Sehr lesenswerte Zusammenfassung im Spiegel

Geschrieben von Andreas am 10. Oktober 2003 22:42:34:

Der amerikanische Politikwissenschaftler Chalmers Johnson beschreibt die USA als ein Land, dessen Kultur und Demokratie immer mehr durch die waffenstarrende Arroganz der Macht ausgehöhlt werden.

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Persönlicher Kommentar:
Man lasse sich nicht durch das moralinsaure Geschreibsel aus dem Spiegel - der in einem Land verfasst wird, das den letzten Weltkrieg verloren hat - täuschen: Sämtliche Imperien wollten und wollen zu allen Zeiten soviel Macht wie nur irgend möglich und so starke Streitkräfte wie nur denkbar. Möglicherweise variiert die Form der Machtausübung je nach Epoche. Doch die USA unterscheiden sich in ihrem Verhalten als dominante Weltmacht grundsätzlich weder vom Römischen Reich noch vom Britischen Empire.
Der Fall des US-Imperiums wird also nicht kommen, weil die Amerikaner "alle so böse waren und so viele Waffen hatten". Sondern der Fall wird kommen, weil die internationalen Verpflichtungen bzw. - je nach Auslegung - die Gier nach globalem Einfluss zum sogenannten "Imperial Overstretch" führen werden: "schließlich der wirtschaftliche Ruin des Landes, weil immer mehr Ressourcen in immer ehrgeizigere Militärprojekte gesteckt werden."



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