Re: Wie stellst dir denn so eigentlich wirklich ...

Geschrieben von Luzifer am 14. Juni 2005 13:21:

Als Antwort auf: Re: Wie stellst dir denn so eigentlich wirklich ... geschrieben von detlef am 08. Juni 2005 15:08:25:

Die schriebst:

deshalb nehme ich an, dass die achse bleibt, wo sie ist, "nur" die erde "verrutscht" gegen diese achse.

Das ist ein Denkfehler. Die Erde kann nicht "verrutschen" ohne dass sich die Erdachse "verschiebt".

Die Erdachse ist kein materieller Ort, sondern wird durch die Rotation der Erde definiert. Wäre ein Pol, der einen Endpunkt der Erdachse darstellt, plötzlich an einem anderen Ort, müsste sich die Rotationsrichtung ändern. Wohin die Erdachse in Bezug auf andere Himmelskörper zeigt, ist irrelevant.

Dies könnte nur durch eine von aussen wirkende Kraft geschehen. Eine grosse Kraft, die auf die Erdbeweung einwirkt, ist der Mond. Die Erde keine echte Kugel sondern ein Rotationsellipsoid (noch genauer ein Geoid). Also hat die Gravitation des Mondes einen Ansatzpunkt. Der Mond versucht praktisch, die Erde aufzurichten (das heisst, Rotationsebene und Mondbahnebene anzugleichen).

Dadurch entsteht eine Taumelbewegung (Präzession) der Erdachse. Projeziert man die Verlängerung der Erdachse über den Nordpol an den Himmel, beschreibt dieser einen Vollkreis in ca. 26.000 Jahren.

Eine Kraft, die gross genug wäre (z. B. ein grosser Himmelskörper, der sehr nahe an die Erde herankommt), die Erdachse innerhalb kurzer Zeit zu verändern, würde den Planeten wahrscheinlich zerstören. Ausserdem würde er, lange bevor eine Wirkung auf Erdachse spürbar würde, die Erde aus ihrer Bahn werfen.

Die Gefahr bestände darin, dass die Erde ihre Bahn verlässt und nicht die, dass die Polachse sich verändert.


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