=> Platz = Ort oder Statt.

Gruß
Taurec


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Rill / Irlmaier / (Pseudo-)Paracelsus

Ulrich ⌂ @, Germering, Samstag, 11. März 2017, 17:30 vor 1120 Tagen @ BBouvier 3627 mal gelesen

Hallo BB,

als Vorlage für den Irmaier-Text aus der "Sonderpost" (1950) ( http://www.alois-irlmaier.de/Sonderpost.htm )
"... in einer Stadt nördlich der Donau werden sich zwei Bodenspalten auftun, durch die die Menschheit [auf] seit Jahrhunderten verborgene Schätze stoßen wird, die uns über die schwere Zeit hinweghelfen ..."

hattest Du eine Paracelsus-Prophezeiung ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=32495 ) oder eine Paracelsus zugeschriebene Fälschung ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=32497 ) herangezogen.

Liegt es daher nicht nahe, daß der "prophetische Franzose" sich ebenfalls darauf bezog ?

So weit weg ist m.E. "...und die Berge sollen von da Feuer speien ..." nicht von dem Pseudo-Paracelsus-Text "Bei dem wird es noch nicht bleiben, sondern hernach ein Feur aufgehen, welches schwerlich zu leschen, und darüber groß Verderben geschehen..."

Gruß
Ulrich

@sagitta

... und in diesem Zusammenhang auch der Begriff 'Tolteken' bzw. 'toltekisch'. Beispielsweise hat Ulrich das Wort ebenfalls genutzt ...

nein, habe ich nicht!
("Er hat Jehova gesagt..." https://www.youtube.com/watch?v=Fp9J3lUbtXQ )
Vielmehr habe ich Dich zitiert, der Du den Begriff verwendet hast, ohne ihn in der bei C.C. doch sehr spezifischen Bedeutung zu erläutern.
Für mich ist das ein k.o.-Kriterium des C.C.-"Weges", wenn, wer darauf wandelt, bei aller Pirscherei und Zauberei so mit Fakten schludert.

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diffuser Dämmer

BBouvier @, Samstag, 11. März 2017, 19:48 vor 1120 Tagen @ Ulrich 3781 mal gelesen

<"Liegt es daher nicht nahe, daß der "prophetische Franzose"
sich ebenfalls darauf bezog
?">

Hallo, Ulrich!

Ja ... durchaus ... Respekt!!
Ich bin der letzte, der sich derlei Überlegungen verschließen würde:
Wir tasten da mit verbundenen Augen in einer Grauzone
diffusen Dämmers, der sich schwerlich erhellen läßt ...

[image]

Beste Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

(Von Norden) bis an die Grenzen des Chiemgaues, bis zur Donau hinunter??? Nanu, und was ist mit dem Inn?

rauhnacht @, Samstag, 11. März 2017, 19:38 vor 1120 Tagen @ BBouvier 3830 mal gelesen

Hallo Bouvier,

"Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen
und zwar im Süden bis Chiemgau, und die Berge sollen von da
Feuer speien, und der Russe soll alles zurücklassen an Kriegsgerät.
Bis zu Donau und Inn wird alles dem Erdboden gleich gemacht
und vernichtet."

Mir erschließt sich da eher: VOM Süden bis Chiemgau. ( Und zwar bedeutet ja keinesfalls ausschließlich, sondern eben DORT IM SÜDEN BIS Chiemgau)
Was bedeuten würde, dort im Süden von Deutschland so eher aus Richtung Balkan, vielleicht Ungarn, Slowakei über Österreich.

Ich bin zwar heut reichlich verschwurbelt, aber für mich erschließt sich auch nur von dieser Richtung der Sinn.
Von dieser Richtung bis in den Chiemgau ( Süddeutschland, nicht Böhmen ), eben da ( örtlich ,nicht zeitlich interpretiert) findet dann ein Ereignis statt, welches verherrend wirkt, die Russen stoppt und dort bis Donau und Inn alles platt macht. Aus dieser Richtung (Süden ) aus gesehen, ergibt sich auch die Ecke zwischen den Begrenzungen Donau und Inn. Ab der Isar soll da kein Leid mehr sein, nur Not und Elend.
Wie sollte denn ein Ausbruch in Böhmen bis zu Donau und Inn alles flach legen? Aus dieser Richtung gesehen macht doch diese Begrenzung gar keinen Sinn?


"Am Schluß kommt noch Rußland und fällt über Deutschland her,
wird aber zurückgeschlagen, weil die Natur eingreift,
und da wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis sein sollte,
wo die Leute von der ganzen Welt hinreisen, zu schauen.
"

So, ach je, und nun werd ich ganz verschwurbelt:
Den Platz, wo Leute von der ganzen Welt hinreisen,wohlgemerkt JETZT, gibt es schon. UND um nicht ganz blöd da zu stehen als Verteidigung: DANN oder NACHHER reist da überhaupt niemand mehr an solch einen Ereignisplatz! Wie sollte das denn gehen?

Der Untersberg, gelegen im Berchtesgardener Land, welches zum Chiemgau gehört.

Huh, verschwurbelte Rauhnachtsgrüße

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bis zur Donau und zur Mündung des Inns

BBouvier @, Samstag, 11. März 2017, 20:03 vor 1120 Tagen @ rauhnacht 3823 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 11. März 2017, 20:29

<"Wie sollte denn ein Ausbruch in Böhmen bis zu Donau
und Inn alles flach legen?"
>

Hallo, Rauhnacht!

Eben eine/die "Böhmische Naturkatastrophe", die bis runter (nach Süden)
zur Donau, an die Grenze des Chiemgaues und bis zur Innmündung alles flach legt:
https://schauungen.de/forum/index.php?id=33170
https://schauungen.de/forum/index.php?id=31342

Eine der Detonationen von dort haut noch den WV im österreichischen Waldviertel
von den Beinen ... und wohl auch ITOma in München noch!
=>
"Als ich vor den glühenden Fetzen davonlief,
hörte ich kurz vor dem Wald von hinten, also aus Richtung der Häuser,
vor denen wir gestanden hatten, ein Brausen und Dröhnen
und wurde gleich darauf von einer heftigen Druckwelle
förmlich in den Wald geschleudert.
Dort lag ich eine kleine Weile auf einer Lichtung auf dem Bauch.
"
https://schauungen.de/wiki/index.php?title=ITOma

Und - Bariona - sieht bei Leipzig ... von Böhmen aus im Norden:
=>
"Weit und breit, soweit mein Auge reicht, nichts als Geröllhalden
mit nachwachsendem Grünzeug dazwischen.
Kein Haus, keine Hausruine – nichts, was in irgendeiner Form
an jetzige oder vergangene Zivilisation erinnert.
Da sind auch kein einziges Ziegelstück
und auch kein Asphaltbrocken zu sehen.
Nur sehr vereinzelt Reste von alten Baumstämmen,
ausgeblichen, abgeschliffen und verrottet,
wie lange im Wasser getriebenes Schwemmholz
.
"

<"DANN oder NACHHER reist da überhaupt niemand mehr
an solch einen Ereignisplatz! Wie sollte das denn gehen?
">

Sehr nachvollziehbar!
Taurec hat dazu bereits sehr erhellend ausgeführt:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=35313

Beste Grüße Dir!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Nördlich der Donau ?? Warum das denn?

rauhnacht @, Sonntag, 12. März 2017, 19:30 vor 1119 Tagen @ BBouvier 3587 mal gelesen

Hallo,
Ja, hab ich alles gelesen und bedacht, was recht schnell geht bei mir, wegen dem -

Ockhamsschen Rasiermesser:
„Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.“

Könnt natürlich sein, ich hab mich da geschnitten. Da aber noch nichts weh tut, scheint mir meine Spekulation eleganter und vor allem bei dem statistischen Rauschen im Nebel die einzig angebrachte.

Dies oben wollt ich gestern noch einstellen, sah dann aber Deine Bearbeitungseinfügungen mit Schauungen von ITOma und Barionna. So nach dem Motto Verweis auf neuere und „Sekt“-unbelastete zur Erhärtung der These und verschob das erstmal aus mangelnder Zeit.
Aber, Hah, das kann ich auch:

ITOma
„Das mit der Strahlung ist nur eine nachträgliche Vermutung von mir. Als ich die Schau hatte, fürchtete ich mich vor dem elektrisch-blauen Licht, aber ich wußte nicht, was es war. Also nimm das nicht so ernst. Meinem Gefühl nach kann man in München schon überleben, aber es wird hart (wie ja auch die Bahnhofsschau zeigt.) Am Alpenrand ist es meinem Gefühl nach sicherer, besonders in Richtung Allgäu. Die Gebiete östlich der Isar würde ich auf jeden Fall vermeiden, nicht nur wegen den Feldpostbriefen, auch meinem eigenen Bauchgefühl nach. Eine konkrete Schau über die Gebiete östlich der Isar hatte ich aber nicht, ich fühle mich nur immer in Gefahr, wenn ich dort bin. Ich hatte aber eine konkrete Schau, daß der Alpenrand ab Hohenpeißenberg nach Westen bis Scheidegg auf jeden Fall sicher ist, (wenn man nicht zu weit nördlich geht). Also, wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst und es sich für Dich richtig anfühlt, geh da hin.“

Kaleidoskop
„Katmandu (Himalaya) wird vernichtet, wenn die Erde erbebt.
Zeichen der Erde beschreiben den Weg
der Drachenlinien (Kraftlinien), die Erbeben,
wo Böses im Übermaß geplant wird.
So zeigt die Erde selbst die Gefahrenorte
für zukünftige Ereignisse von Bedrohung.“
Verbindung zu Untersberg ( Kraftlinien) , Zeichen ( roter Fluss am Tag des Beben im Himalaya) und Brimborium.

„Dunkle Tage folgen. Der Kanzler wird gestürzt
und dein Heimatland gerät in große Konflikte.
Der Hunger kehrt zurück und die Verzweiflung
der Armut und der Kranken.
Ein lauter Knall reißt Tausende mit sich fort.
Im Süden. Gib acht und meide Gebiete südlich der Donau.
Entsetzen macht sich breit, wenn Vögel zum Kampf fliegen.
Lange Zeit ist der Friede verloren“

Und dann haben wir da östlich der Isar und südlich der Donau!

Sag ich doch!
Herzliche Grüße, Rauhnacht

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<"Nördlich der Donau ?? Warum das denn?">

BBouvier @, Sonntag, 12. März 2017, 20:15 vor 1119 Tagen @ rauhnacht 3580 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 12. März 2017, 20:38

Hallo, Rauhnacht!

Allein schon deswegen, weil:
- es im Chiemgau gar keine Berge gibt, die dort Feuer speien könnten
Rill:
"Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen
und zwar im Süden bis Chiemgau, und die Berge sollen von da
(ab dann) Feuer speien
."
=>
[image]
und weil:
Rill:
"Bis zu Donau und Inn (Innmündung Passau)
- BB: der nördlichen Grenze des Chiemgaues! -
wird alles dem Erdboden
gleich gemacht und vernichtet.
"
- ... die Russen lt. Rill (durch den Bayerischen Wald)
bis an die nördliche Grenze des Chiemgaues,
(nämlich von Nordosten bis zur Donau) kommen, und dort (!) "alles eingeebnet" (verschüttet?) wird:
=>
Bayerischer Wald:
[image]

Südlich der Donau gibt es rein nichts, was dort denn
eingeebnet werden könnte, weil alles dort bereits
jetzt
so flach ist wie ein Blatt Papier.

Blick von den Alpen nach Norden, in den Chiemgau:
[image]

Vulkanismus Böhmen!
=>
https://www.google.de/search?q=vulkanismus+tschechien&source=lnms&sa=X&ved=0ahUKEwiS16Hz2tHSAhWCDcAKHV62BL4Q_AUIBygA&biw=1120&bih=540&dpr=1.71

Supervulkan unter Tschechien?
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=17874

Ich zitiere Dich:
"Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige ...
Hypothesen enthält und wenn diese
in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen ..
."

Beste Grüße!
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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"Prophetische Landkarte von 1890"

BBouvier @, Sonntag, 12. März 2017, 21:37 vor 1119 Tagen @ BBouvier 3737 mal gelesen

Hallo!

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die
"Prophetische Landkarte von 1890" hinweisen,
auf der ein ganz merkwürdiger "Vulkan" (?)
in der Prager Gegend eingezeichnet ist
[image]
sowie darauf, daß die "Donau" - immerhin der Hauptstrom
Mitteleuropas - im deutsch-österreichischen Gebiet fehlt!
=>
https://schauungen.de/Sonstiges/TheKaisersDream/KaisersDreamgro%DF.jpg

Falls durch ein Naturereignis in Böhmen der Bayerische Wald
bis an die nördliche Grenze des Chiemgaues verschüttet/eingeebnet wird,
dann dürfte in diesem Bereich auch die Donau verfüllt werden.

Auch verwundert nicht wenig die Farbwahl "grelles Gelb"
für das Umfeld des "Vulkans".

Mehr zu der Karte hier:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=200
https://schauungen.de/forum/index.php?id=224

Gruß,
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Prophezeiung ex eventu

Hinterbänkler @, hinterm Wald im Emmental, Sonntag, 12. März 2017, 23:13 vor 1119 Tagen @ BBouvier 3526 mal gelesen

Südlich der Donau gibt es rein nichts, was dort denn
eingeebnet werden könnte, weil alles dort bereits
jetzt
so flach ist wie ein Blatt Papier.

Hallo BBouvier!

Natürlich ist dort alles schon flach, weil doch die Prophezeiung bereits wahr wurde!

So was nennt man korrekt rückschauende Prophezeiung und eben nicht wie Du gerne Prophezeiung ex eventu.

Liebe Grüße (oder sind's freche?)
Hinterbänkler

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Es fehlt am sittlichen Ernst!

BBouvier @, Montag, 13. März 2017, 02:59 vor 1119 Tagen @ Hinterbänkler 3609 mal gelesen

<"Natürlich ist dort alles schon flach,
weil doch die Prophezeiung bereits wahr wurde!
">

Hallo, Hinterbänkler!

Du spottest!

Angesichts der Tatsache, daß die Kommunisten nachweislich
bereits in den 70er Jahren geplant haben, im Sommer 2017
(oder ´19 oder ´22) die friedliebenden USA
heimtückisch in der BRD zu überfallen, bin ich
über Deinen Mangel sittlichen Ernstes
doch ein wenig verwundert und möchte Dir daher
die erhellende Broschüre F. Bürklis an´s Herz legen!

[image]

Mit freundlichen Grüßen,
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Gesamtschadensradius

BBouvier @, Sonntag, 12. März 2017, 23:26 vor 1119 Tagen @ rauhnacht 3802 mal gelesen

<"Im Süden. Gib acht und meide Gebiete südlich der Donau.">

Hallo, Rauhnacht!

Ganz abgesehen davon, daß obiges ("Kaleidoskop") m.E.
eine recht windige Sache ist, behauptet doch Niemand,
daß - scharf abgegrenzt - "südlich der Donau" rein nicht passiert.

- ITOma haut eine Detonationsfront noch in München um,
dort flieht sie vor "glühenden Fetzen", die heransausen.
Sowie:
"Ich hatte aber eine konkrete Schau, daß der Alpenrand
ab Hohenpeißenberg nach Westen bis Scheidegg auf jeden Fall sicher ist
."

- Bariona in der Leipziger (!) Gegend:
"Kein Haus, keine Hausruine – nichts, was in irgendeiner Form
an jetzige oder vergangene Zivilisation erinnert.
"

- und den WV schmeißt es noch im österreichischen Waldviertel!

- nach der "Prophetischen Landkarte" ist die Donau
auf größerer Länge verschüttet

Was ich sagen will:
Nach den Schauungen ist der Gesamtschadensradius
nicht von schlechten Eltern und umfaßt demnach
durchaus auch (!) noch den Chiemgau.

Beste Grüße Dir!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

na klar, und laut Irlmaier...

offtopic @, Montag, 13. März 2017, 07:32 vor 1119 Tagen @ BBouvier 3637 mal gelesen

Hallo BB,


Im Süden. Gib acht und meide Gebiete südlich der Donau

Bei Irlmaier genau das Gegenteil. Südlich der Donau ist es sicher...


ITOma haut eine Detonationsfront noch in München um, dort flieht sie vor "glühenden Fetzen", die heransausen.

Auch hier laut Irlmaier: In München gehts etwas wild zu, aber ansonsten passiert nix.


... nach der "Prophetischen Landkarte" ist die Donau auf größerer Länge verschüttet

Aber es kommen ja bald Lebensmittel die Donau rauf...


Kannste alles knicken...


Grüße

OT

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Die Münchener haben das große Los gezogen

BBouvier @, Montag, 13. März 2017, 13:18 vor 1118 Tagen @ offtopic 3865 mal gelesen

Hallo, Offtopic!

Das hast Du fein beobachtet!
Laut Irlmaier geht es in München nur ein klein wenig wild zu,
aber ansonsten passiert rein gar nichts, denn es kommen ja sogleich
lauter Lebensmittel die Donau herauf!

Aus Ungarn kommt da nämlich nach den drei Finsteren Tagen
ein Lastkahn mit Getreide und legt in Deggendorf an.
Dort gibt es fleißige Hände, die packen das Getreide
fix aus dem Schüttraum in LIDL-Einkaufstüten und tragen die Tüten
dann - ja...wohin eigentlich??

Richtig!
=>
Wie in einer heiligen Prozession an den hungernden Dingolfingern,
Landshutern und Freisingern kühn vorbei bis an den Stadtrand
Münchens, nach Garching.
Oder Ismaning. Oder Karlsfeld oder Vaterstetten eben.
Und dort steht eine Million vorab informierter Münchener
und bekommt von der halben Million Träger aus Deggendorf
eine Million LIDL-Tütengetreide
- je 2 Kilo - in deren mitgebrachte Körbchen umgefüllt.

Und dann geht die Million Münchener wieder nach Hause.

Und die halbe Million Träger aus Deggendorf geht
auch wieder nach Hause, an den verhungernden
Dingolfingern&Co. auf dem Rückweg vorbei,
zurück nach Deggendorf, diesmal mit leeren Tüten.

Und die Million Münchener ißt die nächsten 3 Wochen
das leckere Tütengetreide der Deggendorfer auf:
Dann ist ja alles bestens!

Kein Tütengetreide aus Deggendorf hatten hatten jedoch
leider die Straubinger, die Starnberger, die Weilheimer, die Augsburger,
die Bregenzer die Ingolstädter, die Kölner und die Hamburger.

Auch nicht die Rosenheimer, die Plattlinger, die Elmshorner,
die aus Rieste, Natendorf, Kleingellersen,
nicht die aus Niederbrombach:
Nur mal so als Beispiele.

Aber - was macht das schon?

Denn Irlmaier behauptet doch:
"Die Münchener (!) brauchen ... keine Angst haben ...
... schnell gehts vorüber!
"

:pfanne:

Beste Grüße!
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Kurze Zeit, dann Goldenes Zeitalter?

Taurec ⌂ @, München, Montag, 13. März 2017, 14:03 vor 1118 Tagen @ BBouvier 3990 mal gelesen

Hallo!

Denn Irlmaier behauptet doch:
"Die Münchener (!) brauchen ... keine Angst haben ...
... schnell gehts vorüber!
"

Dem widerspricht nicht nur ITOmas Schau, die darauf schließen läßt, daß man mit Ach und Krach gerade nicht verhungert, sondern auch die Zahnarztangestellte, die in Münchner Vororten (Ottobrunn, Neubiberg) Panzer sah, außerdem 1,5 Meter Flut in Isarnähe und:

"Was München angeht wird in auch in Solln, in Harlaching,… geplündert, die Straßen verbarrikadiert und geschossen, je nach ‚Waffendichte‘ und Sozialstruktur (meine Übersetzung)."

Es ist wohl davon auszugehen, daß im Falle eines vollständigen Zivilisationsabbruchs (wegen Abreißens der weltweiten Wirtschaftsketten und Unfähigkeit der Deutschen zur Selbstversorgung) München wie alle Millionenstädte zu einer sporadisch bewohnten, desolaten Steinhöhlenlandschaft wird. Die Zahnarztangestellte und ITOma beschreiben lediglich Zwischenstufen. Für den späteren Zustand rufe man sich die Aussagen Maud Kristens zu Paris ins Bewußtsein:

„Die Tour Montparnasse (ein markanter Wolkenkratzer in Paris, Anm. d. Verf.) ist umgestürzt. Jugendliche mit zerrissenen Kleidern, kahlen Köpfen oder seltsamen Frisuren, riesigen Ringen und Tätowierungen wärmen sich an Feuern.
Vermummte Gestalten schlagen mit Eisenstangen die Scheibe eines Bistros in der Nähe der Bastille ein, darauf folgt ein Massaker. Es ist sehr heiß.
Ein verwüsteter Vorort mit verwilderten Gärten. Die Fenster sind scheibenlos. Die Fassaden der Häuser sind allesamt gelb verfärbt. Schmerzhaftes Stechen in Augen und Nase wie von Tränengas. Wäsche trocknet im Freien. Kein Mensch ist zu sehen. Der bewölkte Himmel ist von braun-violetter Farbe.
In La Défense (hochmoderner Randbezirk von Paris, Anm. d. Verf.) ist alles verwahrlost. Ausländer mit verhüllten Gesichtern und Maschinenpistolen lungern herum. Alles ist von einem Staub bedeckt, es ist furchtbar heiß.
Am Flughafen von Orly singen und beten sehr viele Menschen inbrünstig. Sie tragen dunkle Gewänder, sind aber keine Orientalen. Der Himmel ist braun-violett. Schmerzen in Nase und Hals.
Ein gigantisches Feuer in New York, Bomben oder Blei vom Himmel, eine schreckliche Hitzewelle, Leichen, Explosionen. Eine andere Stadt wird von Wasser begaben. Nach den Katastrophen folgt ein glücklicher Neuanfang.“

Irl-/Adlmaiers Aussage ist wohl so gestaltet, daß die Leser gleichermaßen beruhigt und aufgeregt sein und sich in schaurig-wohliger Naherwartung zurücklehnen können. Wenn es erst mal kracht, wird es nicht bald wieder besser, und es kommen nicht massenhaft Lebensmittel herein. In diesem Sinne sei auch an Bandhus Szene in Hannover erinnert, wo sich jemand fragt, wie ohne Häfen die Versorgung funktionieren soll. Da dieser Kollaps weltweit ist, können wir nicht erwarten, daß irgendwo ein Überschuß produziert wird, der uns auch noch altruistisch und aller Transportschwierigkeiten zum Trotz geschenkt wird.
Die simple, anzuerkennende Tatsache lautet, daß es erst dann wieder besser wird, wenn so viele Menschen verhungert sind, daß sich der Rest von seiner Scholle selbst ernähren kann. Darauf wird es, gleich ob die Schauungen eintreffen oder nicht, langfristig hinauslaufen. Wir leben in einer historischen Seifenblase, in der eine Massenbevölkerung künstlich herangezüchtet wurde, die von einem wackeligen und an seiner eigenen Substanz zehrenden Gesellschafts- und Wirtschaftssystem abhängig ist. Technische Lösungen, auf die immer wieder spekuliert wird, entsprechen dem deus ex machina bzw. der Ankunft des Messias in der säkularen Fortschrittsreligion der Moderne. Darauf wird man bis zum Ende vergeblich warten.

Sehr viel später könnte es übrigens so aussehen, wie eine der Probandinnen Perinciolis Berlin beschrieb:

„Jetzt wirst du einen Sprung machen nach Berlin, in die Strasse, in der du wohnst, und sehen, was dort in Zukunft vor sich gehen wird… in einer fernen Zukunft. Lass dich einfach in diese Zeit hinein plumpsen.

‚Ich sehe nur Ruinen, alles zertrümmert und menschenleer und auch ohne Autos, nur ein paar total verbeulte.‘

Hat es gebrannt?

‚Nein, es ist wie ein Einschlag von oben oder eine Erschütterung von unten, als ob das alles gewackelt hätte, wie ein Erdbeben.‘

Wenn du dich jetzt Hundert Meter über der die Stadt hinaushebst und dann in die Umgebung blickst, wie sieht dort die Landschaft aus?

‚Es ist als ob da ein Erdbeben gewesen wäre. Selbst der Teufelsberg ist gespalten, wie wenn man eine Apfelsine aufmacht. Wahrscheinlich ist das, was da oben war reingefallen.‘

Kannst du in diese Spalte hineingucken und sehen, ob da was liegt?

‚Da sehe ich nur Wasser und nicht was darin liegt.‘

Wenn du jetzt vom Teufelsberg weiter in Richtung außerhalb der Stadt guckst, wie sieht es da aus?

‚Ich sehe Bäume und Wiesen und zwischendurch kleine Wassertümpel, keine Häuser mehr.‘

Was für Arten Bäume?

‚Laubbäume mit kräftigem Grün. Die Luft ist unheimlich klar und sauber, ganz klar und ein ganz blauer Himmel.‘

Im Widerspruch zu letzterem steht übrigens ITOmas Beschreibung Europas in fernern Zukunft, in der Berlin komplett überschwemmt ist und München in einer dicht besiedelten Region liegt:
https://schauungen.de/wiki/index.php?title=ITOma#Vision_der_.C3.9Cberflutung_Nordeuropas

[image]

So haben wir diesbezüglich tatsächlich zwei Varianten.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Zeit danach laut Zahnarztangestellter

Leserzuschrift, Montag, 13. März 2017, 23:22 vor 1118 Tagen @ Taurec 3870 mal gelesen

Guten Abend Herr Hauser,

mir hat die Helferin vorausgesagt, ich könne dann in Oberbayern jagen gehen.
Tagsüber, ohne Jagdschein, ohne Schalldämpfer. Das, Zitat, interessiere dann niemanden mehr.
Mag, spekuliere ich, an der geringen Bevölkerungsdichte wie in Zeiten wie nach WK I und II, aber wohl noch dauerhafter und ausgeprägter, liegen.
Kartoffelfelder würde man dann gemeinsam anlegen, sie tarnen und bewachen, bemüht sein, jedes Geräusch zu vermeiden. Deswegen keine Maschinen nutzen. Scheint mühselig und gefährlich zunächst.

MFG
[der Zahnarzt]


Benutzerkonto für Leserzuschriften

E-Mail an:
[image]

Einzustellenden Text und Beitragstitel angeben!

@ Zahnarzt

Malbork @, Dienstag, 14. März 2017, 09:54 vor 1117 Tagen @ Leserzuschrift 3747 mal gelesen

Sehr geehrter Herr "Zahnarzt",

ihre Angestellte scheint einige sehr interessante Informationen bzw. Schauungen zu haben. Ist es moeglich, dass es zu einer Kontaktaufnahme (bspw. via ePost) zwischen ihr und unseren Profis hier (Taurec und BB) kommen koennte? Arbeitet diese Frau noch fuer Sie? Koennte sie selbst hier als Schreiberin taetig werden?

Mit freundlichen Gruss
Malbork

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Info zur Zahnarztangestellten

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 14. März 2017, 10:44 vor 1117 Tagen @ Malbork 4126 mal gelesen

Hallo!

Schön wäre es.
Mir schrieb der Überbringer schon 2014:

"Die sogenannte Zahnarztangetellte wollte schon 2008 nichts mehr mit ihrer Gabe zu tun haben – sie verstoße gegen christliche Grundsätze. Die will sich bestimmt nicht äußern und wäre auch mit meiner Zusammenfassung an Sie weiland nicht sehr glücklich, wüsste sie davon."

Wundert mich, da das Internet voll christlicher Propheten ist, die ihre Erkenntnisse verbreiten.
Aber letztlich läßt sich wohl jede bliebige Einstellung mit dem Glauben begründen. :-D

Ich sehe hier kein Potential mehr. Der Zahnarzt hat da schon nachgebohrt. :wink:

Aus einer neuerlichen E-Mail von heute:
"Die Helferin arbeitet nicht mehr für mich und wird in einem Forum sicher nicht schreiben. Weil die meisten Zahnärzte tendenzielle Extremisten und hartnäckig sind, ist diese Dokumentation wohl entstanden. Sie wollte das nicht, auch nicht, als ich ihr bez. ihrer religiösen Zweifel Bibelzitate nannte und meinte, es werde doch einen Grund haben, so ein Talent zu haben. Wozu sonst, wenn es die Menschen nicht erfahren sollen. Schlauer als Gott werde sie doch auch nicht sein.
Sicher, meinte sie, könne man eh nicht sein, ob alles so eintrete. Da sie aber mir drei jahre im Voraus die Umstände eines Geschäftes, die Herkunft, das Aussehen des Geschäftspartners und den Ablauf mit dem Ergebnis vorhersagte, war ich dann doch verblüfft, als es genauso kam. Früher habe ich über all so etwas nur gelacht. Tu' ich heute nicht mehr.
Das wesentliche hat Herr Hauser schon dokumentiert. Außer:

In der Zeit danach soll es noch eine nicht heilbare Viruserkrankung und eine vorübergehende, danach eine dauerhafte Dämmerung geben. Deren Dichte soll, laut Bildern, die ich ihr zeigte, ungefähr der entsprechen, die während der Sonnenfinsternis 1999 in München herrschte.

Mir war und ist es eine empfundene Verpflichtung gewesen,solches Wissen weiterzugeben.
MFG
[der Zahnarzt]"

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Dunkelheit und Erdbeben

IFan @, Sonntag, 09. April 2017, 22:46 vor 1091 Tagen @ BBouvier 3107 mal gelesen

Hallo BB et al.,

heute war ich in der Kirche (!). Nach dem Matthäusevangelium kam es am Tag der Kreuzigung wohl zu einem größeren Naturereignis: "Von der sechsten Stunde aber kam es zu einer Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde." (d.h., von Mittag 12:00 Uhr bis Nachmittag gegen 15:00 Uhr, nach damaliger Zeitbeschreibung) "Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss von oben bis unten in zwei Teile, die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich."

Von einer einfachen Sonnenfinsternis kann hier wohl nicht die Rede sein, siehe Wikipedia. Da Dunkelheit und Erdbeben zuammenfallen, zumindest in engem zeitlichen Zusammmenhang stehen, liegt es nahe, beides einer gemeinsamen Ursache zuzuschreiben.

Falls es ein Vulkanausbruch gewesen ist, könnte die Aschewolke eine Weile über das Land gezogen sein. Doch falls die Aschewolke eine derartige Ausdehnung hat, muss der Ausbruch weiter entfernt stattgefunden haben. Ein so weit entfernter Ausbruch dürfte aber keine Erdbeben in unmittelbarer Nähe hervorrufen. Außerdem ist mir von einem Vulkanausbruch zu der Zeit nichts bekannt (was auch nichts heißen muss, denn Vulkanausbrüche zu der Zeit wurden wohl nicht protokolliert, zumindest nicht in großem (weltweiten) Maßstab).

Bleibt eine kosmische Ursache. Was aber kann das sein? Ein einfacher Meteoritenabsturz dürfte keine so weitgehende Dunkelheit hervorrufen, wenn er auch ein Erdbeben verursachen kann. Dafür müsste es aber ein ziemlicher Brocken gewesen sein, der weitere Folgen hat; von Druckwellen andererseits ist nicht die Rede, auch nicht von Fallout.

Eine kosmische Staubwolke ist möglich, aber ein Erdbeben ohne Kollision (Absturz) müsste die Anziehungskraft eines größeren Himmelskörpers zur Ursache haben. Davon aber ist nirgends die Rede. Ein solcher Himmelskörper wäre gesehen worden.

Wegen der Spekulationen um die kosmischen Ereignisse, die uns nach Schauungen ereilen dürften, wäre ein besseres Verständnis dieser Vorgänge von Vorteil. Ein antikes Vorbild könnte uns dabei helfen.

Jemand eine Idee?

Gruß, IFan

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3 (drei!) Stunden Finsternis: Eine religiöse Parabel

BBouvier @, Sonntag, 09. April 2017, 23:25 vor 1091 Tagen @ IFan 3107 mal gelesen

<"Von der sechsten Stunde aber kam es zu einer Finsternis
über das ganze Land bis zur neunten Stunde
."
(d.h., von Mittag 12:00 Uhr bis Nachmittag gegen 15:00 Uhr, nach damaliger Zeitbeschreibung)
"Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss von oben bis unten
in zwei Teile, die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich
.">

Hallo, IFan!

Der fragliche Text, der später mal mit "Matthäusevangelium"
übertitelt wurde, stammt etwa aus dem Jahre 80 und 100 n. Chr.
Kein contemporärer Historiker - und überhaupt Niemand -
weiß von derlei Ereignissen etwas, so daß davon auszugehen ist,
es handelt sich dabei um eine religiöse Parabel.
Und nicht um ein tatsächlich stattgefundenes, reales Ereignis.

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

nicht sicher

IFan @, Sonntag, 09. April 2017, 23:41 vor 1091 Tagen @ BBouvier 3045 mal gelesen

Hallo BB,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja, das mit der religiösen Parabel liegt natürlich nahe, aber gefühlsmäßig meine ich das eher nicht.

Wie gesagt, sind Naturerignisse damals wohl größtenteils nicht protokolliert worden. Die Römer haben nur die allergrößten bzw. die, die sie selbst am meisten betrafen, in die Geschichtsschreibung aufgenommen (Herculaneum, Pompeji). Vielleicht ist die minoische Kultur auch an einem Erdbeben / Vulkanausbruch zugrunde gegangen, aber nichts genaues weiß man nicht, weil nicht niedergeschrieben.

Es geht ja auch nur darum, ob jemand eine Erklärung dafür hat; wenn so etwas möglich ist.

Gruß, IFan

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Wie ist so etwas möglich?

BBouvier @, Montag, 10. April 2017, 00:06 vor 1091 Tagen @ IFan 3194 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 10. April 2017, 00:16

<"Die Römer haben nur die allergrößten bzw. die,
die sie selbst am meisten betrafen, in die Geschichtsschreibung aufgenommen.
"

Hallo, IFan!

Josephus (!) hätte so einem schier unglaublichen
Jahrtausendereignis mehrere Rollen gewidmet!
=>
https://de.wikipedia.org/wiki/Flavius_Josephus#Werk

<"Es geht ja auch nur darum, ob jemand eine Erklärung dafür hat;
wenn so etwas möglich ist.
">

Die Erklärung ist ganz leicht möglich:
Jemand muß doch nur irgend etwas behaupten.
Siehe die Unzahl Prophezeiungsfälschungen
in der Quellensammlung.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Im Koran lesen wir, daß der Prophet Mohammed eines nachts
zusammen mit dem Erzengel Gabriel auf dem Pferd Burak
nach Jerusalem geflogen ist und von dort
mit einer langen Leiter den Himmel erklomm.

Und auch hier geht es darum, ob Jemand eine Erklärung dafür hat,
wie so etwas möglich ist.

Allerdings wissen wir, was Burak betrifft, daß diese Stute
einem menschlichen Kopf besaß und zwei Adlerschwingen.
Was diese Geschichte bereits deutlich glaubhafter macht.

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
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Magisches Denken

Taurec ⌂ @, München, Montag, 10. April 2017, 00:33 vor 1091 Tagen @ IFan 3336 mal gelesen

Hallo!

Es geht ja auch nur darum, ob jemand eine Erklärung dafür hat; wenn so etwas möglich ist.

Der vorschnelle Schluß, die Erzählungen in der Bibel für historisch, bzw. physikalisch reales Geschehen zu halten, ist wohl (vor allem im Kreise der Gläubigen) weit verbreitet. Grundlage ist der früh eingeprägte Glaubenssatz, die Vorstellung und der Wunsch, daß es wahr wäre, bzw. daß in der Bibel die Wahrheit stünde.

Man geht allerdings in die Irre, wenn man an diese Texte mit dem modernen faustischen Denken herangeht.
Das neue Testament ist eine Schöpfung der magischen Kultur (nach Spenglers Begrifflichkeit, der diese Kultur, aus der alle drei monotheistischen Religionen hervorgingen, umfassend beschrieb). "Magisch" ist dabei ähnlich zu verstehen wie im Begriff des magischen Denkens. Das heißt, die Aussagen sind nicht im physikalisch realen Sinne zu begreifen, sondern sie sind mythisch und symbolisch aufgeladen.

Die Ereignisse während der Kreuzigung sind folglich eher als Symbole einer göttlichen Dramaturgie zu verstehen, die Jesu Messiasauftrag unterstreichen. Ob der ganze Leidensweg Jesu, falls die Kreuzigung überhaupt stattfand, die realen Geschehnisse wiedergibt, kann getrost bezweifelt werden.

Das spezielle Problem liegt darin, daß zum Zwecke der Symbolhaftigkeit Natur-/Himmelszeichen etc. kombiniert wurden, die in Wirklichkeit vielleicht so gar nicht möglich sind. Wenn man sie aber als Grundannahme für physikalisch real hält, sucht man möglicherweise vergeblich nach einer Form Naturkatastrophen, die sich durch keine physikalische Theorie schlüssig erklären, bzw. bestätigen lassen.

Keinen Sinn hätte es des weiteren, wenn man die naturwissenschaftlichen Theorien anpaßte, um den Glaubenssatz eines historisch realen Geschehens zu bestätigen, wie es Velikowsky teils tat.

Für den Menschen der magischen Kultur haben sich die biblischen Ereignisse ohne Zweifel so zugetragen, wie sie berichtet werden. Nach der physikalischen Realität und Plausibilität fragt er sich gar nicht. Diese ist für ihn schlichtweg irrelevant. Desgleichen wird von seinem Denken nicht erfaßt.
Der Europäer bekommt mit seinen aus dem nahen Osten importierten heiligen Schriften aber irgendwann ein Problem, wenn er mit seiner modernen, auf Validierung pochenden Denkweise und dem Glaubenssatz, daß sich die biblischen Ereignisse ohne Zweifel genau so zugetragen hätten, an die Sache herangeht. Die Lösung liegt entweder darin, sein kritisches Denken über Bord zu werfen und sich einem kindlich-naiven Glauben anzunähern, oder zur Bibel eine skeptische Distanz aufzubauen und nach anderen Deutungsmustern zu suchen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

mehrstündige Sonnenfinsternisse

Ulrich ⌂ @, Germering, Montag, 10. April 2017, 02:23 vor 1091 Tagen @ IFan 3262 mal gelesen

Hallo IFan,

Von einer einfachen Sonnenfinsternis kann hier wohl nicht die Rede sein, siehe Wikipedia.

Auf Wikipedia ist kein Verlass, mehrstündige Sonnenfinsternisse haben eine lange Tradition, insbesondere solche die "drei Stunden" dauern und "weltweit" alles verdunkeln:

1147. On Sunday, the 7th day before the Kalends of November (Oct 26), a solar eclipse occurred at the 3rd hour and persisted until after the 6th. This eclipse stood fixed and motionless for a whole hour, as noted on the 'clock' (horologio)... During this hour a circle (circulus) of different colours and spinning rapidly (maximo rotatu) was said to be in the way.
[Annales Brunwilarenses; MGH, XVI, 727.]

AD 1176 Apr 11 [SundayJ (total, mag. = 1.06): Antioch
In this year 1487 (Seleucid), on New Sunday, the 11th of the month of
Nisan (= April), at daybreak, at the end of Office, that is, after the reading of the Gospel, the Sun was totally obscured; night fell and the stars appeared; the Moon itself was seen in the vicinity of the Sun. This was a sad and terrifying sight, which caused many people to lament with weeping; the sheep, oxen and horses crowded together in terror. The darkness lasted for two hours; afterwards the light returned. Fifteen days after, in this month of Nisan at the decline of Monday, at dusk, there was an eclipse of the Moon in the part of the sky where the eclipse of the Sun had taken place...

[Chronicle of Michael the Syrian, Book XX, chap. 3; in Syriac;
trans, from the rendering into French by Chabot (1905, vol. Ill, p. 367).]

1191. In the month of June on Sunday, the Vigil of the Nativity of St John the Baptist (Jun 23), the 9th day before the Kalends of July, on the 27th day of the Moon, at the 9th hour of the day, the Sun was eclipsed and it lasted for three hours; the Sun was so obscured that darkness arose over the Earth and stars appeared in the sky. And when the eclipse withdrew, the Sun returned to its original beauty.
[Gesta Regis Henrici II et Ricardi I; Stubbs (1867, I, p. 339).]

The Sun was obscured on Friday at the 6th hour of the day, and it
lasted for a while between the 6th and 9th hours and it lost all its strength (toda su fuerza) and there was as though night. There appeared many stars, and then the Sun grew bright again of its own accord, but for a long time it did not regain the strength that it usually has. Era 1277 (Julian = AD 1239).

[Anales Toledanos Segundos; in Spanish; Florez (1747), XXIII, 409.]

AD 1239 Jun 3 [Friday] (total, 1.08): Coimbra (Portugal)
On the 3rd day before the Nones of June (Jun 3), on the same day that
Christ suffered, namely the 6th day of the week (Friday), and at the same time that darkness occurred over the whole Earth at the Passion of our Lord, namely from the 6th to the 9th hours of the era 1237, there occurred a sign such has never happened since the Passion of our Lord until the present day. There was indeed night between the 6th and 9th hours and the Sun became as black as pitch and the Moon (sic) and many stars appeared in the sky. Then the receding of the darkness of night was followed by the receding and recovering of the Sun's original clarity. Many men and women assembled in the Church of the Holy Cross in Coimbra... everywhere the rays of the Sun penetrated into some hole
(foramen).

[Chronicon Conimbricense, III; Florez (1747, vol. II, p. 3

AD 1241 Oct 6 [Sunday] (total, 1.05): Reichersberg
1241. On the day before the Nones of October (Oct 6), the Sun while it
was bright was suddenly covered with wonderful blackness a little after
midday. As a result, no part of it could be seen and stars were seen as if during the night for about four hours.

[Chronicon Magni Presbyteri Continuatio; MGH, XVII, 528.]

1310. On the last day of January at the 8th hour of the day at Avignon there was an eclipse of the Sun, and it was eclipsed in an extraordinary manner, and was notably sparkling. There appeared as if at nightfall a single star, a second was the opinion of the crowd (vulgi). Then a remarkable semicircle was seen and it lasted until past the ninth hour.
[Ptolomaei Lucensis Hist, eccles. lib. XXIV; SRI, XI, 1232]

Der älteste überlieferte Versuch einer Bestimmung der Dauer einer Sonnenfinsternis stammt aus dem Jahr 1239:

AD 1239 Jun 3 [Friday] (total 1.08): Arezzo (Italy)
While I was in the city of Arezzo, where I was born, and in which I am
writing this book, in our monastery, a building which is situated towards the end of the fifth latitude zone (clima), whose latitude from the equator is 42 and a quarter degrees and whose westerly longitude is 32 and a third, one Friday, at the 6th hour of the day, when the Sun was 20 deg in Gemini and the weather was calm and clear, the sky began to turn yellow and I saw the whole body of the Sun covered step by step and it became night. I saw Mercury close to the Sun, and all the animals and birds were terrified; and the wild beasts could easily be caught. There were some people who caught birds and animals, because they were bewildered. I saw the Sun entirely covered for the space of time in which a man could walk fully 250 paces. The air and the ground began to become cold; and it (the Sun) began to be covered and uncovered from the west.

[Ristoro d'Arezzo: Delle composizione del mondo, lib. I, cap. XVI;
in Italian; quoted by Celoria (1877a).]

Ein zeitgenössischer Bericht (Bey, 1860) über die SoFi vom 18. Juli 1860 beschreibt die mögliche Ursache all dieser "mehrstündigen" Sonnenfinsternisse:

But at the moment of totality, all became silent and dumb. Neither a cry nor a rustling, nor even a whisper (was heard), but everywhere there was anxiety and consternation. To everyone the two minutes of the eclipse were like two hours. I do not exaggerate or imagine any of these details. Several people whom I questioned after the eclipse regarding the duration of totality replied that it had lasted for two hours...

Alle Zitate aus:
F. Richard Stephenson: "Historical Eclipses and Earth's Rotation"
http://gen.lib.rus.ec/book/index.php?md5=AD42B7F85D27DBC777E9529DBEBC2B65

Wenn in historischen Chroniken Minuten zu Stunden mutieren, sehe ich keine Veranlassung, ausgerechnet drei Schriften aus den Gründungsjahren einer Buch-Religion als dokumentarische Berichte zu verstehen, deren Zahl- und Zeitangaben wörtlich und nicht symbolisch gemeint seien.

Nach jüdischer Tradition werden Zeitdifferenzen (zwischen Tagen) berechnet, indem man den Tag des Ereignisses mitzählt. In die christliche Tradition haben sich deshalb "drei Tage" zwischen Kreuzigung und Auferstehung (Karfreitag bis Ostersonntag) eingeschlichen, obwohl es sich nur um zwei Tage handelt. Somit könnte die Zeitangabe "von der 6. bis zur 9. Stunde" dieses Motiv der "drei Tage" aufgreifen, zumal m.W. nicht gesichert ist, ob damit nicht Temporalstunden ( https://de.wikipedia.org/wiki/Temporale_Stunden ) gemeint waren, somit exakt die Spanne zwischen "Sonne im Zenit (in der Wende zum Untergang) bis Sonnenuntergang".

Der Spruch zum "Markustag an Ostern" beinhaltet ja offensichtlich eine vergleichbare Symbolik: https://schauungen.de/forum/index.php?id=5800

Auch die (fixe?) Idee einer dreitägigen Finsternis, die gemäß dem Glauben der Milleniaristen der endzeitlichen Wiederkunft Christi vorausgehen wird, geht nach Meinung einiger Autoren auf die Vorstellung zurück, daß sich diese "drei Tage Gottesferne" zwischen Karfreitag und Ostersonntag in Form einer dreitägigen Finsternis wiederholen werden.

Gruß
Ulrich

Hab da eine Idee !

Tribun @, Oberfranken, Sonntag, 16. April 2017, 18:35 vor 1084 Tagen @ IFan 3112 mal gelesen

Hallo IFan,

Wegen der Spekulationen um die kosmischen Ereignisse, die uns nach Schauungen ereilen dürften, wäre ein besseres Verständnis dieser Vorgänge von Vorteil. Ein antikes Vorbild könnte uns dabei helfen.

Jemand eine Idee?

Ich lese zur Zeit ein wirklich sehr interessantes Buch. Und in diesem Buch stehen Erklärungen - auch auf Deine Frage !

Titel: Der Fall Jesus - Ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit
Autor: Lee Strobel.

Es ist einfach an was nicht zu glauben, wenn man diesen Glauben nicht kritisch hinterfragt.

Es geht um das Geheimnis des Glaubens. Und dieses Geheimnis kann man erfahren !

Nur wer sich seine eigene Welt selbst aufgebaut hat und nicht um die Ecke denken möchte, der wird das auch nie erfahren.

Dieses Buch ist absolut lesenswert! Dann kann man selbst entscheiden!

Gruß Tribun


Verarscht wird man Überall. Das geht schon im nächsten Supermarkt los. Die Wahrheit ist schwer zu finden.

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Kein historisch reales Geschehen

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 16. April 2017, 19:30 vor 1084 Tagen @ Tribun 3208 mal gelesen

Hallo!

IFans Frage bezog sich auf die Deutung des Finsternisgeschehens während der Kreuzigung, bzw. ob jemand eine Idee hätte, wie daraus eine physikalische Deutung zu destillieren sei, die für das Verständnis künftiger Katastrophen gewinnbringend wäre.

Daher frage ich mich, wie Lee Strobels Buch uns bei genau dieser Frage weiterhelfen soll. Behandelt Strobel überhaupt IFans Frage oder handelt es sich hierbei nur um einen verdeckten Missionierungsversuch?

Kritik: "Kritiker werfen ihm vor, die Argumente einseitig auszuwählen und nur Interviews mit Vertretern des christlichen Standpunktes, nicht aber mit Gegnern zu führen."

Daß einer schon im Voraus genau weiß, was er am Ende herausfinden wird, erleichtert die Forschung natürlich ungemein. Die unpassenden Blickwinkel kann man sich von Vornherein sparen. :ok2:

Mythen helfen uns bei der Suche nach realen Katastrophen und deren physikalischen Abläufen leider nicht weiter.

Es ist einfach an was nicht zu glauben, wenn man diesen Glauben nicht kritisch hinterfragt.

Im Gelben Forum wurde neulich mit Bezug auf Gerd Lüdemann (einen evangelischen Theologen, der tatsächlich kritisch hinterfragt hat) festgestellt:

"Das Christentum steht und fällt mit dem historischen Ursprung. Das Christentum behauptet zum Beispiel die leibliche Auferstehung, daß Jesus aus dem Grab wieder herausgekommen ist. Das aber läßt sich angesichts der Ergebnisse, die die historisch-kritische Erforschung des Neuen Testamentes erbracht hat, nicht halten."

So bezeichnet Lüdemann etwa auch die Worte Jesu am Kreuz als unwahre Überlieferung, weil niemand dagewesen wäre, der sie hätte hören können. Zur besagten Matthäusstelle, bzw. dem direkt darauf folgenen Ausruf Jesu am Kreuz führt Lüdemann aus: "Eine Historizität dieses Rufes scheidet aus, weil Matthäus als Vorlage den Markus-Bericht verarbeiet hat und nicht Augenzeuge war."

Dieses Argument trifft verlängert natürlich auf alle Evangelisten zu, derer keiner Augenzeuge des Kreuzigungsgeschehens war. Da außer den Evangelien keine außerbiblischen historischen Zeugnisse einer Verfinsterung vorliegen, muß diese Schilderung als ahistorisch und nachträglich hinzugefügt betrachtet werden.

Es handelt sich um eine Zuschreibung symbolischen Charakters:
"Theologisch erscheint „die Finsternis als Symbol und Begleiterscheinung des göttlichen Gerichts“, ganz gleich ob sie für historisch gehalten wird. Sie wird als faktische Erfüllung von Gerichtsankündigungen wie jenen in Amos 8,9, Joel 2,10; 3,4; 4,15 u.ö. verstanden werden oder aber – je nach Weltanschauung bzw. theologischer Ausrichtung – als literarischer Ausdruck dessen, wie man urchristlich das Sterben Jesu verstand." (Wikipedia)

Es hat allerdings keinen Sinn, aus einem symbolischen, literarisch ausgestalteten Geschehen physikalisch reale Aussagen abzuleiten.
Da könnte man auch fragen, wie lange eine Hexe in den Ofen muß, um möglichst knackig wieder rauszukommen.
:pfanne:

Auf dieser Ebene sind sowohl Märchen als auch biblische Erzählungen für die Tonne. Auf einer tieferen Ebene mag man beidem durchaus etwas abgewinnen. Das schließt aber eine phsykalische Finsternis während der Kreuzigung ebenso aus wie Statikerwägungen zu Lebkuchenhäusern.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Schön das Du Die Katze nun wirklich aus den Sack läßt.

Tribun @, Oberfranken, Montag, 17. April 2017, 18:02 vor 1083 Tagen @ Taurec 3152 mal gelesen

Hallo Taurec,

es beeindruckt mich immer wieder, wie meist von Dir oder sonst von Herrn BB (ist ja auch meist abwechselnd) sehr schnell die Retourkutschen auf Beiträge erfolgen.

Ganz besonders auf diese Art von Beiträgen die ihr hier nicht lesen möchtet.

Um erst mal wirklich mitreden und danach urteilen zu können sollte man sich erst mal mit der Thematik richtig befassen.

Hast du das Buch von Herrn Lee Strobel selbst von vorn bis hinten durchgelesen?

Wenn ja, dann würde auch Dir auffallen, das der Autor schon gezielt Antworten sucht.
Es mag ja sein, das er diese Antworten nicht beim nächsten Bäcker oder bei einen Gotttesleugner sucht.

Nein er befragt unterschiedliche Menschen im Range von Professoren, Doktor, Mediziner oder Psychologen die aktiv ihre Arbeit in ihrem Fache ausüben. Leute die an Jeus glauben, das ist schon wahr.

Deine Ablehnung von Lee Strobel entnehme ich das Du es mit der Glaubwürdigkeit von Leuten die an Jesus glauben nicht so ernst nimmst.

Nur das ist nicht die Katze aus dem Sack lassen.

Es geht um das nicht daran glauben, das Jesus Gott sei und wieder aus dem Grabe auferstanden ist.

Du zitierst hier zwar wieder mal andere Leute, aber stellst ihre Kritik an den Wiederauferstandenen Gott = Jesus somit selbst in Frage.

Gut, Du must nichts glauben, keiner zwingt Dich, noch einen anderen hier. Nur finde ich es wirklich ärmlich wie Euer Forum in den letzten Monaten verkommen ist.
Ihr dort glaubt ja an gar nichts mehr - finde ich schon sehr traurig.

Solltet bitte erst mich löschen ( siehe Signatur) und dann mal drüber nachdenken wem ihr noch so alles vergrault habt.
Ich kenne so den ein oder anderen der hier nicht mehr schreibt, wegen Eurer 180 Grad Kehrtwende in sehr kurzer Zeit und dem dominieren von einigen Personen. Wahrscheinlich eure WW Dreifaltigkeit: Taurec-Baldur-BB ?

Na gut mal eine Passage aus dem Buch von H. Strobel zum nachdenken:

Es geht um die Frage ob die Hinweise der Propheten im Alten Testament wirklich auf Jesus deuteten.

Buch Seite 272:
Jemand hat statistische Berechnungen angestellt und herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit, auch nur acht Prophetien zu erfüllen, bei eins zu hundert Millionen Billionen liegt.

Seltsam? Und wie viele Prophezeiungen/Schauungen über Jahrhunderte berichten uns exakt über eine Weltenwende. Zum Beispiel Russen Einfall/ 3-tägige Finsterniss usw ?

Und ihr habe hier alles geprüft und seit zu dem Schluss gekommen, alles nicht wahr und Jesus sei ja wahrscheinlich auch nur ein Lügner oder den gab es nie.

Armes Deutschland!!!!

PS: verweise nochmals auf Signatur, sonst komme ich wahrscheinlich wieder.

Gruß Tribun


Verarscht wird man Überall. Das geht schon im nächsten Supermarkt los. Die Wahrheit ist schwer zu finden.

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Taurec läßt endlich die Katze aus dem Sack?

BBouvier @, Montag, 17. April 2017, 19:37 vor 1083 Tagen @ Tribun 3173 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 17. April 2017, 20:00

Hallo, Tribun!

Zu Deinem Beitrag:

<"Schön das Du Die Katze nun wirklich aus den Sack läßt.">

Ja - endlich zeigt Taurec sein wahres Gesicht
und läßt alle Hemmungen und seine Maske fallen. :yes:

<"... wie meist von Dir oder sonst von Herrn BB ...
sehr schnell die Retourkutschen auf Beiträge erfolgen.
">

Ich habe nun nicht den Eindruck, unsere Schreiben
wären denn dümmlich-hilflos, einfallslos und rechneten daher nicht.

<"Um erst mal wirklich mitreden und danach urteilen zu können sollte
man sich erst mal mit der Thematik richtig befassen
.">

Ja - und zwar vorurteilsfrei, sachlich, themenbelesen
und argumentativ nachvollziehbar.

Wobei derlei:
- "... entnehme ich das
Du es mit ... Leuten die an Jesus glauben
nicht so ernst nimmst."
- "... er befragt unterschiedliche Menschen ...
Leute die an Jeus glauben."

obige Kriterien eben nicht erfüllen.

Es ist nämlich völlig irrelevant, ob und an welche
religiösen Dogmen irgendwelche Menschen "glauben" mögen,
- das alles sind eben keine wie auch immer geartete Argumente -
sondern es handelt sich dabei nur um die Behauptung,
daß daß irgendwelche Leute behaupten, sie würden an
irgend etwas, wieder von Anderen behauptetes, glauben.

<"Du ... stellst ... den Wiederauferstandenen Gott = Jesus
somit selbst in Frage
.">

Falls das denn so wäre:
Bekommst Du deswegen nun öffentlich bigott-hysterische Krämpfe? :-D

Zwar nicht Forumsthema (denn darum geht es keinesfalls) jedoch, es sei:
<"Es geht um die Frage ob die Hinweise der Propheten
im Alten Testament wirklich auf Jesus deuteten.
">

Im Alten Testament wird (u.a.) die Hoffnung der Juden thematisiert,
und deren "Propheten" behaupteten (!), einstmals regiere sie
in aller Pracht und Herrlichkeit (!)
ein jüdischer Großkönig - ihr (!) "Messias".
Und Christen behaupten, das wäre Jesus gewesen, nur eben,
das hätten die Juden irgendwie überhaupt nicht mitbekommen:
Was aber doch auch sehr nachvollziehbar ist.
Um sich diese zwei Personen (von denen ersterer
eine völlig fiktive, diesseitige Figur ist) erfolgreich
zu einer (!) zusammenzubasteln, braucht es allerdings
eine ganz gehörige Portion Phantasie ... wobei ein
unreflekierter und völlig unkritischer "Glaube"
jedoch sehr hilfreich sein dürfte.

<"... wie viele Prophezeiungen/Schauungen über Jahrhunderte
berichten uns exakt über eine Weltenwende?
">

Reichlich viele.
Wobei Du wieder mal Schauungen und "Prophezeiungen"
in einem Atemzug nennst, ganz so, als handele es sich dabei
um ein- und dasselbe.
"Prophezeiungen" zum jeweils demnächst sich ereignenden
Weltenende sind integraler Bestandteil der seelischen
Verfassung und des magischen Kulturkreises des alten Orients.
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=35542
Jesus selbst prophezeihte genau dieses (!) "Weltenende" noch zu Lebzeiten
seiner Hörer:
"Wahrlich ich sage euch, nicht wird dieses Geschlecht vergehen,
bis daß dieses alles geschieht"
(Markus 13,30).
"Es sind einige unter euch, die hier stehen,
welche den Tod nicht kosten werden, bis sie
den Sohn des Menschen kommen seh´n in seinem Reich
" (Matthäus 16,28)."

Und seitdem schleppt sich diese orientalische Idee
des nahen Weltenendes durch die Jahrhunderte ... bis in die Gegenwart.
Schauungen über derlei haben wir allerdings nicht,
"nur" über "Naturkatastrophen"!

Was den "Russeneinfall" betrifft, so ist es gut vorstellbar
- und wurde hier ja bereits ad nauseam thematisiert -
daß "Rußland" in einer Schwächephase des "Westens" seinen Einfluß
durchaus mal Richtung Europa ausdehnen wird.

Was Herrn Irlmaiers sich in den 50ern (Atomkrieg droht!)
auf Basis frz. bigotter Hausfrauen und Nonnen des 19. Jahrhunderts
zusammenfabulierten "III. Weltkieg" betrifft, so sei
hierauf verwiesen:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=32779
https://schauungen.de/forum/index.php?id=33401


Zum Abschluß:

<"ihr ... seit zu dem Schluss gekommen, ...
Jesus sei ... nur ein Lügner
.">

Und was das alles wohl mit "an Jesus glauben"
zu tun haben könnte, das weißt Du wohl selber nicht.
Aber ich gehe mal davon aus, daß es so richtig gut tut,
Andere auf eigener Frömmlerbasis lauthals zu verdammen. :lehrer:

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: Taurec läßt endlich die Katze aus dem Sack?

Leserzuschrift, Mittwoch, 19. April 2017, 10:35 vor 1081 Tagen @ BBouvier 3089 mal gelesen

[Anm. Taurec: Aus Gründen der Lesbarkeit sprachlich heftig korrigiert. Da die Nachricht in meinem Postfach gelandet ist, gehe ich automatisch davon aus, daß sie als Leserzuschrift zur Veröffentlichung gedacht ist.]

Sehr geehrter Herr BB,

ich denke, daß Sie es beizeiten an Sachlichkeit fehlen lassen, wenn es um religiös geprägte Übermittlung geht, was verständlicherweise die Empfindungen anderer Menschen verletzt und Ihnen einen Schein der Arroganz und Intoleranz [gibt], auch wenn dem so nicht so ist.

Religiöse Übermittlungen beinhalten nicht selten sowohl irdische wie nicht irdische Vorgänge, welche oft gänzlich als irdische Vorgänge verstanden werden. Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, daß, wenn Sie die geistigen Vorgänge ernster nehmen würden und in Ihre Forschung aufnehmen würden, Sie weitaus mehr Entschlüssen könnten. [???]

Viele haben für die Jahre 1999 und 2000 Großes erwartet und nicht wenige waren enttäuscht. Dabei wurde mit der Einführung des Euros 2000 der letzte Puzzelstein gelegt, der notwendig war, um die jetzige und zukünftige Entwicklung in Gang zu setzen.
Man kann also getrost sagen, der Dritte WK (wie auch immer er geführt werden mag, ökonomisch, wirtschaftlich oder bewaffnet) begann mit der Einführung des Euros 2000. Bis dahin war er zwar im Werden, aber nicht etabliert.

Erlauben Sie mir (ohne Sachverstand und Kompetenz) ein[ig]e skizzierte Überlegungen, die Ihnen vllt. als Anregung dienen können, einfach mal neu Nachzudenken.

  • Sind die Träume eines überschwemmten Europas (von dem ich selber einmal einen hatte) wirklich irdisch aufzunehmen oder wird hier nur symbolisch eine Überschwemmung einer Kultur gezeigt die untergehen könnte oder beides sogar?
  • Wenn der türkische Traum, sich gen Osten auszuweiten, mißlingt, wohin würde es sich wenden? Die ISIS zeigte in einer Karte durchaus mal, daß sie auch Anspruch auf Mitteleuropa hat. Und wenn man eine Persönlichkeit wie Erdogan fragen würde was er lieber hätte, ein neues Osmanisches Reich wie gehabt oder die Möglichkeit Mitteleuropa für Allah zu erobern (was vor ihn keiner geschafft hätte), wofür würde er sich wohl entscheiden?
  • Die sicherste Wahl, um eine Verbrüderung Deutschland / Rußland zu verhindern, wäre sicherlich ein moslemisches Europa im instabilen Zustand, das sogleich Rußland auf Jahrzehnte kräftemäßig binden würde. Absurd natürlich, aber Mut mal laut nachzudenken. Am meisten würde bei solch ein Szenarios der Commenworld. [???]

Mit freundlichen Grüßen und gute Unterhaltung beim Gedankenspielen.
R. M. G. [anonymisiert]


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völlig willkürliche Bewertungen

Baldur @, Mittwoch, 19. April 2017, 11:41 vor 1081 Tagen @ Leserzuschrift 2966 mal gelesen

Hallo,


die Empfindungen anderer Menschen verletzt und Ihnen einen Schein der Arroganz und Intoleranz [gibt], auch wenn dem so nicht so ist.

das genau Gleiche empfinden Agnostiker bzw. Andersgläubige betreffend das Gefrömmel und Getue von "Gläubgen" - und jetzt?


Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, daß, wenn Sie die geistigen Vorgänge ernster nehmen würden und in Ihre Forschung aufnehmen würden, Sie weitaus mehr Entschlüssen könnten. [???]

Wenn es angeblich (siehe weiter unten) zu symbolhaften Übermittlungen käme, wäre eine Forschung von vorn herein vergeblich, das ist freies Herumraten nach Gusto. Ein bisschen erkennbare Information muss schon enthalten sein, um anzusetzen.


Viele haben für die Jahre 1999 und 2000 Großes erwartet und nicht wenige waren enttäuscht. Dabei wurde mit der Einführung des Euros 2000 der letzte Puzzelstein gelegt, der notwendig war, um die jetzige und zukünftige Entwicklung in Gang zu setzen.
Man kann also getrost sagen, der Dritte WK (wie auch immer er geführt werden mag, ökonomisch, wirtschaftlich oder bewaffnet) begann mit der Einführung des Euros 2000. Bis dahin war er zwar im Werden, aber nicht etabliert.

Das ist lediglich die Meinung des Zuschriftenverfassers, aus meiner Sicht gibt es für diesen Schluss keine Grundlage.
Auch ohne Euro wären Schwierigkeiten aufgetreten, sie laufen mit Euro halt nur anders ab, als ohne.
Im Übrigen ist die EU bzw. der Euro viel zu unbedeutend, um daran einen Weltkrieg anzuknüpfen.

[*]Sind die Träume eines überschwemmten Europas (von dem ich selber einmal einen hatte) wirklich irdisch aufzunehmen oder wird hier nur symbolisch eine Überschwemmung einer Kultur gezeigt die untergehen könnte oder beides sogar?

Wieso soll ausgerechnet diese Deutung stimmen?
Wenn ein Informationsgehalt in Richtung Kultur ginge, könnte er auch anders ausgedrückt werden. Treffender.

Ich hatte mal vor ein paar Monaten einen Traum, in dem ich mich in einer Art Bibliothek vorfand, in der Zeitschriftenabteilung. Alle Fächer zeigten Titelbilder einer bekannten deutschen Frauenzeitschrift, und fröhliche, lachende oder lächelnde Gesichter junger europäischer Frauen.
Plötzlich drängten männliche, bedrohlich-aggressiv auftretende Personen mit deutlich sichtbar aussereuropäischer Herkunft an die Eingangstüre und wollten durchbrechen.

Das könnte man als Unsinn verstehen, oder meinetwegen als symbolhaften Hinweis auf die Einwanderungssituation. Aber Wasser als Symbol für etwas kulturelles? Geht das nicht besser?

Menschen mit einer feinen Antenne ist bekannt, dass bei übersinnlichen Wahrnehmungen eine Fülle von Sinnen eingebunden sind: hellsehen, hellhören, hellfühlen, hellriechen, hellwissen.

Falls wirklich eine Botschaft transportiert werden soll, wieso wird sie nicht im Klartext übermittelt, schliesslich existiert das Phänomen Hellhören ja?

Man darf doch wohl annehmen, dass es sich auch in einer anderen Dimension um intelligente Kommunikatoren handeln wird. Dann muss das besser gehen. Geht es schliesslich auch, nur nicht immer und bei allen.

Um das Beispiel der "Ötztalkathi" aufzugreifen, die in einer Predigt von Pfarrer Stocker zum Thema wurde: angeblich sah sie irgendwelche Gestalten, wusste aber nicht, wer es war, und wann etwas passieren würde, und was passieren würde, sie bog sich dann hinterher zurecht, dass es sich um arme Seelen gehandelt hätte, die sie um Hilfe angegangen wären, oder um bestimmte Leute, die Monate bis Jahre später verstarben.

Das ist mit Verlaub völliger Humbug, zumindest aber absolut nutzlos, denn es enthält keinerlei Informationen.

Wo soll auf einem solchen Niveau Forschung ansetzen? Das beisst sich, das widerspricht sich.

Da ist Ruben Steins Maria S. noch brauchbarer, denn ihre konkreten Behauptungen werden sich bewahrheiten, oder nicht.
Gefasel über irgendwelche Energien ist dagegen unbeweisbar und unwiderlegbar, und völlig nutzlos. Schade um die Zeit.

Mit Symbolen (Bären, Wölfen, Lämmern, Adlern, Kröten, Würmern, Wolken) ist es nicht anders.

Wenn Planeten gezeigt werden, müssen es tatsächliche sein, symbolhafte Gehalte wären viel zu weit hergeholt und reine Spekulation.

Ein bisschen Ernsthaftigkeit sollte beim Thema schon vorhanden sein. Es reicht, wenn IM Erika mittlerweile nicht nur sprachlich auf Vorschulniveau angekommen ist.

Beste Grüsse vom Baldur

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"Ich weiß, was Sie denken, Sie Schwein, Sie!"

BBouvier @, Mittwoch, 19. April 2017, 13:23 vor 1081 Tagen @ Leserzuschrift 3265 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 19. April 2017, 13:30

<"Ich denke, daß Sie es ... an Sachlichkeit fehlen lassen,
wenn es um religiös geprägte Übermittlung geht..
.">

Hallo, R.M.G. !

Durchaus nicht!! :-)
An religiöser Einfärbung m.E. valider Schauungen (z.B. Christine Bauer-Rapp)
habe ich rein nichts auszusetzen:
Da geht Ihre diesbezügliche Vermutung voll in´s Leere.
Und es wäre ebenfalls ein Fehlschluß anzunehmen, ich sei nicht "religiös",
nur weil ich damit nicht öffentlich hausieren gehe.

Jedoch verwahre ich mich gegen Leute, die frömmlerisch-bigott
Andere verdächtigen, ihre eigenen Glaubensvorstellungen nicht zu teilen,
damit sie denen dann voller überheblicher Selbstgerechtigkeit
und ggfls. völlig unzutreffend (!) vorwerfen können:
"Ich weiß, was Sie denken, Sie Schwein, Sie!" :lehrer:

Als da wäre:
"Du ... stellst ... den Wiederauferstandenen
Gott = Jesus somit selbst in Frage
."

Was das allerdings mit einem angeblichen Fehl an Sachlichkeit hinsichtlich
"religiös geprägter Übermittlung" valider Schauungen meinerseits
zu tun haben sollte, die mir anzulasten wäre, erschließt sich mir nicht.
Diesen grundlosen Anwurf zu belegen, dürfte Ihnen kaum gelingen.

Gruß,
BB


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Fanatisches Hochdrehen im Leerlauf

Taurec ⌂ @, München, Montag, 17. April 2017, 21:37 vor 1083 Tagen @ Tribun 3081 mal gelesen

Hallo!

Hast du das Buch von Herrn Lee Strobel selbst von vorn bis hinten durchgelesen?

Wenn ja, dann würde auch Dir auffallen, das der Autor schon gezielt Antworten sucht.

Was er für Antworten auf von mir nicht und auch von keinem anderen gestellte Fragen hat, ist mir allerdings herzlichst egal.

Hier ging es um die Finsternisgeschichte während der Kreuzigung und etwaige Implikationen für die Prophezeiungsfinsternis.

Die Frage, was dessen Buch damit zu tun hat, beantwortest Du nicht, weswegen ich Dir unterstelle, daß Du:
1. entweder die Frage von Vornherein gar nicht kapiert hast, oder
2. nur missionieren willst.

Wahrscheinlich trifft aber beides zu.

Falls Du meine Aussage bei Deinem letzten Aufkreuzen hier, daß ich Dich nicht auf eigenen Wunsch sperren würde, damit Du keinen Grund hättest, wegen Zensur herumzujammern, nun als Freischein nimmst, themenfremde Religionspropaganda zu betreiben, muß ich meine Entscheidung wohl revidieren.

Deine Ablehnung von Lee Strobel entnehme ich das Du es mit der Glaubwürdigkeit von Leuten die an Jesus glauben nicht so ernst nimmst.

An dieser Stelle beginnt der Part, in welchem Du Dir frei Unterstellungen an mich ausdenkst, um mir diese dann zum Vorwurf zu machen. Eigentlich handelt es sich dabei aber lediglich um Projektionen Deines Fanatismus auf Andersgläubige, welche Du Deinem Schwarz-Weiß-Schema entsprechend als Ungläubige betrachten mußt.
Es ist das typische Ad-Hominem-Argumentationsschema, das von Leuten gepflegt wird, die nicht sachlich zu diskutieren in der Lage sind, weswegen sie andere als Person unmöglich zu machen versuchen, um deren Standpunkte gleich mit zu erledigen.
Ich werde es jedesmal frontal als das kennzeichnen, was es ist, damit erkennbar wird, daß hier jemand absichtlich nicht auf Augenhöhe diskutieren will. Spiegelbildlich zu den Vorwürfen, die von Deiner Seite an mich ergehen, bist eigentlich Du derjenige, der Menschen mit anderen Ansichten unterdrücken will. Das geht sogar so weit, daß man Autoren nicht ablehnen darf, die Du gut findest. :lädiert:

Ihr dort glaubt ja an gar nichts mehr - finde ich schon sehr traurig.

Das war hier allerdings noch nie ein Glaubensforum, nicht weil ich nichts glauben würde, sondern weil ich Diskussionen wie jene, welche Du mir hier gerade aufzwingen willst, verabscheue wegen des damit verbundenen engstirnigen, rechthaberischen, Alleinvertretungsanspruch reklamierenden, im Grunde geist- und wahrheitsfeindlichen Gehabes, welches jede Diskussion zielgerichtet immer wieder auf die eigenen platten Glaubensfragen umbiegt, die bei Leuten wie Dir offenbar den größten Teil des Bewußtseins belegen. Fanatisch und feindselig wird von Dir und Deinen Genossen jeder angegriffen, der sich nicht rundum zu Deinem Glauben bekennt, wodurch jede vernünftige Diskussion verhindert wird.

Was ich glaube, was Du, was irgend jemand glaubt, sollte hier gar nicht (zentrales) Thema sein. Freilich läßt sich dies nicht völlig aussparen, sollte es auch nicht.
Ein Problem entsteht allerdings, wenn jemand seinen Glauben von Schriften abhängig macht, die richtig sein müssen, und die Prophezeiungen die inhaltlich dazu passen, wiederum davon abhängig macht. Dann ist eine sinnvolle Diskussion in der Tat absolut unmöglich.
Ich neige zu der Ansicht, daß jemand, dessen Religiosität eng mit Schriften verbunden ist, in Wahrheit nicht richtig religiös und spirituell ist. Sein Glaube ist eine hohle, an Äußerlichkeiten hängende Chimäre, denn echter Glaube bedarf einer Schrift nicht. Der eigentliche Sinn jedweden Buches sollte sein, es nach der begreifenden Lektüre nicht mehr nötig zu haben! Lesen ist überflüssig und unnütz, wenn einem die Bücher nichts beibrigen, so daß man auch ohne sie auskäme.
(Telefon-, Kochbücher, wissenschaftliche Nachschlagewerke etc. mal ausgenommen. ;-))
Wer das erkannt hat, ist hier richtig, denn er muß nicht Schutzhüllen um diesseitige Werke errichten, die naturgemäß der Verstandeskritik ausgesetzt sind. Vielmehr hat er Ehrfurcht vor dem wahrhaft Unbegreiflichen, vor den letzten, bzw. Urfragen. Er sieht sich nicht genötigt, seine persönlichen Wahrheiten vor anderen zu verteidigen, eben weil ihm das aufgrund der Natur des Unbegreiflichen gar nicht zusteht. So jemand streitet nicht wegen Glaubensfragen und läßt auch anderen ihre Ansichten. So kann man sich im notwendigen Umfang austauschen und entspannt weiter gehen.

Es geht um die Frage ob die Hinweise der Propheten im Alten Testament wirklich auf Jesus deuteten.

Das ist nicht Forumsthema. Bitte bei Johannes klären!

Nochmal:
Das ist hier kein Religionsforum!

Heißt:
Ich will hier keine Glaubensfragen um des Glaubens willen. Und ich will nicht, daß mir hier jemand innerhalb seines Denksystems die Richtigkeit seines Glaubens "beweist" mit Argumenten, die nur innerhalb seines Denksystems Gültigkeit haben. (Banales Beispiel: "Die Bibel ist wahr, weil sie Gottes Wort ist. Das sagt Gott ja in der Bibel" => Typisch frömmelnder Zirkelschluß.)

Das ist die selbe Leier, die ich hier seit 2008, dem Gründungsjahr des Forums spiele.

Und die Ansichten, die ich zu Schauungen & Prophezeiungen hier im Wesentlichen immer wieder äußere, sind im Kern identisch schon in Beiträgen zu lesen, die einige Jahre alt sind. Hier liegt keinesfalls eine 180-Grad-Wendung vor.
Allenfalls ist die Trennung zwischen Validem und Unverläßlichem schärfer geworden, weil ich noch stringenter an die Sache rangehe. Das spiegelt aber meinen Kenntnisstand wieder, nicht den "des Forums", das auch aus anderen als mir besteht.
Mit sachlichen Argumenten bin ich jederzeit zu überzeugen.

Wenn Du das alles nicht verstehst, reicht es mir, daß Du beim Namen "Taurec" vor die Füße kotzt und einen Bogen um mich machst. :clap:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

@taurec

remi @, Dienstag, 18. April 2017, 18:55 vor 1082 Tagen @ Taurec 2985 mal gelesen

Hallo taurec,
ich muss deine Energie bewundern. Leider ist meine Einschätzung bezüglich "Tribun" , daß du da gegen Windmühlen kämpfts. Es lesen aber auch andere mit, deshalb ist dein Einsatz bestimmt sinnvoll. Ich schaue drüben öfters vorbei. Tribun ist m.E. ein hoffnungsloser Fall, er hat seine Spielwiese gefunden.
LG
remi
PS: Man soll die Botschaft vom Boten trennen, ich weiß. Aber seine Botschaften bringen mich leider immer wieder auf die sog. Palme.


"Per aspera ad astra."

Und?

Hinterbänkler @, hinterm Wald im Emmental, Sonntag, 16. April 2017, 20:19 vor 1084 Tagen @ Tribun 3348 mal gelesen

Es ist einfach an was nicht zu glauben, wenn man diesen Glauben nicht kritisch hinterfragt.

Hallo Tribun,

abgesehen davon, dass dieser Dein Satz sich zwar deutsch anhört, aber nur mit viel persönlichem Wohlwollen zu verstehen ist:

Soll ich jetzt alles, was irgendwelche Leute mir direkt oder indirekt vorsetzen, kritisch hinterfragen, damit ich es nicht glauben darf?

Was geht mich ein Brief des Paulus an die Römer an?
Bin ich Gemeindemitglied der historischen Gemeinde zu Rom?
Was geht mich eine sog. Apostelgeschichte von vor 2000 Jahren an?
Laufe ich etwa mit Jesuslatschen am See Genezareth rum?
Muss ich 'De Bello Gallico' dann auch lesen?
Und Odysseus?
Und muss ich jetzt 'Carmen' von Georges Bizet anschauen/anhören gehen?
Muss ich Asterix und Obelix lesen, damit ich die Geheimnisse des Troubadix verstehen kann?
Oder den Wachturm am Eingang zur Fussgängerzone durcharbeiten?

Also: Ich will das alles nicht!
Ich will nur glauben, was ich glauben kann, OK?
Und das gleiche glaube ich sogar von Dir.
Ich glaube nicht, dass Du was glauben willst, was Du nicht glauben kannst?
Oder irgendwas extra lesen möchtest, damit du es es dann endlich berechtigt nicht glauben darfst?

Ziemlich blödsinnige Gedankenkonstruktionen Deinerseits.
Es ist wie mit dem an das Kreuz genagelten Jesus.
Ich erlaube mir eine alte Rede anlässlich der Feier von Karfreitag und Ostern hier mal zu wiederholen:

Aus Prophezeiungen zum aktuellen Weltgeschehen
Geschrieben von Hinterbänkler am 07. Oktober 2005 14:42:23:

[...]

Aber ich meine nicht unbedingt, dass man sich als Christ tarnen sollte. Ich habe eben nur das beobachtet. Und ich selbst würde mich darin üben, mich zu tarnen. Man muss auch als Christ nicht jede seiner Blößen freilegen, sondern soll klug wie die Schlangen (sic!) sein. Jesus verlangt ja nicht, dass wenn Dich jemand nicht hauen will, dass Du ihm trotzdem unbedingt und unaufgefordert eine Backe anbieten sollst. Auch wenn er es selbst mit seiner Kreuzigung genau genommen gerade so gemacht hat. Schließlich ist er - zumindest ist es uns so erzählt worden - in vollem Bewusstsein nach Jerusalem eingezogen, wohl wissend, dass wenn er nicht dorthin gegangen wäre, niemand ihn ans Kreuz geschlagen hätte.

Es ist schon komisch, dass wir diese Geschichte immer nur von ihrem Ausgang bzw. ihrer Bedeutung her beurteilen. Jeder normale Mensch würde nämlich in jedem anderen Fall sagen, dass so ein Mann komplett spinnt, wenn er trotz besseren Wissens sich zum Fraß in die Höhle der Löwen begibt, nur um irgendeine Schrift angeblich zu erfüllen.

Nur bei Jesus wagt man es nicht, so zu denken. Da nimmt man dann komplizierteste 'Berechnungen' und Analogien vor. Man lese dazu nur mal den Römerbrief, ein Stück Literatur von höchster theologischer Spitzfindigkeit. Weil ein Mensch die Sünde in die Welt gebracht hätte, müsse ein anderer Mensch sie wieder wegnehmen. Und wenn einer für alle gestorben wäre, dann wären sie alle gestorben. Und derlei mehr. Die Gleichungen sind zwar irgendwie nett und klingen logisch, aber sie sind es nun mal überhaupt nicht. Auch da gilt wieder, dass wir aufgrund von jahrhundertelangen Imprägnierungen wirklich wasserdicht gegenüber jeglichem gesunden Menschenverstand geworden sind.

Auf dass die Schrift erfüllt werde - Wenn wir nach diesem Motto handelten, dann müssten wir viel leisten zur Erfüllung all der Schriften (Prophezeiungen). Und wenn wir jede Schrift ebenso frei auslegen würden, wie das von Jesus und seinen Kumpels überliefert ist, dann wäre absoluter Freiraum für jegliches Handeln gegeben. Denn auch da sollte man einfach mal wirklich sein Gewissen oder sein Herz entscheiden lassen, ob jene herangezogenen alttestamentarischen Quellen wirklich so interpretiert werden durften wie es Jesus und die Apostel taten.

Nun gut. Es ist wie es ist bzw. scheint zu sein wie es scheinbar ist.

Ja, über solche Dinge unterhalten wir uns hier auf der Hinterbank. Ich wollte Euch nur mal diesbezüglich in Kenntnis setzen.

Mir reicht's.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

Im Dunstkreis von Bill Hybels und der Willow Creek Community Church

Harald Kiri @, Montag, 17. April 2017, 03:55 vor 1084 Tagen @ Tribun 3081 mal gelesen

Hallo Tribun,

es scheint ein wenig unfair, wenn Du Lee Strobel als einen (implizit bedeutet dieses Wort, unabhängigen) Jounalisten bezeichnest.

Unabhängig ist er mitnichten. Er ist Mitglied der Führungsriege der Willow Creek Community Church in Illinois/VSA, einer extrem missionarischen, evangelikalen Gemeinde. Gegündet von Bill Hybels. Er selber war jahrelang Prediger in dieser Gemeinde und seit ca. 2000 konzentriert er sich hauptsächlich auf seine (missionarischen) Bücher und TV-Shows.

Ich habe vor Jahren einige Bücher von Lee Strobel gelesen und kann aus der Erinnerung sagen, dass er sehr einseitig und manipulativ ist. (In einer PN zeige ich Dir auch gerne wie und wodurch)

Wie habe ich neulich in einem Kommentar gehört, in dem es um die Erkennung von Fake-News (Lügenmärchen) ging ("nano" vom 07.04.2017, sinngemäß): "Wenn jemand in so seiner Filterblase gefangen ist, dass er andere Meinungen nicht mehr an sich heran lässt, ist es sinnlos, ihn von der Wahrheit zu überzeugen zu wollen."

Ich habe 30 Jahre lang mit äußerster Konsequenz versucht, den christlichen Weg zu gehen, bin aber letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass er nicht funktioniert. Die Phänomene, die dem Glauben zugesprochen werden, sind entweder Märchen, oder sie funktionieren auch ohne den Glauben.

Die gesamte Schuld-Sühne-Litanei halte ich für eine Ausgeburt des Zusammenschnitts zur Ermöglichung der römischen Staatsreligion des 4. Jahrhunderts (mit massivem Einfluss auf den Kanon der sogenannten Bibel) und das alte Testament halte ich, wie auch den Koran, für Anweisungen zur Teufelsanbetung. Im neuen Testament muss man sehr differenzieren, welche Passagen vor dem gesunden Menschenverstand (oder für Dich, vor dem Herzen) Bestand haben.

Einige Aussprüche Jesu sind echt tiefgründig. Bei Paulus und vielen anderen Briefen oder der Apostelgeschichte wird's schon sehr abstrus und widersprüchlich zu SEINER Lehre.

Bitte versuch nicht, mich zu überzeugen. Ich glaube. Aber nicht (mehr) an den Großteil der sogenannten "Heiligen Schriften", die landläufig mit "Gottes Wort" verwechselt werden.

Nichts für ungut und viele Grüße
Harald

Hamed Abdel Samad bringt es auf den Punkt...

Harald Kiri @, Montag, 17. April 2017, 12:59 vor 1083 Tagen @ Tribun 3096 mal gelesen

Hallo Tribun,

hier noch eine Leseempfehlung meinerseits:Hamed Abdel Samad

Kernaussage: "Weil wir die Spiritualität brauchen, brauchen wir einen postreligiösen Diskurs!"

Viele Grüße
Harald

Gift und Gegengift (ed.)

Ulrich ⌂ @, Germering, Montag, 17. April 2017, 22:26 vor 1083 Tagen @ Tribun 2966 mal gelesen

bearbeitet von Ulrich, Montag, 17. April 2017, 22:51

Hallo Tribun,

außer dem Telefonbuch, dem Sparbuch, der Bibel und dem Buch von Lee Strobel gibt es auch andere Bücher, z.B. das da:

Robert M. Price:
"The Case Against 'The Case for Christ': A New Testament Scholar Refutes Lee Strobel"
http://gen.lib.rus.ec/book/index.php?md5=97D749CB64896BACC245AA89A44977AA

Zum Inhalt:
"Leading New Testament scholar Robert M. Price has taken umbrage at the cavalier manner in which Rev. Lee Strobel has misrepresented the field of Bible scholarship in his book The Case for Christ. Price exposes and refutes Strobel's arguments chapter-by-chapter. In doing so he has occasion to wipe out the entire field of Christian apologetics as summarized by Strobel. This book is a must-read for anyone bewildered by the various books published by Rev. Strobel."

Es ist einfach an was nicht zu glauben, wenn man diesen Glauben nicht kritisch hinterfragt.

Um Deinen übergriffigen Ansprüchen, die Du an Andere stellst, gerecht zu werden, musst Du nun Prices Buch "von der ersten bis zur letzten Seite" lesen, bevor Du entscheiden darfst, ob Du auch künftig glauben darfst, was Du bislang geglaubt hast, oder besser nicht glauben solltest, was Du zu wissen meintest, oder so ähnlich ...

Allerdings wette ich um einen einpfündigen Schokoladen-Osterhasen, daß Du es nicht lesen wirst, weil Du mit zweierlei Maß misst.

Bitte beachten, es geht dabei ausschließlich um die Auseinandersetzung von Price mit Strobels Buch, es geht nicht darum, daß Price die "Jesus-Mythos-Theorie" vertritt (womit er sich m.E. irrt).

Was nun ?

Nicht vergessen: "Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt..." (Kol 4,18),
und "Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel." (Matth. 5:37)
Also nicht rumschwätzen!

Buch Seite 272:
Jemand hat statistische Berechnungen angestellt und herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit, auch nur acht Prophetien zu erfüllen, bei eins zu hundert Millionen Billionen liegt.

Wenn das so in der deutschen Übersetzung steht (habe die englische Ausgabe), dann ist es falsch, denn "one hundred million billion" (im Original) sind "hundert Millionen Milliarden", wobei das Verhältnis einer Milliarde zu einer Billion dem Faktor 1:1.000 entspricht.
http://www.sprachlog.de/2012/12/04/milliarden-vs-billionen-grose-zahlen/

Wer wird's denn so genau nehmen. Hauptsache, es lässt sich damit Eindruck schinden und missionieren ...

Gruß
Ulrich

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