vereinfacht (Freie Themen)

IFan @, Mittwoch, 30. Januar 2019, 00:01 (vor 233 Tagen) @ rauhnacht646 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 31. Januar 2019, 07:40

Hallo Rauhnacht,

gestern hatte ich mich etwas verrannt, habe ich jetzt bemerkt; lag wohl daran, dass, wenn man sich mit Details beschäftigt und sie auseinanderklamüsert, man meint, sehr differenzierte Antworten geben zu müssen.

Hier deswegen in vereinfachter Form der Versuch eine Antwort aus meiner Sichtweise:

Die Umpolungen des Erdmagnetfelds ergeben sich ausschließlich aus der Veränderung der Umwälzungen der metallischen Massen im Erdinneren; äußere Einflüsse spielen da keine Rolle.

Damit sollte dieser Beitrag eigentlich komplett sein.



Wenn ich jetzt noch etwas Senf dazugeben soll:

Jeder hat schon einmal etwas von "Kelvin" gehört, Grad Kelvin. Das ist eine andere Wärmeeinheit, prinzipiell abgestuft wie Celsius, aber der Nullpunkt liegt an der tiefsten an sich möglichen Temperatur, minus 273 °C. Wenn man von 297 °K spricht, haben wir also eine angenehme Temperatur von 24 °C.

Der Kelvin, nach dem die Einheit benannt ist, war ein Forscher und hieß eigentlich William Thomson, 1. Lord Kelvin. Der hat schon im 19. Jahrhundert berechnet, dass, wenn die Erde so entstanden wäre, wie allgemein spekuliert (aus Meteoriten zusammengesetzt und damals flüssig), sie eigentlich nur 24,1 Millionen Jahre alt sein könnte. Das kann man aus der von der Erde abgestrahlten Energie bei diesem Zustand und ihrer derzeit noch vorhandenen Wärme errechnen. Nun kommen natürlich unsere Physiker, die alles wieder so hinbiegen, dass es passt, und erklären das mit radioaktiven Prozessen im Erdinneren. Dabei wundert mich, dass Kernzerfallsprozesse ja irgendwann aufhören (sogenannte Halbwertszeiten). Sie halten vielleicht Millionen Jahre an, aber nicht Milliarden.

Wahrscheinlich ist die Ursache für die Wärme eine ganz andere.

Noch etwas.

Einstein schrieb, "Erde und Sonne besitzen Magnetfelder, deren Orientierung und Sinn mit der Drehaxe dieser Himmelskörper in annäherndem Zusammenhang stehen. (...) Auch die Sonnenflecken, welche mit guten Gründen als Wirbel aufgefasst werden, besitzen analoge, sehr kräftige Magnetfelder. Es ist aber kaum denkbar, dass in allen diesen Fällen elektrische Leitungs-, bzw. Konvektionsströme von hinreichender Stärke wirklich vorhanden seien. Es sieht vielmehr so aus, wie wenn zyklische Bewegungen neutraler Massen Magnetfelder erzeugten. Weder die MAXWELLSche Theorie in ihrer ursprünglichen Fassung noch die im Sinne der allgemeinen Relativitätstheorie erweiterte MAXWELLSche Theorie lassen eine derartige Felderzeugung voraus sehen. Hier scheint uns die Natur auf einen fundamentalen, bis jetzt theoretisch noch nicht erfassten Zusammenhang hinzuweisen."

Typischerweise entstehen planetare Magnetfelder durch Verwirbelung metallischer Massen - wie bei der Erde.

Das Magnetfeld der Sonne ensteht also wahrscheinlich auch auf diese Weise. Das heißt aber, dass sie zum großen Teil aus Metall besteht.

Auch die Fraunhoferschen Spektrallinien weisen auf einen hohen Metallanteil der Sonne hin.

Was aber machen unsere Physiker? "Sie schlossen hieraus, dass die von Wollaston und Fraunhofer beobachteten Linien den Absorptionseigenschaften dieser Elemente in den oberen Schichten der Sonne geschuldet waren ..."

Da haben wir es wieder; es wird wieder hingebogen. Um die Fakten erklären zu können, sagt man nun, dass sich diese Elemente nur in den oberen Schichten der Sonne befänden. Damit man nur ja die Wasserstofffusion beibehalten kann. Das ist ja merkwürdig; der leichte Wasserstoff und das Helium befinden sich nun unten, während die schweren Metalle nun oben sind. An und für sich ist das doch andersherum, die schweren Elemente sinken nach unten und die leichten steigen nach oben.

Das sind nur zwei Beispiele für die Denkweise vieler Physiker. Überkommene Theorien werden auf Gedeih und Verderb beibehalten und Fakten, die dagegen sprechen, werden ignoriert oder die Erklärung dafür so hingebogen, dass sie wieder irgendwie mit den alten Theorien zusammenpassen.

Den Einstein-Aufsatz kann man sich auch als Pdf herunterladen; einfach auf "Detailinformationen" gehen, dort auf "PDF" drücken.

Gruß, IFan


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