Stimmt nicht

Geschrieben von franke43 am 04. März 2002 14:20:51:

Als Antwort auf: Re: WIE sollen wir es tun ?? geschrieben von Teutone am 04. März 2002 12:21:46:

Hallo

>Hallo,

>ich denke nicht, das der totale Verzicht auf Technik und damit auch auf Wissen >Sinnvoll ist. Doch die momentane Massennutzung derselben führt zu Problemen >die bei der Erfindung und in der Anfangszeit nicht absehbar waren. Und diese >Probleme beinhalten eigentlich immer eine Zerstörung der Umwelt. Doch selbst >die benutzung einer Metallaxt ur Rodung der Wälder hat schon massiv in die >Umwelt eingegriffen....

Soll die Technik weitergenutzt werden, bräuchten wir eine Art der
"weisen Führung", die die Nutzung unter dem Aspekt des Gemeinnutzens
stark reglementiert. Also kein "Laissez-faire", kein Liberalismus.

>Das andere Problem ist das es ganz einfach nicht genug Land gäbe wenn alle zur >Selbstversorgung zurückkehren würden.

Das stimmt einfach nicht. Die Anbauflächen der Erde ernähren uns heute.
Sie würden es auch morgen tun. Der Unterschied wäre nur der, dass viel
mehr Menschen als heute unmittelbar den Boden bewirtschaften würden.
Macht es Sinn, wenn 2 Leute mit riesigem Fuhrpark und fossilen Treibstoffen
160 ha bewirtschaften können, deren Ertrag dann vielleich 100 Menschen ernährt,
wenn dieselben 100 Menschen stattdessen die 160 ha bewirtschaften und
sich vom Ertrag ernähren könnten, dann aber ganz ohne Fuhrpark und
fossile Energieträger ? Das ist nur eine Frage, wie man die Arbeit
und den Ertrag der Arbeit anders verteilen könnte. Viele SINNLOSE
Arbeit, die heute getan wird (z.B. praktisch alle Verwaltungstätigkeiten)
würde dann ersatzlos entfallen.

>Und genug möglichkeiten sich auf tauschbasis zu versorgen wird es auch ncht >geben, ausser der Bauer funktioniert sein Stall in ein Lager um und nimmt von >ganzen Tischlern und Schmieden die Möbel und Werkzeuge auf Vorrat an und >sammelt für die nächsten jahrhunderte...

In der alten Wirtschaftsweise war der Bauer oft sein eigener Tischler
und Schmied. Nur die schwierigeren Arbeiten wurden von den Profis
verrichtet. Viele Bauernhöfe hatten eine Hofschmiede und auch eine
einfache Werkstatt für Tischler- und Zimmermannsarbeiten zum Hausbedarf
(Pflugschar und Sensen ausbessern, hölzernes Joch und Kummet zimmern).

>Was ich damit sagen will ist das wir für diese Art der Umkehr einfach zuviele Menschen sind.

Nur eine Frage der Umverteilung.

>Bitte nun nicht aus dieser Aussage ableiten das zuerst viele Menschen sterben müssen damit wir wieder Umweltbewußter leben können!

Müssen sie ja auch nicht. Sie müssen nur bereit sein, wieder einfacher
zu leben. Und da das die meisten heute schon tun, nämlich in den vielen
armen Ländern, geht dieser Appell hauptsächlich an uns selbst. Der
Erdball kann sich nicht lauter USA´s, Deutschländer, Kanadas, Japans
usw. leisten.

>Eine Lösung wie man dann leben soll und kann hab ich auch nicht, nur Ideen und ein paar einfache Szenarien.
>Über dieses Thema würde ich gerne weiter diskutieren, dennoch denke ich das dieses das falsche Forum ist. Daher meine Frage, kennt wer ein passenderes Forum, oder müssen wir ein eigenes öffnen?

Das Forum stimmt schon. Wir müssen auch thematisieren, was wir
anstelle des Istzustands machen wollen.

Gruss

Franke 43

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