Vermischungen durch Herausgeber (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Donnerstag, 19. April 2012, 14:01 vor 2959 Tagen 5252 mal gelesen

Hallo, zusammen,

die Durchmischung verschiedener Quellen zu einem nicht unbedingt authentischen Einheitsbrei aufgrund von Abgleichen und Querverweisen kommt überdeutlich am folgenden Text zum Ausdruck:

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Adlmaier, Dr. Conrad
Blick in die Zukunft : Die Geschichte des Mühlhiasl. Die Voraussagungen des Alois Irlmaier.
[nach diesem Titel suchen]
Traunstein. Chiemgau-Druck. 1955
96 Seiten, orig. karton, Rücken berieben und minimal eingerissen, sonst sehr gut und sauber; Adlmaier dokumentiert die Weissagungen des Mühlhiasl, das Lied der Linde, die Feldpostbriefe des prophetischen Franzosen und ausführlich die Zukunftsvisionen des befreundeten Freilassinger Hellsehers Alois Irlmaier;

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Adlmaier kannte also die historischen Quellen und ging sie mit Irlmaier durch. BB und Taurec haben darauf meiner Erinnerung bereits hingewiesen. Kein Wunder, dass sich da Ähnlichkeiten finden, allerdings müssen die eben keineswegs auf die gleiche Schau zurückgehen. Wenn man wortkargen Leuten jedes Wort aus der Nase fischen muss, und deren Schau quasi zusammenstellen, weil sie es aus irgendwelchen Gründen selber nicht machen, hat man buchstäblich den Salat.

Für mich heisst das, auch mit Hinblick auf den zutreffenden Beitrag von RichardS, Literaturgrundlagen in Zukunft zu ignorieren. Zu sehr durchmischt sich die Intention des Herausgebers mit den schon durch die Art der Fragestellung manipulierbaren Originalaussagen....und es ist dann kein Wunder mehr, wieso die erwarteten Abläufe gar nicht eintreffen - sie stimmen nicht mit der Originalschauung überein....wenn diese denn *stimmte*.

Beste Grüsse vom Baldur

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Literatur nicht völlig ignorieren

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 19. April 2012, 16:37 vor 2959 Tagen @ Baldur 4975 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 19. April 2012, 16:49

Hallo!

Das Probem ist doch, daß die Beschreibung von Schauungen stets mit Interpretationen vermischt oder gänzlich durch sie ersetzt wird.

Beschreibung von Schauungen heißt: die möglichst genaue und wertneutrale Beschreibung der Sinneswahrnehmungen und Eindrücke (Gefühle und stilles Wissen in der Schau usw.).

Interpretation folgt aus dem Versuch, das Gesehene verstehen zu wollen und legt das Weltverständnis des Sehers und seine Religion hinein, sowie aller, die zwischen dem Seher und der schriftlichen Niederlegung der Schau Teil der Überlieferungskette sind.
Interpretation wirkt immer verfälschend und sollte nach bester Möglichkeit erkannt und ausgesondert werden. Das betrifft auch alle Glaubensauffassungen. Daher sind Religion und alle Glaubensdogmen nicht Forumsthema und nur so wichtig wie die Eierschalen beim Omelettbacken.

Für die Literatur bedeutet das, wir müssen aus den Berichten alles um so höher bewerten, je näher es einer reinen Bildbeschreibung kommt.

Beispiel Irlmaier:
"Ich sehe die Erde wie eine Kugel vor mir, auf der nun die weißen Tauben heranfliegen, eine sehr große Zahl vom Sand herauf. Und dann regnet es einen gelben Staub in einer Linie. Die Goldene Stadt wird vernichtet, da fangt es an. Wie ein gelber Strich geht es hinauf bis zu der Stadt in der Bucht. Eine klare Nacht wird es sein, wenn sie zu werfen anfangen. Die Panzer fahren noch, aber die darin sitzen. sind schon tot. Dort, wo es hinfällt, lebt nichts mehr, kein Baum, kein Strauch, kein Vieh, kein Gras, das wird welk und schwarz. Die Häuser stehen noch. Was das ist. Ich weiß ich nicht und kann es nicht sagen. Es ist ein langer Strich. Wer darüber geht stirbt."

Das ist eine Beschreibung die schließen lässt, daß Irlmaier das tatsächlich gesehen hat (etwaige Falschwiedergabe durch Adlmaier außenvor gelassen).

Seine Antichristaussagen sind keine Schauung, weil er nur sagt, was passieren soll, ohne eine Beschreibung der seherischen Grundlage zu liefern:
"Ein böser Mann, GANZ [betont] a böser Mann reißt die Herrschaft an sich ... weltweit ... und die 888 das sind die Tage, wo der finstere Mann, also wo die Welt noch mehr in die Dunkelheit gestoßen werd ... wo der Mann die Herrschaft hat."

(Etwaige Falschwiedergabe durch die Zeugin oder Berndt außenvor gelassen.)

Muß man also aussondern.

Das hier ist einer der vielen Fälle bei denen Bildbeschreibung und Religion sich vermischen:
"Während oder am Ende des Krieges sehe ich am Himmel das Zeichen, der Gekreuzigte mit den Wundmalen, und alle werden es sehen. Ich hab es schon dreimal gesehen, es kommt ganz gewiß."

Es steht wohl außer Zweifel, daß die Erscheinung Jesu am Kreuz hängend am Himmel physikalisch unmöglich ist und selbst, wenn man eine den Marienerscheinungen ähnliche Manifestation annähme, doch äußerst unwahrscheinlich wäre. Für den nichtchristlichen Großteil der Menschheit wäre es auch völlig unnütz und überflüssig.
Im Grunde ergeben sich zwei Möglichkeiten:
1. Irlmaier hat etwas real physikalisches gesehen, das optisch einem Kreuz ähnelt und für dessen Beschreibung ein Motiv seiner Religion entlehnt.
2. Irlmaier hat tatsächlich den Gekreuzigten gesehen, der jedoch als Symbol für etwas anderes steht. Dieses andere könnte entweder etwas Physikalisches sein, z. B. der Himmelskörper, oder etwas Abstraktes, nämlich daß das Geschehen von jenseitigen, höheren geistigen Mächten überwacht oder eingefädelt wurde, die sich in Irlmaiers Wahrnehmung auf christliches verengten.
Egal, welche Möglichkeit zutrifft: Was tatsächlich gemeint ist, läßt sich nicht feststellen. Wenn man das Religiöse aus der Aussage herauslöst, bleibt absolut nichts Brauchbares übrig. Im Grunde ist die Aussage also für die Tonne, auch wenn Irlmaier etwas gesehen hat.
Jedoch gilt das nicht pauschal für alle religiösen Symbole. Besser wäre es, wenn man zu einer plausiblen Deutung kommt, die das Religiöse in wertneutrale Sachinformation auflöst:

"Südostbayern wird beschützt, da breitet die Liebe Frau von Altötting ihren Mantel darüber. Da kommt keiner her."

Marias Mantel bedeutet Schutz für das Land und Sicherheit. Da passiert nichts und mit dieser Information lässt sich etwas anfangen.

So etwas müssen wir an die Sache herangehen.

Das war jetzt mehr in Bezug auf Religion als auf Verfälschungen des Herausgebers. Jedoch gilt auch hier, daß genaue Beschreibungen der Schau hinsichtlich der Originaltreue höher zu bewerten sind.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Kontinuität unübersehbar

Baldur @, Sonntag, 22. April 2012, 15:21 vor 2956 Tagen @ Taurec 4787 mal gelesen

bearbeitet von Baldur, Sonntag, 22. April 2012, 15:34

Hallo, Taurec,

dennoch ist eine Kontinuität über Konzionator (dessen
Der kommende große Monarch und die unter ihm bevorstehende Friedenszeit nach den Weissagungen hervorragender katholischer Seher und Seherinnen mindestens die 20.Auflage erreichte !) bis zu La Salette zürück (La Salette und die nächste Zukunft) unübersehbar, und damit auf die immer gleichen Herkunftsumstände von angeblichen Schauungen, nämlich ausschließlich religiöser Offenbarungen, incl. und maßgeblich Jahenny.

Die für uns interessanten, weil brauchbaren Details wie Kriege, Geldentwertung etc. sind da nur marginales Beiwerk, nur Werkzeug zur Vollstreckung eines angeblich göttlichen Willens. Inklusive Antichrist.

Wenn man die Herkunft einer angeblich christlichen Strafgerichtsoffenbarung als zweifelhaft und wirklichkeitsfremd ansieht, werden damit auch alle darin enthaltenen Aussagen wertlos.
Denn die Quelle ist ja das Problem.

Man findet aus der Zeit vor dem Waldviertler und Euren Sammlungen zeitgenössischer Visionen praktisch gar keine Vorhersagen ohne diesen Kontext, und auch die Feldpostbriefe bzw. die darin niedergeschriebenen Gesprächsinhalte dürften massiv aus diesem Glaubensumfeld inspiriert worden sein (wiederum der berühmte Antichrist als Markenzeichen des angeblichen Glaubenskampfes).

Wenn man annimmt, daß beispielsweise die sogenannte Ötztal-Kathi die plündernd-mordende Schar schiacher Leit gesehen hat und sie daraus schloß, daß das nur eine gerechte Strafe Gottes sein könne, wäre die Herkunft brauchbar und Ihre Folgerung daraus wäre halt ihre Erklärung gewesen, die man übernehmen oder für sich verwerfen kann.
Wenn man jedoch annehmen muß, daß durch Endzeit-, Sühne-, Buße- und Jüngstgerichterwartung quasi eine Kalibrierung erfolgt ist und dann Gedanken entstehen, wodurch wohl ein Strafgericht ausgeführt werden könnte, wäre das gar keine Schau mehr. Sondern ein Nebenprodukt religiöser Wahnvorstellungen.

Die üblichen religiösen Prophezeiungen ähneln sich stark, und stimmen auch seit Jahrhunderten darin überein, daß sie immer erst Filter durchlaufen (wer schreibt sie auf, wer verkündet sie) und sie immer ausbleiben.
Auch die Vorstellung, daß *hinterher* die Macht des Klerus zurückkäme, dürfte letztlich auf diese napoleonische Zeitphase zurückzuführen sein.

Beste Grüße vom Baldur

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nicht das Kind mit dem Bade ausschütten

BBouvier, Sonntag, 22. April 2012, 23:04 vor 2956 Tagen @ Baldur 4768 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Sonntag, 22. April 2012, 23:28

Die für uns interessanten, weil brauchbaren Details wie Kriege,
Geldentwertung etc. sind da nur marginales Beiwerk,
nur Werkzeug zur Vollstreckung eines angeblich göttlichen Willens.
Inklusive Antichrist.

Hallo, Baldur!

Derlei kommt doch in den Bildern selbst überhaupt nicht vor.
Sondern nur gelegentlich in den Kommentaren (!)
der seinerzeit noch christlich geprägten kulturellen Epoche Europas.
Es wäre hingegen äusserst sonderbar und merkwürdig,
hätten vor 150 oder gar 200 Jahren die Menschen angesichts
der Grosskatastrophen nicht auf göttlichen Ratschluss
zückgefolgert, nachdem (!) sie den Kollaps der Systeme
und all das Unheil gesehen hätten.


Wenn man die Herkunft einer angeblich christlichen
Strafgerichtsoffenbarung als zweifelhaft und wirklichkeitsfremd
ansieht, werden damit auch alle darin enthaltenen Aussagen wertlos.

Durhaus nicht.
Siehe oben.

...und auch die Feldpostbriefe bzw. die darin niedergeschriebenen Gesprächsinhalte
dürften massiv aus diesem Glaubensumfeld inspiriert worden sein.

Und wo, bitte?
Kurzfassung Feldpostbriefe:
- der 1.WK dauert bis 1918
- Inflation
- Diktator nach 1932
- Ende 2.WK 1945
- Deutschland besetzt und zerrissen
- wirtschaftlicher Aufstieg der BDR
- Abzug der Besatzer
- 3. WK
- dessen (glückliches!) Ende durch Naturkatastrophen

Das Einsprengsel: In Russland wird der Antichrist geboren -
nimmt dem doch rein gar nichts.

Wenn man jedoch annehmen muß, daß durch Endzeit-, Sühne-, Buße- und Jüngstgerichterwartung
quasi eine Kalibrierung erfolgt ist ...

Das ist überhaupt nicht anzunehmen.
Von Impakten hat die Wissenschaft bis etwa 80er Jahre überhaupt
nichts gewusst.
Die alten Schauungen beschreiben jedoch physikalische
und chemische Détais bereits in allen Einzelheiten
100 Jahre zuvor.

Und eine Sühne- und Busseerwartung generiert doch keinen
russischen Feldzug der am Rhein scheitert, keinen Finanzkollaps,
Tsunamis an der norddeutschen Küste, einen Kältesommer,
Trockenfallen der Flüsse, radikalen Klimawandel,
und so weiter und so weiter.

Sondern ein Nebenprodukt religiöser Wahnvorstellungen.

All das oben sind doch keine religiösen Wahnvorstellungen.
Sondern es handelt sich rein um politische und physikalische
Begebenheiten.

Mich deucht, Du denkst, wie das Spiegelbild
eines "Frommen":
Jener vermutet stets Teufelswerk, falls nicht in jedem Satze
wenigstens ein Hallelujah eingebaut ist.
Und Du wirkst wie Jemand, der von einer faustdicke Lüge
ausgeht, sagt ihm Einer nur:
"Gottseidank habe ich den Schlüssel aber gleich wieder gefunden."

Sehr nachvollziehbar sind hingegen Deine erheblichen Zweifel
am "Sieg der Kirche" sowie an der "Kaiserkrönung".
Diesbezüglich lassen sich fromme Wünsche und
sehr alte "Vorstellungen" kaum von möglicherweise
realen Bildern trennen.

Jedoch sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.
Und auch nicht wegen völlig irrrelevanter Arabesken hie&da,
die doch nur der damaligen Kultur geschuldet sind,
ganze Pakete solider Schauungen pauschal verwerfen.


Beste Grüsse!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

dazu meine ich wie folgt

Baldur @, Montag, 23. April 2012, 21:26 vor 2955 Tagen @ BBouvier 4701 mal gelesen

Die für uns interessanten, weil brauchbaren Details wie Kriege,
Geldentwertung etc. sind da nur marginales Beiwerk,
nur Werkzeug zur >
Hallo, Baldur!Vollstreckung eines angeblich göttlichen Willens
.
Inklusive Antichrist.


Derlei kommt doch in den Bildern selbst überhaupt nicht vor.
Sondern nur gelegentlich in den Kommentaren (!)
der seinerzeit noch christlich geprägten kulturellen Epoche Europas.
Es wäre hingegen äusserst sonderbar und merkwürdig,
hätten vor 150 oder gar 200 Jahren die Menschen angesichts
der Grosskatastrophen nicht auf göttlichen Ratschluss
zückgefolgert, nachdem (!) sie den Kollaps der Systeme
und all das Unheil gesehen hätten.


Hallo, BB,

das waren jetzt mehrere Schritte auf einmal.

Wie wir kürzlich festgestellt haben, kann wohl nur der Adressat selbst seine Bilder korrekt interpretieren, sie sind ja an ihn gerichtet. In der für ihn erkennbaren Sprache, notfalls Symbolik.

Ist etwas kommentierungsbedürftig, müssen wir diese seinerzeitigen Kommentare gelten lassen. Denn näher dran sind wir nicht, als die, die es gesehen haben.

Wenn man die Herkunft einer angeblich christlichen
Strafgerichtsoffenbarung als zweifelhaft und wirklichkeitsfremd
ansieht, werden damit auch alle darin enthaltenen Aussagen wertlos.

Durhaus nicht.
Siehe oben.

Man kann dochn nicht sagen, jetzt hole ich die Schere, und nehme einen Text, und schneide ihn mir zurecht. Was ich brauchen kann, ist prima, und der Rest, der mir persönlich unpassend erscheint, den schiebe ich auf die frühe Herkunft. Wenn wir das machen, gilt auch der Bibelcode als echt und real.


...und auch die Feldpostbriefe bzw. die darin niedergeschriebenen Gesprächsinhalte
dürften massiv aus diesem Glaubensumfeld inspiriert worden sein.

Und wo, bitte?
Kurzfassung Feldpostbriefe:
- der 1.WK dauert bis 1918
- Inflation
- Diktator nach 1932
- Ende 2.WK 1945
- Deutschland besetzt und zerrissen
- wirtschaftlicher Aufstieg der BDR
- Abzug der Besatzer
- 3. WK
- dessen (glückliches!) Ende durch Naturkatastrophen


wo ? na, beispielsweise da:

- Der Papst wird dann beim Friedensschluß dabei sein. Zuvor aber muß er
fliehen, da er als Verräter hingestellt wird. (--------------->Mythos Papstverfolgung, siehe Malachiasweissagung ?)

- Die Menschen werden immer weiter ins Unglück getrieben und (werden)
schlechter, und alles will nur Ware und Besitz haben (-------------------------->altes, bekanntes, links-gewerbefeindliches Kirchengeschwätz gegen Händler und Krämer bis dato 2012, gähn....- wer schafft eigentlich die Arbeitsplätze ?!? pardon, das muß ja heißen, wer beutet aus...)

- Die Leute sinken immer tiefer in der Moral und werden schlechter. (-------------->typisches Kirchengeschwätz, weil es in der Breite der bevölkerung nicht stimmt, nur die Randgruppen oben und unten passen darauf, nicht der anständige Otto Normalmalocher)

- Aber kurze Zeit, und den verfluchten Menschen wird gezeigt
werden, daß ein Gott besteht, der diesem Geschehen ein Ende macht.(---------------> aha, wir sind also verfluchte Biester, die es auszurotten gilt - interessanter Ansatz...)

- von den Kindern
erlebt diese Zeit doch eines. (--------------->kann ausgeschlossen werden)

- Die schlechten Menschen werden zugrunde gehen, wie wenn es im Winter schneit, und auch die Religion wird ausgeputzt
und gereinigt, aber die Kirche erhält den Siegestriumph (sagt er).
---------------->altes klerikales Wunschdenken.

Also für meine Argumentation reicht das wohl aus, auch ohne die ebenso enthaltene detaillierte Schilderung des Antichristen aus dem Osten Russlands zu bemühen, samt Markustag und Co.


Das Einsprengsel: In Russland wird der Antichrist geboren -
nimmt dem doch rein gar nichts.

na, ich weiß nicht. siehe oben, der Antichrist ist ja eben nicht isoliert. Sondern fügt sich ein in eine klerikale Weltvorstellung.

Von Impakten hat die Wissenschaft bis etwa 80er Jahre überhaupt
nichts gewusst.
Die alten Schauungen beschreiben jedoch physikalische
und chemische Détais bereits in allen Einzelheiten
100 Jahre zuvor.


Wudy beschreibt zwar atomaren Fallout, aber welche Details von Impakten meinst Du ? Den Kältesommer (vom Alphirten ?), der war nicht religiös eingebettet, so weit ich weiß.


Und eine Sühne- und Busseerwartung generiert doch keinen
russischen Feldzug der am Rhein scheitert, keinen Finanzkollaps,
Tsunamis an der norddeutschen Küste, einen Kältesommer,
Trockenfallen der Flüsse, radikalen Klimawandel,
und so weiter und so weiter.

Mooooment, der Reihe nach.

Finanzkollaps (Nr. 2 nach Weltwirtschaftskrise und Inflation 23/29) steht wo genau ? Gab es aus diesen Quellen schon Treffer, oder schwebt das in der Luft ?

Tsunami an der Nordseeküste steht wo genau ? Johansson mit seinem Megaorkan ?
Trockenfallen der Flüsse und radikaler (!) Klimawandel steht bei Irlmaier und steht bis dato de facto aus, entgegen den grünInnen Unkenrufinnen.

All das oben sind doch keine religiösen Wahnvorstellungen.
Sondern es handelt sich rein um politische und physikalische
Begebenheiten.

Aber die sind eben nicht in religiös-beeinflußten Schauungen enthalten, sondern in zeitgenössischen, die ja gerade nicht Gegenstand meiner Kritik sind.


Mich deucht, Du denkst, wie das Spiegelbild
eines "Frommen":
Jener vermutet stets Teufelswerk, falls nicht in jedem Satze
wenigstens ein Hallelujah eingebaut ist.

Richtig, Du hast es erfaßt - aber ich glaube, gute Gründe dafür zu haben.


Sehr nachvollziehbar sind hingegen Deine erheblichen Zweifel
am "Sieg der Kirche" sowie an der "Kaiserkrönung".
Diesbezüglich lassen sich fromme Wünsche und
sehr alte "Vorstellungen" kaum von möglicherweise
realen Bildern trennen.


Aha. ich sage, nein, wir dürfen das nicht trennen, Schauung IST Schauung, wie sie war. Und nicht, wie wir sie gerne hätten. Paßt uns was nicht, mit gutem Grund, freut sich die Tonne.


Jedoch sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.
Und auch nicht wegen völlig irrrelevanter Arabesken hie&da,
die doch nur der damaligen Kultur geschuldet sind,
ganze Pakete solider Schauungen pauschal verwerfen.

Solide ? Solide wären das, wenn es voller Treffer wäre. Auch aus den Feldpostbriefen kann man eine zeitliche Nähe vom 2.WK zum 3.Wk herauslesen. Genau, wie Irlmaier meinte. Das fand glücklicherweise aber nicht statt.

Wenn Irlmaier einem spöttelnden, zwanzigjährigen Berliner (analog zur Berndtschen Neuaufdeckungsstory) im Jahr 1955 gesagt hätte, Berlin würde untergehen, dann wäre der Mann jetzt fast achtzig, und NIX ist passiert. Treffer schauen anders aus. Und eine gesunde Beurteilung im Lichte der tatsächlich eingetretenen Ereignisse ist notwendig.

Beste Grüße vom Baldur

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Religion

Taurec ⌂ @, München, Montag, 23. April 2012, 01:26 vor 2955 Tagen @ Baldur 4803 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Montag, 23. April 2012, 01:32

Hallo!

Im Kern des Problems werden wir wohl nie übereinkommen, weil Du aus meiner Sicht irrational in einem umgekehrten Glaubensreflex (Katholizismus multipliziert mal -1) an die Sache herangehst. Leider führt uns das nicht weiter, weil Du gerade in dem ideologischen Eifer, alles Glaubensmäßige auszumerzen, den Glauben ständig wieder auf den Tisch bringst. Da es sich bei Deiner Abneigung gegen die Religion ebenfalls um eine rein glaubensmäßige, irrationale Überzeugung handelt, sehe ich mich außerstande, Dich grundsätzlich zu überzeugen und muß mich mit dem Hinweis begnügen, daß Du falsch liegst und zwar aus folgenden Überlegungen:

1. Religiösen Vorstellungen entsprechende Aussagen in den Prophezeiungen, z. B. "Strafgericht", "großer Monarch", "Triumph des Glaubens", schließen das Eintreten dazu passender Ereignisse nicht aus.

  • Daß Seher ein "Strafgericht" voraussagen, schließt nicht das rational zu erwartende Eintreten künftiger Großkatastrophen aus.
  • Der "große Monarch" schließt nicht das Auftreten eines wirklichen Imperators aus. Tatsächlich liegt es in der Natur des Menschen im Zeitalter hoher Kulturen, also seit mindestens 10.000 Jahren, Herarchien auszubilden, an deren Spitze ein irgendwie gearteter Herrscher steht. Daher wird es nach Platzen der geschichtlichen Luftblase der letzten 100 bis 200 Jahre, in der sich die Menschen demokratisch dünken, auch wieder einen sichtbaren Herrscher an der Spitze geben. (Tatsächlich gibt es auch im Zeitalter der Republiken Herrscher, diese jedoch eher im Hintergrund. Volksherrschaft ist eine reine Farce.)
  • Spengler, der gewiss kein Verfechter des Kirchendogmas war, beschreibt das in der Endphase aller Zivilisationen wiederkehrende Phänomen der zweiten Religiosität, die letztlich nichts weiter ist als die erstarrte, ritualisierte Form der Religion, die zwei Jahrhunderte zuvor in einem rationalistischen Reflex beim Tode der Hochkultur faktisch abgeschafft wurde (auch wenn die Organisationen weiterhin existieren, ist die Welt seitdem eine völlig andere). Im Menschen, der ohne transzendente Bindung ist, regt sich dennoch der Drang, an etwas glauben zu müssen (zumindest in den nicht völlig leeren und seelisch toten Exemplaren), das ihn in eine höhere Ordnung der Dinge einbindet und das Leben sinnvoll erscheinen läßt.
    In der Zivilisation glauben die Menschen daher je nach Intelligenz oder geistiger Schlichtheit an Religionssurrogate wie:
    - Kommunismus
    - Wissenschaft
    - Esoterik
    - Anthroposophie
    - die Nation
    - den Fortschritt hin zu einer besseren Welt
    - die Einmaligkeit des Holocausts
    - Nibiru, hohle Erde, Reptiloiden, Aliens
    - Freimaurerverschwörungen
    - usw.
    (Aufstellung und Reihenfolge ohne Wertung)
    Auch der ursprünglichen Kultur fremde Religionen (Islam, Buddhismus, Heidentum) brechen in die zerfallende Welt ein.
    An der Schwelle zum Cäsarismus kommt es, dem Zusammenbruch des rationalistischen Weltbildes und dem Impuls des Imperators folgend, die Entartungsformen seiner Vorgänger (Geldherrschaft, Republiken) zu beseitigen, zu einer Restauration der Formen der Kultur, die in eine endgültige, systematisierte und durchkonstruierte Fassung gebracht werden. Im Falle des Abendlandes ist daher vom Wiederaufstieg einer restaurierten und reformierten Kirche auszugehen.

Diese glaubensmäßigen Motive in den Prophezeiungen haben also ihre wirklichen, dem Bau der Welt und der Geschichte entsprechenden, schicksalsmäßigen Gegenstücke. Weil es diese Ereignisse gibt, können sie gesehen werden. Somit kann nicht ausgeschlossen werden, daß die religiösen Vorstellungen eine Grundlage haben, die entweder seherisch ist oder auf einem intuitiven Erkennen des Laufs der Welt beruht. Man muß den Prophezeiungen des Volksglaubens trotz aller oberflächlichen Verfälschungen also einen wahren Kern zugestehen.

2. Wir haben in den einzelnen Schauungen physikalische Details, die zum Zeitpunkt des Sehens unbekannt waren und erst vor wenigen Jahren durch Leute wie Tollmann bekannt wurden. Das spricht dafür (um nicht gleich von "beweist" zu sprechen), daß etwas reales gesehen wurde.
Zum Beispiel:
- Irlmaiers gelbe Flecken und schwarze Verfärbungen, die durch Säuren vulkanischen Ursprungs hervorgerufen werden.
- Irlmaiers Staubtod: Folge mikroskopisch kleiner, messerscharfer Partikel vulkanischen Ursprungs.
- "Rote Wolken" bei Jahenny: Salpetersäure, die bei Impakten entsteht
- "Heiße Tropfen" bei Velten: ebenfalls Säure

Dadurch erfahren auch Schauungen über das Finsternisgeschehen, die nicht explizit Physikalisches enthalten, eine Stützung. Das bedeutet natürlich, daß religiöse Prophezeiungen eben nicht pauschal für die Tonne sind, sondern sich unter dem religiösen Äußeren Information über zukünftige Tatsachen befinden kann.

Man findet aus der Zeit vor dem Waldviertler und Euren Sammlungen zeitgenössischer Visionen praktisch gar keine Vorhersagen ohne diesen Kontext, und auch die Feldpostbriefe bzw. die darin niedergeschriebenen Gesprächsinhalte dürften massiv aus diesem Glaubensumfeld inspiriert worden sein (wiederum der berühmte Antichrist als Markenzeichen des angeblichen Glaubenskampfes).

Dir ist hoffentlich klar, daß die Feldpostbriefe bis heute eingetroffen sind. Die wenigen religiösen Bezüge können ohne weiteres herausgelöst werden, weil sie erkennbar keine Sachaussagen enthalten. Sie sind im Grunde die beste Bestätigung für die Möglichkeit der von mir postulierten Trennung von Glauben und Tatsachen ("Sachinformation"). Was bleibt, ist verlässlich.

Wenn man annimmt, daß beispielsweise die sogenannte Ötztal-Kathi die plündernd-mordende Schar schiacher Leit gesehen hat und sie daraus schloß, daß das nur eine gerechte Strafe Gottes sein könne, wäre die Herkunft brauchbar und Ihre Folgerung daraus wäre halt ihre Erklärung gewesen, die man übernehmen oder für sich verwerfen kann.

Richtig. Darum geht es mir. Die Gründe des Geschehens sind eine andere Frage als jene nach dem, was geschieht. Gründe sind nicht Schauungsinhalt und werden in der Regel mit irgendeiner Form des Glaubens beantwortet.
Bei Katharina ist die eigentliche Frage, wie stark sie von der Volkssage beeinflußt wurde. Bei Gilge kommen ebenfalls Rote und "Schweizer" (pauschal für "Fremde") über die Berge. Das heißt: Hat es die Frau gegeben? Falls ja, was hat sie gesehen, was weitererzählt?

Wenn man jedoch annehmen muß, daß durch Endzeit-, Sühne-, Buße- und Jüngstgerichterwartung quasi eine Kalibrierung erfolgt ist und dann Gedanken entstehen, wodurch wohl ein Strafgericht ausgeführt werden könnte, wäre das gar keine Schau mehr. Sondern ein Nebenprodukt religiöser Wahnvorstellungen.

Dem hoffe ich mit meinen obigen zwei Punkten begegnet zu sein. Es sind nicht alles haltlose, religiöse Vorstellungen (anderes, wie der persönliche Antichrist, jedoch schon).

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

ich versuchs mal der Reihe nach

Baldur @, Montag, 23. April 2012, 22:29 vor 2955 Tagen @ Taurec 4797 mal gelesen

Hallo, Taurec,

dann wollnmermal...

Im Kern des Problems werden wir wohl nie übereinkommen, weil Du aus meiner Sicht irrational in einem umgekehrten Glaubensreflex (Katholizismus multipliziert mal -1) an die Sache herangehst.

Stimmt. Ich bin überzeugt, dafür gute Gründe zu haben. Falls ich fälschlicherweise voreingenommen wäre, müßte ich das dereinst mal aushalten. Aber das könnte ich.

Leider führt uns das nicht weiter, weil Du gerade in dem ideologischen Eifer, alles Glaubensmäßige auszumerzen, den Glauben ständig wieder auf den Tisch bringst.

Leider liegt das in der Natur der Sache, denn man muß Schauungen wohl als übersinnlich bezeichnen. Damit haben wir zwangsläufig, bei der Untersuchung des Phänomens, eine Schnittmenge mit Religion und deren Offenbarungen, seien es die großen Religionen oder *nur* schamanische Erkenntnisse.

Wenn ich die Botanik betrachten will, komme ich nicht umhin, mich mit dem Boden zu beschäftigen. Da gibt es Schädlinge drin und Nützlinge, beides zugleich. Es gibt Ratgeber, wie man Pflanzen am besten zieht, und trotzdem geht bei mir vielleicht nichts auf, und es gibt Leute mit einem grünen Daumen, die machen es einfach und erzielen Rekordergebnisse ohne große Mühen und ganz ohne oder entgegen der üblichen Anleitung.

Letztlich zählen nur belegbare Erfolge. Darum bemühen wir uns hier.

1. Religiösen Vorstellungen entsprechende Aussagen in den Prophezeiungen, z. B. "Strafgericht", "großer Monarch", "Triumph des Glaubens", schließen das Eintreten dazu passender Ereignisse nicht aus.

Nein, natürlich nicht. Aber entgegen der Erwartung traten die Ereignisse über Jahrhunderte nicht ein. Welchen Sinn würden die Voraussagen ergeben, wenn sie die seinerzeit lebenden Menschen überhaupt nicht betreffen ? Wenn wir Nostradamus als wohlbegründete Ausnahme werten, ist das sinnlos. Genauso gut kann ich sagen, dieser Baum da fällt bestimmt mal um, denn ich sehe ihn dereinst am Boden liegen - ich werde sicher Recht behalten, aber macht so eine substanzlose Aussage denn Sinn ?

[*] Daß Seher ein "Strafgericht" voraussagen, schließt nicht das rational zu erwartende Eintreten künftiger Großkatastrophen aus.

siehe oben. Irgendwann geht die Welt unter, und irgendwann sind wir alle ganz sicher tot. Bestimmt. Das kann man doch nicht als in Betracht zu ziehende Aussage ernst nehmen.
Eine Schauung muß einen sinnvollen Adressaten haben, oder sie ist nichts als schädliche Angstmacherei.

Nimm mal detlef und seine hier bereits geäußerte Frage, was denn wäre, wenn seine Schau glücklicherweise nicht bevorstünde - dann wäre er zwar einerseits heilfroh, aber hätte ein ganz enormes Problem mit sich und seinen Schauungen.

Nur hatte detlef ja laufend eintretende Schauungen, so daß er sie ernst nehmen muß. Trotzdem wird sich in Kürze herausstellen, ob er der Adressat war. Oder es sich letztlich um eine völlig kontraproduktive Geschichte gehandelt haben muß.

[*] Der "große Monarch" schließt nicht das Auftreten eines wirklichen Imperators aus. Tatsächlich liegt es in der Natur des Menschen im Zeitalter hoher Kulturen, also seit mindestens 10.000 Jahren, Herarchien auszubilden, an deren Spitze ein irgendwie gearteter Herrscher steht. Daher wird es nach Platzen der geschichtlichen Luftblase der letzten 100 bis 200 Jahre, in der sich die Menschen demokratisch dünken, auch wieder einen sichtbaren Herrscher an der Spitze geben. (Tatsächlich gibt es auch im Zeitalter der Republiken Herrscher, diese jedoch eher im Hintergrund. Volksherrschaft ist eine reine Farce.)

Ja, zugestanden, aber auch dann hätte die Aussage klarerweise keinen Neuigkeitswert oder Substanzgehalt, sondern entspricht lediglich der normalen Erwartung.

Die Aussage, liegt der Bauer tot im Zimmer, lebt er nimmer, ist trivial. Mehr noch, sie ist anmaßend, weil sie nicht vorhandenes Mehrwissen und Autorität vorgaukelt, und beleidigend, weil sie damit die Intelligenz der Zuhörenden verletzt. Wie eine politische Aussage, ein Programmsatz. Inhaltsleeres Gefasel letztlich.

[*] Spengler, der gewiss kein Verfechter des Kirchendogmas war, beschreibt das in der Endphase aller Zivilisationen wiederkehrende Phänomen der zweiten Religiosität,

ja, das ist eine Möglichkeit, wie man auch stark und in anderem Zusammenhang an der 2. und 3.Generation der Einwanderer aus islamischen Herkunftsländern sieht.

Allerdings wird ja eine christliche Wiedererstarkung postuliert, und seit 210 Jahren und Napoleon, oder meinetwegen seit dem Ende des Mittelalters, haben wir erst mal das Gegenteil gesehen.
Ob es sich tatsächlich umkehrt, bleibt abzuwarten, aber ich sehe dafür keine überzeugenden Hinweise.

Auch der ursprünglichen Kultur fremde Religionen (Islam, Buddhismus, Heidentum) brechen in die zerfallende Welt ein.

Wie wir sehen, greift derzeit der Islam massiv um sich, auch durch die Geburtenverhältnisse.
Ob man in dessen Abwehr ausgerechnet eine ebenso kompromißlose Kirche unterstützen wird, erschließt sich mir nicht. Aber natürlich kann ich es nicht ausschließen. Ich stelle nur fest, alle entsprechenden Voraussagen trafen allesamt bisher und über Jahrhunderte hinweg nicht ein - was sind sie dann wert ? (langfristig und so....)

Im Falle des Abendlandes ist daher vom Wiederaufstieg einer restaurierten und reformierten Kirche auszugehen.

Warten wirs ab.

[/list]

Man muß den Prophezeiungen des Volksglaubens trotz aller oberflächlichen Verfälschungen also einen wahren Kern zugestehen.

Ja, klar - deswegen komme ich ja notgedrungen immer wieder mit Themen aufs Tablett, die zwangsläufig das Etikett religiös tragen, das ich aber nicht aufgeklebt habe.

Erscheinungen, Visonen, Vorahnungen, Hellsehen ist seit Jahrtausenden bekannt und existiert unabhängig von Religion. Parallel. Als Schnittmenge. Alle Offenbarungen speisen sich daraus.
Nur können logischerweise nicht alle gleichzeitig zutreffen und sagen daher logischerweise überwiegend nicht das Wahre.

Was echt ist, versuchen wir herauszufinden. aber nicht durch Floskeln wie *heilig*, sondern durch Beweise.

- Irlmaiers gelbe Flecken und schwarze Verfärbungen, die durch Säuren vulkanischen Ursprungs hervorgerufen werden.

Irlmaier beschreibt aber den gelben Strich, der künstlich-militärisch gelegt wird (gescmissen).

- Irlmaiers Staubtod: Folge mikroskopisch kleiner, messerscharfer Partikel vulkanischen Ursprungs.

mag sein.

- "Rote Wolken" bei Jahenny: Salpetersäure, die bei Impakten entsteht

Ernsthaft Jahenny zu nennen ist schon kraß.....dorthin kann ich Dir nicht mehr folgen, siehe oben, eine zu starke Trennung von als sinnvoll Erachtetem von zu vernachlässigendem Beiwerk halte ich für nicht zielführend und willkürlich. Entweder, eine Quelle ist ernstzunehmen, oder nicht. Hatte Jahenny bisher Treffer ?

- "Heiße Tropfen" bei Velten: ebenfalls Säure


Dadurch erfahren auch Schauungen über das Finsternisgeschehen, die nicht explizit Physikalisches enthalten, eine Stützung. Das bedeutet natürlich, daß religiöse Prophezeiungen eben nicht pauschal für die Tonne sind, sondern sich unter dem religiösen Äußeren Information über zukünftige Tatsachen befinden kann.

Ja, klar, kann. Nur ist dieses Szenario nun mal 1:1 die Offenbarung, und wird seit Jahrhunderten (glücklicherweise völlig unzutreffend) postuliert.
Kein Adressat war jemals betroffen - wo liegt der Sinn dieser Schauung, wenn wir denn frecherweise einen Sinn erwarten ? Alles andere ist pure Panikmache. Was würdest Du denken, wenn Dein Kind aus dem Schlafzimmer gerannt käme und von solcherlei Offenbarungen berichten würde, die ihm von einer erschienenen Gestalt gezeigt worden wären ?


Dir ist hoffentlich klar, daß die Feldpostbriefe bis heute eingetroffen sind. Die wenigen religiösen Bezüge können ohne weiteres herausgelöst werden, weil sie erkennbar keine Sachaussagen enthalten.


Wie im Beitrag an BB geschrieben, halte ich das für nicht statthaft. Entweder alles oder gar nichts, es ist ja nicht nur ein Detail, sondern breit abgestützt.

Sie sind im Grunde die beste Bestätigung für die Möglichkeit der von mir postulierten Trennung von Glauben und Tatsachen ("Sachinformation"). Was bleibt, ist verlässlich.

naja....

Richtig. Darum geht es mir. Die Gründe des Geschehens sind eine andere Frage als jene nach dem, was geschieht. Gründe sind nicht Schauungsinhalt und werden in der Regel mit irgendeiner Form des Glaubens beantwortet.

Soweit könnte ich das mittragen, wenn es Hinweise auf vorherige Treffer gäbe. Die Frage ist, ist es überhaupt eine Quelle, oder ist es keine ? Sollen wir das Was ernstnehmen ? Es ist eh dünn, denn ohne Zeitbezug und Zuordnung.

Bei Katharina ist die eigentliche Frage, wie stark sie von der Volkssage beeinflußt wurde. Bei Gilge kommen ebenfalls Rote und "Schweizer" (pauschal für "Fremde") über die Berge. Das heißt: Hat es die Frau gegeben? Falls ja, was hat sie gesehen, was weitererzählt?


Das bleibt unklar. Man hat ja schiach schon als Skischuhträger zu erklären versucht, aber die morden und plündern nicht.

Sie sah angeblich totale Armut und den Kampf mit bloßen Ackergerät, das es heute gar nicht mehr gibt - sah sie, wenn überhaupt, nicht eher ein vergangenes Geschehen ?

Dem hoffe ich mit meinen obigen zwei Punkten begegnet zu sein. Es sind nicht alles haltlose, religiöse Vorstellungen (anderes, wie der persönliche Antichrist, jedoch schon).

Bloße Möglichkeiten ohne begründete Gewichtung sind unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten leider ohne Wert.

Etwas Fleisch am Knochen muß schon dran sein. aus der medialen Übermittlung weiß ich ja, daß es geht, und daß es das gibt. Wieso sollen wir uns mit weniger zufrieden geben ?

Ich hoffe, meine Gedanken zeigen, daß ich alles durchaus sehr konstruktiv sehe. nur sage ich auch laut, wenn ich meine, der Kaiser hat ja gar keine Kleider nicht an.......

beste Grüße vom Baldur

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Hallo, Baldur!

BBouvier, Montag, 23. April 2012, 22:34 vor 2955 Tagen @ Baldur 4594 mal gelesen

Kompliment!
=>
Ut desit fides tamen est laudanda pertinacia! :waving:

Beste Grüsse! - ich klinke mich damit aus -
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

pardon

Baldur @, Montag, 23. April 2012, 22:52 vor 2955 Tagen @ BBouvier 4492 mal gelesen

Hallo, BB,

ehrlicherweise haben wir alle hier eine selektive Wahrnehmung.

Aber um diese zu überwinden, um den Tellerrand zu überblicken, gemeinsam zu überwinden, gibt es ja den fruchtbaren, argumentgetragenen, konstruktiven Diskurs.

Im Übrigen will ich gar nicht Recht haben, ich will eigentlich bloß wissen, was uns genau bevorsteht....

Die zurückliegenden Jahre haben mich stets zur Zurückhaltung veranlaßt, und zum Abtrauchen auf Seerohrtiefe. Ich fürchte, das war falsch, zumal von erkennbar falschen Voraussetzungen ausgehend....und das macht mich halt sauer, weil ich es eher hätte erkennen können. Müssen. Meine ich.

Nur möchte ich einem vermeintlich erkannten Irrtum nicht länger aufsitzen und nachrennen. Denn ich vermute, daß die wirkliche Bedrohung für uns alle derweil aus einer gaaanz anderen Ecke kommt, während wir dorthin schauen, woher Godot gar nicht kommen wird.
Und auch das kann genauso geplant sein. Und wir sind auf den Leim gegangen.........

Beste Grüße vom Baldur

kurze Vorab-Sammelantwort

Baldur @, Montag, 23. April 2012, 14:31 vor 2955 Tagen @ Baldur 4692 mal gelesen

Hallo, zusammen,

ich werde auf beide Folgebeiträge ausführlich antworten.

Nur kurz vorab: unsere konstruktiven Diskussionen der letzten Wochen hat nach meinem Dafürhalten zwei Schwierigkeiten besonders beleuchtet:

1) es gibt etliche Indizien dafür, dass es jeweils eine wie auch immer geartete Vermittlungs- oder Sendepersönlichkeit im Übertragungsprozess geben müsste - vor allem bei sogenannten Offenbarungen wird das deutlich, so soll Lorber davon ausgegangen sein, von verschiedenen - sich namentlich vorstellenden - Übermittlern kontaktiert worden zu sein, Mondsperlinge hin oder her, es geht ja um Grundsatzfragen

2) es wird je nach Absicht im Hintergrund entweder ein unabänderliches Faktum oder eine abzuändernde Möglichkeit gezeigt (Strassenbahnschau), also spricht viel für diesen Willen im Hintergrund, für diese Absicht, die mit der Übermittlung verbunden ist.

Jetzt stellt sich doch massiv die Frage, ob die Qualität der Botschaft von ihrer (*persönlichen*) Herkunft beeinflusst wird.
Exemplarisch nehme ich an, dass sich niemand von uns mit den Durchgaben eines Satanistenkreises beschäftigen möchte.

Also spielt die Herkunft, der Übermittlungskontext, eine überragende Rolle.

Ich habe mich in den letzten Wochen, soweit es im Internet möglich war, mit den Inhalten von angeblichen Marienerscheinungen und deren Botschaften auseinandergesetzt. Es wird darin einhellig ein Muster von beklagter Unbussfertigkeit, dem göttlichen Zorn darüber, und der drohenden Schreckensfolge sichtbar.
Neutral betrachtet, ist das die Erzeugung massivster Angst beim Empfänger.

Dies übrigens ebenso bei längeren religiösen Offenbarungen an Einzelpersonen. Das Muster ist immer gleich.

Es muss die Frage erlaubt sein, ob man angesichts dieses durchaus fragwürdigen Hintergrundes (was nützt extreme Angst, die Konfrontation mit vorgeblichen Schrecken, dem Sehenden ?) solche Quellen verwerfen muss (das ewige Thema, schon oft durchdiskutiert).

Allerdings ergibt sich bei der Nachforschung historischer Quellen, dass es kaskadenförmig einen stets weiter zurückreichenden Grundtypus von angeblichen Schauungen gibt (die neueren nehmen die Grundzüge der Vorgänger auf und ergänzen sie nur)

- die biblische Verfinsterung
- die vom Himmel herabfallende Vernichtung
- neuzeitlicher die einfallenden Russen als vernichtendes Werkzeug Gottes

Irlmaier wurde von Adlmaier mit den Vorgängern konfrontiert, Konzionator sammelte aufgrund von LaSalette und Co., und gemäss den einschlägigen Seiten lässt sich alles noch weiter zurückführen auf Mystiker um 1750. Oder bis auf den angeblichen Hepadianus.
Will sagen: die Wurzeln kommen noch aus dem Mittelalter.

Tatsache ist, dass nichts von alledem bisher eingetroffen ist (abgesehen von überwiegend Wudy, teilweise Feldpostbrief und teilweise Irlmaier).

Offenbar gibt es keinen Nutzzweck der Informationsübermittlung - wer hat dann welches Interesse an der kontinuierlichen Aufrechterhalten dieser Zukunftsvorstellung (cui bono) ?

Wäre es objektiv gesehen ein übelwollendes Interesse (Schrecken zu verbreiten) - sollten wir uns dann damit beschäftigen ?

Falls nein, müssen wir davon ausgehen, dass zumindest grosse Teile auch der obigen drei Darstellungen auf früheren, auszugrenzenden Vorstellungen gründet.

Und, dürfen wir allen Ernstes uns frei heraussuchen, was uns halt in den Kram passt, und was uns denn doch zu dick aufgetragen erscheint und als blosses Beiwerk herauszulöschen ist ? Ich würde mich da nicht zu frei ans Werk wagen und spekulieren, was gar nicht Teil der Schauung gewesen sein kann, oder vom Seher halt kulturell eingefärbt worden sein könnte.

Wenn wir die Feldpostbriefe als herausragende Beweise anerkennen, müssen wir auch annehmen, dass es den Antichristen gibt. Selbst wenn er mal als religiöse Vorstellung in die Welt kam....denn die Quelle ist ja herausragend.

Auf die Details gehe ich gesondert ein.

Beste Grüsse vom Baldur

Re: als Atheist oder Naturfreak "Kreislauf der Natur"

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Montag, 23. April 2012, 18:25 vor 2955 Tagen @ Baldur 4618 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Montag, 23. April 2012, 18:40

Hallo Baldur!

"Offenbar gibt es keinen Nutzzweck der Informationsübermittlung - wer hat dann welches Interesse an der kontinuierlichen Aufrechterhalten dieser Zukunftsvorstellung (cui bono) ?

Wäre es objektiv gesehen ein übelwollendes Interesse (Schrecken zu verbreiten) - sollten wir uns dann damit beschäftigen ?

Falls nein, müssen wir davon ausgehen, dass zumindest grosse Teile auch der obigen drei Darstellungen auf früheren, auszugrenzenden Vorstellungen gründet."

Ja, die Art der Zukunfts-Vorstellung kommt aus dem Mittelalter,
weil da der Katholizismus quasi Diktatur war.
Abweichende Meinungen waren verboten.
Es drohte der Scheiterhaufen, nicht wahr?

Als Atheist oder Anhänger von einer Naturreligion könnte ich mir das kommende Geschehen
nur so in den Zusammenhang stellen, daß Mutter Erde ein lebendes Wesen ist (Gaia-Theorie)
und der Mensch sich in letzter Zeit immer mehr von der Gesamt-Natur & von seiner eigenen
Natur entfernt hat.
Als Folge entfernt sich die Natur wiederum vom Menschen bzw. wendet sich gegen ihn.
Unbekannte Viren und Krankheiten entstehen, Mißernten und Heuschrecken suchen die
Felder heim, und schließlich entstehen Impakte und Kataklysmen, welche das
Gleichgewicht zwischen Erde & Bewohner wieder ins rechte Lot setzen.
Danach beginnt alles wieder von vorne: In der ersten Zeit danach lebt der Mensch
im Einklang und Harmonie mit der Natur, später wird er allmählich wieder frecher
und erfindet "neue Technologien"...die wieder einen kosmischen Mißklang entstehen
lassen, usw...:schief:

Das Problem an der Theorie ist nur, daß es im Mittelalter und auch schon im Altertum
ebenfalls Seuchen und Mißernten und Kataklysmen gegeben hat.
Als man nicht mehr als das Rad erfunden hatte und die meisten Menschen
aus heutiger Sicht fast rundwegs reine Naturmenschen waren und kleine
Felder bewirtschaftet haben und in winzigen Hütten gewohnt haben.
Die Oberschicht, also Könige, Päpste, Adlige, Ritter, die den großen Rest
ausgebeutet hatten, waren doch vergleichsweise eine winzige Minderheit.

Der Mensch hat doch bis ca. 1800 A.D. kaum ernsthaft in die Natur eingegriffen,
sodaß sie im Wesentlichen "bedroht" war, so wie man es heute formuliert.
Also Tier- und Pflanzenarten vorm Aussterben bedroht waren, Meere vergiftet,
Böden versauert, N2- und CO2-Gehalt der Luft vergrößert und dergleichen...

Mfg,
Eyspfeil

sonstige Ursachen für Kataklysmen / Auswahlkriterien

Baldur @, Montag, 23. April 2012, 19:15 vor 2955 Tagen @ Eyspfeil 4884 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,

es bleibt ja die Frage im Zentrum, ob es für uns in unserer Lebensspanne von Interesse ist, sich mit Schauungen zu beschäftigen, um einen Erkenntnisgewinn daraus ziehen zu können - oder ob das nur akademischer Zeitvertreib ist von Leuten, die nichts besseres zu tun haben, als sich gedanken um Textauslegungen zu machen. Wir wären dabei selber von der von mir so sehr kritisierten *Religionswissenschaft* gar nicht weit weg.

Klar hat der Mensch auch früher schon die Umwelt massiv gefährdet (biologische Wasserverschmutzung, Verbreitung von Seuchen), allerdings noch nie in derart extremen Maßstäben. die Vernunft und die Mathematik sagen, daß es so nur noch eine begrenzte Zeit weitergehen kann.

Vermutlich gibt es ein simples Naturgesetz, nachdem alles einem zyklischen Wandel unterworfen ist und die Bäume nicht in den Himmel wachsen dürfen. Dann brauchts gar keinen einzelnen, zürnenden Willen mehr hinter allem, dann ist alles bereits seit Anbeginn genau so festgelegt. Und es ist egal, ob Dinosaurier frevelten, oder der Homo Erectus angeblich sapiens.

Aber dazu brauchen wir keine Schauung, das bringt bloßes Nachdenken. Diffus, ohne Zeitangaben und Details. Die möchten wir aber gerne wissen.

Wenn ich die Kathi aus dem Ötztal mal wieder zitieren darf, bringt die jede Menge Frommgeschwafel, das bei einem Nichtkatholiken die Schmerzschwelle stark überschreitet.

Zitat: Die Verfolger der Kirche haben eine Zeitlang eine große Macht. Aber diese
kurze Zeit dürft ihr im Glauben nicht umfallen. Bleibt mir um Gottes willen
katholisch! Ihr müßt stark bleiben, auch wenn es euch das Leben kostet, denn
die Gottlosen werden zum Schluß vom Herrgott furchtbar gestraft. Zitat Ende (wie der Rest zitiert nach Anton Angerer, *Das steht der Welt noch bevor*, S. 129f.).

Blödsinn ?

Wie genau sah sie angeblich ? War sie verläßlich, hatte sie Treffer ?

Zitat: Die 1951 verstorbene Katharina
wurde auch öfters von Vorauserlebnissen geplagt. (Das Folgende ist entnommen
dem „Osttiroler-Boten“, Lienz, am 4. Dezember 1986, Seite 4):
Es meldeten sich bei ihr oft „Arme Seelen“, die sie um Hilfe drängten. Oft
sah sie Unglücks- oder Sterbefälle voraus, wußte dabei aber selten, um wen
es sich handelte oder wann es eintreten werde.

Fazit: das ganze war äußerst dürftig. Unbeweisbar, unergiebig.

Wie wurden die angeblichen Aussagen gewonnen ?

Zitat: Die knappen Sätze der Seherin wurden etwas ergänzt und Dialektausdrücke
ins Hochdeutsche übertragen

Von wem ? Aus welchen Motiven ?

Jetzt schreit die Tonne nach Futter.

ABER: falls wir die sonstigen Aussagen trotz allem für zutreffend ansehen würden, wäre diese Quelle eine nahezu einzigartige, denn die Länge der wirtschaftlichen Durststrecke, die demnach allem vorangehen soll, ist sonst m.W.n. nirgends beschrieben.

Und würde man weiter hineininterpretieren, und mal die Kirche weglassen, hätte man ein gefundenes Fressen für eine Bestätigung des Visionen von E.Z. (Übergriffe fanatischer Muslime) und des Traumes über die Zwangsbekehrungen im Pariser Stadion - denn es ginge dann gar nicht gegen Kirche, sondern für eine fremde, militante Religion. Auch zu diesem Aufeinandertreffen von religiösen Weltanschauungen gibt es sonst meines Wissens ebenfalls kaum Material (außer bloßem Beobachten und Nachdenken und Spekulation).

Es wäre damit eine ungemein wertvolle Quelle, obwohl kein direkter Zeitbezug vorhanden ist.

Nur: was gäbe mir das Recht, mir frei rauszupicken, was mir gerade nützlich erscheint, und zu verwerfen, was mir berechtigterweise Sorgen macht und zur Vorsicht mahnt ?
Würden wir einem Wahrsager glauben, die noch nie einen Treffer hatte ? Dürften wir das, ohne selbst unglaubwürdig zu werden ?

Rest folgt.

Beste Grüße vom Baldur

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eine ganz einfache Bauersfrau

BBouvier, Montag, 23. April 2012, 19:59 vor 2955 Tagen @ Baldur 4735 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 23. April 2012, 20:05

"Die Verfolger der Kirche haben eine Zeitlang eine große Macht.
Aber diese kurze Zeit dürft ihr im Glauben nicht umfallen.
Bleibt mir um Gottes willen katholisch!
Ihr müßt stark bleiben, auch wenn es euch das Leben kostet,
denn die Gottlosen werden zum Schluß vom Herrgott furchtbar gestraft."

Hallo, Baldur!

Mir ist wirklich nicht klar, was Dich an der (kurzen) Beurteilung
der Bilder, die "Katharina" gesehen hat, denn eigentlich
derart massiv stört, dass es Dich so auf die Palme bringt.

Analyse/Aussage/Inhalt obiger vier Sätze:
1.
Die Kommunisten haben eine Zeitlang grosse Macht.
=>
Wohl beim Kentern des Systems - wie 1917 in Russland,
1919 in der Münchener Räterepublik
und in Spanien während des Bürgerkrieges.
2.
Bleibt Euch selbst treu.
3.
Werdet selbst nicht zu kommunistischen Bestien und Blutsäufern!
4.
Wiederholung des 2. Satzes mit der Hinzufügung,
die Kommunisten gehen unter, und es sei dann fatal,
sich auf deren Seite geschlagen zu haben.

So formuliertest Du das wohl heute.

Hier spricht jedoch eine ganz einfache
Bauersfrau aus einem abgelegenen Seitentale der Alpen!

Was willst Du denn eigentlich?

Dein Kirchenhass, der Deine Wahrnehmung massiv vernebelt,
ist da wirklich ein wenig penetrant. :-)

Wenn Du am Gesamttext dort nicht mehr auszusetzen hast
als die schlichte Sprache und die Weltsicht der Kathi,
dann kann es doch nicht weiter von Relevanz sein.

Beste Grüsse!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

pardon, aber so steht das da nicht

Baldur @, Montag, 23. April 2012, 20:47 vor 2955 Tagen @ BBouvier 4645 mal gelesen

Hallo, BB,


Analyse/Aussage/Inhalt obiger vier Sätze:
1.
Die Kommunisten haben eine Zeitlang grosse Macht.


Pardon, aber das interpretierst Du mal so locker vom Hocker. Ich lese da nichts von Neokommunismus.
Genauso gut könnte das ein Bürgerkriegsszenario sein nach dem erneuten Aufflammen am Balkan, der auf das relativ nahe Österreich übergreift, oder die von E.Z. angeblich gesehenen Fundamentalisten-Terroristen des kompromißlosen nahöstlichen Glaubens, die mir im Hinblick auf die Feststellung für/gegen den (christlichen) Herrgott allemal einleuchtender dünkt.

=>
Wohl beim Kentern des Systems - wie 1917 in Russland,
1919 in der Münchener Räterepublik
und in Spanien während des Bürgerkrieges.

Ja, vielleicht. Oder auch *nur* die losgelassenen Alltagsvandalen aus den Banlieus, die schon heute mal in der U-Bahn Leute tottreten. Details wissen wird doch gar nicht, aber schiach klingt kaum nach regulärer Armee......

2.
Bleibt Euch selbst treu.
3.
Werdet selbst nicht zu kommunistischen Bestien und Blutsäufern!
4.
Wiederholung des 2. Satzes mit der Hinzufügung,
die Kommunisten gehen unter, und es sei dann fatal,
sich auf deren Seite geschlagen zu haben.

Siehe oben. die Botschaft, macht nicht mit, kann ich gerne mit übernehmen, aber der Rest ist doch völlig fiktiv von Dir interpretiert.
Wichtiger ist die Frage: können wir das Ereignis (plündern/morden) ernst nehmen, oder ist das nur eine fixe Idee, genauso unkonkret wie die angeblichen armen Seelen, die sie weder erkennt, noch die Umstände erhellen kann.


Hier spricht jedoch eine ganz einfache
Bauersfrau aus einem abgelegenen Seitentale der Alpen!

Der Kernpunkt aber ist: spricht hier eine Seherin ?

Und, wenn ja, was hat sie genau gesehen ? Hat sie gesehen, oder hat sie befürchtet, daß vielleicht mal, wenn das mit der Verderbnis so weiterginge, usw.


Dein Kirchenhass, der Deine Wahrnehmung massiv vernebelt,
ist da wirklich ein wenig penetrant. :-)

Ich sehe das, wie könnte es anders sein, völlig entgegengesetzt. Denn ich denke, daß da allerhand Leimruten gelegt wurden, um uns nach Strich und Faden - pardon - zu verarschen, um es mit Berndts prägnanter Ausdrucksweise zusammenzufassen.

Wer uns da an der Nase herumführt, ist wiederum die Frage, denn ich halte keineswegs die ganzen zitierten, angeblichen Seher für Lügner. Nur das Geschaute halte ich überwiegend für nicht real.

Wenn Du am Gesamttext dort nicht mehr auszusetzen hast
als die schlichte Sprache und die Weltsicht der Kathi,
dann kann es doch nicht weiter von Relevanz sein.

eben doch, siehe oben.

Leider beschäftige ich mich nich nicht so lange wie Du mit der Thematik, und habe früher viel zu viel geglaubt, unkritisch als wahr übernommen. Wenn ich dann mal selber irgendwo nachgestochert habe, mußte ich feststellen, hoppla, da stimmt ja was nicht, das riecht gewaltig.

Ich erinnere an Deine Feststellung, was augenscheinlich an Irlmaiertexten gar nicht von ihm stammt, sondern aus diesen frühen Wurzeln übernommen worden sein muß - ich werde dafür in einem anderen Beitrag Beispiele bringen.

Ich werde halt nicht gern verarscht, weder von Bekh mit seiner Stieglitz, noch vom Lied der Linde, das mit einiger Wahrscheinlichkeit alte Mythen aufgreift, statt reales zu beschreiben.

Und vor allem möchte ich nicht gern, auf das Erwartete vertrauend, im sicheren Gebirge ausharren, und in Bälde in einer totalitären, eingemauerten EUdSSR aufwachen, weil der kühne Held nie kam, während ich statt dessen entgegen aller Erwartung auch hätte auf einer weit entfernten, jedoch de facto völlig überflutungssicheren Karibikinsel meine Freiheit hätte bewahren können......wenn ich nur nicht so furchtbar doof gewesen und auf das Prophezeiungszeugs gehört hätte......

Ich denke, Du verstehst meinen Beweggrund....

Falsch liegen kann das Aus bedeuten. Man sollte seine Quellen der Entscheidungsfindung daher nicht kritiklos zusammenstellen.....einem Popen wäre das wurscht, der verkauft immer nur das Jenseits. Seine Ratschläge würde wohl keine Bank beleihen.....

beste Grüße vom Baldur

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<"spricht hier eine Seherin?">

BBouvier, Montag, 23. April 2012, 21:15 vor 2955 Tagen @ Baldur 4651 mal gelesen

<"...können wir das Ereignis (plündern/morden) ernst nehmen,
oder ist das nur eine fixe Idee ...
">

Hallo, Baldur!

Zitat (Auzüge):
"Aber dann kommt eine harte Zeit.
Daheim und für die Feldarbeit sind nur ältere Menschen
und Weiberleut verfügbar.
Die Not wird groß und größer, und man sagt zueinander:
»Es kann nicht mehr gehen, es geht nimmer«,
und es geht doch noch weiter.
Es geht viel länger abwärts, als die Leute zuerst meinten.
Dann plötzlich bricht's.
Die Leute sind auf dem Feld, es ist Spätsommer,
das Korn schon reif, da kommen sie,
ganze Horden schiacher Leute, und überfallen alles.
Sie bringen um, was sie erwischen — es ist furchtbar.
Die Haustüren werden eingeschlagen und alles kaputt gemacht.
Sie morden und rauben,
und sogar Einheimische aus dem Dorf laufen mit jenen
und plündern genauso.
Ich sehe irgendwo eine Kirche,
gesteckt voller betender Leute,
plötzlich kommen diese schiachn Leute in roten Fetzen
und sperren die Kirchentüren zu, und bringen die in der Kirche
alle um.

Kinder, ihr müßt auf den Berg fliehen.
Dort müßt ihr auch etwas zu Essen verstecken
und etwas zum Schlafen herrichten.
Auf den Berg gehen diese plündernden Horden nicht hinauf.
Springt ja nicht ins Dorf.

Es kommt eine schreckliche Zeit:
Ich sehe Weiberleut' alle in schwarz
und am Friedhof Haufen an Haufen.
Alte Männer werden am Kirchplatz von einem alten Pfarrer
mit dem Allerheiligsten gesegnet,
und sie gehen zu Fuß zum Tal hinaus und kämpfen draußen,
gar nicht weit weg, nur mit Messern und einfachen Waffen,
Mann gegen Mann.
Sie haben nur Socken an, statt Schuhe, so groß ist die Not.
Vom hinteren Ötztal werden Verwundete auf Leiterwagen
herausgebracht."

Du:
"Der Kernpunkt aber ist: spricht hier eine Seherin ?"

BB:
Aber ganz sicher doch!

Du kannst der armen Frau (wohl geb. 1883!)
doch kaum vorwerfen wollen, dass sie katholisch ist!

Und Dein Argument, sie sage:
"Es gibt nur zwei Parteien:
Für den Herrgott und gegen den Herrgott!
Die Verfolger der Kirche haben eine Zeitlang eine große Macht."

Spricht m.E. sehr für eine Wiederholung
von 1789, 1871, 1917, 1919 und 1936.

Nämlich "Rote" gegen die bestehende Ordnung
und deren Repräsentanten.
Darunter auch Pfarrer und die Kirche ganz pauschal.

Beste Grüsse!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

sehen kann jeder, aber sieht man auch zutreffendes ?

Baldur @, Montag, 23. April 2012, 21:46 vor 2955 Tagen @ BBouvier 4644 mal gelesen

...es ist Spätsommer,
das Korn schon reif,
Ich sehe irgendwo eine Kirche,
gesteckt voller betender Leute,
plötzlich kommen diese schiachn Leute in roten Fetzen
und sperren die Kirchentüren zu, und bringen die in der Kirche
alle um.

Ich sehe Weiberleut' alle in schwarz
und am Friedhof Haufen an Haufen.
Alte Männer werden am Kirchplatz von einem alten Pfarrer
mit dem Allerheiligsten gesegnet,
und sie gehen zu Fuß zum Tal hinaus und kämpfen draußen,
gar nicht weit weg, nur mit Messern und einfachen Waffen,
Mann gegen Mann.
Sie haben nur Socken an, statt Schuhe, so groß ist die Not.
Vom hinteren Ötztal werden Verwundete auf Leiterwagen
herausgebracht."

"Der Kernpunkt aber ist: spricht hier eine Seherin ?"

BB:
Aber ganz sicher doch!


Hallo, BB,

daß sie was sah, bestreite ich doch gar nicht, Sie soll ja auch arme Seelen, die sich *angekündigt* haben sollen, gesehen haben, jedoch, ohne sie zu erkennen, wer das denn wäre !
Und nirgends ist überliefert, daß sie jemals zuvor zutreffendes gsehen hätte.

Darum gehts doch - ist sie eine ernstzunehmende Quelle, weil sie schon Treffer hatte, oder war sie jemand, die halt was sah, und das erzählte, und das wars dann ?

Eine mir bekannte Hellseherin hat meiner Familie ungalublich präzise Voraussagen gemacht, die alle eintraten, sie sagte aber auch, daß sie ihren Mann sähe, der ihr vom Friedhof aus zuwinken würde, wann immer sie vorbei fahre, (da war der noch quietschfidel), und deutete das, daß er bald sterben werde - er starb aber nicht in Bälde, nach Jahren verlor sich der Kontakt. Und diese Dame hatte reihenweise präziseste Treffer.


Du kannst der armen Frau (wohl geb. 1883!)
doch kaum vorwerfen wollen, dass sie katholisch ist!

Auch darum gehts doch nicht. Da ich aber auch eine umfangreiche katholische Verwandtschaft hatte, kenne ich die *werds scho no seng* Aussagen zur Genüge. Die sagten mehr oder weniger das Gleiche wie die Ötztalkathi, nur nicht, daß sie es gesehen hätten - aber erwartet haben es praktisch alle, und das hat auf mich ziemlich abgefärbt.


Und Dein Argument, sie sage:
"Es gibt nur zwei Parteien:
Für den Herrgott und gegen den Herrgott!
Die Verfolger der Kirche haben eine Zeitlang eine große Macht."

Spricht m.E. sehr für eine Wiederholung
von 1789, 1871, 1917, 1919 und 1936.

Ich sehe das, wie gesagt, anders, und wenn ich es denn interpretieren will, paßt das auf islamitische Umtriebe viel eher. Um es plakativ zu sagen: wer nimmt die Kirche denn heute wirklich noch ernst und sieht sie als Gegner an ? Die sind doch längst in einer argumentativen Sackgasse gelandet aus Unglaubwürdigkeit, Doppelmoral und xyz (selbstzensiert, ich will ja wirklich niemanden verletzen).

Allerdings würde sich wohl jemand auf gleicher Stufe (religiös um Vormacht kämpfend) am einzigen Gegner reiben, und wenn es nur um die Zurschaustellung faktischer Macht gegen dünnes Wort ginge.


Nämlich "Rote" gegen die bestehende Ordnung
und deren Repräsentanten.
Darunter auch Pfarrer und die Kirche ganz pauschal.

Ja, aber die Kirche ist doch heute gar kein Machtfaktor mehr. Welcher Kommunist hätte denn Angst vor dem Einfluß eines Bischofs oder Kardinals ? Die würden doch nur laut lachen. Bei Woitila und dem Aufbruch in Polen mag das noch anders gewesen sein, gerne zugestanden. Aber das ist lange her.

Ebenfalls beste Grüße vom Baldur

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Systemkollaps und die Lehre der Moskowiter

BBouvier, Dienstag, 24. April 2012, 14:02 vor 2954 Tagen @ Baldur 4994 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 24. April 2012, 14:20

Hollo, Baldur!

Welcher Kommunist hätte denn Angst
vor dem Einfluß eines Bischofs oder Kardinals ?

Unmittelbar geht es gar nicht darum.
Sondern um die Durchsetzung der Herrschaft
einer rein diesseitigen und materialistischen
Weltsicht. Und um die alleinige Herrschaft
ihrer Repräsentanten.
Und da ist ein Jeder "Feind", der anders denkt
und sich nicht duckt.
Ebenso pauschal doch die Reste des Bürgertums.
In Russland haben die Kommunisten in den 20er Jahren
selbst die Grossbauern (!) pauschal ausgerottet.

Pardon, aber das interpretierst Du mal so locker vom Hocker.
Ich lese da nichts von Neokommunismus
.

Marianne Lenormand (1772-1843)
=>
"Der Pariser wird selbst mit der Wut und der
Verzweiflung im Herzen und erfüllt von der Lehre,
welche der Moskowiter uns gab, mit wütender Hand
die Anstrengungen unterstützen,
womit die Barbaren die Königin der Städte (=Paris)
vernichten wollen."

"Moskowiter" => sprachlich alter Ausdruck für:
"Moskauer" => Einwohner Moskaus
"Lehre der Moskowiter" => Kommunismus

Und damals war St.Petersburg (!) die Hauptstadt Russlands!

Diese Aussage ist bemerkenswert,
weil ja vor der Russischen Revolution 1917
Niemand verstand, was Lenormand
mit "Lehre Moskaus"
=> "Kommunistische Doktrin"
eigentlich wohl hatte sagen wollen.

Und nach einer anderen Prophezeiung
rufen die frz. Aufständischen die
Russen zu Hilfe!

Irgendwo hast Du in den letzten Tagen geschrieben,
vom Finanzkollaps fände sich doch nichts
in den Schauungen. Das ist insofern richtig,
als dieser Terminus selbst (!) so dort nicht auftaucht.

Jedoch:
1)
(Stormberger/Mühlhiasl zugeschrieben)
"Die hohen Herren machen Steuern aus, die keiner mehr zahlen wird.
Viele neue Gesetze werden gemacht, aber nimmer ausgeführt".
=> offensichtlich wegen des Systemkollapses
Und am Ende wüssten "Die" fast nicht mehr, was für Namen
sie den neuen Steuern denn überhaupt noch geben sollten.
(=> das ist bereits jetzt der Fall)

2)
Katharina-Ötztal:
"Die Not wird groß und größer, und man sagt zueinander:
»Es kann nicht mehr gehen, es geht nimmer«,
und es geht doch noch weiter.
Es geht viel länger abwärts, als die Leute zuerst meinten.
Dann plötzlich bricht's. (=> Systemkollaps)
Die Leute sind auf dem Feld, es ist Spätsommer,
das Korn schon reif, da kommen sie,
ganze Horden schiacher Leute, und überfallen alles.
... plötzlich kommen diese schiachn Leute in roten Fetzen ... "

Obige Zitate sollten als massive Indikatoren für den
"Finanzkollaps" und den Umbruch Richtung Neokommunismus
durchaus hinreichend sein.

Grüsse!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

Re: Widerspruch in Deinen Texten versteckt

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Dienstag, 24. April 2012, 18:23 vor 2954 Tagen @ Baldur 4553 mal gelesen

Hallo Baldur!

" Und Dein Argument, sie sage:
"Es gibt nur zwei Parteien:
Für den Herrgott und gegen den Herrgott!
Die Verfolger der Kirche haben eine Zeitlang eine große Macht."

Spricht m.E. sehr für eine Wiederholung
von 1789, 1871, 1917, 1919 und 1936.

Ich sehe das, wie gesagt, anders, und wenn ich es denn interpretieren will, paßt das auf islamitische Umtriebe viel eher. Um es plakativ zu sagen: wer nimmt die Kirche denn heute wirklich noch ernst und sieht sie als Gegner an ? Die sind doch längst in einer argumentativen Sackgasse gelandet aus Unglaubwürdigkeit, Doppelmoral und xyz (selbstzensiert, ich will ja wirklich niemanden verletzen)."

und dann wieder:

"Und vor allem möchte ich nicht gern, auf das Erwartete vertrauend, im sicheren Gebirge ausharren, und in Bälde in einer totalitären, eingemauerten EUdSSR aufwachen, weil der kühne Held nie kam, während ich statt dessen entgegen aller Erwartung auch hätte auf einer weit entfernten, jedoch de facto völlig überflutungssicheren Karibikinsel meine Freiheit hätte bewahren können......wenn ich nur nicht so furchtbar doof gewesen und auf das Prophezeiungszeugs gehört hätte......

Ich denke, Du verstehst meinen Beweggrund...."

Einerseits gibt es das Szenario bei Dir scheinbar nicht,
es passe mehr auf islamistische Umtriebe,
die christlichen Kirchen nähme heute niemand mehr ernst.

Im zweiten Beitrag erwartest Du, in Bälde in einer "totalitären
eingemauerten EUdSSR" aufzuwachen.
Auch sonst sprichst Du öfters von der DDR3.0 und ähnlich gepoltem.
Du sagst, daß Du das Prophezeiungsgeschwafel nicht glauben willst,
aber gleichzeitig glaubst Du eben an das Herannahen einer totaliären EU,
wie auch immer.

Und am realen Geschehen sieht man doch, daß nationales Recht
immer mehr ausgehebelt wird:
Die EZB, der die nationalen Bundesbanken unterstellt sind.
Europäische Fiskalpakte, "Transferunion", europäische Gerichte,
wessen die nationalen Bundesverfassungsgerichte unterstellt sind.
Das "VW-Gesetz", das von der EU untersagt wird.
Nebst unzähligen anderen Gesetzen und Normen, die vorgeschrieben werden.
Zusätzlich schreibt uns noch der IWF, die Weltbank oder
das BIZ alles mögliche vor.

Zugegeben, der "große Wurf" hin zu einer russisch dominierten EUdSSR blieb bisher aus.
Aber ehrlich, auf welche Manier sollten plötzlich Islamisten politisch & militärisch
die gesamte Westliche Welt erobern sollen? Also daß die plötzlich den Kirchgang der
Christen verhindern würden bzw. uns zum Gang in die Moschee zwingen? Ist doch absurd.

"Weil der kühne Held nie kam": Den Quellen entnehmend kommt der auch nicht sofort
in der Anfangszeit der roten Diktaturen,
sondern er läßt uns ein "wenig zappeln" bis dahin in den Diktaturen.:-D
Das Zappeln kann schon mal gut zwei Jahre dauern, denke ich.:schief:

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

auf den Zeitpunkt kommts an

Baldur @, Dienstag, 24. April 2012, 20:26 vor 2954 Tagen @ Eyspfeil 4844 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,

paßt das auf islamitische Umtriebe viel eher.
vor allem möchte ich nicht gern, auf das Erwartete vertrauend, im sicheren Gebirge ausharren, und in Bälde in einer totalitären, eingemauerten EUdSSR aufwachen,

Und am realen Geschehen sieht man doch, daß nationales Recht
immer mehr ausgehebelt wird:

Aber ehrlich, auf welche Manier sollten plötzlich Islamisten politisch & militärisch
die gesamte Westliche Welt erobern sollen? Also daß die plötzlich den Kirchgang der
Christen verhindern würden bzw. uns zum Gang in die Moschee zwingen? Ist doch absurd.


ich fange mal hier an: was derzeit in der EU im allgemeinen und in Affistanien im Besonderen abgeht, hätte vor fünf Jahren jeder Gelehrte als völlig undenkbar und total absurd erachtet. Trotzdem ist es heute Realität, und wir sind noch lange nicht am Ende der Totalverblödung einerseits und der Totalversklavung andererseits. Ich würde das sogar als Werk des Antichristen akzeptieren, wenn der Begriff nicht eindeutig besetzt, definiert, und als katholischer Kampfbegriff kontaminiert wäre.

Es gibt - reines Nachdenken, keine Schauung - nur drei Möglichkeiten für unser deutschsprachiges Lebensumfeld:
- es wird besser
- es bleibt gleich
- es wird schlechter

Für besser sehe ich keinen Grund, also bleibt übrig, es geht so weiter, oder, es wird schlechter.
Aus meiner Sicht des Ausgewanderten wurde es - was meine Hauptkritikpunkte angeht - in der BRDDR eindeutig schlechter, massiv sogar. Allein der Lohnvergleich würde dem Durchschnittsmalocher die Zornestränen in die Augen treiben.
Wenn ich aber mal zurückkomme, sehe ich, es ging augenscheinlich nur graduell abwärts, von massiv sehe ich als Besucher níchts. Die Leute scheinen zufrieden, als wüßten sie es nicht besser, und/oder hätten sich arrangiert. Trotzdem bin ich heilfroh und dankbar, weg zu sein.

Die Wahrnehmung ist also unterschiedlich, ob man mitten drin ist, oder von außen zusieht.

Wenn es im deutschsprachigen Europa langsam absinkt oder schnell abwärts geht, (selbst wenn es gleich bleibt, sinkt es im Verhältnis zu den besseren) wäre man in aufstrebenden Gegenden der Welt sinnvoller aufgehoben.

Jetzt sagt detlef, Obacht, hier bei ihm ginge alles wortwörtlich in Kürze bachab. Andere Schauungen sagen auch, bleib hier, woanders wäre es noch schlimmer (ohne konkret zu werden). Basey sagt dies zumindest von Nordamerika, daß es dort auch nicht angenehm würde.

Man entschließt sich also aufgrund von Schauungen, in Europa zu bleiben, wenn auch vielleicht geographisch optimiert.

Sollte das erwartete dritte Weltgeschehen aber ausbleiben, oder Jahrzehnte auf sich warten lassen, wäre ein Ausharren hier schlecht, und ein Wegzug in eine aufstrebende Gegend sinnvoller.
Denn: chlöpft es nicht, geht es hier zumindest weiter in den real existierenden Grün-PC-Orwell-US-Monzannto-Marxismus.

Sollte es aber in Kürze eintreten, und hernach die US-dominierte, pervertierte, zugleich marxistische Grundhaltung (was für ein irrwitziger Mix !) überwunden werden, könnte man es hier abwarten und würde den Wiederaufstieg nachher noch vor dem Greisenalter in gewohnter Umgebung mitmachen können.

Wie immer man es wendet, es kommt auf den Zeitpunkt an (und natürlich darauf, ob es überhaupt dreht).

Klar erwarte ich demnächst in Deutschland, Frankreich, England, Spanien, Italien und Skandinavien den Chaos-Irren-Staat, die Entrechtung der Bürger, die weitere Verwahrlosung der öffentlichen Ordnung, runter bis auf gewisse südamerikanische Verhältnisse, eine neue DDR, aber ohne deren innere Sicherheit.

Ob es zu islamitsischen Übergriffen kommt, wird sich zeigen, ich vermute sie eher subtil, wie man auf hartgeld.com bereits betreffend UK und Belgien lesen kann, und eher nicht offen wie im Zwangsbekehrungstraum aus Paris. Aber ausschließen würde ich auch das nicht. Die westliche Unwerteunordnung ist derart dekadent, daß sie sich selber abschafft. Und am schlimmsten dran ist die BRDDR, weil es dort als einzigem Land keine Partei gibt, die der Blockpartei widerspräche.

Die religiös beschriebenen Szenarien (völliges Chaos und mittelalterähnliches Faustrecht) halte ich durchaus für möglich, aber ich nehme sie eben nicht als wahre Schauung, weil sie seit Jahrhunderten immer gleich daherlamentieren, und bisher ausgeblieben sind. Aussagen ohen Zeitbezug sind wertlos. Ich halte eben nur rational eine solche Entwicklung für möglich. Ob sie wahrscheinlich ist, wird sich zeigen, denn mit Brot, Spielen, und selbst gedrucktem Geld geht das noch Jahrzehnte bergab, bis wir rumänische Verhältnisse bekommen haben, allerdings ohne deren Landwirtschaft. In einem solchen Chaos kann sich die politische Schmarotzerkaste und deren Wasserträger und Nutznießer nicht halten, und wird daher alles versuchen, diesen Zustand zu verhindern.

Wenn das alles im Jahr 2065 eintritt, schaue ich mir längst die Radieschen von unten an, dann ist es mir eagl.

Der Waldviertler klärte uns ja auf, daß es noch viel länger dauern würde, als bisher vermutet, bis es soweit sei. Soll ich das noch jahrzehntelang abwarten, oder doch noch die Chance nutzen, und z.B. Richtung Asien davonziehen ? Das ist die gute Frage.

Wenn ich mich dabei von den Schauungen anderer beeinflussen lasse, müssen diese ernstzunehmen sein. Darum gehts mir. Wenn mir das alles ein Pfarrer sagte, der aber schon mehrfach richtig gelegen wäre, würde ich ihm selbstverständlich glauben. Nur genau daran mangelt es ja.....

Die Voraussagen machen Mut, es würde nicht zu lange dauern, und wäre zu überstehen. Und hernach wäre es wieder lebenswert. Wenn wir da mal bloß nicht einem Trugbild vertrauen.....

Beste Grüße zurück vom Baldur

Re: Auf den Zeitpunkt kommts an

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Mittwoch, 25. April 2012, 22:13 vor 2953 Tagen @ Baldur 4642 mal gelesen

Hallo Baldur!

ich fange mal hier an: was derzeit in der EU im allgemeinen und in Affistanien im Besonderen abgeht, hätte vor fünf Jahren jeder Gelehrte als völlig undenkbar und total absurd erachtet. Trotzdem ist es heute Realität, und wir sind noch lange nicht am Ende der Totalverblödung einerseits und der Totalversklavung andererseits. Ich würde das sogar als Werk des Antichristen akzeptieren, wenn der Begriff nicht eindeutig besetzt, definiert, und als katholischer Kampfbegriff kontaminiert wäre.

Es gibt - reines Nachdenken, keine Schauung - nur drei Möglichkeiten für unser deutschsprachiges Lebensumfeld:
- es wird besser
- es bleibt gleich
- es wird schlechter

Zum Bleistift gibt es noch die Möglichkeit "es wird anders", etwa durch ein völlig
unerwartetes Ereignis, auch, man möge mich belächeln, sowas wie ein Himmelszeichen,
welches die Wissenschaft bisher nicht so ohne weiters erklären kann.


Für besser sehe ich keinen Grund, also bleibt übrig, es geht so weiter, oder, es wird schlechter.
Aus meiner Sicht des Ausgewanderten wurde es - was meine Hauptkritikpunkte angeht - in der BRDDR eindeutig schlechter, massiv sogar. Allein der Lohnvergleich würde dem Durchschnittsmalocher die Zornestränen in die Augen treiben.
Wenn ich aber mal zurückkomme, sehe ich, es ging augenscheinlich nur graduell abwärts, von massiv sehe ich als Besucher níchts. Die Leute scheinen zufrieden, als wüßten sie es nicht besser, und/oder hätten sich arrangiert. Trotzdem bin ich heilfroh und dankbar, weg zu sein.

Die Lohnschere denke ich geht überall auseinander, das hat ja gerade Karl Marx
anschaulich beschrieben schon vor 150 Jahren.
Neuguinea würde mich mal reizen, da gibt es noch Leute, die wie im 19.Jahrhundert
leben bzw. Ureinwohner mit Pfeil und Bogen. Die Finanzkrise tangierte das Land
bisher kaum.
In Deutschland ist man freilich schon neidisch auf Besserverdienende.
Die Reichen in meiner Nachbarschaft gönnen mir nicht einmal ihre Pfandflaschen
in den gelben Säcken.

Die Wahrnehmung ist also unterschiedlich, ob man mitten drin ist, oder von außen zusieht.

Wenn es im deutschsprachigen Europa langsam absinkt oder schnell abwärts geht, (selbst wenn es gleich bleibt, sinkt es im Verhältnis zu den besseren) wäre man in aufstrebenden Gegenden der Welt sinnvoller aufgehoben.

Bis jetzt boomt Deutschland, das kann sich aber laut Schätzungen von Ökonomen
nächste Woche schon wieder ändern, die Einschläge scheinen mit dem Abrutschen
der Niederlande näher zu kommen, und mit der Abwahl Sarkozys.


Jetzt sagt detlef, Obacht, hier bei ihm ginge alles wortwörtlich in Kürze bachab. Andere Schauungen sagen auch, bleib hier, woanders wäre es noch schlimmer (ohne konkret zu werden). Basey sagt dies zumindest von Nordamerika, daß es dort auch nicht angenehm würde.

Man entschließt sich also aufgrund von Schauungen, in Europa zu bleiben, wenn auch vielleicht geographisch optimiert.

Also wenn Paraguay absäuft, dann schwappen ganze Kontinente über, und dafür ist
2012 m.E. eindeutig zu früh. Detlef nimmt die Maya-Prophs ernst, und die haben
sich hier im Forum überholt. Diese Weltuntergangs-Philosophie gab es im Maya-Reich
nachgewiesenermaßen nie, und außerdem ist der Anfangspunkt 11.08.3114 v.Chr.
kaum sicher.

Sollte das erwartete dritte Weltgeschehen aber ausbleiben, oder Jahrzehnte auf sich warten lassen, wäre ein Ausharren hier schlecht, und ein Wegzug in eine aufstrebende Gegend sinnvoller.
Denn: chlöpft es nicht, geht es hier zumindest weiter in den real existierenden Grün-PC-Orwell-US-Monzannto-Marxismus.

*lol* Du machst dem Joerg Konkurrenz. Fehlt noch das grüne Smartphone,
nee das grüne EiPad. :-D Aber es stimmt,
ich meine damit die real eingeschlagene Richtung.

Sollte es aber in Kürze eintreten, und hernach die US-dominierte, pervertierte, zugleich marxistische Grundhaltung (was für ein irrwitziger Mix !) überwunden werden, könnte man es hier abwarten und würde den Wiederaufstieg nachher noch vor dem Greisenalter in gewohnter Umgebung mitmachen können.

Wie immer man es wendet, es kommt auf den Zeitpunkt an (und natürlich darauf, ob es überhaupt dreht).

Naja, falls man die 3tf überlebt, und das ist ja gerade das Problem.
Jeder will ein Survivor sein, aber ist jeder hinterher ein Survivor?

Klar erwarte ich demnächst in Deutschland, Frankreich, England, Spanien, Italien und Skandinavien den Chaos-Irren-Staat, die Entrechtung der Bürger, die weitere Verwahrlosung der öffentlichen Ordnung, runter bis auf gewisse südamerikanische Verhältnisse, eine neue DDR, aber ohne deren innere Sicherheit.

Oje, in den Nachbarländern vielleicht "südamerikanische Verhältnisse" allein wegen
der Überfremdung, aber in Deutschland paßt sich doch jeder an, siehe die DDR1.0
damals. Da gabs grad mal 1953 einen kleinen Aufstand, sonst beugte man sich dem
Orwell-Staat. Die Öffnung des Eisernen Vorhangs 1989 ging von Putin & Co. aus.

Ob es zu islamitsischen Übergriffen kommt, wird sich zeigen, ich vermute sie eher subtil, wie man auf hartgeld.com bereits betreffend UK und Belgien lesen kann, und eher nicht offen wie im Zwangsbekehrungstraum aus Paris. Aber ausschließen würde ich auch das nicht. Die westliche Unwerteunordnung ist derart dekadent, daß sie sich selber abschafft. Und am schlimmsten dran ist die BRDDR, weil es dort als einzigem Land keine Partei gibt, die der Blockpartei widerspräche.

Ein Super-Ajatoller mit einer Reihe von islamischen Staaten hätte gegen die
Übermacht der NATO militärisch keine Chance.
Und falls die NATO aufgelöst würde aufgrund von Impakten o.ä., dann wäre
genausogut der Übergriff der Kommunisten bzw. Rußlands möglich, was ja
schließlich geschaut wurde. Der Angriff der Islamisten auf den Westen
wurde dagegen nicht geschaut.

Die religiös beschriebenen Szenarien (völliges Chaos und mittelalterähnliches Faustrecht) halte ich durchaus für möglich, aber ich nehme sie eben nicht als wahre Schauung, weil sie seit Jahrhunderten immer gleich daherlamentieren, und bisher ausgeblieben sind. Aussagen ohen Zeitbezug sind wertlos. Ich halte eben nur rational eine solche Entwicklung für möglich. Ob sie wahrscheinlich ist, wird sich zeigen, denn mit Brot, Spielen, und selbst gedrucktem Geld geht das noch Jahrzehnte bergab, bis wir rumänische Verhältnisse bekommen haben, allerdings ohne deren Landwirtschaft. In einem solchen Chaos kann sich die politische Schmarotzerkaste und deren Wasserträger und Nutznießer nicht halten, und wird daher alles versuchen, diesen Zustand zu verhindern.

Wenn das alles im Jahr 2065 eintritt, schaue ich mir längst die Radieschen von unten an, dann ist es mir eagl.

Sagte die Muttergottes angeblich in Erscheinungen: Also daß viele Länder keine
richtige Regierung mehr hätten in der Zukunft.
In Ländern wie Afghanistan, Somalia, Mali, Jemen, Sudan, Zimbabwe, Haiti
doch bereits eingetreten! In den 60ern waren das noch prosperierende Staaten,
in der postkolonialen Epoche.

Der Waldviertler klärte uns ja auf, daß es noch viel länger dauern würde, als bisher vermutet, bis es soweit sei. Soll ich das noch jahrzehntelang abwarten, oder doch noch die Chance nutzen, und z.B. Richtung Asien davonziehen ? Das ist die gute Frage.

Wenn ich mich dabei von den Schauungen anderer beeinflussen lasse, müssen diese ernstzunehmen sein. Darum gehts mir. Wenn mir das alles ein Pfarrer sagte, der aber schon mehrfach richtig gelegen wäre, würde ich ihm selbstverständlich glauben. Nur genau daran mangelt es ja.....

Die Voraussagen machen Mut, es würde nicht zu lange dauern, und wäre zu überstehen. Und hernach wäre es wieder lebenswert. Wenn wir da mal bloß nicht einem Trugbild vertrauen.....

Beste Grüße zurück vom Baldur

Moment mal, der WV sagte 2001 anläßlich eines Hellseher-Treffens,
daß es noch 10-15 Jahre dauern würde.
Freilich, hier saßen schon damals viele auf ihren Konserven-Bergen,
und er machte sich über die lustig.
Mehr als 2/3 der Zeit ist inzwischen verstrichen,
und wir werden ab 2013 sehen, wo es lang geht.
Nimm doch als Richtschnur Nostradamus mit seinen 73 Jahren
und sieben Monaten Herrschaft Babylons (US-Vorherrschaft)
bis zur "größten Finsternis", oder die
tibetanische Proph mit "71 Jahren
Friedenszeit mit drei herrschenden Staaten".

Anhaltspunkte gibt es noch mehr, daß dies das letzte Jahrzeht dieser Ära
sein wird.;-)

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

Ich denke es geht abwärts

Buffy441 @, Mittwoch, 25. April 2012, 23:04 vor 2953 Tagen @ Eyspfeil 4503 mal gelesen

In der Schauung der Bäuerin heißt die Leute stöhnen es geht nicht mehr es kann nicht mehr schlimmer werden, aber es wird schlimmer.
Im Moment ertapp ich mich selbst oft dabei, bei Diskussionen unter Freunden zu sagen, es geht nicht mehr, es muss was passieren.

Aber ich denke wir befinden uns bereits in der Abwärtsspirale und dass es demzufolge unter Umständen noch ein paar Jahre weiter bergab geht bevor das System komplett zusammenbricht.

Ich hoffe ich irre mich.
Ich wünsche mir kein Weltgericht, oder eine Apokalypse ich wünsche mir nur das es besser wird.

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seelische Fixiertheit

BBouvier, Montag, 23. April 2012, 19:13 vor 2955 Tagen @ Baldur 4718 mal gelesen

bearbeitet von BBouvier, Montag, 23. April 2012, 19:25

Hallo, Baldur!

es gibt etliche Indizien dafür,
dass es jeweils eine wie auch immer geartete Vermittlungs- oder
Sendepersönlichkeit im Übertragungsprozess geben müsste

Das ist doch nur Deine Vermutung.
Weder bei "Dackel-Autobahn-VW*zerquetscht"
noch bei
"Elefanten-Tsunami-auf Hügel geklettert"
erkenne ich eine "Vermittlungspersönlichkeit".
Sondern es handelt sich dabei schlicht nur um
eigene Präcognition.

vor allem bei sogenannten Offenbarungen wird das deutlich,
so soll Lorber davon ausgegangen sein,
von verschiedenen - sich namentlich vorstellenden -
Übermittlern kontaktiert worden zu sein,
Mondsperlinge hin oder her, es geht ja um Grundsatzfragen

Ja.
In diesem (!) Falle schon!
Man kann daraus aber doch nicht auf "alles" folgern.


Jetzt stellt sich doch massiv die Frage,
ob die Qualität der Botschaft
von ihrer (*persönlichen*) Herkunft beeinflusst wird
.

Die Freiburger Gänse - beispielsweise - "wussten"
doch nur von ihrem nahen Ende mittels britischer Kriegsverbrechen
via Bombenterror.
Inwiefern sollte die Herkunft der Gänse von Relevanz sein?

Also spielt die Herkunft, der Übermittlungskontext,
eine überragende Rolle
.

Nein.
Siehe oben.
Das folgert daraus überhaupt nicht.

Ich habe mich in den letzten Wochen,
soweit es im Internet möglich war,
mit den Inhalten von angeblichen Marienerscheinungen
und deren Botschaften auseinandergesetzt
.

Sogenannte "Marienbotschaften" stehen sicherlich nicht
im Focus unserer Recherchen.
Nur Du bist darauf seelisch fixiert.

Es wird darin einhellig ein Muster von beklagter Unbussfertigkeit,
dem göttlichen Zorn darüber,
und der drohenden Schreckensfolge sichtbar
.

Na und?
Nicht unser Thema.

Neutral betrachtet, ist das die Erzeugung massivster Angst
beim Empfänger
.

So ist das nun einmal bei schechten Nachrichten.
Und das hat doch allein mit dem Inhalte der Information
zu tun.

... ob man angesichts dieses durchaus fragwürdigen Hintergrundes
(was nützt extreme Angst, die Konfrontation mit vorgeblichen
Schrecken, dem Sehenden ?) solche Quellen verwerfen muss

Du folgerst, weil "Angst", die Information selbst sei irrig.
Diese Vorstellung ist weder zwingend noch zielführend.


Allerdings ergibt sich bei der Nachforschung historischer
Quellen, dass es kaskadenförmig einen stets weiter zurückreichenden
Grundtypus von angeblichen Schauungen gibt (die neueren nehmen die
Grundzüge der Vorgänger auf und ergänzen sie nur)
- die biblische Verfinsterung
- die vom Himmel herabfallende Vernichtung
- neuzeitlicher die einfallenden Russen
als vernichtendes Werkzeug Gottes

In füher geschichtlicher Zeit hat es immer wieder
fast die gesamte Menschheit vernichtende Katastrophen gegeben.
Und in Mythen werden diese - teils auch mit religiösem Bezuge -
tradiert. Na und?
Dass bei der uns ins Haus stehenden nächsten Grosskatastrophe
rein zufällig zeitgleich ein russischer Feldzug in Europa
stattfindet, interessiert doch bestenfalls die Bewohner
Mitteleuropas.
Und die Russen als "Werkzeug Gottes" ist doch nur die
rationalisierende Erklärung (!) der alten Seher
der damaligen kulturellen Epoche, die eben christlich geprägt war.


Will sagen: die Wurzeln kommen noch aus dem Mittelalter
.

Nöööö.
- Kältesommer
- Finanzkollaps
- schwerste Unruhen im mediterranen Bereich
- Küstentsunamis
- russische Armee mit 3 Heeresgruppen
- drei Weltkriege
- Impakte in Böhmen
- Sticktod durch Stäube
- Paris brennt ab
- Beben des Rheingrabens
- Hungersnot
etc. => all das basiert doch auf ganz jungen Schauungen!

Tatsache ist, dass nichts von alledem bisher eingetroffen ist

Wie sollte es denn wohl auch?
Das alles ist doch noch Futur!


Offenbar gibt es keinen Nutzzweck der Informationsübermittlung

Doch.
Detlef baut sich z.B. ein Boot.
Und ich bin nach Südbayern umgezogen.

wer hat dann welches Interesse
an der kontinuierlichen Aufrechterhalten
dieser Zukunftsvorstellung (cui bono
)?

Du postuliert ein "Interesse von Jemandem".
So eine Vermutung/Behauptung ist jedoch überhaupt nicht zwingend.
Siehe der "Dackel" oben.
Der hatte nur Interesse am eigenen Überleben.
Und dem seiner Besitzer, die ihn füttern.

Wäre es objektiv gesehen ein übelwollendes Interesse
(Schrecken zu verbreiten) -
sollten wir uns dann damit beschäftigen
?

Der Schrecken beruht allein auf dem Wissen.
Übelwollendes Interesse zu postulieren, ist völlig überflüssig.

Ich würde ... da ... spekulieren,
was gar nicht Teil der Schauung gewesen sein kann,
oder vom Seher halt kulturell eingefärbt worden sein könnte.

Kulturell eingefärbt ist da doch allein
ein eventueller Zusatz (!)
- des kömmt von des!
- man hätte eben mehr beten sollen!
- der Feind ist das Werkzeug GOTTES!

Na und?
Ganz abgesehen davon, dass derlei derart
minimal ausfällt, dass rundweg zu vernachlässigen.
Aber Du machst da eben auf hysterischen Kreischer
wie ein Dienstmädchen, das fast in eine Pfütze
getreten wäre.


Wenn wir die Feldpostbriefe als herausragende Beweise anerkennen,
müssen wir auch annehmen, dass es den Antichristen gibt
.

Durchaus nicht.
1)
Ist diese Stelle dort erwiesendermassen
nur das Echo einer sich gedachten Spiegelung Jesu.
2)
Und zum anderen ist "Antichrist" eine reine Chiffre
für Jemanden, der ein übler Gewaltherrscher ist.

Manche Eltern nennen kosend ihren Sprössling "Pumuckel".
Und daraus ist ja auch nicht zu folgern,
der entspräche 1:1 der gezeichneten Fernsehfigur.
Und dessen reale Existenz sei damit schlüssig bewiesen.

Dein Insistieren und Herumreiten auf diesem doch völlig irrelevantem Aspekt
der Schauungen nimmt mittlerweile ja fast pathologische Züge an. :waving:

Beste Grüsse!

BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

nein, blosse reine Vorsicht

Baldur @, Dienstag, 24. April 2012, 13:54 vor 2954 Tagen @ BBouvier 4672 mal gelesen

Hallo, BB,

es gibt etliche Indizien dafür,
dass es jeweils eine wie auch immer geartete Vermittlungs- oder
Sendepersönlichkeit im Übertragungsprozess geben müsste

Das ist doch nur Deine Vermutung.
Weder bei "Dackel-Autobahn-VW*zerquetscht"
noch bei
"Elefanten-Tsunami-auf Hügel geklettert"
erkenne ich eine "Vermittlungspersönlichkeit".
Sondern es handelt sich dabei schlicht nur um
eigene Präcognition.


dann wäre das ein Automatismus. Ein Tor, das sich öffnen würde. Manchmal. Überwiegend aber nicht.

Klar ist das die zweite mögliche Erklärung. Womöglich gibt es beide nebeneinander.
Nur, wenn es denn ein Automatismus wäre, der Tiere die bedrohliche Zukunft sehen lässt, wieso ist das im Schlachthof ganz offensichtlich zu 99,99% ausgeschaltet ?

Dann also doch *jemand*, der den Schalter umlegt, und sich evtl. eines Tiers bedient, weil die zu warnenden Leut zu stumpfsinnig für den Empfang einer direkten Botschaft geworden sind, oder auch jemand, der tierlieb ist und auf sie aufpasst....oder auch nicht. Lassen wir das offen.

vor allem bei sogenannten Offenbarungen wird das deutlich,
so soll Lorber davon ausgegangen sein,
von verschiedenen - sich namentlich vorstellenden -
Übermittlern kontaktiert worden zu sein,
Mondsperlinge hin oder her, es geht ja um Grundsatzfragen

Ja.
In diesem (!) Falle schon!
Man kann daraus aber doch nicht auf "alles" folgern.

Natürlich nicht, aber irgendwo müssen wir anfangen. Wenn ich mich recht erinnere, soll Wudy gesagt haben, er wisse nicht, ob das ein guter oder böser Geist wäre, der ihm das alles vormache.
Ich finde, das trifft es doch gut. nehmen wir es als Arbeitshypothese, denn wenn ich die Strassenbahnschau aus einem neutralen Automatismus heraus erklären sollte, wüsste ich nicht, wie.

Jetzt stellt sich doch massiv die Frage,
ob die Qualität der Botschaft
von ihrer (*persönlichen*) Herkunft beeinflusst wird
.

Die Freiburger Gänse - beispielsweise - "wussten"
doch nur von ihrem nahen Ende mittels britischer Kriegsverbrechen
via Bombenterror.
Inwiefern sollte die Herkunft der Gänse von Relevanz sein?


Wenn ich mit jemandem über Wahrscheinlichkeit und Selbstdisziplin diskutiere, wäre es nützlich, zu wissen, dass er z.B. spielsüchtig ist. Wenn ich mit jemandem über geschäftliche Pläne diskutiere, ist es vorteilhaft, zu wissen, dass er zuvor mehrfach Bankrott gegangen ist. Immer werde ich seine Aussagen anders werten, als ohne diese Kenntnis.

Wenn jemand mit einer Quelle verbunden zu sein glaubt, die ich als verdächtig einstufen muss, mindert das gewaltig die Glaubwürdigkeit gemachter Aussagen bzw. Prognosen.
Nehmen wir an, ich weiss, dass jemand unter ärtzlich diagnostizierten Wahnvorstellungen leidet, und höre von ihm, er sei nächtens von einem grossen schwarzen Mann verfolgt worden, dessen Gesicht er nicht habe erkennen können - dann wird das einen anderen Grad an Wahrheitswahrscheinlichkeit haben als bei der gleichen Mitteilung eines aktiven Beamten der Kriminalpolizei.

Oder etwa nicht ?

Schwadroniert jemand von Sühneopfer und fürchterlich zürnenden, weil eingeschnappten Gottheiten, sind von dort stammende Aussagen doch massiv anders zu bewerten als die Aussagen eines Otto Normalverbrauchers, der halt plötzlich folgendes sah.


Also spielt die Herkunft, der Übermittlungskontext,
eine überragende Rolle
.

Nein.
Siehe oben.
Das folgert daraus überhaupt nicht.

Doch. :-)


Sogenannte "Marienbotschaften" stehen sicherlich nicht
im Focus unserer Recherchen.
Nur Du bist darauf seelisch fixiert.


Nein, die historische Grundlage der überlieferten, angeblichen Visionen basiert sämtlich darauf. Als Faktum. Incl. deinem speziellen Lieblingsfreund, dem Antichristen. Siehe Konzionator und Co. (Ausnahme die modernen Aussagen vom Waldviertler und den hiesigen Teilnehmenden natürlich).

Nicht ich ziehe das herbei, sondern weise darauf hin, dass es überall aufzufinden ist.


Es wird darin einhellig ein Muster von beklagter Unbussfertigkeit,
dem göttlichen Zorn darüber,
und der drohenden Schreckensfolge sichtbar
.

Na und?
Nicht unser Thema.

Thema aber insoweit, als Sachaussagen aus diesen Quellen geglaubt wird, weil angenommen wird, man könne objektiven Aussagegehalt vom kulturellen Kontext trennen.

Ich sehe das anders und gehe davon aus, dass - sofern es keine Treffer als Beweis gibt - diese Aussagen nicht der Wirklichkeit entsprechen, weil die Quelle keine Tatsachen übermittelt, sondern - seit Jahrhunderten - Angst und Schrecken verbreitet.

Neutral betrachtet, ist das die Erzeugung massivster Angst
beim Empfänger
.

So ist das nun einmal bei schlechten Nachrichten.
Und das hat doch allein mit dem Inhalte der Information
zu tun.

Höllenvisionen sind ja keine Nachrichten, sondern suggerierte Bilder ohne Möglichkeit einer Nachprüfbarkeit.


... ob man angesichts dieses durchaus fragwürdigen Hintergrundes
(was nützt extreme Angst, die Konfrontation mit vorgeblichen
Schrecken, dem Sehenden ?) solche Quellen verwerfen muss

Du folgerst, weil "Angst", die Information selbst sei irrig.
Diese Vorstellung ist weder zwingend noch zielführend.


nein, nicht wegen Angstverbreitung, sondern wegen Herkunft aus einer über Jahrhunderte erkennbaren, verdächtigen Quelle, die eines gemeinsam hat, nämlich, dass keine darin enthaltenen Aussagen eingetroffen sind. Wenn man so will, wegen gleichzeitiger Inhaltsleere.



Will sagen: die Wurzeln kommen noch aus dem Mittelalter
.


etc. => all das basiert doch auf ganz jungen Schauungen!

Zugestanden, aber gegen diese motze ich ja auch gar nicht (Hunger bei ITOma), ganz im Gegenteil.

Offenbar gibt es keinen Nutzzweck der Informationsübermittlung

Doch.
Detlef baut sich z.B. ein Boot.
Und ich bin nach Südbayern umgezogen.


Das ist die grosse (teure) Nagelprobe. Daran wird sich zeigen, ob wir vertrauen durften (mussten) oder, wie soll ich sagen, vergackeiert worden sind.


Du postuliert ein "Interesse von Jemandem".
So eine Vermutung/Behauptung ist jedoch überhaupt nicht zwingend.
Siehe der "Dackel" oben.
Der hatte nur Interesse am eigenen Überleben.
Und dem seiner Besitzer, die ihn füttern.

Sah der Dackel, weil er es halt gerade konnte, oder war er Werkzeug, weil seine Brötchengeber zu blind dafür waren ?

Alles, was über eine lange Zeit immer wieder feststellbar ist, muss einen stetigen Hintergrund haben, und der lädt ein, erforscht zu werden.

Wäre es objektiv gesehen ein übelwollendes Interesse
(Schrecken zu verbreiten) -
sollten wir uns dann damit beschäftigen
?

Der Schrecken beruht allein auf dem Wissen.
Übelwollendes Interesse zu postulieren, ist völlig überflüssig.


Wenn das lauter fiktive Sachen sind, die völlig irreal bleiben, ist das kein Wissen, sondern Gaukelei, Filmdramaturgie. Kino.
Gegen Warnungen aus einem Kontext mit vorherigen Treffern habe ich noch nie etwas eingewandt.


Ich würde ... da ... spekulieren,
was gar nicht Teil der Schauung gewesen sein kann,
oder vom Seher halt kulturell eingefärbt worden sein könnte.

Kulturell eingefärbt ist da doch allein
ein eventueller Zusatz (!)
- des kömmt von des!
- man hätte eben mehr beten sollen!
- der Feind ist das Werkzeug GOTTES!

Na und?
Ganz abgesehen davon, dass derlei derart
minimal ausfällt, dass rundweg zu vernachlässigen.
Aber Du machst da eben auf hysterischen Kreischer
wie ein Dienstmädchen, das fast in eine Pfütze
getreten wäre.

Ja, Du übersiehst das im Gegensatz dazu jovial und vernachlässigst es als Randnotiz, ich sehe darin die Hauptbotschaft und nehme die sachlichen Randnotizen als notwendige Requisiten, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. aber nicht, um Fakten abzubilden. Wer hat Recht ? Wer Erfolge=Treffer erzielt.
Gut, Dein Buch gibt Dir hier einen 14:0 Vorsprung.....oder so. Es sei denn, Du hattest Deinerseits wesentlich mehr selbst gesehen/gespürt, als im Buche als blosse Herleitung drinnesteht.....

Wenn wir die Feldpostbriefe als herausragende Beweise anerkennen,
müssen wir auch annehmen, dass es den Antichristen gibt
.

Durchaus nicht.
1)
Ist diese Stelle dort erwiesendermassen
nur das Echo einer sich gedachten Spiegelung Jesu.

Dies wird aus den historisch-religiösen Quellen extrem deutlich, er ist angeblich um die 30, entstammt angeblicher *Unzucht*, usw. - er ist ein konstriertes Gegenbild.

2)
Und zum anderen ist "Antichrist" eine reine Chiffre
für Jemanden, der ein übler Gewaltherrscher ist.

Manche Eltern nennen kosend ihren Sprössling "Pumuckel".
Und daraus ist ja auch nicht zu folgern,
der entspräche 1:1 der gezeichneten Fernsehfigur.
Und dessen reale Existenz sei damit schlüssig bewiesen.

Dein Insistieren und Herumreiten auf diesem doch völlig irrelevantem Aspekt
der Schauungen nimmt mittlerweile ja fast pathologische Züge an. :waving:

Nein, das wäre verharmlosend. Die Bezeichnung Antichrist beinhaltet immer und grundsätzlich den primär religiösen Kontext. Das auszublenden, weil es nicht in die Zeit passt, hielte ich für eine unzulässige Verfälschung der Aussagen. Wer Antichrist sagt, meint nicht Tyrann oder Schreckensherrscher, weil diese Begriffe doch ebenso völlig geläufig und verfügbar wären - nein, er sagt Antichrist, weil er Antichrist meint.
Ich sage ja auch nicht, Lamborghini, wenn ich von einem VW Käfer erzählen möchte.

Ein Mann kommt ins Spielwarengeschäft und geht in die Eisenbahnabteilung. Dort angekommen, zertrümmert er die Vitrinen und reisst alle Modelleisenbahnen heraus, wirft sie auf den Boden und trameplt auf ihnen herum, bis sie alle kaputt sind.

Der Verkäufer ist völlig konsterniert und fragt, was das soll.

Darauf sagt der Mann, er sei eben erst wieder aus dem Spital entlassen worden, nachdem ihn eine Bahn angefahren hätte - MAN MUSS SIE TÖTEN, SOLANGE SIE NOCH KLEIN SIND......

Also, man muss propagandistischer Agitation entgegentreten, wann immer man ihr begegnet (unschuldig-guck :-)....)

Beste Grüsse vom Baldur

Allgemeine Betrachtung hierzu meinerseits

rauhnacht @, Dienstag, 24. April 2012, 00:57 vor 2955 Tagen @ Baldur 4690 mal gelesen

bearbeitet von rauhnacht, Dienstag, 24. April 2012, 01:06

Hallo Baldur,
es passiert, wenn es denn dann so weit ist, ja nicht das erste Mal.
Und „ der liebe Gott hat einen großen Tierpark!“ Da ist es nun ja auch die Frage, wie man dieses komische Sprichwort für sich übersetzt.
Man kann es verwerfen, weil Gott womöglich, so auf Anhieb die Welt betrachtet :gar nicht lieb ist, und Tiere - Menschengleichnis, ach je!
Man kann auch sagen, das dumme Sprichwort hält sich aber auch nur, weil es immer wieder benutzt wird.
Man könnte es aber auch lediglich so verstehen, dass neben aller Ähnlichkeit eben doch große Unterschiede bestehen. Und bis da jeder Topf seinen Deckel findet?!
Mich fasziniert die Vielzahl endzeitlicher „Erwartungen“. ( Wobei ich gar nicht glaube, dass es beim nächsten Show down tatsächlich schon darum geht )
Eschatologie. Die Lehre der „letzten Dinge“ vom „ Anbruche einer neuen Welt“. Individuell und universell.
Im Christentum, Judentum, Islam, nordische Mythologie, Azteken findet man dies.
„ Das Rad dreht sich“ Folge und Wirkung im Budhismus. Vorstellungen aufeinander folgenden Welten mit jeweiligen Weltenwenden, bzw.Enden in schamanistischen Bildern oder allgemeiner Naturreligionen, bekannt hier z.B. die Hopi.
Interessant auch der „Einbruch“ der sogenannten Realisten in den Letzten Jahren. Überbevölkerung, Ressourcenbegrenzung, Finanzdebakel, vermeintliche Klimakatastrophe. So scheinbar „plötzlich“ taucht auch dort das SCHRECKGESPENST der Endlichkeit auf. Ohne Wende ,irgendwie, geht es auch in deren Vorstellung nicht mehr hunderte von Jahren weiter. Das EWIGE Wachstum, alles wird Immerwährend besser ist nur noch eine Mär aus vergangenen Tagen. Vielleicht wird da nur eine Gesetzlichkeit begriffen oder erahnt?!
Und da ist dann der Mensch, ihm innewohnend der ständige Drang Wirkungsprinzipien zu verstehen oder in aller Verzweiflung zu konstruieren.. Das macht er dann auch, ganz nach seinem persönlichen Verständnis. Eben dieses ist aber, wie bitte sollte es auch anders sein, seinem Kulturkreis und seiner individuellen Ausrichtung zugeordnet,immer schon und auch heute. Das aber bedeutet, was da der Gemse einleuchtend erscheint, ist es für den Hund noch lange nicht. Der gegenwärtige „Zustand“ mag Beiden gleich erscheinen, über das wie, warum und wohin werden sie aber trefflich streiten, weil ihre Wahrnehmung und ihr individuelles Verständnis sich nicht deckt.
Ich finde es geradezu genial ( in anderen Worten solches läßt mich gläubig sein) in welcher Vielfalt dann irgendwie letztlich doch alles wieder z.B.siehe oben zu ähnlichem führt.
DIE WAHRHEIT im Detail gibt es für mich gar nicht, es gibt nur unzählig verschiedene Wege, alle mit der selben Berechtigung. Die Begründung, das aber ist der falsche Weg, ist lediglich der Annahme geschuldet, man müsse den kürzesten nehmen, alle wollen zum selben Ziel und Wurzeln kann man doch vermeiden. Ich meine, völliger Quatsch, was für den einen ein gangbarer Weg ist, ist es noch lange nicht für Alle.
Im allgemeinen und im besonderen taucht Gott im Erklärungsmodell des Individuums immer dann auf, wenn es an Grenzen des Wirkungsverständnisses stößt und es ob der Großartigkeit erblaßt. Ob dies nun im Nachdenken über Blitz und Donner früher oder Erkenntnissen der Physik und Mathematik heute geschieht, ist eigentlich wurscht. Stören tut da nur der Dogmatismus der Erkenntnisteilhaftigen. Und ich muss sagen, dieses nervt mich sehr, bei Anderen UND ebenso bei mir selbst!!!!! Eine Gesetzlichkeit?!


Nun könnte es sein, dass Schauungen sozusagen „Wegweiser“ sind.
Es könnte aber auch sein, dass Schauungen „Naturgesetz“ der Schöpfung, des Allen was da ist, sind.
In der oben ausgeführten Vielseitigkeit keineswegs in starre Bilder zu pressen, die dem jeweiligen Gusto entsprechen. ( Aus der Nahtodeserfahrungssammlung scheint es ja auch so zu sein, dass einige Bilder, wie z.B. das helle Licht, Tunnelerfahrungen, Lebensbilanz kulturübergreifend vorkommen und andere Bilder, wie Jesus, Mohammed, Engel und dergleichen kulturell oder persönlichen Glaubenserwartungen zu zu ordnen sind. Das heißt aber doch nicht, dass diese nicht da waren, sie sind lediglich erwartungstypisch im Geiste des Empfängers sinnreich übersetzt. Eben auf DEM Weg, der gesehen werden kann)

In der Folge aus obigem heißt dies für mich, dass Menschen, die Schauungen erleben ( was ich als gegeben annehme, da ich mir persönliche Erfahrungen derzeit nicht anders erklären kann ) dies in IHREM individuellen Rahmen tun mit aller womöglich religiös behafteten Struktur. Für jeden ein wenig anders und doch kulturell und aus Glaubenserkenntnis geprägtem Rahmen. Daraus ergeben sich letztlich in der Folge Bilder, denen ein Mensch anderer Auffassung kaum folgen kann. Sind die aber deswegen falsch und einfach so zu verwerfen? Wohl kaum, vielleicht gelten sie nur der Gemse oder dem Hund. Der Vielseitigkeit ist damit der Weg gezeichnet.
Ich kann Lorbeeraussagen eher nichts abgewinnen, die unzähligen Marienerscheinungen erscheinen mir als Glaubensaufrufe, wie auch immer geartet. Wie viele Menschen leben denn tatsächlich noch in der WENN – DANN Erwartung? Unzählige---- Wir Alle? Etwas anderes wird da doch im Kern gar nicht gesagt! Individuell unterscheidet sich nur das WENN.
Und dennoch ist dies für Mich in meinem Verständnis kein Aufruf zu dogmatischem Rosenkranzgebete ( für Andere im Umfeld der Empfänger durchaus und dort auch berechtigt);;und Glauben an rächendem Gott und blutigen Lämmern auf Wolken. Ich glaube auch keineswegs an einen schicksalswirkenden Gott oder Götter in Persona. Ich glaube an die Wirkung des Zusammenflusses alles dessen, was da ist, ein Schöpfungsprinzip, stets immerwährend aufs Neue, Spielt aber gar keine Rolle, wenn Andere dies anders empfinden oder glauben, die Wirkung ist ähnlich. Nur dieser rächende Gott, außerhalb von uns, erlischt da plötzlich, auch wenn dieses nervige WENN – DANN dadurch erhalten bleibt.
Ich denke, die Mühungen, die man mit dem Phänomen der Präkognition hat, sind fast immer ein Mühen um das Ringen mit dem Verständnis von der Welt und Gott, was immer der Einzelne dann da für sich da erkennen mag. Eben schon allein deswegen, weil uns bei TATSÄCHLICHER Anerkennung des Phänomens etwas streift, was uns von seiner Wirkung und Ursache letztlich zu einem „erschauerndem, sprich göttlichen unbegreiflichem Irgendwas“ gemahnt.
Ich glaube nicht; dass alles was irgendwie religiös gestrickt erscheint zu verwerfen ist; aus oben genannten Gründen ( Vielseitigkeit); ich glaube nicht, dass man bestimmte Bilder; wie das des Antichrist in den Feldpostbriefen wegen dem Bezug zu biblischen, erkenntnisbedürftigen Bildern mal eben so, weil aus irgendwelchen individuellen Erkenntnissen eben passender, negieren darf.
Die Welt ist eben dann doch nicht nur schwarz und weiß und auftretende Dualitäten dürfen für die Allgemeinheit nicht einfach per Logik und Analyse bestritten werden . Ein wenig mühsamer ist es dann halt schon.

P.S.:Weil nun nun wieder einmal Viele in diesem Forum stöhnen;_ vielleicht bin ich ja die Gans in diesem Zoo. Ich sag Euch, eigentlich mag ich das aber gar nicht sein!

Mit freundlichen Grüßen an Baldur

tiefschürfende Gedanken

Baldur @, Dienstag, 24. April 2012, 09:30 vor 2954 Tagen @ rauhnacht 4576 mal gelesen

Hallo, rauhnacht,

ganz herzlichen Dank für deine Mühe und deine Gedanken zum Thema, die uns sicher alle hier beschäftigen.

Vermutlich habe auch ich den eingefleischten Irrglauben, daß man vom Schicksal Gerechtigkeit und Fairness erwartet - dies kann eine völlig irrige, irreale Wunschvorstellung sein.

Wenn ich paranormal etwas übermittelt bekomme (das beginnt vom Klopfen im Gang, wenn gerade jemand aus der Familie verstorben ist, und dem Hellwissen, jetzt hat es gerade stattgefunden, bis zu Schauungen real eintreffender Szenarien), erwarte ich, daß das stimmt. So eintritt. Oder mir zumindest, weil ich Vorkehrungsmaßnahmen ergreife, und es abwenden kann, helfen wird.

Die Vorstellung, daß ich in Angst und Schrecken versetzt werde, weil ich etwas sehe, das mich gar nicht betrifft, ist schockierend - Wer macht so etwas, und/oder welches existierende System im Hintergrund ermöglicht so etwas ? Und warum ?

Ist es ein wer, frage ich nach seinem Motiv - will er mich verarschen, wie es ein Versuchsleiter mit einem Tier im Verhaltensversuch macht, will er mir bewußt schaden, weil er grad dazu Lust hat ? Wieso darf er das ? wieso werde ich nicht von wem auch immer davor geschützt ?

Ist es ein quasi automatisches System, muß ich fragen, wieso sind dort Bilder gespeichert, die nicht für mich bestimmt sind (weil sie während meines Daseins nicht real werden). Sind es Unfälle und Fehlschaltungen, die passieren ?

Was muß man als Konsequenz aus diesen Überlegungen ziehen ?

In meiner Kindheit sah ich ein Geschehen, das sich kurz später identisch ereignete. Ich hätte es aus heutiger Sicht abwenden können, aber es erschien derart unmöglich, daß ich es nie als Handlungsanweisung erkannte. Heute habe ich daraus gelernt und weiß, daß es Schauungen gibt, und daß ich danach handeln muß. Ich weiß, daß ich in der ganzen Zeit noch nie verarscht worden bin, und selbst Vertrauen fassen darf.

Es gab Wegmarkierungen in meinem Leben, wie ein sorgsam aufgebauter Pfad, die mich bisher zu immer interessanteren Begegnungen und Einsichten führte. Ich gehe davon aus, mitten drin zu sein in dieser noch andauernden Entwicklung. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich hellsehen, hellhören, hellwissen anfühlt, durfte mehrfach Transfiguration sehen und Apporte erleben. Ich weiß, weil ich überzeugt worden bin, daß es um uns herum eine erweiterte Dimension gibt. Ich durfte sie bisher als hilfreich und gut erleben.

Umso mehr macht es mir dann Sorge, wenn ich lese, wie sich dieses (oder ist es ein anderes ?) System anderen Menschen mitgeteilt hat.

In der Medialität ist der oberste Grundsatz der des *prüfet die Geister*. Oder wie man das sagen will. Jedenfalls, glaube nur, was glaubwürdig ist. Sei Dir bewußt, daß es bewußte Fehlinformationen geben kann. Verlange grundsätzlich Beweise, ignoriere alles ohne vorher erwiesene Beweisbemühung. Messe alles an deinem Verstand. All das führt zu beeindruckenden Ergebnissen.

Jetzt wird vielleicht klar, wieso religiöse Schreckenspredigten bei mir so schlecht wegkommen. Ich bin davon überzeugt, daß sie nicht aus einer wohlwollenden Quelle kommen. Und kann nicht verstehen, wieso das anderen offenbar nicht auffällt.....

Ebenso freundliche Grüße zurück vom Baldur

Inhaltsvergleich konkret

Baldur @, Dienstag, 24. April 2012, 00:25 vor 2955 Tagen @ Baldur 4748 mal gelesen

Hallo, zusammen,

jetzt also ein paar Belege für meine Befürchtungen bzw. Beobachtungen.

Adlmaier, um 1950, kennt nachweislich Mühlhiasl, das Lied der Linde, die Feldpostbriefe des prophetischen Franzosen. Er *verlegt* Irlmaier.
Damit kennt er = Adlmaier die Figur des Antichristen und den vorhergesagten Untergang von Paris und Marseilles. Und spricht sicher mit Irlmaier darüber.

Er dürfte sicher auch Alfons Konzionator (um 1920) und seine Schriften gekannt haben, der sich wiederum auf LaSalette (um 1850) berief. Und was steht da drin, in den jeweilig vorgängigen *Quellen* ?

Nehmen wir (Quelle: Angerer, a.a.O.)

Palma von Oria (Stigmatisierte ähnlich Theresia Neumann von Konnersreuth)
Italien, 1825 - 1872 - sollte in einschlägigen Kreisen bekannt gewesen sein
....
Es wird eine dreitägige Finsternis eintreten. ...Dann wird ein großes Kreuz am Himmel erscheinen,
und der Triumph der Kirche wird ein solcher sein, daß man sehr schnell
all dies Unglück vergessen wird.
Sie hat auch die Wirksamkeit geweihter Kerzen erwähnt.

Nehmen wir

Elisabeth Alphonsa Eppinger
Elsaß, 1814 - 1867
(Achtung, Elsaß, die Heimat des Rillschen Gefangenen der Feldpostbriefe)

....Sie war während ihres ganzen Lebens leidend und hatte viele Offenbarungen über
das Papsttum und die Schicksale der Kirche und vieler Völker. Von ihrer Umgebung
wurde sie gewöhnlich die „Ekstatische“ genannt.
Sie sagte eine große Priesterverfolgung voraus mit dem Bemerken, daß aber
im Elsaß alles ruhig bleiben werde.....
Rom wird das Blut der Priester fließen sehen!
Die angekündigten Ereignisse seien ganz schrecklich, würden aber auf die
Fürbitte Mariens abgekürzt werden

Anmerkung Baldur: was sagte Irlmaier? Durch Beten könnten die Schrecken abgekürzt werden...

.... aber die Völker sich der
Religion wieder zuwenden. Der Glaube werde überall wieder aufblühen
und als Früchte Liebe und Eintracht hervorbringen.
Für die Religion werden die Tage des Ruhmes und Friedens bald wiederkehren.
Völker, die die Lehren der katholischen Religion nur halb oder gar
nicht gekannt haben, werden ihre Gesetze und Gottesverehrung annehmen
(...) Nach der allgemeinen Verwirrung wird der Triumph und die Verherrlichung
der Kirche folgen

nehmen wir Hildegard von Bingen, um 1000:

Schon 1220 stellte Prior Gebeno von Eberbach aus Liber Scivias, Liber Divinorum
Operum und aus der Briefsammlung Hildegards, die über die
letzten Weltzeiten handelnden Aussprüche der Seherin zusammen und
veröffentlichte sie unter dem Titel: Speculum Futurorum Temporum...
(Spiegel der kommenden Zeiten, oder: Fünf-Zeiten-Buch). Dieses Werk
beeinflußte stark die Auffassung des Mittelalters vom Ende der Welt und
der Person des Antichrist.

nehmen wir die angebliche Botschaft von La Salette, um 1850:

19. Frankreich, Italien, Spanien und England: Das Blut wird auf den
Straßen fließen. Der Franzose wird mit dem Franzosen kämpfen, der Italiener
mit dem Italiener. Schließlich wird es einen allgemeinen Krieg geben, der
entsetzlich sein wird..... Man wird sich töten, man wird sich
morden bis in die Häuser hinein...

Paris wird niedergebrannt und Marseille verschlungen werden. Mehrere
große Städte werden niedergebrannt und durch Erdbeben verschlungen
werden.

Ein Vorläufer des Antichrist wird mit seinen Truppen aus vielen Völkern
wider den wahren Christus, den alleinigen Retter der Welt kämpfen..... Es wird Kriege
geben bis zum letzten Krieg, der dann von den 10 Königen des Antichrist
geführt wird, welche Könige von einem gleichen Vorhaben beseelt sind und
die einzigen sind, welche die Welt regieren werden.....

So wird es um die Zeit sein, wenn der Antichrist geboren wird von einer
jüdischen Ordensfrau

27. Die Jahreszeiten werden sich verändern. Die Erde wird nur schlechte Früchte
hervorbringen, die Sterne werden ihre regelmäßigen Bahnen verlassen.
Der Mond wird nur ein schwaches rötliches Licht wiedergeben. Das Wasser
und das Feuer werden der Erde furchtbare Erdbeben und krampfhafte Bewegungen
mitteilen, welche Berge, Städte ... versinken lassen.
28. Rom wird den Glauben verlieren und der Sitz des Antichrist werden.

Und jetzt lese man nochmals das Lied der Linde, die Feldpostbriefe und Irlmaier. Sahen da wirklich welche das gleiche, oder ist da nicht vielmehr das Jüngere auf dem Älteren aufgebaut und zieht sich nahtlos durch ?

Zumindest sind Zweifel begründet.

Beste Grüße vom Baldur

Ähnlichkeiten: Lindenlied, Irlmaier, Feldpostbriefe

randomizer @, Dienstag, 24. April 2012, 06:22 vor 2954 Tagen @ Baldur 6269 mal gelesen


Adlmaier, um 1950, kennt nachweislich Mühlhiasl, das Lied der Linde, die Feldpostbriefe des prophetischen Franzosen. Er *verlegt* Irlmaier.
Damit kennt er = Adlmaier die Figur des Antichristen und den vorhergesagten Untergang von Paris und Marseilles. Und spricht sicher mit Irlmaier darüber.

Hallo Baldur,

angesichts der Uhrzeit nur ganz kurz aus dem Ärmel:

Anfangs hielt ich Adlmaier* ebenfalls für die alleinige Wurzel des Irlmaier-Übels, inzwischen gehe ich davon aus, daß Irlmaier bereits selbst einschlägig belesen war; das Lindenlied und die Feldpostbriefe, welche Irlmaier sicher erst durch Adlmaier kennengelernt hat, haben Irlmaier in seiner Naherwartung dann noch zusätzlich bestätigt.


Er dürfte sicher auch Alfons Konzionator (um 1920) und seine Schriften gekannt haben, der sich wiederum auf LaSalette (um 1850) berief.

La Salette ist nur eine von über hundert Prophezeiungsquellen, die Konzionator für seine Schriften verwertet hat, siehe unten.


Und jetzt lese man nochmals das Lied der Linde, die Feldpostbriefe und Irlmaier.

Das Lied der Linde ist keine legitime Quelle für uns, das Gedicht ist lediglich eine lyrische Zusammenfassung von Konzionators 'Der große Monarch' (1920), einiges dort überschneidet sich inhaltlich mit der Schrift 'La Salette und die nächste Zukunft', ebenfalls von Alfons Konzionator (EA 1921).

Irlmaiers 'Schauungen' sind imho größtenteils angelesen bzw. zusammengereimt und zwar aus drei bis vier Quellen (Bücher/Artikel). Irlmaier war natürlich von der Authentizität/Autorität seiner Quellen überzeugt und lebte in entsprechender Naherwartung (zumal in den ersten Nachkriegsjahren, zumindest bis zum Tode Stalins, ein dritter Weltkrieg ja durchaus in der Luft lag). Um seine Zeitgenossen zu warnen (also aus durchaus herzensguten Motiven), gab Irlmaier das zusammengereimte Zukunftsszenario als seine Schauungen aus; die kommerziellen Motive 'seiner' Verleger/Journalisten waren ihm ja bekanntermaßen zuwider.

Zu den Feldpostbriefen: Der prophetische Franzose, auch sonst wohl recht gebildet und belesen, war wahrscheinlich mit den einschlägigen französischen Prophezeiungen des 19. Jahrhunderts vertraut, ich vermute er kannte Curiques zweibändige 'Voix prophetiques' (EA 1871, die maßgebliche Sammlung seinerzeit), alternativ möglicherweise auch Baron de Novayes Prophezeiungssammlung 'Demain' (EA 1905). Der Antichrist-Einschub mag auch daher wurzeln (literarisch), das Motiv war aber im 19. Jahrhundert derart weit verbreitet, daß der Franzose dies genauso leicht aus dem Volksmund kennen konnte.


Sahen da wirklich welche das gleiche, oder ist da nicht vielmehr das Jüngere auf dem Älteren aufgebaut und zieht sich nahtlos durch ?


Diese sind imho nicht direkt voneinander abhängig, sondern nur indirekt, sprich sie haben teils gemeinsame Vorlagen; ich behaupte vorerst (im Gegensatz zu BB/Taurec):

  • das Lied der Linde zitiert nicht aus den Feldpostbriefen.
  • Irlmaier zitiert nicht aus den Feldpostbriefen (zumindest nicht vor 1955)
  • Irlmaier zitiert nicht aus dem Lindenlied (zumindest nicht vor 1955)


Die Ähnlichkeiten, die zweifellos trotzdem bestehen, gehen imho auf gemeinsame Vorbilder zurück, deren Ursprung in den 'französischen Prophetien/Sammlungen des 19. Jahrhunderts' (inkl. La Salette) zu suchen ist.

Viele Grüße,
randomizer

*) @RichardS: Dein kürzlich erneut vorgetragener Tadel Adlmaier gegenüber ist völlig berechtigt, ich kann Dir aber erklären, warum dieser (zumindest) im Fall vom Lindenlied und den Feldpostbriefen so unsauber zitiert (die Quellen quasi entstellt) und die Herkunft verschleiert: er fürchtete nämlich, in diesen Fällen möglicherweise das Urheberrecht zu verletzen.

vielen Dank

Baldur @, Dienstag, 24. April 2012, 09:06 vor 2954 Tagen @ randomizer 4719 mal gelesen

Hallo, randomizer,

herzlichen Dank für deine Mühe und die Darstellung dessen, was mich so auf die Palme bringt.

Es werden uns angebliche Schauungen verkauft (im wahren Wortsinne), denen wir vertrauen, derweil es sich um alles mögliche handelt (Volksglauben, Überlieferungen, religiöse *Offenbarungen*), nur eben nicht um gesehene, zukünftige Realität.

Dass sich mal eine Überschneidung und damit ein Treffer ergeben kann, liegt in der Natur der Sache, aber deswegen beschäftigen wir uns ja nicht mit Schauungen. Wir wollen schon konkret etwas wissen. Wissen, was von wem gesehen wurde.

Lange war für mich das Lindenlied der zentrale Pfeiler der Zukunftserwartung, jetzt muß ich erkennen, das ist mehr oder weniger nur eine Zusammenfassung seinerzeitiger Allgemeinplätze und Folklore.

Es würde mich überhaupt nicht verwundern, wenn Paris und Rom in Kürze abgebrannt werden würden, dazu reicht ein Blick in die Nachrichten. Aber am Schauungscharakter des Ganzen sind nachhaltige Schäden entstanden.

Die Motive von Autoren und Verlegern sind heute noch wie vor 100 oder 200 Jahren, es soll primär Interesse gefunden und verkauft werden. Im religiösen Bereich soll bekehrt werden. wie weit die Wahrheit dabei auf der Strecke bleibt, kann sich jeder selbst beantworten.

Und ich bin sauer, war zu gutgläubig.

Wenn die Erwartung entsprechender Kommentatoren zutreffen sollte, daß die Staatsschuldenblase in Kürze platzt und es eine Massenenteignung durch Währungsreform geben muß, (eigentlich gibt man dann nur zu, was längstens Faktum ist, die Knete ist weg), wird dies Otto Normalverbraucher genauso heftig tangieren wie ein Funkenregen, vielleicht noch schlimmer.

Mögliche Folgen des Zusammenlebens kann man sich leicht ausmalen.

In der *Prophezeiungs*-Literatur (incl. solcher über die klassischen Schauungen) aber kommt diese Thematik kaum vor, zumindest steht nichts über die Ursache drin. Ich fürchte, das lenkt daher ab und verzerrt das Bild.

Beste Grüße vom Baldur

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Danke sehr, Randomizer!!

BBouvier, Dienstag, 24. April 2012, 11:24 vor 2954 Tagen @ randomizer 4746 mal gelesen

Grundsätzlich volle Zustimmung!

Insbesondere bei Irlmaier sollte man trennen
zwischen offenbar dessen eigenen Bildern einerseits
und dann von ihm "erzählten" andererseits -
letzteres auf Basis rein angelesenens,
das er möglicherweise völlig "unschuldig"
nur repetiert bzw. sich im Kontext eigener
Bilder deutet.

Weswegen ganze Grosspartien "Irlmaier" in Klammern
zu setzten wären.

Beste Grüsse!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Feldpostbriefe

BBouvier, Dienstag, 24. April 2012, 11:34 vor 2954 Tagen @ randomizer 4812 mal gelesen

Zu den Feldpostbriefen:
Der prophetische Franzose, auch sonst wohl recht gebildet
und belesen, war wahrscheinlich mit den einschlägigen
französischen Prophezeiungen des 19. Jahrhunderts vertraut ...

Hallo, Randomizer!

Das wird/mag sich durchaus so verhalten.
Angesichts der faszinierenden Präzision der Aussagen
sollte es dann eine alte Quelle geben, über die wir
jedoch rein gar nichts wissen.
Da wenigstens bis zum Abzug der Besatzertuppen
in den frühen 90ern aus der BDR/DDR sich alle Angaben stimmig
erwiesen haben, habe ich keinen Zweifel daran,
dass auch die noch offenen Teile sich als stimmig
erweisen werden.

Beste Grüsse,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Franzose war Seher

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 24. April 2012, 15:36 vor 2954 Tagen @ BBouvier 4625 mal gelesen

Hallo!

Da er einem der Soldaten seinen Tod vorausgesagt hat, war er auch seherisch begabt (neben seiner Kenntnis älterer Prophezeiungen).
Eine unbekannte, fremde Quelle ist daher nicht unbedingt vorhanden.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Feldpostbriefe - Besatzerabzug

Baldur @, Mittwoch, 25. April 2012, 09:59 vor 2953 Tagen @ BBouvier 4596 mal gelesen

Hallo, BB,

Da wenigstens bis zum Abzug der Besatzertuppen
in den frühen 90ern aus der BDR/DDR sich alle Angaben stimmig
erwiesen haben,

gut, die Russen sind aus der SBZ abgezogen - die Briten und Amis sind aber immer noch munter als Besatzer in Trizonesien, vermutlich sogar die Franzosen, Belgier etc., siehe US-Hauptquartier bei Stuttgart, Grafenwähr und Co.

Sogar Gollum hat es kürzlich offen herausposaunt, dass die BRDDR nie souverän war/ist. Insofern ist der Feldpostbrief da auch nicht ganz erfüllt.

Beste Grüsse vom Baldur

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Besatzer

BBouvier, Mittwoch, 25. April 2012, 13:03 vor 2953 Tagen @ Baldur 4607 mal gelesen

die Briten und Amis sind aber immer noch munter
als Besatzer in Trizonesien

Hallo, Baldur!

Dort steht, die Besatzungen lösten (!)
sich voneinander.
(und zögen ab)

Die Angelsachsen sind real = Truppen
praktisch nicht mehr vorhanden.
Die US-Besatzer haben die Streitkräfte
bei Golfkrieg Nr. 1 doch fast völlig abgezogen.

Dass die BDR nach wie vor "besetzt" ist,
ist eher eine rein politische Tatsache.

Grüsse!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."

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Irlmaierquellen

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 24. April 2012, 15:37 vor 2954 Tagen @ randomizer 4687 mal gelesen

Hallo!

Irlmaiers 'Schauungen' sind imho größtenteils angelesen bzw. zusammengereimt und zwar aus drei bis vier Quellen (Bücher/Artikel).

Welche vier Artikel/Bücher sind das?
Steht darin etwas vom Russeneinmarsch, gelben Strich, Nordseeflut, Hochgestellter, etc.?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

Irlmaier echt

Baldur @, Dienstag, 24. April 2012, 20:35 vor 2954 Tagen @ Taurec 4767 mal gelesen

Hallo, Taurec,

Steht darin etwas vom Russeneinmarsch, gelben Strich, Nordseeflut, Hochgestellter, etc.?

das sind wohl die echten Irlmaier-Kernpunkte.

Dann hätten wir quasi eine Halbierung zwischen *Nachgeplappertem* und *Gesehenem* wie in den Feldpostbriefen.

Das Problem scheint mir zu sein, daß außer den Lehrlingen mit eigenem Auto und dem Erreichen von Wohlstand nach dem Krieg keine weiteren erkennbaren Treffer mehr greifbar wurden, die die weitere Gültigkeit der Vorhersagen über einen unerwartet langen Zeitraum vermuten ließen.

Beste Grüße vom Baldur

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Die Schiene stimmt

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 24. April 2012, 21:26 vor 2954 Tagen @ Baldur 4750 mal gelesen

bearbeitet von Taurec, Dienstag, 24. April 2012, 21:41

Hallo!

Das Problem scheint mir zu sein, daß außer den Lehrlingen mit eigenem Auto und dem Erreichen von Wohlstand nach dem Krieg keine weiteren erkennbaren Treffer mehr greifbar wurden, die die weitere Gültigkeit der Vorhersagen über einen unerwartet langen Zeitraum vermuten ließen.

Es hat allerdings keinen Sinn, die Schauungen an den eigenen Erwartungen zu messen. Daß es einem persönlich zu lange dauert, bedeutet gar nichts.

Du vergißt außerdem: Der letzte "große" Treffer war der Zusammenbruch der Sowjetunion (Nostradamus), bzw. das Auseinandergehen der Besatzungen (Feldpostbriefe). Das war rund 20 bis 30 Jahre nach Wohlstand und Lehrlingsautos.
In den 20 Jahren seitdem ist bei uns nichts geschehen, während die geschichtliche Abwärtsbewegung den schleichenden Verfall weiterführte. So gab es auch nichts konkretes, das gesehen werden konnte.

Das nächste wäre wohl, was eine Leserin Berndts ihm an Schauungen ihrer Großmutter erzählte:

„Der Fall der Mauer und danach wird wieder die Grenze errichtet. ...Bezüglich Grenzen kann es sich evtl. auch um alle Grenzen handeln, nicht nur um die Deutsche zum Osten. Die Grenzen werden geöffnet und wieder geschlossen… Es kommt zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch."

"Aufstände zwischen Ausländern und Deutschen… Alle fremd aussehenden Menschen müssen bzw. werden wieder zurück geschickt in ihre Heimat."

(Blöd nur: Im Text der Enkelin ist vom Fall der Mauer die Rede, obwohl die Großmutter schon 1960, vor dem Mauerbau, starb. Die Übermittlung wurde von der Enkelin wohl verfälscht. => Nicht rundum vertrauenswürdig.)

Dann wären wir beim Abfall Mitteldeutschlands und bei der Stuttgarter Lehrerin, die die Ausländer ebenfalls nach Hause gehen und die Flüchtlinge sich in der Schule an der Suppenküche drängen sah. (Passend auch dieser Traum, falls seherisch.)

Dazu paßt Gärtnerins Vision 1, in der sie die Leute bei Hamsterkäufen sah.

Das sind jüngere Visionen von unpopulären Sehern.

Vom momentanten Zustand das Finanz- und Wirtschaftssystems ausgehend dürfte das (Wirtschaftskrach) nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Das Eintreten von Schauungen so alle 20 bis 30 Jahre kann man durchaus als schöne Regelmäßigkeit bezeichnen.

Die grundsätzliche Schiene der Entwicklung scheint also noch zu stimmen und solange nichts entgegengesetztes geschieht, was das Eintreten der älteren Schauungen (z. B. der "Irlmaier-Kernpunkte") unmöglich macht, können wir auch nicht davon ausgehen, daß sie nicht mehr stimmen würden.

Weitaus weniger nützlich, aber in diesem Zusammenhang wegen des Hinweises auf die außergewöhnliche Länge der Friedenszeit erwähnenswert ist die Aussage von Anna Schäffer (einer Stigmatisierten [image]):
"Schau her, es kommt einer, der regiert, der diese Farben in seiner Fahne hat (Schwarz-Weiß-Rot). In der Fahne ist ein Kreuz, aber es hat Hakerl (Häkchen). Am Anfang seiner Herrschaft geht es den Leuten gut. Dann fangt er etwas Schlimmes an, das einige Zeit dauert. Aber Mindelstetten wird nichts passieren. Danach kommt eine schwere Zeit, und viele fremde Menschen kommen zu uns, so daß in jedem Haushalt welche sind.
Anschließend kommt eine sehr gute Zeit. Sie dauert ziemlich lange. Den Leuten geht es sehr gut. Dabei werden sie so gottlos, daß sie nicht mehr beten und nicht mehr glauben wollen. Darauf kommt etwas außerordentlich Schlimmes."

Die Aussage wurde leider erst 1988 dokumentiert. Außerdem ist über die Art, wie die Frau zu diesem Wissen gekommen sein soll, nichts bekannt.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“

das Vorhandensein vorheriger oder begleitender Treffer

Baldur @, Mittwoch, 25. April 2012, 09:30 vor 2953 Tagen @ Taurec 4703 mal gelesen

bearbeitet von Baldur, Mittwoch, 25. April 2012, 09:36

Hallo, Taurec,

Es hat allerdings keinen Sinn, die Schauungen an den eigenen Erwartungen zu messen. Daß es einem persönlich zu lange dauert, bedeutet gar nichts.

das ist ja mein Problem mit der ganzen Geschichte.

Wenn wir Nostradamus als besondere, zeitübergreifende Ausnahme ausklammern, sind Schauungen für jemanden doch nur sinnvoll, sofern er sie selbst erleben wird.

Nehmen wir mal exemplarisch unseren *lieben, phantasievollen Freund * Bekh - der hat sich vermutlich jahrzehntelang mit Prophezeiungen befasst, aber wöhrend seiner Lebensspanne waren sie nichts als heise Luft. Was ebenso für uns gilt.

Ausnahme: Fall der UdSSR nach Nostradamus, und Wegfall der Grenzen nach Wudy.

Wobei mir aufgefallen ist, dass die Datenlage bei Wudy auch dünn ist, Friedl verweist offenbar auf Watzlik, der hätte den Kalender gesehen (hat Watzlik selbst nicht darüber veröffentlicht ?). Damit wären wir schon bei einer nachweisbaren Veröffentlichungszeit im Nachkriegsbereich, und Atombomben wären damals Tagesgespräch gewesen....Ich werde mal nachlesen...


Du vergißt außerdem: Der letzte "große" Treffer war der Zusammenbruch der Sowjetunion (Nostradamus), bzw. das Auseinandergehen der Besatzungen (Feldpostbriefe). Das war rund 20 bis 30 Jahre nach Wohlstand und Lehrlingsautos.
In den 20 Jahren seitdem ist bei uns nichts geschehen, während die geschichtliche Abwärtsbewegung den schleichenden Verfall weiterführte. So gab es auch nichts konkretes, das gesehen werden konnte.

Gemäss Dr. Elmar Gruber in *Die PSI-Protokolle* ist es umso wahrscheinlicher, dass ein (Gross-) Ereignis gesehen wird, je grösser die emotionale Empfindung beim Ereigniseintritt sein wird - klingt plausibel.

Es gab so einiges megaemotionales, den Mauerfall, den Abriss der beiden Türme (Waldviertler), aber selbstverständlich gibt es keine Pflicht, dass etwas durchkommen muss.

Ich gebe Dir Recht, dass es tatsächlich keine herausragenden Ereignisse sonst gab, die man als Eckpunkte festzurren könnte, statt dessen nur Dienst nach Vorschrift und Alltag.


Das nächste wäre wohl, was eine Leserin Berndts ihm an Schauungen ihrer Großmutter erzählte:

(Blöd nur: Im Text der Enkelin ist vom Fall der Mauer die Rede, obwohl die Großmutter schon 1960, vor dem Mauerbau, starb. Die Übermittlung wurde von der Enkelin wohl verfälscht. => Nicht rundum vertrauenswürdig.)

Bingo. Hörensagen vom Hörensagen aus einer Quelle, die nicht auf vorherige Treffer geprüft werden kann. Man kann ja nicht alles, was mal irgendwann von irgendwem gesagt worden ist und als Schau unterwegs ist, als verlässlich einstufen, ich erwarte mir schon, dass die sehende person vorher schon mal Treffer hatte und Schauungen als solche erkennen kann.

Das berühmte *ihr werds scho no seng, was draus werd, wo des hi' führt* der alten Leute ist ein ärgerliches Thema für sich.


Dann wären wir beim Abfall Mitteldeutschlands und bei der Stuttgarter Lehrerin, die die Ausländer ebenfalls nach Hause gehen und die Flüchtlinge sich in der Schule an der Suppenküche drängen sah. (Passend auch dieser Traum, falls seherisch.)

Dazu paßt Gärtnerins Vision 1, in der sie die Leute bei Hamsterkäufen sah.

Das sind jüngere Visionen von unpopulären Sehern.


Gab es bei diesen beiden schon vorherige Schauungen, die eintrafen, oder sind das *Erstlingswerke* ?
Ergänzung: habe gerade nachgelesen, ist bei der Gärtnerin wohl der Fall. Danke fürs Erinnern.


Vom momentanten Zustand das Finanz- und Wirtschaftssystems ausgehend dürfte das (Wirtschaftskrach) nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Das Eintreten von Schauungen so alle 20 bis 30 Jahre kann man durchaus als schöne Regelmäßigkeit bezeichnen.

Per Saldo sicher. Aber wenn sogar Irlmaier davon fest überzeugt gewesen sein soll, dass es in Kürze bevorstünde, aber mindestens 65 ereignislose Jahre folgten, gibt das schon zu denken.


Weitaus weniger nützlich, aber in diesem Zusammenhang wegen des Hinweises auf die außergewöhnliche Länge der Friedenszeit erwähnenswert ist die Aussage von Anna Schäffer (einer Stigmatisierten)
Die Aussage wurde leider erst 1988 dokumentiert. Außerdem ist über die Art, wie die Frau zu diesem Wissen gekommen sein soll, nichts bekannt.

Wir sind wieder am Grundpfeiler meiner Kritik angelangt, dass immer hinterher alles mögliche behauptet wird, aber oft bis meist oder fast immer nichts bewiesen werden kann.

Beste Grüsse vom Baldur

P.S.: Gruber schreibt zum Zeitproblem, dass in der weiteren Zukunft liegende *Ziele* interesseranterweise sogar besser erkannt wurden als näher liegende.....

Re: Du Oberabschreiber, mal ehrlich...

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Montag, 30. April 2012, 18:08 vor 2948 Tagen @ randomizer 4732 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Montag, 30. April 2012, 18:36

Hallo Randomizer!

"Das Lied der Linde ist keine legitime Quelle für uns, das Gedicht ist lediglich eine lyrische Zusammenfassung von Konzionators 'Der große Monarch' (1920), einiges dort überschneidet sich inhaltlich mit der Schrift 'La Salette und die nächste Zukunft', ebenfalls von Alfons Konzionator (EA 1921).

Irlmaiers 'Schauungen' sind imho größtenteils angelesen bzw. zusammengereimt und zwar aus drei bis vier Quellen (Bücher/Artikel). Irlmaier war natürlich von der Authentizität/Autorität seiner Quellen überzeugt und lebte in entsprechender Naherwartung (zumal in den ersten Nachkriegsjahren, zumindest bis zum Tode Stalins, ein dritter Weltkrieg ja durchaus in der Luft lag). Um seine Zeitgenossen zu warnen (also aus durchaus herzensguten Motiven), gab Irlmaier das zusammengereimte Zukunftsszenario als seine Schauungen aus; die kommerziellen Motive 'seiner' Verleger/Journalisten waren ihm ja bekanntermaßen zuwider.

Zu den Feldpostbriefen: Der prophetische Franzose, auch sonst wohl recht gebildet und belesen, war wahrscheinlich mit den einschlägigen französischen Prophezeiungen des 19. Jahrhunderts vertraut, ich vermute er kannte Curiques zweibändige 'Voix prophetiques' (EA 1871, die maßgebliche Sammlung seinerzeit), alternativ möglicherweise auch Baron de Novayes Prophezeiungssammlung 'Demain' (EA 1905). Der Antichrist-Einschub mag auch daher wurzeln (literarisch), das Motiv war aber im 19. Jahrhundert derart weit verbreitet, daß der Franzose dies genauso leicht aus dem Volksmund kennen konnte."

Das schießt den Vogel der Abschreiberei ab, entschuldige die harten Worte.
Eigentlich schätze ich Dich sonst als kompetenter Experte, der über eine
Vielzahl uns teilweise noch unbekannter Originalquellen verfügt.

Irlmaier und die Feldpostbriefe sind die beiden Hauptsäulen
"moderner" Schauungen.
Also was unser heimatlicher Raum angeht.
Das Lindenlied ist nachweislich eine Fälschung bzw.
vom "Konzionator" um 1920
abgekupfert worden, da stimme ich zu.

Bei den beiden Feldpostbriefen stimmt die Schiene, wie Taurec richtig sagt.
Die meisten Vorhersagen sind eingetroffen, also der unglückliche Ausgang
des 1.Wks für Deutschland, Hitler, der 2.Wk, wieder unglücklicher Ausgang
für Deutschland, Abzug der Alliierten aus Deutschland. Bleibt der 3.Wk...
Im Vorspann nennt er die immer tiefer sinkende Moral, was voll und ganz
eingetroffen ist, nicht wahr?
Klar, leider werden fast immer Elemente zusätzlich eingebaut, welche eine
noch so gute Quelle verfälschen. Im Falle der FPB ist es der "Antichrist",
der erscheinen soll, wenn "Ostern auf den Markustag fällt".
Entnommen aus der Volkssage bzw. aus alten katholischen Katechismen.
Und so warten einige bis zum St.Nimmerleinstag, 2038, wenn es soweit ist...:schief:

Aber "Irlmaier hat das meiste "angelesen und zusammengereimt"?
Bitte das Seherkind nicht mit dem Bade ausschütten!
Denn er hatte nachweislich eine gigantische Seherkraft, daß sogar
die Kriminalpolizei ihn einsetzte, um Fälle zu lösen.
Und er löste die Fälle (kann man in alten Zeitungen
schwarz auf weiß nachlesen).;-)
Du willst doch nicht behaupten wollen, daß er die Diebe & Mörder richtig
gesehen hatte, die Flucht des Papstes oder den Monarchen aber nur der
Volkssage entlehnt hat, oder angelesen wie auch immer?

Falls alle "modernen" Seher, also sagen wir des 20.Jahrhunderts
essentiell von Sehern des 19.Jahrhunderts abgeschrieben haben,
dann haben jene mutmaßlich auch von noch früheren Quellen
abgeschrieben, und dann verliert sich vollends alles in der Volkssage,
besser gesagt in irgendwelcher religiöser Endzeit-Phantasie.

Was Irlmaier angeht: Ihm glaube ich die Aussagen von einem fliehenden
Papst, von eindringenden Russen und von dem König in Lederhosen.
Obwohl es wie Dornröschen klingt, in unseren Zeiten.
Wenn wir nicht an das Unglaubliche glauben können bzw. an das Urplötzliche,
dann brauchen wir uns mit dem Thema überhaupt nicht mehr befassen.
Der normale Typ auf der Straße glaubt auch bloß, daß ein noch bunteres
iPhone kommt, was die Zukunft betrifft.

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

was sagte/sah Irlmaier wirklich ?

Baldur @, Montag, 30. April 2012, 21:01 vor 2948 Tagen @ Eyspfeil 4765 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,

gemäß Sonderdruck *Dieser Mann prophezeit den Krieg* muß es damals eine regelrechte Irlmaierhysterie gegeben haben. Der dort gezogene Vergleich mit Bruno Gröning kommt sicher nicht von ungefähr, und das soll ja auch keineswegs abwertend gemeint sein.

nur: was ist Original-Irlmaier, und was angedichtet/verfälscht/aus dem Zusammenhang gerissen ?

Meiner Meinung nach ein gutes Beispiel. Er war sicher nicht unintelligent, fuhr Auto, war Geschäftsmann - wieso gebrauchte er den abstrakten Symbolbegriff von Tauben aus dem Sand, wenn doch sowohl Raketen als auch Bomber damals völlig bekannt waren ?

beste Grüße vom Baldur

Irlmeiers Kernpunkte (sic!)

Baldur @, Dienstag, 01. Mai 2012, 12:54 vor 2947 Tagen @ Baldur 4811 mal gelesen

Hallo,

ich möchte die kürzliche Anregung aufgreifen, und mich an damals veröffentlichten Aussagen festhalten - denn die hätten ja wenigstens theoretisch dementiert oder nachträglich für unstimmig erklärt werden können, und man darf annehmen, daß sie tendenziell mehr Wahrheitsgehalt haben, als Überlieferungen, die nach Irlmaiers Tod auf den Markt kamen: (Quelle: Dieser Mann prophezeit den Krieg, Alois Irlmeier sagt aber auch: in Österreich passiert nichts!, Innsbruck, ohne Jahresangabe, aber wohl noch zu Lebzeiten Irlmaiers und nach Ende des 2.WK, Sonderdruck aus der Sonntagspost)

- dem Kriegsausbruch vorher gehen drei ermordete Hochgestellte

- Vor dem Krieg würden drei Städte untergehen, eine überflutet, die zweite versunken, die dritte zusammengestürzt (das war mir so bisher unbekannt)

- dann wäre am Himmel das Zeichen des Gekreuzigten mit den Wundmalen sichtbar, worauf der Krieg in der Nacht ausbrechen würde

- Vormarsch von drei Armeen aus dem Osten, Ziel: Rhein, südlicher Heereszug nordwestlich der Donau

- Zerstörung des Feindhauptquartiers in einem Kloster mit rotem Dach und Altar nach Norden durch Abwurf eines schwarzen Kastls, im weiten Umkreis dort alles tot, schwarze Leichen, das Fleisch von den Knochen abfallend

- an diesem ersten Tag des Krieges würden mehr Menschen sterben als in den beiden Weltkriegen (war mir auch bis dato unbekannt)

- Kastl würden gelbgrüne Qualmwolken verbreiten, die sogar die Würmer im Boden töteten

- Flugzeug aus dem Osten ließe über dem großen Wasser etwas fallen

- Überschwemmung Englands und der Küstenländer, bis Berlin reichend (war mir ebenfalls nicht geläufig)

- Erdbeben, Aufstieg neuen Landes aus dem Ozean (Hinweis des Blattes auf die Merlin-Sage über Albion, und ebenso auf die Atlantis-Sage)

- Große Stadt mit eisernem Turm werde brennen und dem Erdboden gleichgemacht von den eigenen Bewohnern

- Unruhen mit tausenden Toten in Italien, Papstflucht, Priesterermordnung, Kirchenverwüstung

- Brände und Unruhen in Amerika, Revolution und Bürgerkriege im Osten, bis das Kreuz und der chr. Glaube wieder zu Ehren gekommen

- Zeitdauer: drei Striche, können nicht genau definiert werden

- vom Watzmann bis Wendelstein sicheres Gebiet

- dennoch schreckliche Hungersnot

- Papstrückkehr, Krönung von ungarischem, österreichischem und bayerischem König

- bayrischer König Lederhosenträger und freundlich-liebenswürdiger Greis mit schneeweißem Haar

- wärmeres, fast subtropisches Klima nachher

- Gebiet aber fast menschenleer

- zurückkehrende Flüchtlinge können beliebig Land nehmen

- Wann ? wenn der Zwiesler Kirchturm einen blühenden Kirschbaum trage (das wird in diesem Heftchen tatsächlich Irlmeier (sic!) zugeschrieben)

- und wenn die drei Hochgestellten ermordet

- und die drei Städte untergegangen seien

- Ende

Es werden dann noch Episoden angefügt, die die unglaubliche Sehergabe Irlmaiers verdeutlichen, aber auch Hinweise enthalten, daß nicht alles Vorausgesagte eingetroffen sei. Und, daß etliches Herumerzählte sich nicht belegen habe lassen, als man *dort* nachfragte. Wie auch die Episode mit dem unerwarteten Besuch daheim beim Staatsanwalt, denn der Grund für den Freispruch sei nach Dr.Lehle, dem seinerzeitigen Richter von Laufen, gewesen, daß der Zeuge sich plötzlich nicht mehr erinnern konnte. Auch hätte sich die Geschichte vom Luftschutzbunker in Rosenheim nicht verifizieren lassen, niemand wußte davon. Die Geschichte mit dem auf dem Foto erkannten Mörders würde ebenfalls nicht stimmen.

Gemäss eines nicht näher genannten Zeitungsberichts habe Irlmaier auch in einer Kirche Tote gesehen, und Verdammte, die seien mitm Buckel zum Altar gesessen....
würde man ihn (Irlmaier) vor das Bild des Gekreuzigten stellen, würde er behaupten, daß er sich bewege....vor Schmerz sich windend und Güte aus den Augen strahlend...

Es wird von einem Experiment berichtet aus einer Redaktion einer nicht genannten öst. Wochenzeitung: Irlmaier sah alle Dinge aus der Vergangenheit von Personen im Detail, aber Aussagen für die Gegenwart erwiesen sich als unzutreffend. Wußte wenigstens ein Anwesender über vergangene Dinge Bescheid, war seine Treffsicherheit erstaunlich. Für Gegenwart und nähere Zukunft nahm sie rapide ab. Die Aussagen waren schlicht falsch.

Es folgenden dann noch allgemeine Betrachtungen zu Hellsehen, (Kontakt-) Gedankenlesen, die Mystik ägyptischer Pyramiden, Nostradamus, Mühlhiasl, um das Heftchen zu füllen.

Als Fazit und Bewertung wird festgehalten, Irlmaier spüre allenfalls die vorhandene Kriegsangst, gäbe diese wider, und hätte zweifellos telepathische Fähigkeiten, und könne Wasser aufspüren, aber mit der Vorausschau eines weiteren Krieges, mit den Visionen der Angst, mit den Biedermannswünschen (bayr. Lederhosenkönig), das sei es denn doch zuviel: Man solle das nicht ernstnehmen.

Rückblickend können wir feststellen, dies war für ca. 60 Jahre ein weiser Rat.

Und wir sind so schlau wie vorher :-(.

beste Grüße vom Baldur

notwendige Richtigstellung

Baldur @, Donnerstag, 03. Mai 2012, 09:54 vor 2945 Tagen @ Baldur 4549 mal gelesen

bearbeitet von Baldur, Donnerstag, 03. Mai 2012, 10:15

Hallo,

Wie auch die Episode mit dem unerwarteten Besuch daheim beim Staatsanwalt, denn > > der Grund für den Freispruch sei nach Dr.Lehle, dem seinerzeitigen Richter von Y > > Laufen, gewesen, daß der Zeuge sich plötzlich nicht mehr erinnern konnte.


diese Darstellung wird durch den bei Stephan Berndt auf der Irlmaier-Webseite lesbaren Urkundentext widerlegt, denn dort wird ausdrücklich die Sehergabe attestiert.

Nur zur korrekten Berichterstattung.

Es ist also nicht einmal bei zeitgenössischen Quellen eine halbwegs saubere Dokumentation vorhanden.

Nachtrag: es ist trotzdem interessant, aus dem Urteil zu lesen, dass Irlmaier 15 mal vorbestraft war, davon 7 mal wegen Betrugs. Leider wird nicht mitgeteilt, worauf sich diese strafbaren Handlungen bezogen, nur der Zusammenhang mit Zahlungsschwierigkeiten hergestellt.

beste Grüße vom Baldur

Entdeckte den Poeten in sich?

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Mittwoch, 02. Mai 2012, 18:56 vor 2946 Tagen @ Baldur 4551 mal gelesen

Hallo Baldur!

"Meiner Meinung nach ein gutes Beispiel. Er war sicher nicht unintelligent, fuhr Auto, war Geschäftsmann - wieso gebrauchte er den abstrakten Symbolbegriff von Tauben aus dem Sand, wenn doch sowohl Raketen als auch Bomber damals völlig bekannt waren ?

beste Grüße vom Baldur"

Ein Beispiel für was? Dies waren seine wörtlichen Aussagen. Vielleicht wollte er seine
dichterischen Anlagen ausleben. Er liebte solche Vergleiche Tauben = Kampfflieger.
Propheten drückten sich schon in frühen, alten Zeiten poetisch aus.
Vielleicht wollte Irlmaier diese Tradition fortsetzen.;-)

Das hat doch mit seiner seherischen Gabe nichts zu tun, oder?
Oder daß er verschiedenes falsch interpretierte?
Weil, der Begriff "Tauben" dürfte jedem klar sein...
Also mir war schon als Kind klar, als ich den Backmund
gelesen hatte, daß damit keine weißen Brieftauben gemeint
sein konnten.;-)

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

Kastln, Feuerzungen, Tauben

Baldur @, Mittwoch, 02. Mai 2012, 19:44 vor 2946 Tagen @ Eyspfeil 4532 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,

nun ja....die Kritk am Gebrauch des Begriffs Tauben für offensichtliche militärische Flugkörper kam nicht von mir (obwohl ich sie inhaltlich mittrage), sondern vom unbekannten Redakteur, der vor ca. 60 Jahren die Zusammenstellung verfaßte.

Es klang bei diesem auch an, daß Irlmaier munter baute, während er doch den nächsten Krieg vorhersagte, ein Auto hatte, und zwei Sekretärinnen beschäftigte, so daß man davon ausgehen kann, daß er nicht unter seiner Beliebtheit litt. Dieses Argument trage ich nicht mit, weil es Neid beinhaltet, der ist mir völlig fremd.

Wieso großes Wasser, statt einfach Atlantik ?

Mir stößt da sauer was auf dran. Seriöser wird es dadurch nicht. Irlmaier soll ja lt. Berndt auch nicht gewollt haben, seinen religiösen Kram zu veröffentlichen, weil ihm bekannt sein mußte, daß es da irgendwann anfängt zu kjwgASFGUIwgabka....

Wir gehen davon aus, daß Irlmaier quasi unfehlbar war, in dem, was er sah. Dies ist uns aber nicht unmittelbar überliefert, und eine Zeitangabe fehlte auch.

Ich kann mir gut vorstellen, daß wir 2035 immer noch hier herumbrüten, wann denn was käme, aber es kam immer nix, derweil aber gaaanz anderes aus unerwarteter Ecke, mit dem wir nicht rechneten....

Jedes ungenutze Jahr ist ein verlorenes, wie ich aus meinem eigenen Erleben nur unterstreichen kann. Wer meint, jetzt für die kurze Zeit lohne sich doch eh nix mehr, bis......, der solle lieber noch ein Apfelbäumchen pflanzen...... denn es könnte anders kommen.....nicht nämlich.....oder wenigstens anders. Denn daß ich selbst, ganz unabhängig von Schauungen, Unruhen und ein Ende des exponentiellen Wachstums erwarte, ist auch klar. Aber wir wissen nicht, wann die Fahnenstange erreicht ist.

Wenn weltweit Geld aus der Presse gezaubert wird, kann das nochmals 30-50 Jahre anhalten. Rohstoffe gibts genug, es war nur noch nicht lohnend, sie an wenig konzentrierten Lagerstätten auszubeuten. Und was spielt der Preis für eine Rolle, wenn es Geld für alle vom Himmel regnet ?

So, wie die Leute, die Grundstücke im Leuna/Buna-Umfeld bei Merseburg kauften. Die kauften keine Altlasten, die kauften Schürfrechte :-)

beste Grüße vom Baldur

P.S.: eher privat: Jobsuche im Ausland erscheint mir lohnend. z.B. bei www.jobrapido.ch.
was früher ein selbstverständlicher Normaljob war, erfordert heute überbürokratisiert den eidgenössisch-diplomierten Lagerlogistiker und Zollfachmann mit Stapler- und Kranführerschein. .-8

Re: Kastln, Tauben, Feuerzungen

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 03. Mai 2012, 16:45 vor 2945 Tagen @ Baldur 4558 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 03. Mai 2012, 17:08

Hallo Baldur!

"Hallo, Eyspfeil,

nun ja....die Kritk am Gebrauch des Begriffs Tauben für offensichtliche militärische Flugkörper kam nicht von mir (obwohl ich sie inhaltlich mittrage), sondern vom unbekannten Redakteur, der vor ca. 60 Jahren die Zusammenstellung verfaßte.

Es klang bei diesem auch an, daß Irlmaier munter baute, während er doch den nächsten Krieg vorhersagte, ein Auto hatte, und zwei Sekretärinnen beschäftigte, so daß man davon ausgehen kann, daß er nicht unter seiner Beliebtheit litt. Dieses Argument trage ich nicht mit, weil es Neid beinhaltet, der ist mir völlig fremd.

Wieso großes Wasser, statt einfach Atlantik ?"

Das ist mir immer noch ein Rätsel: Welches Wasser? Denn in der Schweiz gibt es einen
kleinen Fluß namens "Großes Wasser", und einer Schauung zufolge soll der Papst in die
Schweiz fliehen, war es Don Bosco, der das sagte? Weiß es nicht mehr.
Ansonsten ist von Rom aus gesehen das Mittelmeer der nächste Teich, und der Papst
war schon mehrmals in Avignon im Exil.
Die USA dünken mir zu weit weg (gibts jedoch ebenfalls eine Prophezeiung) für ein Exil,
zumal es dort alles andere als ruhig zugehen wird.

"Mir stößt da sauer was auf dran. Seriöser wird es dadurch nicht. Irlmaier soll ja lt. Berndt auch nicht gewollt haben, seinen religiösen Kram zu veröffentlichen, weil ihm bekannt sein mußte, daß es da irgendwann anfängt zu kjwgASFGUIwgabka....

Wir gehen davon aus, daß Irlmaier quasi unfehlbar war, in dem, was er sah. Dies ist uns aber nicht unmittelbar überliefert, und eine Zeitangabe fehlte auch.

Ich kann mir gut vorstellen, daß wir 2035 immer noch hier herumbrüten, wann denn was käme, aber es kam immer nix, derweil aber gaaanz anderes aus unerwarteter Ecke, mit dem wir nicht rechneten...."

2035? Da sind wir falls noch am Leben, sicherlich hochgespannt: 2038 kommt doch der
Antichrist, Markustag fällt mit Ostern zusammen.:-D
*kleiner Scherz*

"Jedes ungenutze Jahr ist ein verlorenes, wie ich aus meinem eigenen Erleben nur unterstreichen kann. Wer meint, jetzt für die kurze Zeit lohne sich doch eh nix mehr, bis......, der solle lieber noch ein Apfelbäumchen pflanzen...... denn es könnte anders kommen.....nicht nämlich.....oder wenigstens anders. Denn daß ich selbst, ganz unabhängig von Schauungen, Unruhen und ein Ende des exponentiellen Wachstums erwarte, ist auch klar. Aber wir wissen nicht, wann die Fahnenstange erreicht ist.

Wenn weltweit Geld aus der Presse gezaubert wird, kann das nochmals 30-50 Jahre anhalten. Rohstoffe gibts genug, es war nur noch nicht lohnend, sie an wenig konzentrierten Lagerstätten auszubeuten. Und was spielt der Preis für eine Rolle, wenn es Geld für alle vom Himmel regnet ?

So, wie die Leute, die Grundstücke im Leuna/Buna-Umfeld bei Merseburg kauften. Die kauften keine Altlasten, die kauften Schürfrechte :-)"

Das stimmt ja alles, aber Du vergißt immer wieder den Faktor "völlig Unerwartetes"
wie z.B. Naturimpakte. Schon vor 2035 etwa könnte uns der Apophis besuchen (2029),
und dann sieht es wieder ganz anders aus.
Dann könnten für alle Steine vom Himmel regnen, kein Geld.:-(

Klar, das Geld wird nachgedruckt für die Reichen.
Der "Schuldenschnitt" für Griechenland etwa,
bei dem die Banken größere Verluste gehabt hätten,
wurde ausgeglichen, indem für die Banken diese Verluste nachgedruckt wurden.
Darum ging es in diesen ganzen 'Verhandlungen' mit IWF & EZB und "Weltbank"
(wenn ich den Namen schon höre - die sollen mir mal ein paar Scheine
herüberwachsen lassen für meine Unkosten) vor Monaten.
Sowas nennt sich dann ganz smart
"Geld ziehen" oder "Ziehungsrechte".:schief:

"P.S.: eher privat: Jobsuche im Ausland erscheint mir lohnend. z.B. bei www.jobrapido.ch.
was früher ein selbstverständlicher Normaljob war, erfordert heute überbürokratisiert den eidgenössisch-diplomierten Lagerlogistiker und Zollfachmann mit Stapler- und Kranführerschein."

Z, z, Du sagst immer etwas, und widersprichst Dich im gleichen Moment, Alder.
Die Jobsuche wäre im Ausland "lohnend", aber ist überbürokratisiert
mit "eidg.dipl.Lager-Log."
Oder meinst Du das im sarkastischen Sinne? Gerade die Schweiz ist
hochanspruchsvoll in Sachen Beruf, viel mehr noch als Deutschland.
Als Arzt hat man dort vielleicht gute Karten.
Da wäre eher Österreich gut, z.B. im Gastronomie-Sektor, oder Belgien.
Aber man ist in jedem Fall von seiner Heimat & Familie weggerissen, und
das wird immer schwieriger, je älter man wird.
Viele dieser hier "offenen Stellen" im Internet werden durch bloße Opportunität
vergeben, d.h. wenn ein 20jähriger vorbeikommt mit 20 Jahren Berufserfahrung
und Qualifizierungs-Grad Triple-A.
Ich such verzweifelt selbst etwas im "Lager", aber da beiße ich praktisch
nur auf Granit.:schief:
Insofern gibt es diese "offenen Stellen" nur für eine bestimmte Klientel.
Wenn die Konjunktur dann wieder nachläßt & Leute entlassen werden,
fällt alles wie ein Kartenhaus zusammen, dann gibt es auf einen Schlag
keine offenen Stellen mehr.

Mfg,
Eyspfeil

halb-halb

Baldur @, Donnerstag, 03. Mai 2012, 17:56 vor 2945 Tagen @ Eyspfeil 4508 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,


Z, z, Du sagst immer etwas, und widersprichst Dich im gleichen Moment, Alder.
Die Jobsuche wäre im Ausland "lohnend", aber ist überbürokratisiert
mit "eidg.dipl.Lager-Log."

Klar muss man viel Papierzeugs vorweisen (Staplerführerschein, so ein Witz), aber das ist ja auch durchaus machbar (gut, die eidgenössische Diplomierung nicht, aber das war eine Zuspitzung - die Hürden sind hoch, man braucht Jahre und bestimmte berufliche Voraussetzungen, z.B. beim Treuhänder, nämlich eine einschlägige, jahrelange Tätigkeit, aber man kann auch das schaffen, wenn man speziell das wollte - natürlich gibt es auch Lagerarbeiten, die nicht derart hohe Anforderungen voraussetzen, sind dann aber schlechter bezahlt).

Dann gibts aber auch einen fairen Lohn, von dem einem noch mehr bleibt, als in der BRDDR.

Und nebenbei fasst man Fuss in einem Land, das von der Geographie sicher gute Voraussetzungen bietet, das Erwartete gut zu überstehen.

Das aktuell Negative, weg von der Familie, kann ja sich innerhalb von Monaten wandeln zu einem: ganz weg, und zwar mit Familie - weil sich ein neuer Wohnort anbietet.

Als Arzt hat man dort vielleicht gute Karten.

Die Schweiz wird von deutschen Arbeitssuchenden regelrecht überschwemmt, egal, in welchen Berufen, daher die aktuelle Diskussion um ein Zuviel-des-Guten.

Da wäre eher Österreich gut, z.B. im Gastronomie-Sektor, oder Belgien.

Im Vergleich zur Schweiz verdient man da Hungerlöhne, hat aber auch geringere Lebenshaltungskosten.

Aber man ist in jedem Fall von seiner Heimat & Familie weggerissen, und
das wird immer schwieriger, je älter man wird.
Viele dieser hier "offenen Stellen" im Internet werden durch bloße Opportunität
vergeben, d.h. wenn ein 20jähriger vorbeikommt mit 20 Jahren Berufserfahrung
und Qualifizierungs-Grad Triple-A.

Das ist mir schon klar, aber bevor man arbeitslos daheim wartet, und beständig älter wird, könnte sich der Versuch lohnen, man verliert ja nichts dabei.

Ich such verzweifelt selbst etwas im "Lager", aber da beiße ich praktisch
nur auf Granit.:schief:
Insofern gibt es diese "offenen Stellen" nur für eine bestimmte Klientel.
Wenn die Konjunktur dann wieder nachläßt & Leute entlassen werden,
fällt alles wie ein Kartenhaus zusammen, dann gibt es auf einen Schlag
keine offenen Stellen mehr.


Das mag ja sein, aber wer gerade jetzt keinen Job hat, dem kann das doch egal sein, ob es dann wieder so sein wird - Hauptsache, man ist jetzt wieder drin, und wenn es meinetwegen für eine Übergangszeit wäre. Das war dann noch dazu in einer landschaftlich schönen Gegend.

Da sehe ich in der BRDDR wirklich keine gute Gelegenheit, denn wenn man einen Job bekommt, ist es vergleichsweise obermies bezahlt, und davon wird einem noch alles mögliche für Sozialklimbim abgezwackt.

Wer Jobs mit nicht allzu hohen Anforderungen an Fachkenntnisse anbieten kann, spricht eben eine grosse Menge an Arbeitssuchenden an, und kann die Löhne bis unter die Schmerzgrenze drücken.

Das kommt auch in der Schweiz langsam in Gang, da sind die billigen Deutschen die Lohnbrecher, aber es ist noch lange nicht so extrem wie in Merkelstan.

Beste Grüsse vom Baldur

fischige tauben

detlef @, Donnerstag, 03. Mai 2012, 00:15 vor 2946 Tagen @ Eyspfeil 4532 mal gelesen

diese ganze voegelei da ist doch fischig.

entweder hat er wirklich richtige tauben gesehen, oder er hat ein rad ab gehabt.
ausgerechnet tauben!
der friedensvogel par excellance! wer kaeme denn auf die krumme idee, tauben fuer ein kriegerisches gleichnis heranzuziehen?

gruss,detlef

Irlmaiers Bildersprache

RichardS @, Donnerstag, 03. Mai 2012, 13:11 vor 2945 Tagen @ detlef 4603 mal gelesen

bearbeitet von RichardS, Donnerstag, 03. Mai 2012, 13:17

diese ganze voegelei da ist doch fischig.

entweder hat er wirklich richtige tauben gesehen, oder er hat ein rad ab gehabt.
ausgerechnet tauben!
der friedensvogel par excellance! wer kaeme denn auf die krumme idee, tauben fuer ein kriegerisches gleichnis heranzuziehen?

gruss,detlef

Hallo Detlef!

Eyspfeils Gedanke über Irlmaiers Motiv

„Er liebte solche Vergleiche Tauben = Kampfflieger.
Propheten drückten sich schon in frühen, alten Zeiten poetisch aus.
Vielleicht wollte Irlmaier diese Tradition fortsetzen.“

etwas weniger respektvoll zu Ende gedacht, ergibt folgendes:

Irlmaier lag daran, beim Volk als Prophet zu gelten (also Zukunftsvisionen zu haben, nicht bloß einer zu sein, der bei Kriminal- und anderen Fällen durch seine Gabe helfen kann). Und im Verständnis „einfacher“ Menschen – zu denen Irlmaier neben dem überwiegenden Teil seines Klientels auch sich selber zählte – zeichnet sich ein Prophet eben auch durch eine blumige Sprache aus. Metaphern machten also das von ihm Gesehene noch ein gewaltiges Stück glaubhafter. Bedeutungsvoller. Geheimnisumwitterter. Letzteres, das Geheimnisumwitterte, darf allerdings nicht so stark aufgetragen sein, dass der Sinn völlig im Dunkeln bleibt; man muss sie auch als „einfacher“ Mensch immer noch verstehen können. Siehe Eyspfeil, der schon als Kind wusste, dass mit den Tauben aus dem Sand keine weißen Brieftauben gemeint sein konnten. Eine etwas geheimnisumwitterte Ausdrucksweise hat noch einen weiteren Vorteil: Man muss sich nicht immer genau festlegen. Wenn Baldur (weiter oben) fragt

„Wieso großes Wasser, statt einfach Atlantik ?“,

dann ist meine Antwort: Weil „großes Wasser“ nicht nur bedeutungsvoller, rätselhafter klingt, sondern eben auch verschiedenes Gewässer bedeuten kann: z. B. den Atlantik oder das Mittelmeer. Bei zu genauer Festlegung könnten rasch Zweifel aufkommen, technisches oder anders begründetes Hinterfragen, profanes Herumgekrittel, und das nur, weil der Seher den Profanen alles Gesehene zu profan auf dem Präsentierteller servierte. In solche Niederungen will doch keiner heruntergezerrt werden, jedenfalls nicht durch sein eigenes Tun dem Vorschub leisten. Irlmaier war sicher schlau genug (auch für eine doch erkleckliche Anzahl von Betrugshandlungen im eigenen Leben bedarf es einer gewissen Schläue), um rein intuitiv das zu erkennen. Auch der Papst soll in den Wirren über ein „großes Wasser“ flüchten, auch hier „zwingt“ die etwas unklare Sachaussage die Phantasie der geneigten Adressaten geradezu dazu, herumzuspekulieren und enträtseln zu wollen, welches Gewässer denn wohl genau mit der Metapher gemeint sein könnte. Hätte Irlmaier behauptet, der flüchtende Papst setze dereinst aus der Schweiz über den Bodensee nach Konstanz über, falls er dies so konkret gesehen hätte: Zumindest alles Geheimnisvolle wäre weg. Von den einen abgehakt, von anderen in Zweifel gezogen. Aber so… Bleibt höchstens die Variante, dass Irlmaier bei solchen Bildern, wenn er sie sah, auch tatsächlich nicht mehr als das in diesen Bildern Ausgedrückte sah. Was in anderen Fällen allerdings ausgeschlossen werden muss: Da z. B., wo Irlmaier behauptet, nicht sagen zu dürfen, wie die Stadt oder die Gegend heiße, die dereinst der Vernichtung anheimfalle oder Ziel eines Angriffs sei.

Deine Alternative „entweder hat er wirklich richtige tauben gesehen, oder er hat ein rad ab gehabt“ bezweifle ich darum. Richtige Tauben legen keinen „gelben Strich“, der quer von Süd nach Nord bis zu einer (nicht klar benannten) Bucht alles Leben auf und sogar ein Stück unter der Erde vernichtet; auch der Seher Irlmaier weiß das; und müsste auch nicht betonen, dass diese Tauben unbemannt seien. Und ob er ein Rad abgehabt hat, bloß weil er „ausgerechnet tauben! der friedensvogel par excellance!“ „fuer ein kriegerisches gleichnis“ heranzog? Nicht unbedingt, meine ich. In der Logik „unseres“ Szenarios (ich weiß, es nicht Deines) trägt der „Gelbe Strich“ (neben der Naturkatastrophe und dem militärischen Widerstand vor Ort) zur Kriegswende bei, bringt als kriegerischer Akt also den Frieden… (Militärs und Politiker lieben im Übrigen eben solche verdrehten Metaphern, von wegen „wer kaeme denn auf die krumme idee“.) Außerdem kann die schiere Zahl der unbemannten militärischen Flugzeuge Irlmaier zu dem Vergleich mit dem Schwarm von Tauben angeregt haben. Falls Irlmaier etwas in der Art sah. Rein gefühlsmäßig nehme ich ihm das bis auf weiteres ab, eben weil (!) es in einem derart schrägen Bild wiedergegeben ist, und weil es außerdem meines Wissens nirgendwo sonst auftaucht, ganz im Unterschied zu so vielen anderen Visionen, die (auch) Irlmaier gehabt haben will oder soll.

Mein Fazit zum Taubenbild: Etwas schräg, aber ehrlich, d. h. das Wahrgenommene durch den Bildausdruck nicht zu sehr strapaziert und im Sinn verfälscht. Andrerseits liegt für mich auch hier auf der Hand, dass sich Irlmaier in dem Bild der „Tauben“ sicher gefallen haben dürfte, eben weil er auch mit dieser Bildersprache wieder einmal bekräftigte, Dinge zu sehen, wie sie nach landläufiger und damit auch seiner Meinung nach nur Visionäre / Propheten sehen (von den einen als Irre oder Käuze verlacht und von den anderen als begnadete und herausgehobene Personen bewundert und verehrt).

Gruß
Richard

schraube?

detlef @, Donnerstag, 03. Mai 2012, 14:21 vor 2945 Tagen @ RichardS 4388 mal gelesen

moin,

also bist du der meinung, bei ihm war kein rad ab, sondern nur ein (unwichtiges) schraeubchen locker?

grinsegruss,detlef

se(h)e(r)recht?

RichardS @, Freitag, 04. Mai 2012, 07:10 vor 2944 Tagen @ detlef 4545 mal gelesen

moin,

also bist du der meinung, bei ihm war kein rad ab, sondern nur ein (unwichtiges) schraeubchen locker?

grinsegruss,detlef

Moin,

aber wer einem der wenigen janz Großen unter seinen Vorgängern nicht mal Das verzeihen kann, schreibt sich der nicht selber klein?

mit klabautermannsgrüßen zurück
über die hohe see

Richard

Friede uns Gerechten! Die gezündete Pfeife Dir reichend …

RichardS @, Sonntag, 06. Mai 2012, 16:27 vor 2942 Tagen @ detlef 4473 mal gelesen

– kein Text –

Re: vielleicht sogar Zynismus, die Tauben?

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 03. Mai 2012, 17:14 vor 2945 Tagen @ detlef 4490 mal gelesen

Hallo Detlef!

"diese ganze voegelei da ist doch fischig.

entweder hat er wirklich richtige tauben gesehen, oder er hat ein rad ab gehabt.
ausgerechnet tauben!
der friedensvogel par excellance! wer kaeme denn auf die krumme idee, tauben fuer ein kriegerisches gleichnis heranzuziehen?

gruss,detlef"

Also ich seh das so: Er versuchte sich zwar als Poet, aber das ging mit seinem
einfachen Gemüt etwas daneben.

Auf eine zynische Art und Weise hatte er mit den "Friedenstauben" sogar recht:
Die Flieger legen den Gelben Strich und verhindern damit eine lang angelegte
Besetzung des Westens. Der Russeneinmarsch wird gestoppt.

Herzliche Grüße,
Eyspfeil

Worte

Hope @, Freitag, 04. Mai 2012, 09:02 vor 2944 Tagen @ Eyspfeil 4594 mal gelesen

Guten Morgen Eyspfeil,

ich hatte mal einen Traum, in dem mir der Panamakanal als "amerikanischer Kanal" gezeigt wurde.
https://schauungen.de/forum/index.php?id=12132

Mit dem Ausdruck "amerikanischer Kanal" konnte ich erst mal gar nichts anfangen. Erst als mir klar wurde, es war der Panamakanal, wusste ich, was ich gesehen hatte.
(Warum ich das nur als "Ausschnitt" sah, weiß ich mittlerweile auch. Ich habe das Programm "Stellarium" installiert, und stellte fest, dass wenn ich Mittelamerika von einer Höhe von etwa 6000 km ansehe, dass man durch die Erdkrümmung eben nicht komplett Nord- und Südamerika sehen kann. Logisch. Daher der Ausschnitt. Auf der Höhe von 6000 km und der Sicht von Westen aus, sah ich das Bild, was ich im Traum sah. Ohne Überschwemmung.)

Von daher: wenn jemand andere Worte benutzt, tut er es nicht unbedingt, weil er es will, sondern weil es halt so ist. Eingabe von außen, Unterbewusstsein...wie auch immer. Irlmaiers Tauben sind von daher vielleicht nur der Ausdruck dessen, was ihm dabei einfiel, oder eingegeben wurde, was er gesehen hat. Oder es hat ihn an Tauben erinnert. Warum er nicht das Wort Flugzeug benutzte...wer weiß. Und warum nicht gleich Panamakanal?

lg
Hope


Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

Re: Frage zu "Stellarium"

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Freitag, 04. Mai 2012, 20:57 vor 2944 Tagen @ Hope 4519 mal gelesen

bearbeitet von Eyspfeil, Freitag, 04. Mai 2012, 21:02

Hallo Hope!

";(Warum ich das nur als "Ausschnitt" sah, weiß ich mittlerweile auch. Ich habe das Programm "Stellarium" installiert, und stellte fest, dass wenn ich Mittelamerika von einer Höhe von etwa 6000 km ansehe, dass man durch die Erdkrümmung eben nicht komplett Nord- und Südamerika sehen kann. Logisch. Daher der Ausschnitt. Auf der Höhe von 6000 km und der Sicht von Westen aus, sah ich das Bild, was ich im Traum sah. Ohne Überschwemmung.)"

Das Programm "Stellarium" kenne ich von einem meiner PC-Hefte,
hab es also auf der Heft-DVD zuhause.
Funktioniert das eigentlich rein offline,
oder ähnlich wie Google-Earth
mit Internet-Zuschaltung?
Ich dachte, das wären reine Sternen-Karten, also
eine Art Planetarium-Programm.
Du sagst, da könne man auch Kontinente betrachten.
Hier hat es nur 52 MB, was relativ wenig ist.
Ich mag Programme nicht sehr, die den ganzen PC verschlingen.:schief:

Mfg,
Eyspfeil

Re@ Baldur, BBouvier & Detlef: Rätselsprache Irlmaiers

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Freitag, 04. Mai 2012, 22:07 vor 2944 Tagen @ Baldur 4672 mal gelesen

Hallo Baldur und Detlef!

"Hallo, Eyspfeil,

gemäß Sonderdruck *Dieser Mann prophezeit den Krieg* muß es damals eine regelrechte Irlmaierhysterie gegeben haben. Der dort gezogene Vergleich mit Bruno Gröning kommt sicher nicht von ungefähr, und das soll ja auch keineswegs abwertend gemeint sein.

nur: was ist Original-Irlmaier, und was angedichtet/verfälscht/aus dem Zusammenhang gerissen ?

Meiner Meinung nach ein gutes Beispiel. Er war sicher nicht unintelligent, fuhr Auto, war Geschäftsmann - wieso gebrauchte er den abstrakten Symbolbegriff von Tauben aus dem Sand, wenn doch sowohl Raketen als auch Bomber damals völlig bekannt waren ?

beste Grüße vom Baldur"

An die Hauptkritiker des größten bayerischen Sehers gerichtet:
Nehmt doch nur als Beispiel unseren Joerg hier im Forum.
Er verfügt über seherische Kräfte und spricht in einer
uns völlig rätselhaften dichterischen Sprache, die kaum
einer versteht.
Ständig kommen Anfragen an ihn
wie "warum?", "was soll das?" usw.

Es gibt verschiedene Seher, genau wie es
verschiedenartige Friseure gibt, sozusagen.
Der eine meidet die Öffentlichkeit völlig, wie der WV,
Der nächste schreibt ein Buch und wirft sich dann vor den Zug,
wie Ewald, der dritte übt sich als Poet wie Handwercher oder
Irlmaier.

Außerdem: Diese poetischen Anwandlungen sind bei Irlmaier eher
die Ausnahme als die Regel.
Der Großteil seiner Aussagen ist für inkarnierte Deutsche
ohne Ruckeln und Hakeln zu lesen.
"Großes Wasser", "Kastln", "Feuerzungen".
Ersteres hört sich wie die Übersetzung aus einer Indianersprache an,
erinnert Euch an die alten Karl May Bücher.

Also als ich vor ca. 20 Jahren diese in Kunststoff verpackten Strohballen
erstmalig sah (Kastln), konnte ich auch nix damit anfangen.
Und ich bin mehr als 70 Jahre
später als Irlmaier auf die Welt gekommen.
Ich dachte nur "was ist das für ein neumodischer Mist?"
In meiner Kindheit in den 70er Jahren gabs die
Plastikballen jedenfalls nicht.;-)

Zu den "Feuerzungen": Für jemanden, der den Feuersturm 1944/45
in Hamburg oder Dresden live miterlebt hat, hat dies bestimmt
ähnlich wie so eine Zunge ausgesehen, die sich plötzlich auf die
Wohnhäuser ergießt, meint Ihr nicht?
Besonders wenn man so etwas wie ein echter Seher von ganz weit
oben betrachtet, wenn ein Flugzeug stark entzündliche todbringende
Substanzen abwirft...

Grüße,
Eyspfeil

Ich kenne das

minimel @, Sonntag, 06. Mai 2012, 18:37 vor 2942 Tagen @ Eyspfeil 4545 mal gelesen

bearbeitet von minimel, Sonntag, 06. Mai 2012, 18:48

Ich spreche aber nur aus meiner Persönlichen Erfahrung heraus.

Ich selbst sehe keine Bilder, nur in meinen Träumen.
Als es vor drei Jahren bei mir Anfing habe und es sich abzeichnete daß ich in der Lage dazu war,wollte ich es nicht mehr.
Seitdem ist das in der Tat auch ausgeblieben.
Viel stärker sind die "Eingebungen" präsent.
Ich habe Anfangs viel aufgeschrieben,hatte irgendwann eine ganze Schublade voll.
Die Ausdrücke gaben mir Rätsel auf,das ist heute auch noch oft,aber ich wundere mich schon nicht mehr.

falscher schluss

detlef @, Donnerstag, 03. Mai 2012, 00:29 vor 2946 Tagen @ Eyspfeil 4445 mal gelesen

moin,

Aber "Irlmaier hat das meiste "angelesen und zusammengereimt"?
Bitte das Seherkind nicht mit dem Bade ausschütten!
Denn er hatte nachweislich eine gigantische Seherkraft, daß sogar
die Kriminalpolizei ihn einsetzte, um Fälle zu lösen.
Und er löste die Fälle (kann man in alten Zeitungen
schwarz auf weiß nachlesen).;-)
Du willst doch nicht behaupten wollen, daß er die Diebe & Mörder richtig
gesehen hatte, die Flucht des Papstes oder den Monarchen aber nur der
Volkssage entlehnt hat, oder angelesen wie auch immer?


hier ziehst du einen falschen schluss.
offensichtlich gibt es verschiedene arten zu sehen.

raeumlich entferntes
vergangenes, nicht bekanntes
zukuenftiges

es gibt genug sehende, die nur die beiden ersten kategorien "sehen", oder eine davon.

nimm doch bloss Edgar Cayce. zweifellos ein begnadeter seher - aber bei zukunenftigem hat er immer wieder voll daneben gehauen.

gruss,detlef

Re@Detlef: Falscher Schluß

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Freitag, 04. Mai 2012, 22:58 vor 2944 Tagen @ detlef 4521 mal gelesen

Hallo Detlef!

"moin,

Aber "Irlmaier hat das meiste "angelesen und zusammengereimt"?
Bitte das Seherkind nicht mit dem Bade ausschütten!
Denn er hatte nachweislich eine gigantische Seherkraft, daß sogar
die Kriminalpolizei ihn einsetzte, um Fälle zu lösen.
Und er löste die Fälle (kann man in alten Zeitungen
schwarz auf weiß nachlesen).;-)
Du willst doch nicht behaupten wollen, daß er die Diebe & Mörder richtig
gesehen hatte, die Flucht des Papstes oder den Monarchen aber nur der
Volkssage entlehnt hat, oder angelesen wie auch immer?


hier ziehst du einen falschen schluss.
offensichtlich gibt es verschiedene arten zu sehen.

raeumlich entferntes
vergangenes, nicht bekanntes
zukuenftiges

es gibt genug sehende, die nur die beiden ersten kategorien "sehen", oder eine davon.

Da hast Du recht, 1:0 für Dich.:schief:

nimm doch bloss Edgar Cayce. zweifellos ein begnadeter seher - aber bei zukunenftigem hat er immer wieder voll daneben gehauen.

Moment mal, hab selbst ein Buch von ihm,
allerdings nur ein Taschenbuch vom Knaurs-Verlag.
Also keineswegs vollständig, was seine Schauungen anbelangt.
Hat er sich nicht bloß im Zeitpunkt vertan,
aber nicht in den Ereignissen selbst?

"Überschwemmungen ganzer Kontinente etc. bis 1998."
=> Die falsche Zeit ist oft ein Indiz für die richtigen
Ereignisse.;-)
Und 20 Jahre ist oft genau die Spanne,
um die echte Seher daneben liegen.:-D

Gruß,
Eyspfeil

Ich denke Seher fallen auch der Neugier zum Opfer

Buffy441 @, Samstag, 05. Mai 2012, 00:02 vor 2944 Tagen @ Eyspfeil 4584 mal gelesen

ich meine in der heutigen Zeit ist es unwahrscheinlich noch zu erkennen um welches datum es sich in einer vision handelt wenn man sie nicht beeinflussen kann, vielleicht sind bei den falschen datierungen ja einfach fehlinterpretationen gemacht worden.

Irlmaier beschreibt ein touchpad aber das es die jetzt gibt heißt nicht das es schon passiert?

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