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Ein weiteres Plagiat "Irlmaier" (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

BBouvier, Donnerstag, 06. November 2014, 12:36 vor 1834 Tagen 7291 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 06. November 2014, 12:57

Irlmaier behauptet folgendes:
=>
"Bei diesem Geschehen sehe ich ein großes Kreuz am Himmel stehen
und ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein."
"Dann wird am Himmel das Zeichen des Gekreuzigten mit den Wundmalen sichtbar..."


Seine Vorlage:
Matthäus 24, Vers 29 ff.
=>
"Bald aber nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren,
und Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen.
Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. (=> ein Kreuz!)
Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen
kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit."

Das wiederum, ist geklaut bei der Danielfälschung:
Daniel 7:13
=>
"Ich sah in diesem Gesicht des Nachts, und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken
wie eines Menschen Sohn bis zu dem Alten und ward vor ihn gebracht."


... beziehungsweise bei Jesaja, Kap. 13:
=>
"Darum will ich den Himmel bewegen, daß die Erde beben soll von ihrer Stätte
durch den Grimm des HERRN Zebaoth und durch den Tag seines Zorns."

Alles das fußt also auf "Jesaja" - einem jüdischen Propheten,
den es nach heutiger Erkenntnis nur als "Begriff" und insofern
eher nur als rein fiktive Person gegeben hat.
Zitat:
=>
"Das Jesaja-Buch wird mindestens drei verschiedenen,
teilweise unbekannten Autoren zugeschrieben,
deren Verkündigung später in einem Entwicklungsprozess
zu einem Buch Jesaja zusammengefasst wurde."

Einer dieser Drei hat sich da mal was über den Zorn seines Stammesgottes ausgedacht,
und noch heute müssen wir via "Irlmaierplagiat" darunter leiden.
=>
"Heulet, denn des HERRN Tag ist nahe;
er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen."

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

ein Platz an der S(T)onne

WG, Donnerstag, 06. November 2014, 22:07 vor 1833 Tagen @ BBouvier 5729 mal gelesen

Hallo BB!

Sehr nachvollziehbar das Ganze.

"Dann wird am Himmel das Zeichen des Gekreuzigten mit den Wundmalen sichtbar..."

Mich wunderte die Sache mit den Wundmalen
schon immer. Und der WV machte dann eine Kollision
zweier Asteroiden daraus.

Alles für die :tonne:

Beste Grüße
WG


Das was nicht fliegt, kann auch gewaltig abstürzen!

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Der Gekreuzigte

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 06. November 2014, 22:22 vor 1833 Tagen @ BBouvier 5888 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 06. November 2014, 22:29

Danke!

Da liegt die Vorlage die ganze Zeit leicht zugänglich vor einem und man merkt es nicht. Irlamier hat sich ja schon an anderen Stellen an die Bibel angelehnt.

Die Aussage über den Gekreuzigten mit den Wundmalen ist grundsätzlich diffus, läßt also die bei einer echten Schau zu erwartende präzisere Beschreibung der gesehenen Szene vermissen. Auch alle naturwissenschaftlichen Spekulationen, die dieses Bild (das sich ja jeder persönlich anders vorstellt) erklären sollten, konnten nicht überzeugen.

Z. B. der Waldviertler, der behauptete:
"Da kommt es in der westlichen CSSR zum Platzen der Erdrinde. Der erste Auswurf wird bis zu hundert Kilometer oder weiter geschleudert. Dabei kommt es zu dem von Irlmaier vorausgesagten Phänomen mit dem ‚Gekreuzigten’ (in Ihrem [Bekhs] Buch Seite 46; im Buch ‚Bayerische Hellseher’ S. 150/51). Es ist der erste in der Stichflamme emporgeschleuderte, sich bewegende, Auswurf. Dieses Bild ist unverkennbar ähnlich!"

Später (2001) behauptete der Waldviertler aber völlig im Widerspruch dazu:
"Kreuz am Himmel ist Kollision, über das ganze Firmament sichtbar." (<= Wirkt nicht plausibel, denn zwei Himmelskörper bringen wohl nicht genügend Material zusammen, um einen solchen Eindruck zu erzeugen. Man führe sich vor Augen, wie klein der 3500 Kilometer durchmessende Mond im Vergleich zum ganzen Firmament ist.)

Der Auswurf war dann eben der Birkenbaum, den er allerdings von der Tschechei an den Rhein verlagern mußte, damit es paßt:
"'Birkenbaum' ist Staub (?) in der Atmosphäre nach Auswurf, Mündungsgebiet Rhein, wahrscheinlich Impakt."

Kann man alles vergessen. Es wird kein Kreuz am Himmel geben und auch der Birkenbaum ist keine reale Erscheinung, sondern ein Sagenmotiv, das sich in den Reigen der Schlachtenbaumsagen einreiht.

Leider leider wirken sich diese wilden Behauptungen auf die Glaubwürdigkeit des Waldviertlers aus. Was will er denn bitte gesehen haben, wenn er behauptet, das von ihm gesehene Bild sei "unverkennbar" dem von Irlmaier auf Bibelgrundlage herbeiphantasierten Himmelszeichen des Gekreuzigten ähnlich? Auch den Birkenbaum aufzugreifen und seine Aussagen darauf hinzubiegen, war völlig unnötig. Indem er leichtgläubig solche Literaturmotive aufgreift, schießt er sich doch selbst in den Fuß.

Schnitt und andere Baustelle:
Daß Daniel dem Matthäus als Vorlage gedient haben könnte, leuchtet mir noch ein. Die angebliche Verbindung zu Jesaja ist mir aber zu dünn. Dort fehlt sowohl der Menschensohn als auch sein Himmelszeichen. Was bleibt, ist nur die übliche Zürnerei des alttestamentarischen Wüstengottes.
=> Man sollte es nicht übertreiben. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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die Danielfälschung Jesus in den Mund gelegt

BBouvier, Freitag, 07. November 2014, 01:12 vor 1833 Tagen @ Taurec 5554 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Freitag, 07. November 2014, 01:39

<"Daß Daniel dem Matthäus als Vorlage gedient haben könnte, leuchtet mir noch ein.">

Hallo, Taurec!

Das läßt sich m.E. belegen.
In diesem Kontext (Matthäus 24:15) zitiert nämlich "Matthäus", was Jesus
angeblich dazu noch gesagt hätte:
"Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung - davon gesagt ist
durch den Propheten Daniel
- daß er (BB: der Greuel) steht an der heiligen Stätte,
... alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist ..
."

* Entweder Jesus hat keine Ahnung, daß es sich bei den "Prophezeiungen" dieses "Daniel"
um eine Fälschung ex eventu aus der Zeit des griechischen Diadochenkönigs Antiochus IV. Epiphanes
(um 165 vor) handelt, als Jener damals angeblich ein Schwein im Tempel
aufstellen ließ, was eine alte Kamelle ist und gar nicht damalige Zukunft,
weswegen Jesus daher eine falsche Prophezeihung von sich gibt

oder aber

* Dergleichen hat Jesus nie gesagt, und diese Stelle
hat Jemand später auf Danielfälschungbasis zusammenphantasiert,
weil der Autor selbst irrig der Meinung war, das werde sich erst künftig mal so zutragen

Gruß,
BB


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Zwei Kreuze

Phillinger, Freitag, 07. November 2014, 13:16 vor 1832 Tagen @ Taurec 5447 mal gelesen

Hallo zusammen.

Taurec: "Später (2001) behauptete der Waldviertler aber völlig im Widerspruch dazu: 'Kreuz am Himmel ist Kollision, über das ganze Firmament sichtbar.'"

Ich empfinde das nicht als Widerspruch, denn es sind ja zwei Kreuze am Himmel angekündigt. Eines vor und eines am Ende der Finsternis. Das erste Kreuz kommt zustande durch den Erdrissauswurf:

Wudy: "[...] und dann wird ringsum das Feuer aufgehen."
Velten: "[...] der Himmel steht ganz in Flammen [...]"
Bariona: "[...] Feuerlohe, die im Norden von ihr am Horizont stand und die Bäume nach Süden warf."
Waldviertler: "[...] deren Feuerpilz von West über West-Nordwest reichte."
Waldviertler: "[...] eine ungeheuerliche Eruption südlich von Prag [...]."
Nativitas: "Wenn sich diese Gebirge gespalten haben [= Erdriss], so sehe ich aus ihrem Innern Feuerflammen, Rauch, Schwefeldämpfe hervorbrechen [= der Auswurf] [...]"
Leonardo: "[...] es wird ihnen vorkommen, als ob die Flammen, die herabzucken, nach oben entflöhen und davonstöben [= Auswurf nach Erdriss]."
Waldviertler: "Der erste Auswurf wird bis zu 100 km oder weiter [= Ionosphäre] geschleudert."
Waldviertler: "Gleich darauf schoss eine alles überragende, eruptionsähnliche, qualmende, schwarzrote Feuersäule empor. Hoch oben, sicherlich über der Atmosphäre, gab es noch gewaltige Feuerwirbel."
Waldviertler: "Dabei kommt es zu dem von Irlmaier vorausgesagten Phänomen mit dem Gekreuzigten. Es ist der erste in der Stichflamme emporgeschleuderte, sich bewegende, Auswurf."
Irlmaier: "[...] wird am Himmel das Zeichen des Gekreuzigten mit den Wundmalen sichtbar [...]"
Mühlhiasl: "Als weithin sichtbare Mahnung aber erscheint am Himmel ein Zeichen."
Irlmaier: "[...] sehe ich ein großes Kreuz am Himmel stehen [...]"
Irlmaier: "[...] sehe ich am Himmel das Zeichen, der Gekreuzigte mit den Wundmalen [...]"
Irlmaier: "Kreuz im Norden [= über Böhmen], rot."
Irlmaier: "Am Himmel kommt ein Zeichen, der Gekreuzigte mit den Wundmalen [...]"
Irlmaier: "Ich hab' es schon dreimal gesehen, es kommt ganz gewiss."

Dann wird's finster.

Während der Finsternis hört das Bombardement mit Himmelskörpern aber nicht auf:

Waldviertler: "Starkes Beben in der Finsternis, nach dunkelrotem Blitz [= Einschlagsblitz]; Detonation bei Impakt [= eines weiteren Himmelskörpers]; Impakt während der Finsternis."

Wenn weiter Himmelskörper und ihre Trümmer runterprasseln muss es im Weltraum ja auch weiter heftig zugehen:

Cäsarius: "Mehrere Sterne werden zusammenstoßen zum Zeichen der Zerstörung fast aller Menschen."

Und dann erscheint laut Kugelbeer/Bregenzer ein zweites Kreuz am Himmel:

Bregenzer: "Ein Kreuz erscheint am Himmel wie am Anfang des Gesichts. Das bedeutet das Ende der Dunkelheit."
Kugelbeer: "Ein Kreuz erscheint am Himmel. Das ist das Ende der Finsternis."

Ich glaube die Schau des Waldviertlers ...

Waldviertler: "Kreuz am Himmel ist Kollision [= zweier Himmelskörper], über das ganze Firmament sichtbar."

... meint dieses zweite Kreuz.

Taurec: "Wirkt nicht plausibel, denn zwei Himmelskörper bringen wohl nicht genügend Material zusammen, um einen solchen Eindruck zu erzeugen. Man führe sich vor Augen, wie klein der 3500 Kilometer durchmessende Mond im Vergleich zum ganzen Firmament ist."

Sicherlich. Aber wenn z.B. zwei Himmelskörper von der Größe des Mondes in unmittelbarer Nähe der Erde zusammenstoßen sieht das natürlich anders aus.

Mit besten Grüßen

Phillinger

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Nur Abwandlungen

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 07. November 2014, 13:50 vor 1832 Tagen @ Phillinger 5322 mal gelesen

Hallo!

Ich halte alle Kreuze, die in verschiedenen Texten vorkommen, für Abwandlungen ein und desselben Urmotivs, das mit Matthäus in die Welt gesetzt wurde.

In vielen Fällen wird dieser Ursprung aber nicht mehr erkannt und das Kreuz für bare Münze genommen. Seine Verwendung in Prophezeiungen deutet eher darauf hin, daß die Quelle nicht authentisch seherisch ist und die christliche Endzeitmythologie nacherzählt.

Moderne Interpreten versuchen das dann naturwissenschaftlich zu erklären und schon haben wir einen Wurm im Szenario mit losen Enden, die immer wahnwitzigere Spekulationen erfordern.

Wenn wir uns mit dem Kreuz am Himmel beschäftigen, müßten wir zuvörderst klären, was am Bericht des Matthäus überhaupt authentisch ist. Dann kommen wir aber recht schnell an den Punkt, wo festgestellt werden muß, daß die ganze neutestamentarische Überlieferung doch eine recht dünne und windige Sache nur ist, wenn es um konkrete Prophezeiungen geht. (Manche gehen sogar so weit und stampfen den überlieferten Jesus weitgehend in die Tonne und erklären ihn als Grundlage einer Weltreligion für untauglich, weil zu wenig authentisches erhalten ist.)
Wenn Matthäus der älteren Danielfälschung ähnelt und er an anderer Stelle sich sogar ausdrücklich auf Daniel bezieht, ist die Unglaubwürdigkeit des Himmelszeichens schon recht klar.

Schauungsberichte, die gänzlich ohne ominöse "Himmelszeichen" physikalische Erscheinungen beschreiben, halte ich für glaubhafter, z. B. die ganze Reihe Berichte, in denen der Himmelskörper beschrieben wird (auch wenn diese sich nicht völlig decken) oder gesehene Bilder und Auswirkungen der Naturkatastrophen hier auf Erden.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Das Kreuz des Südens

Lacrimosa, Freitag, 07. November 2014, 10:12 vor 1833 Tagen @ BBouvier 5658 mal gelesen

Hallo

Alois Irlmaier war mit Sicherheit sehr gläubig im christlichen Sinne.
Deswegen möchte ich einen Bogen zwischen christlichen Glauben, einer Allegorie der Bibel und der Aussage von Irlmaier schlagen. Möchte aber darauf hinweisen, das es nur ein Gedanke ist, den ich mit euch teilen möchte.

Ich möchte mich an dieser Stelle auf eine Allegorie der Bibel beziehen, die besagt das die Bibel eine reine astronomische sowie astrologische Interpretation ist. Mögen diejenigen, die an die Bibel glauben, sich bitte nicht beleidigt fühlen.
Da ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen möchte, belasse ich es lediglich auf die Interpretation des Kreuzes.

Kurzer Auszug aus der Interpretation: "es gibt ein Phänomen welches sich am
25. Dezember jedes Jahr ereignet bwz. der Wintersondenwende. Von der Sommer- zur Wintersommerwende werden die Tage kürzer. Aus Sicht der nördlichen Hemisphere scheint sich die Sonne nach Süden zu bewegen und scheint dabei kleiner zu werden und scheint immer kürzer. Für die antiken Völker symbolisierte dies das Ende bzw. den Tod der Sonne. Am 22. Dezember ist das Ableben der Sonne vollständig erreicht und somit hat sie ihren niedrigsten Punkt erreicht. Die Sonne hört auf sich nach Süden zu bewegen für 3 Tage. Innerhalb dieser Pause befindet sich die Sonne in der Nähe des Sternbildes CRUX "Kreuz des Südens". Nach dieser 3 tägigen Pause bewegt sich die Sonne ab dem 25. Dezember wieder für 1° nach Norden.
Deswegen wird gesagt: die Sonne (Jesus) starb am Kreuz - war für 3 Tage tot - und ist danach wieder auferstanden"

Quelle: http://youtu.be/GgmLxQuPcNw?t=16m1s /
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgeist_%28Film%29 /
http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuz_des_S%C3%BCdens

Entweder hat Irlmaier sich komplett auf die Bibel bezogen oder er hat dies tatsächlich in einer Vision gesehen mit Hinweis auf die Bibel, womit man somit gleichzeitig eine zeitliche Qualität bekäm. Mir kam der Gedanke das die 3-tägige-Finsternis nicht auch auf diese astronomische Auslegung beruht und somit nichts weiter als die Winter-Sommer-Sonnenwende bezeichnet.

Wie gesagt, dies war nur ein Gedankengang, der vielleicht ein wenig für Entschleunigung in der ganzen Weltuntergangshysterie sorgt.

Viele Grüße
Lacrimosa

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Paßt leider nicht

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 07. November 2014, 11:37 vor 1833 Tagen @ Lacrimosa 5588 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Freitag, 07. November 2014, 11:55

Hallo!

Die Aussage lautet, daß man den Gekreuzigten mit den Wundmalen, bzw. das Zeichen des Menschensohnes am Himmel sehen werde, und zwar sowohl bei Irlmaier als auch bei Matthäus.

Zum einen ist das Kreuz des Südens auf der Südhalbkugel und bei uns per se nicht sichtbar.

Dann liegt es nicht mal in der Nähe der Ekliptik, so daß die Sonne bei einer Wende nicht in seine Nähe gelangt.

Das hier aus dem Film ist also völliger Blödsinn: "Innerhalb dieser Pause befindet sich die Sonne in der Nähe des Sternbildes CRUX "Kreuz des Südens"

Das Kreuz des Südens war den antiken Völkern absolut unbekannt. Es war zwar aufgrund der Präzession noch am Nordhimmel sichtbar, wurde aber dem Sternbild Centaurus zugeordnet. Als Kreuz wurde es erst von den Seefahrern des 16. Jahrhunderts überhaupt erkannt. Es ist also völlig undenkbar, daß in der Bibel und zwar in der Danielfälschung (!) von 165 v. Chr. das Kreuz des Süden auch nur indirekt gemeint sein könnte.

Selbst wenn dem so wäre, könnte man das Kreuz des Südens nicht sehen, weil es von der Sonne überstrahlt werden würde. Es stünde ja zum von Dir beschriebenen Ereignis (angenommen es wäre Realität und keine Phantasterei) nur unsichtbar am Tageshimmel!

http://youtu.be/GgmLxQuPcNw?t=16m1s

Mich wundert, wie die darauf kommen. Soweit ich weiß, steht die Sonne am 25. Dezember im Schützen und damit rund 60 Grad vom Kreuz des Südens entfernt. In dem Film zeigen sie aber ein Bild der Sonne direkt im Zentrum des Kreuzes.
Der Eindruck entsteht, da hätte mal wieder einer eine fixe Idee gehabt und müsse nun auf die ach so lästige Realität eindreschen, um sie passend zu machen.

Zur Veranschaulichung der Verlauf der Sonne über das Jahr:
[image]

=> Am 22./25. 12 leicht oberhalb des Schützen. Das Kreuz des Südens steht aber unterhalb des "Centaur", schon gar nicht mehr im Bild.
Man könnte zwar sagen, die Sonne stehe im Winter dem Kreuze näher als im Sommer, was bei diesen Abständen aber völliger Nonsens wäre. Außerdem bewegt sich die Sonne zur Wintersonnwende schon wieder weg vom Kreuz, nicht auf das Kreuz zu, wie es im Film suggeriert wird.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Jein

Lacrimosa, Freitag, 07. November 2014, 12:27 vor 1833 Tagen @ Taurec 5285 mal gelesen

Hallo Taurec

du schreibst die Sonne steht am 25. Dezember im Sternbild Schütze. Ja das stimmt - heute! Jedoch damals war es ein anderes Sternbild.
Durch die Präzession der Erdachse wandern der Winterpunkt und der Sommerpunkt im Laufe von 25.780 Jahren (Zyklus der Präzession) einmal durch den gesamten Tierkreis. So lag der Winterpunkt in der Antike noch im Sternbild Steinbock (deshalb auch „Wendekreis des Steinbocks“) und wird sich in etwa 300 Jahren ins Sternbild Schlangenträger verschieben.

Der Sommerpunkt lag in der frühen Antike im Sternbild Krebs (deshalb auch „Wendekreis des Krebses“), seine Wanderung ist in der folgenden Tabelle über einen ganzen Zyklus der Präzession dargestellt: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwende

liebe Grüße

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Ändert nicht viel (editiert)

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 07. November 2014, 13:13 vor 1832 Tagen @ Lacrimosa 5357 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Freitag, 07. November 2014, 13:19

Hallo!

du schreibst die Sonne steht am 25. Dezember im Sternbild Schütze. Ja das stimmt - heute! Jedoch damals war es ein anderes Sternbild.
Durch die Präzession der Erdachse wandern der Winterpunkt und der Sommerpunkt im Laufe von 25.780 Jahren (Zyklus der Präzession) einmal durch den gesamten Tierkreis. So lag der Winterpunkt in der Antike noch im Sternbild Steinbock (deshalb auch „Wendekreis des Steinbocks“) und wird sich in etwa 300 Jahren ins Sternbild Schlangenträger verschieben.

Ja, daran habe ich auch gedacht. Wenn mich meine Vorstellungskraft nicht trügt, hat es für die Theorie vor 2000 Jahren aber auch nicht besser ausgesehen, eher noch schlechter.

Wenn wir wollen, daß sich die Sonne auf das Kreuz zubewegt (oder in seiner "Nähe" steht), wie es der Film will, bräuchten wir einen Winterpunkt irgendwo zwischen Jungfrau und Waage sowie einen Frühlingspunkt zwischen Schützen und Steinbock.
Das wäre in etwa 4300 bis 6500 Jahren der Fall oder vor ca. 17200 bis 19400 Jahren der Fall gewesen.

Es paßt also hinten und vorne nicht.

Zur Klärung der Matthäusstelle (Irlmaier kann man hier getrost völlig außer Acht lassen) trägt diese Fragestellung ohnehin nichts bei. Der Film behandelt die Einflüsse der Konstruktion des Bibeljesu, während sich die Matthäusstelle auf ein vermeintliches künftiges Ereignis bezieht. Da soll nämlich konkret ein Kreuz am Himmel als Zeichen seiner Wiederkehr erscheinen, was in etwa an folgendes erinnert. ;-)

=>
[image]

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

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Sichtung am Himmel

Lacrimosa, Freitag, 07. November 2014, 14:05 vor 1832 Tagen @ Taurec 5417 mal gelesen

Batman :-D das spiegelt wohl den Zeitgeist wieder...
Das Thema um die Präzession ist auch nicht ganz einfach und ich bin auch kein Experte.
Wie dem auch sei, ich denke nicht das es eine Erscheinung am Himmel geben wird. Und wenn doch, dann würde ich denke das es sich um ein Fake handeln würde.

liebe Grüße

Randbemerkung

rauhnacht, Freitag, 07. November 2014, 21:00 vor 1832 Tagen @ Taurec 5277 mal gelesen

Hallo,
ich versteh von astronomischen Bildern gar nichts und es ist mir auch zu mühsam dem Ganzen hier jetzt folgen zu wollen.

Aber, sofort dachte ich beim Lesen daran, dass sich ja die Sternbilder und Sonnwendpunkte womöglich eben just da, bzw. kurz vorher womöglich ändern.
Wegen der Erdachsverkippung, der Schollenverschiebung oder was auch immer.

Und dann? Wäre hier irgend Jemand dazu in der Lage, rauszukriegen, was sich wie verschieben müsste, dass dies Kreuz des äh???? Südens? dann zeitlich passen könnte.

Bedeutet wahrscheinlich gar nichts, es störte mich ja vielleicht auch nur der Fehler in der Logik.

Grüße von Rauhnacht

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Jesus und seine Wundmale

BBouvier, Freitag, 07. November 2014, 21:26 vor 1832 Tagen @ rauhnacht 5444 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Freitag, 07. November 2014, 21:33

Hallo, Rauhnacht!

Es macht wohl wenig Sinn zu fordern, daß sich die Erde extra auf
den Kopf zu stellen hätte - nur mit dem Zweck, daß Irlmaier
dann dort (!) Jesus mit seinen Wundmalen am Himmel sehen könnte.

Meint auch :hamper: (<= Hugo Hamper)

Nachtrag dazu:
<"... es ist mir auch zu mühsam dem Ganzen
hier jetzt folgen zu wollen
.">

Das wäre allerdings durchaus sinnvoll gewesen.


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Zeichen deuten?

rauhnacht, Freitag, 07. November 2014, 21:53 vor 1832 Tagen @ BBouvier 5576 mal gelesen

Hallo, Rauhnacht!

Hallo BBouvier,
Du und Hamper wieder;...


Es macht wohl wenig Sinn zu fordern, daß sich die Erde extra auf
den Kopf zu stellen hätte - nur mit dem Zweck, daß Irlmaier
dann dort (!) Jesus mit seinen Wundmalen am Himmel sehen könnte.

Auf den Kopf stellen? Wäre das so, wollte man dann da einst im Oktober (so ungefähr) das "Kreuz des Südens" sehen?


Nachtrag dazu:
<"... es ist mir auch zu mühsam dem Ganzen
hier jetzt folgen zu wollen
.">

Das wäre allerdings durchaus sinnvoll gewesen.

Äh, müsste ich die Frage von mir da vier Zeilen drüber dann beantworten können?

Das Zeichen am Himmel

Bei diesem Geschehen sehe ich ein großes Kreuz am Himmel stehen und ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein, daß alles erschrickt und die ganze Welt aufschreit: „Es gibt einen Gott!“ Welche Jahreszeit wird es sein? Das kann ich nur aus den Zeichen ablesen. Auf den Gipfeln der Berge liegt Schnee. Es ist trüb und regnerisch und Schnee durcheinander (Herbst oder Frühjahr. D. V.). Herunten ist es aper. Gelb schaut es her. Der Krieg in Korea ist aus (diese Aussage ist noch von 1952, 7. Dezember. D. V.). Während des Krieges kommt die große Finsternis, die 72 Stunden dauert.
Die große Finsternis

In der letzten Unterredung mit Irlmaier, die im Frühjahr 1959 stattfand, sprach der Hellseher von diesem Phänomen ausführlich. Was er sagte, sei dem lieben Leser nicht verschwiegen. „Finster wird es werden an einem Tag unterm Krieg. Dann bricht ein Hagelschlag aus mit Blitz und Donner und ein Erdbeben schüttelt die Erde. Dann geh nicht hinaus aus dem Haus. Die Lichter brennen nicht, außer Kerzenlicht, der Strom (elektrisch) hört auf. Wer den Staub einschnauft, kriegt einen Krampf und stirbt. Mach die Fenster nicht auf, häng sie mit schwarzem Papier zu. Alle offenen Wasser werden giftig und alle offenen Speisen, die nicht in verschlossenen Dosen sind. Auch keine Speisen in Gläsern, die halten es nicht ab. Draußen geht der Staubtod um, es sterben sehr viele Menschen. Nach 72 Stunden ist alles wieder vorbei. Aber noch mal sage ich es: Geh nicht hinaus, schau nicht beim Fenster hinaus, Laß die geweihte Kerze oder den Wachsstock brennen und betet. Über Nacht sterben mehr Menschen als in den zwei Weltkriegen“ (drastischer als diese Schauung Irlmaiers kann eine kosmische Katastrophe kaum geschildert werden. Übrigens steht der Hellseher von Freilassing nicht allein mit dieser düsteren Voraussage. Ob nicht der „Bankabräumer“ des Mühlhiasl und die Andeutung im Lied von der Linde am Staffelstein auf dieselbe Prüfung der Menschheit hindeuten?

Ich meine, da kommt das Zeichen am Himmel,durchaus so ziemlich ZUM Zeitpunkt der Finsternis. Vorher, vieeeeeeeleicht auch darum, weil man nachher ja erstmal nichts mehr sieht? Als eben ZEICHEN in einer Seherschauung? Als Verstärkung, das da noch mehr passiert, wie:das es dunkel wird.Oder eben wirklich kurz vorher, weils DA eben grade ruckt?
Und von Deinem Bild eines tatsächlichen Jesus mit und so weiter, seh ich da gar nichts.
Ich erkenn da ein Deutungsbild zum Geschehen.

Von Astronomie hab ich aber wirklich keine Ahnung.

Grüße, Rauhnacht

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Irlmaierplagiate

BBouvier, Samstag, 08. November 2014, 00:17 vor 1832 Tagen @ rauhnacht 5753 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Samstag, 08. November 2014, 00:38

<"Ich meine, da kommt das Zeichen am Himmel ...">

Hallo, Rauhnacht!

Es sei darauf hingewiesen, daß

1.
Irlmaier behauptet, er hätte am Himmel das Zeichen Jesu (!)
gesehen - sowie auch dessen Wundmale. :-D

2.
Und, was das betrifft:
- nur Kerzen brennen
- zuhause bleiben
- die Fenster schließen
- offenes Wasser ist giftig
- Erdbeben
- Staubtod
- 72 Stunden Dunkelheit
- Massensterben
- etc. =>
... so handelt es sich dabei um lauter "Anleihen" bei anderen
und älteren Quellen, unter anderem bei dem "Lied von der Linde".
=>
"Winter kommt, drei Tage Finsternis,
Blitz und Donner und der Erde Riß,
Bet' daheim, verlasse nicht das Haus!
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein,
Wofern sie brennen will, dir Schein,
Giftiger Odem dringt aus Staubesnacht,
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

Gleiches allen Erdgebor'nen droht,
Doch die Guten sterben sel'gen Tod,
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr."

Den Schwachsinn:
"Die Fenster mit schwarzem Papier verkleben! - Schaut nicht aus dem Fenster!"
hatten wir hier bereits mehrfach.

Auch ist das ja keine Schau, sondern eine Empfehlung.
Und zwar auf der Basis alter katholischer frz. Prophezeiungen,
man solle dann bloß nicht aus dem Fenster blicken,
denn draußen sei der Zorn Jahwes ein heiliger -
und wer ihm dabei heimlich zusieht, der fällt tot um.

Nur, daß Irlmaier auch das nicht gerafft hat.

<"Ich meine, da kommt das Zeichen am Himmel,
durchaus so ziemlich ZUM Zeitpunkt der Finsternis
.">

Natürlich muß es Dir unbenommen bleiben,
auch die Bibelzitate Irlmaiers für dessen Schau zu halten
und auch daran, dann kämen die Wundmale Jesu
am Himmel herbeigeflogen:
Wenn er es doch selber sagt ..... ?

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Das Kreuz mit dem "Kreuz"

rauhnacht, Sonntag, 09. November 2014, 22:12 vor 1830 Tagen @ BBouvier 5399 mal gelesen

Hallo ,
weißt Du , mit „Kreuzen“ bin ich ein bisschen empfindlich.

Da sah ich doch auch schon mal Eines. Nicht am Himmel, sondern nur an der Schlafzimmerwand. ( In der nachfolgenden Schau zum schwarzen Regen)
So hoch wie die Wand und durchaus imposant und leuchtend. Das war wirklich ganz echt ( gar keine Schau oder Vision oder so) und erzeugte sich durch das Mückengitter und dem Vollmond draußen.

Wäre ich da einfach so wegen irgendwas ins Schlafzimmer gegangen und hätte diese gesehen, wäre ich vermutlich schon auch ein wenig lächelnd beeindruckt gewesen. Vor allem darum, weil ich in den über 10 Jahren, wo ich dort wohnte, dort NIE ansonsten solches sah. Ich pflege mein Schlafzimmer regelmässig aufzusuchen, die Tür zu diesem Raum und damit auch der Blick auf eben dieser Wand, war stets offen. Der Gang davor mit freien Blick auf diese Wand führte zu den beiden Kinderzimmern, was meinst Du wohl, wie oft man da in 10 Jahren abendlich entlang kommt. Da war nie etwas zu sehen.

Nur da, wo ich da „hingeschickt werde“, war es da.
Ich war so genervt von diesem Gefühl des WICHTIG,Wichtig mit diesem, wie mir schien, pompösen Input. Denn da war ja sofort die Vermittlung bei mir da, Christus;----Bedeutung! Kein bisschen Martyrium, Tod und Geschichten zu dieser Ecke.

Und dann war es da wirklich. Ich bin mir sicher, wäre mir dies „nur“ in einer Schau und eben nicht als durchaus erklärbares Phänomen sooooo offensichtlich mit Vorankündigung und Nachsatz ( als Schau zum schwarzen Regen) begegnet, hätte ich dies in meiner Schwergläubigkeit beiseite gewischt.

So, und was meinst Du, was Menschen womöglich einst empfinden mögen, die vorher schlimmste Zeiten erlebten? Wo alles auseinander fällt, Werte und alle Menschlichkeit in den Boden gestampft sind. Wo Wirrnis, das Elend, Not und Tod hausen und sich selbst die, die in guten Zeiten aber gar nie einen Gedanken an Verantwortung, Schuld, Sühne zu Mitmenschen, der Welt und allem was da ist, verschenkten, sich plötzlich solch einem ZEICHEN ausgesetzt sehen.

Hier bei uns gäbe es nichts anderes, was derart deutlich macht, worum es geht. Wohlgemerkt in all den Varianten, die der Einzelne dann da für sich erkennen kann. Das ist keineswegs für alle gleich und richtet sich auch NICHT!!!! nach religiösen Lehrmeinungen oder sonstigen.

Da und da bin ich sicher, wird jeder beeindruckt sein und jeder wird für sich, entsprechend seines Weges wissen, worum es geht.
Ich meine, NUR darum geht es da und keineswegs um ein Dogma mit Deutungshoheit.

Ich meine, in meinem Schlafzimmer fand keine Daniel; (oder wer auch immer) fälschung statt, abgeschrieben hab ich auch nicht. Mir ist dies kleine Dingens da wirklich passiert.

Es erscheint mir überaus wahrscheinlich, dass auch Andere in durchaus lauteren Absichten von dem berichten, was sie sahen. Dass dies in mehreren Quellen so in ähnlicher Form erscheint, könnte durchaus daran liegen, dass dies eben sooo wichtig ist. Natürlich ist es immer möglich, dass einer vom anderen abschreibt oder noch viel eher beeinflusst wurde. Noch vieeeel schlimmer, wenn dies dann in die Wirkungskreise von „Fachkreisen“ zur Thematik fiel. Dies auseinander zu wurschteln, ist aber meines Erachtens mit dieser Eindeutigkeit im Urteil kaum möglich.


Ich halte es für weise, die Bälle flach zu jonglieren.

Viele Grüße, Rauhnacht

Menschen sind verschieden

Steffomio, Montag, 10. November 2014, 09:42 vor 1830 Tagen @ rauhnacht 5390 mal gelesen

Hallo rauhnacht,
Menschen sind sehr verschieden, auch oder vor allem was deren Fassungsvermögen betrifft.

Mit etwa 20 Jahren, habe ich es geschafft, dass sich Jesus in seiner Herrlichkeit mir zeigt, offenbart oder wie auch immer man das nennen will.

Seit dieser Zeit, wenn ich etwas von Jesu Wundmalen höre, die seine Echtheit bestätigen sollen, weiß ich nicht mehr ob ich von ganzen Herzen weinen oder lachen soll. Wer mit so einem totalen Stuss kommt, der hat überhaupt gar keinen blassen Schimmer von Jesus und wer das eigentlich ist.

Nun zum Fassungsvermögen zwei Begebenheiten:
An eine ältere Dame kann ich mich erinnern, besonders an ein Merkmal. Sie hatte über hundert feinste Deckchen gehäkelt und alle verschenkt, sie selber hatte kein einziges für sich behalten.
Als wir uns so unterhielten und über Jesus schwärmten, da spürte ich ihn nahen wie ein stets mächtiger werdendes unglaublich himmlisches Strahlen und spürte auch, dass es ihr genau so ging. Als wir dann weiter so schwärmten und das Strahlen immer mächtiger wurde, stand er plötzlich, nicht sichtbar aber dennoch fast greifbar ein paar Sekunden vor uns.
Als Jesus wieder verschwand und das Stahlen wieder abflaute war sie sehr dankbar, dass sie das schon zu Lebzeiten erleben konnte. Sie habe nun keine Angst mehr zu sterben, habe tiefe Ruhe und Frieden gefunden und könne nun selig gehen, wenn es so weit sein sollte.

Das zweite war ein sehr gläubiger Bankangestellter, ja wirklich, ein Bankangestellter.
Wir kamen ebenfalls über Jesus ins schwärmen und auch da spürten wir ein leichtes Strahlen, dass sich Jesus nähert. Nur dass dieser Mann schon von einem an sich sehr entfernten und entsprechend leichten Strahlen weinend vor Seligkeit in sich zusammenbrach, so übermächtig und himmlisch empfand er es, dass er gar nicht mehr wusste wo hin mit sich.
Ich für meinen Teil war eher enttäuscht, hätte ich doch gerne Jesus noch einmal gesehen wie bei der alten Dame, musste aber letztendlich einsehen, dass das den Bänker völlig vernichtet hätte.

Also, sollte sich Jesus wirklich im Zuge eines Weltgerichts in seiner Herrlichkeit offenbaren...nicht auszudenken.

Gruß
steffomio


Jenseits der Religionen - Wenn der Vorhang zerreißt

Der Ball ist zu hoch jongliert!

rauhnacht, Montag, 10. November 2014, 10:32 vor 1830 Tagen @ Steffomio 5249 mal gelesen

Hallo steffomio,

Ich bitte doch sehr darum, sorgsam zu lesen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich schrieb Jesus wäre da dereinst am Himmel oder dazumal an meiner Schlafzimmerwand.

Ich sprach von einem KREUZ. Dies steht in seiner Bedeutung in diesen Landen in Verbindung zu Christus. Und das wars dann auch schon.

Du verbindest mit dem Kreuz Deine persönlichen Glaubenserlebnisse. Ich verbinde dabei mein Verständnis dazu. Und B.Bouvier vielleicht eher seine Abneigung zu den Dogmatikern und deren Bildern mit Deutungshoheit.

So tut und tat das dann jeder und eben höchst individuell.
Es ist ein Unterschied, ob man sich über Glaubensinhalte und dann da wieder darüber, wer dann da jetzt aber mal endlich Recht bekommen will, unterhält.
Oder aber darüber, dass solch ein „Zeichen“ im persönlichem Erleben zu eben diesen sehr unterschiedlichen Glaubens/ oder Überzeugungen zum Glauben führen wird.
Wird aber wohl schon wieder kaum verstanden, dieser Unterschied.

Da geht man dann lieber hin und ordnet Bilder von ANDEREN in das eigene persönliche Wertungsschema ein und befindet dann darüber, dass das nur darum dann aber ganz sicher, überhaupt nur SO Sein kann oder eben gar nicht. Ach je.

Gruß Rauhnacht

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Lügen dokumentiert und belegt

BBouvier, Montag, 10. November 2014, 13:31 vor 1829 Tagen @ rauhnacht 5919 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 10. November 2014, 13:52

<"... Da geht man dann lieber hin und ordnet Bilder von ANDEREN
in das eigene persönliche Wertungsschema ein
.">

Hallo, Rauhnacht!

Was ich bezweifle/bestreite, das ist allerdings,
daß Irlmaier Jesu Wundmale und sein Kreuz
am Himmel gesehen hat.

Soweit mein leicht löcheriger Alteimer es zuläßt,
entsinne ich mich, daß Irlmaier in seinen Schauungen
sämtliche Begebenheiten völlig real gesehen hat:
Und nie abstrakte Symbolik.
Nur (nach meiner Beurteilung) wenn er alte/andere Prophezeiungen
mal wieder nur echot, dann schwurbelt er schon mal
geheimnisvoll umeinand:
- goldene Stadt (Prag)
- die Stadt mit dem eisernen Turm (Paris)

Und da unterlaufen ihm so groteske Ausrutscher,
als daß er irrig sogar einen Übersetzungsfehler/Ergänzung aus dem fz. repetiert
und behauptet, die Franzosen fackelten Paris selber ab.
(der Übersetzer irrig: Die Pariser werfen sich selbst Fackeln auf die Dächer)

Oder, daß er behauptet (! - keine Schau!),
in Wien überlebe Niemand.
Auch hier ist seine Vorlage das Lied von der Linde.
"Alle Städte werden totenstill,
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill."

Wobei er nicht gerafft hat, daß "dann" nur das
bunte Großstadttreiben geendet hat und mit ihm der Straßenverkehr. :-D

Was sein obiges "Kreuz" betrifft, so stammt das
vom massiv windigen Kugelbeer (1922):
"Ein Kreuz erscheint am Himmel. Das ist das Ende der Finsternis."

Und von Dem dürfte Irlmaier auch haben:
"In Berlin waren alle Wohnungen unangetastet,
und in den Fabriken alle Maschinen heil."

(welche "Fabriken" Berlins denn wohl?)

Die Vorlage Kugelbeer:
"Die Fabriken liegen still, denn es gibt keine Leute
zur Bedienung der Maschinen."

Eine Andere Schwadronade Kugelbeers, die Irlmaier nicht echot:
"Es ist an einem Ort eine lange, breite, von Soldaten umsäumte Straße,
darin jung und alt, Frauen, Kinder und Greise.
Am Straßenrand steht eine Köpfmaschine, die der Oberhenker
durch einen Druckknopf in Betrieb setzt, zu beiden Seiten
von je zwei Henkern unterstützt.
All diese Menschen werden enthauptet.
Es fließt soviel Blut, daß die Köpfmaschine zwei- bis dreimal
versetzt werden muß." :lol3:

Aber hier tut sich Irlmeier wieder keinen Zwang an.
Kugelbeer:
=>
"Beginn mit einem furchtbaren Donnerschlag mit Erdbeben.
Wer ... zum Fenster hinausschaut, wird vom Tode getroffen... :-D
Die Teufel holen die Gottlosen bei lebendigem Leibe... :-D
Ein Kreuz erscheint am Himmel." :-D

Irlmaier behauptet nun, gesehen zu haben:
=>
"Ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein.
Geh nicht hinaus, schau nicht beim Fenster hinaus!
Bei diesem Geschehen sehe ich
ein großes Kreuz am Himmel stehen."

Leider ziehen sich solche üblen Plagiate anderer Seher
wie ein roter Faden durch "Irlmaier".

Nicht immer lassen sich seine miesen Lügen allerdings
so sauber dokumentieren wie in diesem Fall.

Aber diese beiden (von vielen) kann ich noch:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=24462

https://schauungen.de/forum/index.php?id=15428

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Fälschung und Unlogik

BBouvier, Montag, 10. November 2014, 16:00 vor 1829 Tagen @ BBouvier 5678 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 10. November 2014, 16:10

Und hierbei hat Irlmaier wieder mal nicht ganz aufgepaßt -
und auch das "Original" - Pater Pio - ist bereits in sich unlogisch.

Das Original Pater Pios:
=>
"Ich werde das Eigentum der Auserwählten beschützen,
inklusive die Tiere.
Laß niemanden auf den Hof,
wer rausgeht und die Tiere füttert, wird sterben!"

Denn, wenn der Besitz der "Auserwählten"
geschützt wird, deren Tiere jedoch nicht versorgt werden,
dann sterben die. :-D

Irlmaier verfremdet das nur leicht, er macht aus dem Füttern ein Tränken:
„Die Bauernhäuser (werden) leer sein und das Vieh
brüllen, da es niemand tränkt.“

Wobei kein durstendes Rind mit trockener Kehle brüllt.
Sondern, weil es nicht gemolken wird:
Da hat Irlmaier wieder mal nicht nachgedacht, bei seinem
leicht veränderten Plagiat.

Sowie:

Alle Bauern sind demnach einfach fortgegangen.
Man fragt sich - wohin denn? und weswegen??
Oder aber, er hat sagen wollen, die Bauernhäuser
sind deswegen "leer", weil die Bauern alle gestorben sind.
In den Häusern.
Wohingegen die Rinder in den Ställen jedoch munter überlebt haben! :yes:

Merke:
Es ist gar nicht so einfach, eine Schau glaubhaft zu fälschen.

Meint auch:
:hamper: <= Hugo Hamper


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Essenz

Steffomio, Montag, 10. November 2014, 19:34 vor 1829 Tagen @ rauhnacht 5418 mal gelesen

Hallo rauhnacht,
was du in deinem Beitrag geschrieben hast und was ich ebenfalls schrieb, dass die Essenz von vielen Prophezeiung die gleiche sein kann, aber unterschiedlich dargestellt wird.
Wir wissen doch gar nicht, was der Seher empfunden und gesehen hat. Von ein paar aufgezeichneten Bildern mal abgesehen, die vielleicht nicht mal den Kern, die Essenz treffen. Also genau das, was den Seher dazu gebracht hat, sein Erlebnis so und nicht anders aufzuschreiben. Ein Erlebnis, dass obendrein meist gar nicht mit Text und Bild vermittelbar ist.

Dann kommen wir dahin, sehen das Gestammel eines Sehers und glauben im Ernst, die Essenz dahinter zu erfassen? Können wir nicht und werden wir auch nicht, höchstens wenn wir selbst ähnliches gesehen oder erlebt haben und sich ein gewisses wiedererkennen einstellt. Und
selbst dann, wenn wir das gleiche Erlebnis und die gleiche Schauung hätten, würden wir bestimmt etwas ganz anderes, höchstens ähnliches aufschreiben und dann eben auch - wie du selber ebenfalls sagst - Schnippsel verwenden, die andere vorher schon verwendet haben.

Dazu gehören eben auch Dinge wie Kreuze am Himmel oder sonstwo, die nichts anderes sein können als ein Hinweis auf etwas an sich unbeschreibliches, das aber in irgend einer Weise mit dem christlichen Symbol zusammenhängt. Wobei das Kreuz am Himmel womöglich der größte Knaller von allen solchen Zeichen ist.
Aber um das zu begreifen, hat eben nicht jeder das Fassungsvermögen und kann nur so weit denken, wie die Hände greifen. Menschen sind halt sehr verschieden.

Gruß
steffomio

Seher oder eben nicht Seher

Baldur, Dienstag, 11. November 2014, 17:26 vor 1828 Tagen @ Steffomio 5409 mal gelesen

Hallo, Steffomio,

nicht jede Wahrnehmung, die jemand als übersinnlich erkennt, bildet die zukünftige Wirklichkeit ab.
Das ist doch das Hauptproblem.

Oder, anders herum, wann ist ein Seher ein Seher?

Meinem Geschmack nach ist ein Seher ein Seher dann, wenn seine Aussagen sich bewahrheiten, die Ereignisse erkennbar eintreffen. Dann kann man die Person als Seher erst ernst nehmen, er muss doch erst mal einen Treffer gehabt haben, bevor er als Seher gelten kann. Bei dem ominösen Kugelbeer fehlt das völlig. Auch die Ötztalkathi war angeblich mehr als schwammig (sie sah irgendwelche Gestalten, aber konnte nicht sagen, wen, oder wann, oder wieso genau) - sie vermutete dann, die wollten sie um Hilfe (welche?) angehen.

Ob die Laternen am Pasinger Bahnhof einstmals kugelig oder eckig sein werden, mag dahingestellt bleiben, wenn die sonstigen Geschehnisse eintreten (fehlende Fenster, Leute campieren dort). Aber die Hauptsaussage muss zutreffen.

Wie bei Detlefs "Kinofilmen". Die zeigten eine gigantische Überflutung an einem Ort, den man so leicht nicht überfluten kann. Und zwar inklusive einem Zeitrahmen (seine Kinder).
Detlef dehnte den äusserten Spielraum auf Ende 2014 aus, ab dann würde er alles sämtlich in die Tonne treten. Das ist auch die richtige Herangehensweise.

Irlmaier hatte viele Treffer im Privatbereich, aber die hatte Edgar Cayce auch, und dessen Aussagen zur Welt waren allesamt Müll. Das gibt zu denken.

Wir müssen eine grössere Tonne anschaffen....

Beste Grüsse vom Baldur

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Varianten

BBouvier, Dienstag, 11. November 2014, 18:58 vor 1828 Tagen @ Baldur 5355 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 11. November 2014, 19:07

Hallo, Baldur!

Ja - durchaus!

Folgende Varianten fallen mir da ein:
- platte Fälschung ... warum auch immer ... Angeber/Wichtigtuer und dergleichen
- eine reine "Prophezeiung" (hochgerechnete Gegenwart,
religiöses oder politisches Interesse, z.B in der Bibel - etc.)
- reine (religiöse oder persönliche) Wahnvorstellungen ... oder nur in Teilen ( Lueken)
- "Foppgeist/kleiner Mann im Ohr" (exemplarisch Lorber)
- leicht verschwurbelt, ältere Aussagen als eigenes ausgeben (z.B. viele nur schwer
festzumachende Aussagen Irlmaiers)
- vom Seher selbst teils irrig gedeutete Bilder (Waldvierteler)
- symbolhaft verschleierte oder verschobene Bilder als Realität mißverstanden (Detlef?)
- ein im Privatbereich durchaus treffende Aussagen machender Seher,
der sich gelegentlich im Weltgeschehen schlicht übernimmt ... warum auch immer ...
(Irlmaier zu Teilen)
- kaum zu deutende Aussagen (Nostradamus)
- ... und durchaus hochprozentig und fast klar treffendes:
* Wudy
* Rills Feldpostbriefe (!)
* ITOma
* Schwär
* Bauernbub Schwäbische Alb
* Velten
* Bandhu (!)
* Johansson (!)

Das alles fummel mal sauber auseinander ... und ohne, daß Jemand
Gegenargumente oder Einwände hätte. :trost:

Grüße!
BB


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Schwär?

Baldur, Mittwoch, 12. November 2014, 16:16 vor 1827 Tagen @ BBouvier 5304 mal gelesen

Hallo, BB,

wenn ich die Quellensammlung durchsehe, dann finde ich da zwar alle möglichen visuellen Eindrücke von ihm, aber keinen einzigen Treffer, der belegen könnte, dass man ihn und seine Aussagen berücksichtigen sollte.....

Beste Grüsse vom Baldur

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belegte Treffer

BBouvier, Mittwoch, 12. November 2014, 16:44 vor 1827 Tagen @ Baldur 5301 mal gelesen

Hallo, BB,

wenn ich die Quellensammlung durchsehe, dann finde ich da zwar alle möglichen visuellen Eindrücke von ihm,
aber keinen einzigen Treffer,
der belegen könnte, dass man ihn und seine Aussagen berücksichtigen sollte.....

Beste Grüsse vom Baldur

Hallo, Baldur!

Diese Einlassung trifft - bis auf Rill -
doch pauschal ebenfalls für die anderen dort genannten zu.

Weil nämlich auch seine Aussagen sich ausschließlich
rund um die entscheidenden Geschehnisse "Weltenwende" gruppieren:
Und die können (!) sich ja noch gar nicht zugetragen haben.

Grüße!
BB


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Vermutung einer generellen Hellsichtigkeit

Baldur, Mittwoch, 12. November 2014, 17:32 vor 1827 Tagen @ BBouvier 5351 mal gelesen

Hallo, BB,

ich nehme jetzt einfach mal ganz frech an, dass Leute, die Schauungen haben, auch generell eine erweiterte Wahrnehmung haben, und in gewisser Weise hell"sichtig" sind.

Dann wären sie aber dafür bekannt, dass sie bereits Treffer hatten. Das trifft für Detlef zu, für ITOma, und für Herrn BB.

Es leuchtet mir nicht ein, dass jemand einen brauchbaren Film des Kommenden präsentiert bekommt und er diesen auch noch einigermassen authentisch formulieren kann, wenn er sonst nie irgendetwas zugespielt bekommt.

Wodurch sich diese Antenne beweist, ist zweitrangig, aber nach meinen eigenen Beobachtungen können Wünsche, Erwartungen, Vorstellungen usw. quasi bildliche Gestalt annehmen und einem im Traum begegnen. Die sind dann aussergewöhnlich intensiv und anders als gewöhnlich geträumter Unsinn, aber sie sind deswegen noch lange keine Abbilder der Zukunft. Sie können Abbilder alles möglichen sein.

Die Zukunftsschau glaube ich jemanden nur, wenn er Indizien dafür vorweisen kann, dass er eben diese ausgefahrene Antenne hat. Irrtümer können dann ruhig vorkommen, aber vom Grundsatz her ist die Quelle dann beachtenswert.

Als ich meine Schau vom verunglückten Haustier hatte, hatte ich auch eine hellwissende Phase, als der Nachbar starb. Und dies sagte. Das wurde als Unsinn abgetan, bis eine halbe Stunde später die Witwe alles bestätigte.

Als ich dann diffus ein Busunglück ahnte, tat ich das als Quatsch ab. Es kam auch nicht ganz sauer erkennbar durch, nur als Information, *was, wenn sie nicht mehr heim kommen*. Die Teilnehmer einer Busreise. Gut, was hätte ich machen sollen? Nichts. Ein paar Tage später kam der Unfall in den Nachrichten.....mindestens ein Drittel tot.

War beispielsweise Schwär als hellsehend Begabter bekannt?

Kugelbeer halte ich für eine reine (und damit niederträchtige) Erfindung des Buchautors, ähnlich Bekhs Erna Stieglitz.....um seine religiösen Vorstellungen zu untermauern....und zu verbreiten....

Beste Grüsse vom Baldur

Re: Hellsichtigkeit Schwärs

Eyspfeil, Mittwoch, 12. November 2014, 21:09 vor 1827 Tagen @ Baldur 5237 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Mittwoch, 12. November 2014, 21:16

Hallo Baldur!

"War beispielsweise Schwär als hellsehend Begabter bekannt?"

Als alter Hase hier stellst Du ziemlich seltsame Fragen.

Taurec hat auf seiner => Quellenseite allein 42 Visionen
aufgeführt. Schwär starb bereits in den 60ern, deshalb ist es nicht einfach,
noch Bekannte/Verwandte zu finden, die etwas von seinen "kleinen Gesichten"
berichten könnten, so a la Irlmaier. Auf jeden Fall ist es wohl schwer anzunehmen,
daß er generell so etwas wie hellgesichtig war.

Selbst falls er nur diese 42 Geschehnisse/Visionen per 'Ansage' mitgeteilt
bekommen hätte, wäre er für uns und unser Thema nicht uninteressant.

Doctorian bspw. hatte nur eine einzige (uns jedenfalls bekannte) Vision
und gilt als veritable Quelle, nicht wahr?

LG,

Eyspfeil

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Schwär bestätigt

BBouvier, Mittwoch, 12. November 2014, 21:46 vor 1827 Tagen @ Eyspfeil 5302 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 12. November 2014, 21:54

Hallo, Eyspfeil!

Als Beleg für Schwärs Begabung mag diese Aussage herhalten:
=>
Vision vom 25. 3. 1954
Ich legte eine Zwanzigdollarnote über den Ladentisch,
erhielt aber dafür ein Stück Kuchen und einige kleinere Sachen.
Ich dachte, noch Geld zurückzuerhalten.

Anmerkungen:
- gesehen "durch die Augen eines Anderen" ... wie er ja auch
irrig vermeint, einst selbst gemustert zu werden
- eine ROLEX-Unterwassermatrose kostet 1953: => $150,
jetzt etwa $7.000 ... die zwanzig Dollar "damals" sind dementsprechend
auf rund 1/2 Dollarwert "jetzt" geschrumpft.
Zitat:
"Im Jahre 1950 kostete ein Auto durchschnittlich 1.510 Dollar,
heute 30.48 Dollar.
"
Nie&nimmer "vorherzusehen":
Darf man wohl getrost als Treffer werten!

Im übrigen betrachte ich meine Nennungen oben durchaus weder als vollständig
noch als sakrosankt ... eher als pauschale Beispiele.

Grüße!
BB


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Skepsis

Hope, Mittwoch, 12. November 2014, 22:00 vor 1827 Tagen @ BBouvier 5156 mal gelesen

ich bin da trotzdem skeptisch und sehe da nichts bewiesen.

Angst vor einer beginnenden, galoppierenden Inflation könnte es auch sein.

Zumal er das ja schon erlebt hatte. Klingt für mich nicht unbedingt plausibel.

lg
Hope


Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

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die eigentliche Information

BBouvier, Mittwoch, 12. November 2014, 22:18 vor 1827 Tagen @ Hope 5242 mal gelesen

Angst vor einer beginnenden, galoppierenden Inflation könnte es auch sein.

Hallo, Hope!

Womöglich ist Dir entgangen, daß Schwär eine fast wertlose Dollarnote (!)
der USA in der Hand hält, um zu zahlen:
=>
Das ist die nur leicht verschleierte Information!!

Schwär hatte die deutsche Inflation Anfang der 20er erlebt,
und da konnte man sich für einen Golddollar einen ganzen
Straßenzug kaufen!
Der $ war (auch in den 50ern) geradezu
das granitene Sinnbild für ewige Stabilität.

Gruß,
BB


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Eingetroffenes von Schwär

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 13. November 2014, 08:55 vor 1827 Tagen @ BBouvier 5571 mal gelesen

Hallo!

Man lese hierzu den Artikel in der Esotera:

Darin wird auf Voraussagen Schwärs über das Ende des Zweiten Weltkrieges hingewiesen, die sich bewahrheitet haben sollen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Ergänzung IV

Sagitta, Dienstag, 18. November 2014, 19:05 vor 1821 Tagen @ Taurec 5025 mal gelesen

Hallo Taurec!

Adolf Schwär hat offenbar ein kleines Manuskript zu seinen Prophezeiungen verfasst (oder es handelt sich um ein Heft mit seinen Tagebucheintragungen). Dieses Manuskript lag offenbar dem Oberstudienrat vor, der dann Auszüge daraus in der Esotera veröffentlicht hat. Das Manuskript war eine Zeitlang im benachbarten Kloster, nach dessen Auflösung bzw. Umzug scheint es wieder an die Familie gegangen zu sein. Eine Nachfrage bei der Pfarrei meinerseits hat jedenfalls nichts ergeben. Ein Nachfrage bei der Familie habe ich nicht unternommen, weil ich mir nicht allzu viel von den Texten erwarte. Den Gesichten von Schwär kann man nur entnehmen, dass möglicherweise ein neuer Krieg zwischen dem Westen (Frankreich, England) und dem Osten (Russen) stattfindet, wobei das obere Rheintal eine Kampfzone sein wird. Die üblichen Details wie Überschwemmungen und Hungersnot etc. sind ebenfalls enthalten. Aber es handelt sich um keine realistischen Gesichte sondern teilweise um symbolische Schauungen. Man sollte nach meiner Auffassung aber diese Gesichte ernst nehmen.

MfG, Sagitta

Schauung oder Spekulation

Hope, Mittwoch, 12. November 2014, 21:54 vor 1827 Tagen @ Eyspfeil 5176 mal gelesen

Hallo Baldur!

"War beispielsweise Schwär als hellsehend Begabter bekannt?"

Als alter Hase hier stellst Du ziemlich seltsame Fragen.

das ist eine sehr berechtigte Frage. Solange eine "Schau" nicht eingetroffen ist, ist es prinzipiell eben keine solche. Es ist doch grundsätzlich nur im Nachhinein prüfbar.
Von daher: Wenn Schwär ansonsten nichts vorzuweisen hat, dann hatte er vielleicht keine Visionen sondern Halluzinationen. Zumal mich das nicht wundern würde, so kurz nach dem Krieg. Evtl. traumatisiert etc...
Seine 42 Visionen sind erst wirklich interessant, falls etwas eintrifft davon. Ansonsten doch nur Spekulation.
Oder, wie bei Irlmeier: Vielleicht(!) hatte Schwär private, schon eingetroffene Visionen, von denen wir nichts wissen.
Dann sind die 42 Visionen immer noch Spekulation.
Baldurs Frage ist mehr als berechtigt. Gerade als alter Hase. Neulinge hüpfen eher auf jeder Art von Vision auf, als ob damit die Zukunft in Stein gemeißelt wäre.


Doctorian bspw. hatte nur eine einzige (uns jedenfalls bekannte) Vision
und gilt als veritable Quelle, nicht wahr?

falls diese Vision schon eingetroffen ist, sehr veritabel. Falls nicht: tja...schaun wir mal.

lg
Hope


Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

Etwas, das mutmaßlich im Verdacht steht, eine Schau zu sein :-)

Eyspfeil, Mittwoch, 12. November 2014, 22:55 vor 1827 Tagen @ Hope 5219 mal gelesen

Hallo Hope!

"das ist eine sehr berechtigte Frage. Solange eine "Schau" nicht eingetroffen ist, ist es prinzipiell eben keine solche. Es ist doch grundsätzlich nur im Nachhinein prüfbar."

Wenn Du solchermaßen argumentierst, dann gibt es nur eine vermeintliche "Schau",
oder etwas, was im Verdacht steht, eine Schau zu sein, sagte der Kommissar.:-D
Da uns vor allem das zukünftige kollektive Schicksal der Welt bewegt.
Und weniger Vergangenes, bereits Eingetroffenes.

Oder man kann aus den kleinen und auch großen Gesichten der Vergangenheit,
die sich als wahr herausgestellt haben, schließen, daß die großen Gesichte
der Zukunft ebenfalls wahr werden.
Leider stellt es sich so einfach wie es aussieht auch nicht dar, weil
insbesondere Irlmaier im Verdacht steht, bei anderen Sehern oder der
Volkssage abgeschrieben zu haben.

Auch läßt sich daher leider auch kein Axiom aufstellen, daß das,
was hunderte von Sehern gemeinsam gesehen haben, mal später eintreffen wird.
"Weil das Geschaute ja in der Zukunft schon eingetroffen ist."

Weil jede einzelne Schau gesondert zu analysieren ist, da sie
einzigartig ist, abgeschrieben sein könnte, oder gar ganz erfunden.

Es ist alles ähnlich wie in der Physik, nur im Nachhinein prüfbar.
Alles andere ist Glaube.

LG,

Eyspfeil

eben, "gilt"

Baldur, Donnerstag, 13. November 2014, 11:29 vor 1827 Tagen @ Eyspfeil 5360 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,

eben, eben, er gilt aus ernstzunehmende Quelle.

Ich sehe das aber anders, und meine, aus gutem Grund.....

Sagen wir mal so...wenn Du zum Arzt gehst, um ihm eine Frage zu stellen, deren Hintergrund Dein gesamtes Leben betrifft und nachhaltig verändern wird, dann wäre es doch völlig selbstverständlich, sich vorher zu erkundigen, ob er Erfahrung hat, ob er als kompetent bekannt ist, und nicht einem Typen im weissen Kittel zu glauben, der einem im Flur begegnet.....

Ich denke, Du weisst, was ich sagen will.

Die Tatsache, dass einer laufend Wahrnehmungen hat, bedeutet doch nicht, dass er die Zukunft sieht.

Ich komme wieder mit meiner alten Platte von der "Medialität" daher....das weithin anzutreffende Geschwätz, ihrer versorbenen Oma gehts gut, und sie sendet Ihnen ihre ganze Liebe.....ist doch völlig sinnfreies Gewäsch.
Erst wenn es heisst, Ihre Oma oder Uroma, mütterlicherseits, war eine resolute Person, die hatte die Hosen an, sie muss wohl Gastwirtin gewesen sein, und sie beklagt sich darüber, dass sie es so locker nehmen, Ihre Rechnungen zu schreiben, der wäre das nie passiert, die hat jeden Abend auf den Pfennig abgerechnet, und ihr Mann hatte daheim nichts zu sagen, das war ein guter Mensch, aber das Familienoberhaupt war sie...und meine Uroma mütterlicherseits war tatsächlich Gastwirtin, resolut und hatte die Hosen an......dann höre ich gerne zu und will mehr wissen.

Ich arbeite mich gerade durch den Esotera-Artikel von Taurec....

Beste Grüsse vom Baldur

Zur Essenz

rauhnacht, Dienstag, 11. November 2014, 19:36 vor 1828 Tagen @ Steffomio 5369 mal gelesen

Hallo Steffomio,
Ja, Zustimmung.
Jetzt hab ich verstanden, wie Du das meintest.
Entschuldige bitte meine etwas heftige Reaktion , es ist mir so wichtig, dass aus ( meinem) Kreuz nicht ein Jesus wird. Es geht mir um eben die Bedeutung dahinter , für jeden ein wenig anders und sogar sich verändernd bei ein und derselben Person im Laufe ihres Lebens.

„Mein“Kreuz ist ja eigentlich keines, das der „Welt“ gilt. Wie das dann bei dem Kreuz am Himmel wäre. Ich habe mich hinreißen lassen, mein persönliches Bild als Verstärkung einzusetzen, so nach dem Motto: Schaut mal, so was gibt es, ohne Danielfälschung und Abschreiberei. Vielleicht war das ein Fehler.

Liebe Grüße, Rauhnacht

P.S.: Zu der Antwort an Dich von Baldur. Das sehe ich defintiv auch so. Allerdings können sich Schauungen, die eben zu diesem Weltwendungsdingens gehören ja erst DANN ereignen, wenn eben dies dann tatsächlich passiert. Seher, die dann zu Weltgeschehen ohne persönliche Beteiligung ( damit meine ich, etwas zu sehen, bei dem man dann eben nicht persönlich im dann tatsächlichen Geschehen involviert ist) vorher schon Bestätigtes haben, scheinen mir überaus selten zu sein. Nostradamus, Feldpostbriefe, und??

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da hast du Recht

Lacrimosa, Donnerstag, 20. November 2014, 19:20 vor 1819 Tagen @ Taurec 4909 mal gelesen

Hallo Taurec

du hast in einem Punkt Recht. Das Kreuz des Südens kann man tatsächlich nicht in unseren Hemisphären sehen. Nicht mal in Nordafrika.

Das Kreuz des Südens konnte man aber im Altertum noch im Mittelmeerraum beobachten. Durch die Präzession der Erdachse in den letzten 2000 Jahren liegt der Bereich nun unterhalb des Horizontes.
Das zeitweise Gastspiel an unserem Firmament liegt an der Präzession, einer ganz langsamen Taumelbewegung der Erdachse. Weil Mond und Planeten mit ihrer Anziehungskraft an der Erde zerren, beschreibt die Erdachse in knapp 26000 Jahren einen großen Kreis am Himmel.
Jetzt müssen wir uns noch mehr als 12000 Jahre gedulden, bis sich das Kreuz des Südens auch bei uns wieder blicken lässt. ;-)

Ich gehe davon aus, dass man ein Kreuz in unseren Hemisphären sehen wird. Und Irlmaier sprach von einem heftigen Erdbeben, welches die Erde durchschütteln würde.
Da kam mir der Gedanke einer Erdachsenverschiebung aufgrund massiver Erdbeben und Vulkanausbrüche. Möglich das auch Kontinentalverschiebungen statt finden werden.
Immerhin hatte das Erdbeben in Chile von 2010 möglicherweise eine Verschiebung von 8cm zur Folge.
Es ist nur ein Gedanke, weil ich mir nicht vorstellen kann, das ein Kreuz am Himmel zu sehen sein wird so wie die Meisten es sich vorstellen.

liebe Grüße
Lacrimosa

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Eigentlich kar wie Kloßbrühe :-)

BBouvier, Donnerstag, 20. November 2014, 21:41 vor 1819 Tagen @ Lacrimosa 5402 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 20. November 2014, 21:51

<"Und Irlmaier sprach von einem heftigen Erdbeben,
welches die Erde durchschütteln würde.
">

Hallo, Lacrimosa!

Nein:
Irlmaier taugt auch hier wieder mal nicht
als Behauptungen stützende Quelle.

Es war der überführte Schwadroneur Kugelbeeer
mit seinen wirren "Prophezeiungen" ...
damals, durchaus nachvollziehbar, rechnete Irlmaier
nur nicht damit, daß man ihm auf die Schliche kommt,
wenn er wieder mal nur die Texte Anderer echot.

Original Kugelbeer:
"Beginn mit einem furchtbaren Donnerschlag mit Erdbeben.
Wer ... zum Fenster hinausschaut, wird vom Tode getroffen...
Die Teufel holen die Gottlosen bei lebendigem Leibe... :-D
Ein Kreuz erscheint am Himmel."

Dümmlich-plattes Irlmaierecho:
"Ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein.
Geh nicht hinaus, schau nicht beim Fenster hinaus.
Bei diesem Geschehen sehe ich
ein großes Kreuz am Himmel stehen."

Allein schon, sein "ich sehe", gemahnt ganz übel
an Jahrmarktszigeunerinnen:
"Ich sehe für Sie einen schönen und sehr reichen Mann an Ihrer Seite -
in einem roten Sportwagen."

:tigger:


Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Willkürlich zusammengestellt?

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 20. November 2014, 21:59 vor 1819 Tagen @ BBouvier 5075 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 20. November 2014, 22:10

Hallo!

Dümmlich-plattes Irlmaierecho:
"Ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein.
Geh nicht hinaus, schau nicht beim Fenster hinaus.
Bei diesem Geschehen sehe ich
ein großes Kreuz am Himmel stehen."

Von welcher Quelle hast Du denn dieses Irlmaierzitat?
Die einzelnen Fragmente kenne ich von verschiedenen Stellen.

Mir kommt es so vor, als hättest Du verschiedene, getrennt voneinander liegende Textstellen so arrangiert, daß es Deine These stützt, Irlmaier hätte von Kugelbeer abgeschrieben. (Was ja nicht ausgeschlossen ist. Der betreffende Text stammt von 1961, also ein paar Jahre nach Veröffentlichung Kugelbeers, aber es ist noch mehr drin.)

Es wäre aber eine Entstellung der Tatsachen (und schlichtweg unwissenschaftlich), diese getrennten Stellen durch gemeinsame Anführungszeichen als zusammengehörig erscheinen zu lassen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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bitte, hier lang:

BBouvier, Donnerstag, 20. November 2014, 22:14 vor 1819 Tagen @ Taurec 5063 mal gelesen

Hier lang, bitte:
=>
https://www.google.de/?gfe_rd=cr&ei=tWe9U7esKsHjsgb91oCIAw#q=irlmaier+Ein+Erdbeben+wird+unter+Blitz+und+Donner+sein.+Geh+nicht+hinaus%2C+schau+nicht+beim+Fenster+hinaus.+Bei+diesem+Geschehen+se...

Grüße!
BB


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- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: Die Kernaussage "Beben im Mai" wird wohl nicht falsch sein

Eyspfeil, Donnerstag, 20. November 2014, 22:29 vor 1819 Tagen @ Taurec 5205 mal gelesen

Hallo BBouvier und Taurec,

"Hallo!

Dümmlich-plattes Irlmaierecho:
"Ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein.
Geh nicht hinaus, schau nicht beim Fenster hinaus.
Bei diesem Geschehen sehe ich
ein großes Kreuz am Himmel stehen."

Von Conrad Adlmeier: "Blick in die Zukunft", 3. Auflage von 1961 sinngemäß
interpretiert:

"Das Zeichen am Himmel
Bei diesem Geschehen sehe ich ein großes Kreuz am Himmel stehen und ein Erdbeben wird unter Blitz und Donner sein, daß alles erschrickt und die ganze Welt aufschreit: „Es gibt einen Gott!“ Welche Jahreszeit wird es sein? Das kann ich nur aus den Zeichen ablesen. Auf den Gipfeln der Berge liegt Schnee. Es ist trüb und regnerisch und Schnee durcheinander (Herbst oder Frühjahr. D. V.). Herunten ist es aper. Gelb schaut es her. Der Krieg in Korea ist aus (diese Aussage ist noch von 1952, 7. Dezember. D. V.). Während des Krieges kommt die große Finsternis, die 72 Stunden dauert."

Das Beben an sich im Mai des 3tf-Jahres klingt mir glaubhaft:

Zeitzeuge "Gärtner" nach Bouvier[28]

"Irlmaier war seinerzeit bei der Familie G. am Chiemsee häufiger Gast. Der damals junge G. berichtet, Irlmaier habe gesagt, es gebe 'vorher' ein weltweites Erdbeben. Betroffen seien vor allem die USA. Bei uns wären die Beben am stärksten entlang des Rheingrabens. 'Hier' (also in Bayern) seien die Beben aber auch zu spüren. Während des russischen Feldzuges gäbe es noch immer Nachbeben, und zwar in solcher Stärke, daß sowohl die Angriffs- als auch die Verteidigungsoperationen darunter litten."

Falls er sich nicht alles aus den Fingern gesogen hat,
wovon ich nicht überzeugt bin.
Obwohl er vieles verschwurbelt hat, also abgeschrieben oder
der Volkssage entlehnt.

Zur Untermauerung dient Nostradamus: Im Monat Mai ein großes Beben,
im Oktober jenes Jahres die "größte Finsternis aller Zeiten."

LG,

Eyspfeil

Probleme mit Nostradamus

Sagitta, Freitag, 21. November 2014, 19:05 vor 1818 Tagen @ Eyspfeil 5162 mal gelesen

Hallo Eyspfeil,

sollten wir die Oktoberfinsternis nicht lieber in die Tonne treten? Nach anderen Sehern ist sie doch erst im Winter.

Außerdem steht sie gemäß Nostradamus zeitlich in enger Nähe mit dem Aufreten des Antichristen, den es nach herrschender Ansicht (des Forums hier) ja gar nicht gibt, gab und geben wird. Wirft man den in die Tonne, dann am besten Nostradamus hinterher. Oder was meint Nostradamus sonst mit dem Antichristen?

Und schließlich kann man die "Umwälzungen im Frühjahr" gemäß der Vorrede Nostradamus an Heinrich nicht sicher mit dem "Beben im Mai" verknüpfen. Denn dieses Beben stammt aus den Vierzeilern, wo es möglicherweise zwei Male vorkommt: X/67 und IX/83.

Na ja, ist vielleicht alles nicht so wichtig. Interessant nur, dass X/67 ganz gut zu meiner Datierung der Kaiserkrönung passt.

https://schauungen.de/forum/index.php?id=27169

Wie bereits SIRI schon festgestellt hat:

https://schauungen.de/forum/index.php?mode=thread&id=26174

Wäre natürlich blöd, wenn wir so lange warten müssten auf die Weltenwende!

Besser lieber gleich?

MfG, Sagitta

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Die "Antichristen" bei Nostradamus

BBouvier, Freitag, 21. November 2014, 21:55 vor 1818 Tagen @ Sagitta 5246 mal gelesen

<"...was meint Nostradamus sonst mit dem Antichristen?">

Hallo, Sagitta!

Die Frage ist bereits in dieser Form "irrig" insofern formuliert,
als Nostradamus doch mehrere "Antichristen" kennt.

Ein "Antichrist" entspricht bei ihm der Definition nach mehr
der des Paulus, - für den sind alle nichtchristlichen Nachbarn
bereits eben solche... = Nichtchristen.
Nur, bei Nostradamus - massiv überhöht.

Als Oberfreimauerer und Königsgegner ist Washington
für Nostradamus beispiels einer der (!) "Antichristen":
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=20215

https://schauungen.de/forum/index.php?id=15982

Gruß,
BB


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Tonneninhalt

rauhnacht, Freitag, 21. November 2014, 22:11 vor 1818 Tagen @ Sagitta 5098 mal gelesen

Hallo Sagitta,
Du weißt doch wohl, dass nach herrschender Ansicht hier der „Antichrist“völlig problemlos aus jedwedem Text heraus gelöst werden darf. Würde man dann DESWEGEN Nostradamus in die Tonne hinterher schmeißen,müsste man das ja dann mit den Feldpostbriefen auch tun.

Ach je, da bliebe ja gar nichts mehr übrig.
Worüber soll man denn dann hier noch reden?
Aber, ich gebe zu, ich bin wegen dem chiron und mabus auch verwirrt. Nostradamus halt,
ich behelfe mir damit, dass ich den omminösen finsteren Oktober zu dem siebten Monat von 1999 geselle, beidem dann ein dunkles Tonnendasein zugestehe, weils da doch hin passt und mich NICHT mit darein setz.
Und ansonsten warte, bis es wieder hell wird.

Viele Grüße, Rauhnacht

Oktoberfinsternis

Keynes, Freitag, 21. November 2014, 23:31 vor 1818 Tagen @ Sagitta 5306 mal gelesen

Hallo Sagitta


sollten wir die Oktoberfinsternis nicht lieber in die Tonne treten? Nach anderen Sehern ist sie doch erst im Winter.

Außerdem steht sie gemäß Nostradamus zeitlich in enger Nähe mit dem Aufreten des Antichristen...


Der erwähnte Antichrist hat zeitlich nichts mit der Oktoberfinsternis zu tun,
Nostradamus springt hier in der Zeit herum!
Das werde ich aber im Zuge meines Chiren-Beitrags, falls ich mal zeitlich dazukomme,
genau erläutern, denn abgesehen vom Nachkriegskaiser erwähnt
Nostradamus mindestens noch 4 weitere "Imperatoren" nachher,
weit in der Zukunft liegend.

Abgesehen davon würde ich dir empfehlen mal im Forum die alten Beiträge
durchzulesen, auch zum Untergang Marseilles etc.

Grüße Keynes

Nachgelesen

Sagitta, Samstag, 22. November 2014, 09:23 vor 1818 Tagen @ Keynes 5186 mal gelesen

Hallo Keynes,

Abgesehen davon würde ich dir empfehlen mal im Forum die alten Beiträge
durchzulesen, auch zum Untergang Marseilles etc.

Ich denke, dass ich die Texte zu Marseille kenne. Aber da ich Dir dasselbe ebenfalls schon mal empfohlen habe (https://schauungen.de/forum/index.php?id=27169), vergewissern wir uns doch lieber erneut, was es zu Marseille so alles gibt.

Da ist Salette vor 150 Jahren mit einem "Paris niedergebrannt und Marseille verschlungen", was der Papagei Kugelbeer wörtlich nachplappert und der Sänger des Lindenliedes ins Poetische erhebt.

Seither hat sich Marseille bei Proph-Freaks in den Gehirnwindungen eingenistet, und so bringt man fleissig Karten von Grabenbrüchen und Animationen von Überflutungen bei, und all das passt wunderbar - ganz genau so muss es werden!

Nostradamus kennt Marseille als Anlegestelle eines segelnden italienischen Chefs (III/86), na ja, vielleicht fährt der Chef doch mit dem Motorboot, und natürlich kann man bei Gummi-Nossi auch alles ganz anders hininterpretieren.

Für mich die solideste Aussage, ganz unspektakulär, ein Nebensatz bei Johansson: dass nämlich Marseille "schwer betroffen" wird, nämlich durch den großen Orkan, der über die halbe Erde rast.

So, was hab ich jetzt vergessen? Bariona womöglich, aber wer ist das? Eine Telefonstimme, ein Blogbeitrag?

Fasst man zusammen, ist da nichts, was einen vom Hocker risse. Oder lebt von den Mitlesern hier jemand in Marseille? Dem sei gesagt, dass der Orkan/Impakt/Tsunami im TV und über Radio rechtzeitig angekündigt wird. Und Vorenleser wissen es ohnehin forher ...

@BB: ist ganz lieb, wie du den Nostradamischen verteidigst: vielen Dank!

Sonniges Wochenende ohne Orkan, Tsunami und Weltbeben
wünscht allseits, Sagitta

Zum Zeichen am Himmel

Leserzuschrift, Dienstag, 11. November 2014, 00:49 vor 1829 Tagen @ Taurec 5736 mal gelesen

Hallo Taurec!

Es ist sehr schön zu sehen, daß es auch großes astronomisches Fachwissen im Forum gibt und Unfug auch in dem Bereich keine Chance hat. Ich hatte oft den Eindruck, daß vor allem das Fachwissen im Bereich Geschichte sehr groß ist. Besonders darüber habe ich nämlich viel aus dem Forum gelernt. Um so bestürzender ist es zu sehen, daß das gesamte Fachwissen plötzlich verschwunden scheint, sobald irgendein Name aus der Bibel erwähnt wird. Anscheinend bleibt es an mir hängen, darauf hinzuweisen, daß niemand in der Antike ein Kreuz als Zeichen Christi angesehen hätte. Das Kreuz war einfach nur ein von den Römern verwendetes Folterinstrument. Die Anwendung gegen Bürger Roms war übrigens verboten. Bis um ungefähr 1400 wäre die Darstellung eines an ein Kreuz genagelten Christus Blasphemie gewesen. Zur Zeit der Evangelisten wäre kein Christ auf die Idee gekommen, irgendein anderes Zeichen als den Fisch zu verwenden. Natürlich kann man auch Fische am Sternenhimmel finden, falls man unbedingt will. Aber ein Kreuz als Zeichen des HERRN wäre für die Antike und auch noch das Mittelalter einfach völliger Blödsinn!

Es tut mir leid, daß ich schon wieder etwas schreiben mußte. Eigentlich wollte ich mich zurückhalten. Gruß,
Ranma


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von des Menschen Sohn zum Forumshamper

BBouvier, Dienstag, 11. November 2014, 02:36 vor 1829 Tagen @ Leserzuschrift 5815 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 11. November 2014, 02:52

Hallo, Ranma!

Danke - und Du hast damit natürlich völlig recht!

Der Autor der Danielfälschung schreibt,
in des Himmels Wolken käme "Einer" (= der jüdische Messias)
wie eines Menschen Sohn.

"Matthäus" (der Autor ist leider unbekannt) greift dann gut 200 Jahre später
diese schräge Idee auf,
in den Wolken käme das Zeichen des Menschensohnes.
(= der wurde von dem Autor zum christlichen Messias umgestempelt)

Und erst Kugelbeer (die Basis des Irlmaierplagiates)
phantasiert sich nunmehr ein Kreuz (!) zusammen:
=>
"Ein Kreuz erscheint am Himmel."

... woraufhin Irlmaier das dann noch keck um die "Wundmale" Jesu ergänzt,
die während des Erdbebens am Himmel schön zu sehen wären. :-D

Nur ein ganz kleiner Schritt trennt uns noch davon, daß der "Forumshamper" => :hamper:
höchstselbst in voller Herrlichkeit und zum jubelnden Frohlocken aller registrierten WW-Schreiber
der ganzen Menschheit am Himmel sichtbar wird, und wir dann "mit Ihm regieren tausend Jahre."
(Offenbarung, Kapitel 20, Vers 6)

Grüße,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Ergänzung I

Sagitta, Dienstag, 18. November 2014, 18:21 vor 1821 Tagen @ BBouvier 5167 mal gelesen

Hallo BB,

dass Irlmaier sich bezieht auf

Seine Vorlage:
Matthäus 24, Vers 29 ff.
=>
"Bald aber nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren,
und Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen.
Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel.

wird ferner bestätigt durch die Formel:

"die Kräfte des Himmels werden sich verändern" in der Abschrift des Kuriers, wenn ich mich recht erinnere evtl. auch in einem früheren Irlmaier-Text (Augsburger Sonntagszeitung o.ä.).

MfG, Sagitta

Kopiat?

Selis, Dienstag, 18. November 2014, 21:00 vor 1821 Tagen @ BBouvier 5114 mal gelesen

Lieber Bernhard,

verzeih bitte, dass ich mich als Neuling hier einmische.

Nach langer Beobachtung fällt mir auf, dass IHR hier auf die stinkende Mülltonne fixiert seid! Und wer auf die MÜLLTONNE fixiert ist, wird wohl kaum in Erfahrung bringen können, welche Quelle in den Müll gehört und weche nicht! Neutralität ist hier angesagt! Und wahres wissenschaftliches Forschen kennt nur Neutralität!


In Evangelien heißt es, dass das Zeichen des Menschensohnes gesehen würde, und Irlmaier sah ein Kreuz, und Du, Bernhard, meinst, das Zeichen des Menschensohnes sei dieses "Irlmaier"-Kreuz und sagst dann, dass dies ein Plagiat Irlmaiers sei!

Zunächstmal würde ich sagen: "Wow! Darauf muss man erstmal kommen!" Das heißt, man muss mal erstmal darauf kommen, dass Irlmaier im Zeichen des Menschensohnes das Kreuzzeichen gesehen haben soll. Wo bitteschön steht irgendwo, wo auch inmmer, geschrieben, dass Irlmaiers Kreuz mit dem Zeichen des Menschensohnes identisch sein soll?

Hast Du Dir dies so ausgedacht, oder kannst Du das auch sachlich, wissenschaftlich belegen? Denn auf bloße Behauptungen stehe ich nicht! Entweder, Du kannst beweisen, dass das biblische Zeichen das Kreuz Irlmaiers ist oder Du kannst es nicht!

Bitte um einen Beweis! Bitte keine Spekulationen1

Gerade Du, als "Nostradamus-Mann", müsstest doch wissen, dass es zwei Weltkatastrophen (Weltbrände) geben wird. Und Du kommst nun daher und mixt zwei verschiedene Prophezeiungen miteinander zusammen und behauptest, dass Irlmaier dieselbe meinte wie die, die auch in Evangelien bezeichnet wird? Wie kommst Du denn auf die Idee? Darauf muss man erstmal kommen?

Bedenken muss man doch auch:
Wenn zwei und mehrere Seher dasselbe Ereignis sehen, dass sie es auch ähnlich beschreiben.

Wenn zwei Seher, der eine früher und der andere später, dasselbe Ereignbis sehen, dann werden sie es doch sicherlich auch ähnlich beschreiben. Daraus dann zu schließen, einer habe vom anderen abgekupfert, wäre absolut unsinnig!

Ich bitte daher hier um Sachlichkeit, und nicht um Unfug!


Schöne Grüße!

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Bitte sachlich

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 18. November 2014, 22:04 vor 1821 Tagen @ Selis 5302 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Dienstag, 18. November 2014, 22:12

Hallo!

Hast Du Dir dies so ausgedacht, oder kannst Du das auch sachlich, wissenschaftlich belegen? Denn auf bloße Behauptungen stehe ich nicht! Entweder, Du kannst beweisen, dass das biblische Zeichen das Kreuz Irlmaiers ist oder Du kannst es nicht!

Bevor Du hier richtig loslegst, sei darauf hingewiesen, daß ich nicht darauf stehe, wenn unterschwellig, eine aktuelle Fragestellung vorschiebend auf persönlicher Ebene angegriffen wird, wie Du es hier bei BB probierst.

Ich habe die Anmeldekonditionen nicht deswegen (probeweise) gelockert, damit sich hier gleich wieder solche einnisten, wie sie sich bei Patrone ständig in Grabenkämpfen und persönlichen Keilereien die Köpfe einschlagen und vernünftige Diskussionen unmöglich machen.

Auf diese Tendenz weist Deine in diesem Zusammenhang erkenntnistheoretisch unsinnige Forderung nach einem Beweis hin. Wie stellst Du Dir diesen Beweis denn vor? Das ist keine rhetorische Frage. Wenn Du Dir über das Problem wirklich Gedanken gemacht hast, solltest Du die Argumentstruktur, die Deinen Kriterien genügen würde, beschreiben können.

Gerade Du, als "Nostradamus-Mann", müsstest doch wissen, dass es zwei Weltkatastrophen (Weltbrände) geben wird.

Und hier stellst Du Deinerseits eine unbewiesene Behauptung in den Raum, die Du als Tatsache verkaufen willst, und eröffnest dabei gleich noch ein weiteres Schlachtfeld.

Wenn zwei und mehrere Seher dasselbe Ereignis sehen, dass sie es auch ähnlich beschreiben.

Das geht von dem meines Erachtens nicht zielführenden Axiom aus, daß, was als angebliche Seheraussage überliefert ist, auch stets als solche zu gelten habe, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Wir sind hier aber nicht vor Gericht, wo die Unschuldsvermutung gilt. In einem Bereich, wo die meisten Quellen abgeschrieben, gefälscht, phantasiert oder auf verschiedene Arten verfälscht sind, müssen kritische Maßstäbe angelegt werden. Eine Aussage muß sich zunächst als authentisch erweisen, ehe sie als echt seherisch gelten kann. Bis dahin bleibt ihre Verwendung vorläufig. Fehlt eine vernünftige Beschreibung der Basisschau und gibt es Ähnlichkeiten mit älterer Literatur ist nicht Deckung, sondern Abschreiben das plausiblere. Alles andere wäre Leichtgläubigkeit.

Wenn zwei Seher, der eine früher und der andere später, dasselbe Ereignbis sehen, dann werden sie es doch sicherlich auch ähnlich beschreiben. Daraus dann zu schließen, einer habe vom anderen abgekupfert, wäre absolut unsinnig!

Du weist also die Annahme, Irlmaier habe sich an Matthäus orientiert, zurück und behauptest im nächsten Atemzuge, beide hätten doch dasselbe gesehen. Das deutet die polemische Zielsetzung Deines Schreibens an.

Zudem vereinfachst Du die Realität zu sehr.
1. Du gehst davon aus, daß Matthäus selbst ein Seher gewesen wäre. Tatsächlich ist das Matthäusevangelium kein Seherbericht und überhaupt in Zweifel zu ziehen (dünne Quellenlage, lange nach Jesus). Es ist noch weitaus zweifelhafter als Irlmaier.
2. Du gehst (also doch) von einer Gleichheit der beiden Texte in dieser Beziehung aus. Wie Ranma bereits darlegte, war mit dem Zeichen bei Matthäus eben nicht das Kreuz gemeint. Als Kreuz wurde es (so die Vermutung) erst in der Neuzeit interpretiert und diese Idee(!) über Matthäus hat in Irlmaiers Text Einzug gefunden.

Prophetie ist nicht Zeugenberichte von Seherschauungen, sondern sie ist eine Literaturgattung, die auf kulturellen, religiösen, sagenhaften Motiven und gegenseitigem Abschreiben beruht. Erst in neuerer Zeit haben wir Seherberichte, die den Kriterien der wertfreien Dokumentation paranormaler, seherischer Erlebnisse (zumindest in manchen Belangen) gerecht werden. Irlmaier liegt dabei im Übergangsbereich mit einer wahrscheinlich größeren Menge Plagiaten und einem kleineren Anteil echter Seherschau.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Unvoreingenommenheit

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 18. November 2014, 22:41 vor 1821 Tagen @ Selis 5127 mal gelesen

Hallo!

Neutralität ist hier angesagt! Und wahres wissenschaftliches Forschen kennt nur Neutralität!

Das halte ich eher für ein populäres, vereinfachendes Vorurteil über die Wissenschaft.
Tatsächlich faßt sich die Wissenschaft auf Grundlage von Vorannahmen Hypothesen und Theorien, die nach bestimmen Methoden, also einer bestimmten Logik folgend geprüft, bzw. falsifiziert werden. Damit ist das Ergebnis immer bereits in der Fragestellung vorweggenommen. Etwas esoterischer ausgedrückt: Der Wissenschaftler findet am Ende weniger die Wahrheit als das Spiegelbild seiner selbst. Wahre Objektivität/Neutralität ist unmöglich. Die wissenschaftliche Objektivität ("im kleinen Rahmen") zeigt sich daran, ob der Wissenschaftler die Ergebnisse vor dem Hintergrund des durch seinen Forschungsbereich abgesteckten Rahmens (mit Axiomen, Paradigmen, Methoden) interpretiert oder bekannte Informationen vernachlässigt oder ausblendet, um zu einem gewünschten Ergebnis zu kommen.
Die Wissenschaft wird nie zu einer Wahrheit gelangen - ein Anspruch, der sie als die kleine Schwester der Religion entlarvt. Das haben Philosophie und Wissenschaftstheorie schon seit längerem erkannt, womit sich das Zeitalter des Verstandes auch bereits seinem Ende zuneigt.

Wir haben vielleicht noch einen wissenschaftlichen Habitus, unser Thema ist aber tief mit weltanschaulichen und metaphysischen Problemen verbunden, welche der Wissenschaft nicht zugänglich sind, so daß jede Diskussion, die an die Grundlagen geht, sich letztlich mit Glaubensfragen auseinandersetzt.

Wenn wir uns hier an der Wissenschaft orientieren wollen, dann ist dies lediglich in Form der rationalen Methode möglich, die textkritisch die Abstammungsbeziehungen vorliegender Prophezeiungsliteratur offen legt. Da fehlt uns zugegebenermaßen in der Regel noch das Fachwissen. Nur wenige kennen alle dazu notwendige Literatur.
Darüber hinaus können wir an neue Schauungen den rationalen Anspruch formulieren, in den Berichten die seherische Wahrnehmung von der Interpretation zu trennen.

Damit das einigermaßen funktioniert, müssen wir darauf achten, daß die wissenschaftliche, quellenkritische Seite von der philosophischen, weltanschaulichen getrennt wird. Mit Spekulationen arbeiten beide Seiten, mit argumenta ad hominem funktioniert keine der beiden.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

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Auf eine "stinkende Mülltonne" fixiert?

BBouvier, Mittwoch, 19. November 2014, 00:59 vor 1821 Tagen @ Selis 5272 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 19. November 2014, 01:13

Hallo, Selis!

Alles wesentliche hat Taurec dankenswerterweise
bereits ausgeführt.

So bleibt mir nur, noch auf diese Unterstellung
kurz einzugehen:

<"Nach langer Beobachtung fällt mir auf,
dass IHR hier auf die stinkende Mülltonne fixiert seid!
">

Sicherlich verhält es sich nicht so.
Allerdings "glauben" wir hier nicht blind und unkritisch alles,
nur - weil das Jemand mal von sich gegeben oder veröffentlicht hat.

Kritische Quellenanalyse ist nämlich unbedingt erforderlich,
weil es, was unser Thema betrifft, an Fälschungen
Plagiaten, etc. leider nur so wimmelt.

Wobei sich "Irlmaier" insbesondere recht unrühmlich hervortut.

Natürlich bleibt es Dir unbenommen, daran zu glauben,
er hätte am Himmel ein Kreuz gesehen sowie zugleich Jesu Wundmale ebendort.

Ein "Kreuz am Himmel" will übrigens bereits der überaus schräge "Kugelbeer" 1922 gesehen haben:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=27239

Und von ebendem hat es Irlmaier ganz offensichtlich "geklaut".

Mit freundlichen Grüßen,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Sich selbst ein "Weissagungsbuch" basteln - für Anfänger

BBouvier, Donnerstag, 20. November 2014, 17:52 vor 1819 Tagen @ BBouvier 5142 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 20. November 2014, 18:06

Wer keinen blassen Schimmer von Seherschauungen hat,
der kann sich zu rund 75% allein aus dem Tonnenfundus des WW => :tonne:
allerdings ganz leicht ein sehr schönes "Weissagungsbuch" erbasteln:
=>
"Die berühmtesten Propheten Europas
und ihre Weissagungen für das Dritte Jahrtausend.
" :-D

Von hier:
=>
http://www.kopp-verlag.de/Die-beruehmtesten-Propheten-Europas-und-ihre-Weissagungen-fuer-das-Dritte-Jahrtausend.htm?websale8=kopp-verlag&pi=910800&rdeocl=1&rdetpl=productpage_A&rdeb...

Meint auch :hamper: <= Hugo Hamper


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Vor und nach Weihnachten

neuhamsterdam, Samstag, 13. Dezember 2014, 18:54 vor 1796 Tagen @ BBouvier 5129 mal gelesen

bearbeitet von neuhamsterdam, Samstag, 13. Dezember 2014, 19:04

Hallo,

Die Welt wird [vor Weihnachten] wesentlich anders sein als nach Weihnachten.

*grübel*

Gruß neuhamsterdam

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