Analyse

Geschrieben von BBouvier am 28. Oktober 2005 10:28:19:

Um die Ursachen der Krise, die Europa
nun in den Abgrund stürzen wird, recht zu erfassen,
müssen wir vorurteilsfrei uns die Geschichte
der letzten 200 Jahre betrachten.

Um 1780 blühte Europa und sollte
in den nächsten Jahrzehnten sich den gesamten Erdball
dienstbar machen.
Faustisches Drängen in die Weite,
gepaart mit keltisch-germanischer Tatkraft,
gestützt auf seit Jahrhunderten sich reich entfaltende Kultur,
hatten bis dato hienieden Einmaliges geschaffen.

Beispielhaft ist Preußen, wo aus Entsagung,
härtester Arbeit und frei dienender Pflichterfüllung,
geleitet durch das Beispiel des Adels und des kultivierten Bürgertums buchstäblich aus dem „Nichts“ hersus eine Kontinentalmacht entstand.
Die Städte wuchsen.
Die Städte blühten auf.
Wuchsen zu Metropolen.
Vom Land strömten ab Beginn des 19. Jahrhunderts die Knechte,
der harten Landarbeit und ihres 14-Stundentages überdrüssig,
in die Fabriken.
Illiterat und mit offenem Munde bestaunten sie,
was Können, Fleiss, Tatkraft und Erfindungsreichtum Weniger
dort in Jahrhunderten geschaffen hatte.
Und bilden ab nun an das Potential für Demagogen, die ihnen erfolgreich einredeten, das alles sei doch eigentlich ihr Werk.
Das alles stünde ihnen zu.
Man betrüge sie um die Früchte ihrer Arbeit.
Man beute sie aus.
Sie seien zu Kurzgekommene.
Man appellierte an die niedertsten Instinkte der Gosse.
Den Neid.
Kommunismus ist reine Neidkultur, künstlich gezüchtet durch Demagogen.
Wieso eigentlich hätten sie selber weniger,
als der tüchtige, der fleissige Handwerker oder der Unternehmer?
Klassengegensätze werden ersonnen.
Wo zuvor ein Volk – Jeder nach bestem Können – gemeinschaftlich
am Staat gebaut hatte, wird nun zum Kampf aufgerufen.

Gewerkschaften erpressen von den Tüchtigen Löhne,
die deren Unternehmen an den Rand des Ruins treiben.
Und somit die Nation und das allgemeine Wohlergehen untergraben.

Mit dem allgemeinen Wahlrecht verschärft sich die Situation.
Keine Partei kann sich es mehr leisten,
nicht den „Arbeiter“ zu hätscheln.
Um ihn hat sich nun alles zu drehen.
Er wird zum verzogenen Schosskind.
Während bisher Jedermann (wie die Bauern) es gewohnt war,
wenigstens 12-16 Stunden täglich zu arbeiten,
wird die 40-Stundenwoche gefordert.
Und 1918 auch erreicht.
„Zu arbeiten“ wird nicht als dem Leben sinngebende Aufgabe gesehen,
sondern erfolgreich reden Demagogen der Unterschicht ein,
Arbeit sei eine unbillige Zumutung von Ausbeutern,
die selber untätig im Wohlstand prassten.
Wobei darüber hinweggesehen wurde, dass der Bauer nach
wie vor rund um die Uhr schafft.
Und auch der Unternehmer.
Und auch der Soldat.
Und auch der Erfinder.
Und der Ingenieur, den die zu lösenden Probleme nachts nicht schlafen lassen.
Und auch der Arzt, der nächtens am Krankenbett sitzt.
Und der Handwerksmeister, der bis tief in die Nacht über Werkstücken brütet.
Und der Gaststättenbesitzer.
Und der Musiker, und der Komponist.
Und natürlich auch der König.
„Freizeit“ – das gibt es für Die nur am Sonntag.
Das gilt natürlich nicht für den Arbeiter, der sich den 8-Stundentag
(ohne weitere Verantwortung!) ausbedungen hat.
Alles hat sich nun nach ihm zu richten.
Und seinen Ansprüchen.

Wen kümmert der Bauer, dem Hagelschlag die Ernte vernichtet?
Wen kümmert der Künstler, dessen Talent unbeachtet?
Wen kümmert der Händler, dessen Geschäft falliert?
Wen kümmert der Schiffsmakler, dessen Schiff die See verschlingt?

Das Leben ist hart, und man muss sich ihm stellen.
Unbegabte, Faule, Kranke, Verschwender, die frisst das Schicksal.

Nur den Arbeiter nicht.
Dem reden Demagogen eine Sonderrolle ein:
Der streikt einfach.
Dem werden (gratis!) Arbeiterwohnungen hingestellt.
Der fordert (und das erfolgreich!) Lohn auch, wenn er Urlaub macht.
(schon mal einen Bauern gesehen, der „Urlaub“ macht?)
Oder, wenn er krank ist.
Oder krank feiert.
Der erpresst den Rest des Volkes mit schierer Masse via Parteien.
Und ab nun wachsen die Ansprüche ins Unermessliche.
Einen europäischen Arbeiter um 1955 würde Ludwig XIV.
staunend und fassungslos beneiden.
Wie eine Seuche greift nun das Anspruchsdenken um sich.
Keiner will mehr richtig arbeiten.
Es entsteht der „Wohlfahrtsstaat“.
Machen wir uns nichts vor:
„Rechts“ und „Links“-Parteien sind reine Augenwischerei
und haben das selbe Ziel:
Selber an die Stelle zu rücken, an der vormals der König sass,
und dessen Ehren und dessen Rechte zu fordern.
Nur, ohne dessen Pflichten und dessen Verantwortung nachzukommen.
Man gibt vor, die Partei könne die Härte des irdischen Daseins
dem Wähler abnehmen.
Ein Kreuz an der richtigen Stelle genüge.
Und es werden Steuern erhoben,
dass den Parteien die Namen dafür ausgehen,
und es wird das Land ruiniert, indem man die Wirtschaft
mit immer neuen Abgaben und Forderungen ausblutet.

Soldaten (!!) haben mittlerweile Anspruch auf die 40-Stundenwoche.
Und die Parteien beeilen sich (sonst werden sie nämlich nicht gewählt !),
den unersättlichen Moloch der Ansprüche zu füttern.
Seit Anfang der 60er Jahre nur noch mit aufgenommenen Krediten.
Die Tüchtigen werden erpresst, sie werden von den Faulen und Unbegabten ausgenommen und in den Ruin getrieben.

=>Vor uns nun der allgemeine Ruin.
„Unten“ hat den Staat übernommen.

Denn nun fährt das System ungebremst gegen die Wand.
Die verhätschelte Masse wird aufstehen und den roten Demagogen
vollends anheimfallen.
Die Weltrevolution der Verhätschelten steht ins Haus.
Es wird ein Hauen und Stechen beginnen – Jeder gegen Jeden –
Wie seit Marius und Sulla das Abendland nicht mehr gesehen.
(Und damals aus den selben! Gründen)

Und aus den Wirren wird der erste Cäsar sich erheben
und die Parteien unter sich lassen.

BB




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