hat Irlmaier frühere Prophezeiungen verarbeitet? (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

randomizer, Freitag, 30. Januar 2009, 01:00 (vor 3910 Tagen) @ BBouvier6860 mal gelesen

Hierzu:
<"doch, irlmaiers plagiat dürfte sich beweisen lassen
(ich habe das buch hier, aus dem irlmaier seinen stoff
höchstwahrscheinlich geschöpft hat).
eine gegenüberstellung liefere ich in kürze."?

Danke!
Das kann ja interessant werden!!
Dürfen wir davon ausgehen, dass "in Kürze"
binnen weniger Wochen schon sein kann?

hallo BB,

so hätte es sein sollen, aber diesmal ist es nicht nur mein zeitmangel, ich habe außerdem die komplexität der sache unterschätzt. bei der auswertung muß man alle primären irlmaier-quellen mit berücksichtigen und adlmaier unbedingt gesondert beurteilen (richardS hat die skepsis adlmaier gegenüber neulich hier gut begründet, selbst stephan b. ist im nachbarforum ja inzwischen dahintergekommen, daß vieles bei adlmaier widersprüchlich ist).

mein weiterhin vorläufiger verdacht: einiges, wie die drei heersäulen und der gelbe strich scheinen original-irlmaier zu sein. darüber hinausgehendes, wie monarch, 3tägige finsternis, papstflucht, rheinschlachten etc. kannte er vermutlich aus älterer quelle. ganns idee, irlmaier sei durch seine vielen reisen und besucher in kontakt mit den älteren prophetien gekommen, muß in betracht gezogen werden, ließe sich aber schwerlich beweisen. wenn sich jedoch alle diese motive (3tf, monarch, köln usw.) in einem buch fänden und die formulierungen denen irlmaiers ähnlich genug wären, ließe sich ein (teilweises) "plagiat" wohl wahrscheinlich machen. wie erwähnt, habe ich diese vermeintliche vorlage irlmaiers hier, offen ist nur noch, wie zwingend eine solche gegenüberstellung ausfallen wird.

das braucht aber noch zeit, mir fehlen z.b. noch die frühen originalartikel adlmaiers aus den traunsteiner nachrichten. außerdem fürchte ich, das läßt sich nur in aufsatz-länge abhandeln :-( .

vorarbeit zu einer solchen gegenüberstellung haben schon bender und gann (seite 194-199) geleistet. parallelen, teils wörtlich, sieht gann z.b. zu mühlhiasl, bauer jasper, zu rills feldpostbriefen und zu anna maria taigi.

bereits retlaw (1961, seite 162) erwägt aber, daß solche parallelen formulierungen auch auf den chronisten (in diesem fall adlmaier) zurückgehen könnten. genau dies verkompliziert die analyse und verbietet mir ein vorschnelles urteil.

beste grüße,
randomizer


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