Schuld ist die Regierung
Geschrieben von Hubert am 21. November 2002 11:37:24:
Quelle: t-online:
Deutschland vor neuer Rezession
Die deutsche Wirtschaft droht im Winter in die Rezession zurückzufallen. Dies geht aus einer Umfrage der Financial Times Deutschland unter Volkswirten führender Banken hervor.Double Dip zum Jahreswechsel
"Wir bekommen eine kleine Rezession zum Jahreswechsel", sagte Holger Schmieding, Europa-Chefvolkswirt der Bank of Amerika. "Ein Double Dip ist ein realistisches Szenario", sagte Lothar Hessler von der Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt. Als Double Dip werden zwei kurz aufeinander folgende Rezessionsphasen bezeichnet.Schrumpfend in das neue Jahr
Auch die Deutsche Bank und die ING BHF-Bank rechnen damit, dass die Wirtschaft im vierten Quartal 2002 und im ersten Vierteljahr 2003 schrumpft. Zwei Quartale mit rückläufiger Wirtschaftsleistung gelten als Rezession.Gestiegene Konjunkturrisiken
Bestätigen sich die Prognosen, gerät die deutsche Wirtschaft jetzt in eine viel schlimmere Krise als befürchtet. Bislang waren die meisten Experten von einer Phase verhaltenen Wachstums oder einem Stillstand ausgegangen. So sagten etwa das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, Commerzbank, HypoVereinsbank und Invesco Asset Management eine Stagnation voraus. Seit Monaten deuten jedoch Stimmungsindikatoren wie der Ifo-Geschäftsklimaindex auf gestiegene Konjunkturrisiken.Mäßiger BIP-Anstieg
Nach der jüngsten Rezession im Winter 2001 war die deutsche Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen 2002 mit Raten von je 0,3 Prozent zur Vorperiode gewachsen. Am Mittwoch gibt das Statistische Bundesamt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal bekannt. Die Bundesbank schätzt bislang den BIP-Anstieg für diesen Zeitraum auf ein viertel Prozent.Gefährliches Gebräu
Da aber schon im September Auftragseingänge und Industrieproduktion einbrachen, rechnen Ökonomen mit einem herben Rückschlag in diesem Winter. "Wir stehen zweifellos am Rande einer Rezession", sagte Reinhard Kudiß vom Bundesverband der Deutschen Industrie. Gefährlich sei vor allem, dass sich unter Anlegern und Verbrauchern die Negativstimmung verfestige. "Wir bekommen ein Gebräu, aus dem deflationäre Tendenzen entstehen könnten", sagte Kudiß.Schuld ist die Regierung
Wirtschaftsfachleute geben der rot-grünen Regierung einen Großteil der Schuld an der neuen Krise. "Der Abgabenschock zum Jahreswechsel belastet den Konsum vor allem im ersten Quartal", sagte HSBC-Volkswirt Hessler. Die Unsicherheit über die geplanten Maßnahmen führe schon jetzt dazu, dass Privatleute weniger konsumierten und Firmen Investitionen einschränkten. Die Schwäche des privaten Verbrauchs gilt als starke Konjunkturbremse. Berlin will mit dem jetzt beschlossenen Sparpaket und Abgabenerhöhungen den Haushalt sanieren. Die Maßnahmen belaufen sich Schätzungen zufolge auf etwa 0,75 Prozent des BIP.Hartz schafft keine Entlastung
Auch die Gefahr eines Militärschlags gegen Irak trägt nach Einschätzung der Experten dazu bei, dass Deutschland zurück in die Rezession fällt. "Die Unsicherheit über einen Krieg in Irak dämpft Konsum und Investitionen", sagte Gerd Hassel von der ING BHF-Bank. Das Institut sagt für die beiden Winterquartale eine Schrumpfung des BIP von je etwa 0,3 Prozent zur Vorperiode voraus. Auch die hohe Arbeitslosigkeit wirkt sich nach Einschätzung Hassels sehr negativ aus. "Die Hartz-Pläne schaffen hier keine Entlastung", sagte er.Euro-Aufwertung bremst den Export
Zudem bremsten die Euro-Aufwertung seit Jahresbeginn und die Schwäche der Weltwirtschaft den Export. Im dritten Quartal dürfte der Außenhandel dank stark steigender Exporte allerdings noch maßgeblich zum Wirtschaftswachstum beigetragen haben.Kaum Wirtschaftswachstum
Nach Einschätzung der Fachleute wird das Statistische Bundesamt am Mittwoch bei Bekanntgabe der Wachstumszahlen zum dritten Quartal auch die Daten für die ersten beiden Quartale nach unten revidieren. Da das erste Halbjahr in der Wachstumsstatistik besonders viel Gewicht hat, dürfte die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr 2002 damit kaum gewachsen sein. Das Wachstum würde dann deutlich unter der von der Bundesregierung vorhergesagten Rate von 0,5 Prozent bleiben.
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