Re: Die Strassen im usbekischen Andischan sind wie ausgestorben

Geschrieben von HJH am 15. Mai 2005 11:57:13:

Als Antwort auf: Re: Die Strassen im usbekischen Andischan sind wie ausgestorben geschrieben von Thorshammer am 15. Mai 2005 11:12:13:

Moin Thorshammer

Knapp 90 Prozent der Usbeken sind Muslime (die Mehrheit davon Sunniten). Von einer Regierung kann man dort nicht reden, es ist ein menschenverachtendes Regime unter dem seit 1990 amtierenden Despoten Islam Karimow. Und natürlich greifen die USA bzw. der Westen nicht ein, ist Usbekistan doch in einem Bund im sogenannten Kampf gegen den Terror eingespannt, und so liegt es nahe, die "islamischen Extremisten" dort vernichtend geschlagen sehen zu wollen. Die Aufständigen dort hätten sich ja die 300 Soldaten der Bundeswehr zu Hilfe rufen können, die südlich der Stadt Termes die internationale Schutztruppe im benachbarten Afghanistan unterstützen, aber die müssen wohl die Drogenroute gen Westen sichern, damit wir morgen auch noch "high" sein dürfen...

Man sollte die weiteren Interessen des "Westens" nicht außen vor lassen, ist Usbekistan siebtgrößter Goldproduzent der Welt, verfügt über Rohstoffe wie Erdgas, Erdöl, Kohle, Silber, Uran, Kupfer, Blei, Zink und Wolfram. Und das will gut verschachert sein, neben der Tatsache, das die Seidenstraße (Taschkent-Samarkand-Buchara) zum "Rauschgift-Highway" in den Westen verkommen ist.

So erklärt es sich, den Aufstand im Land zu unterdrücken, und die Aufständigen mit Einsatz von Waffengewalt klein zu halten und auszumerzen. Denn Diktator Karimow möchte weiter mit goldenen Löffeln fressen. Ob dies bei 80 Prozent Armut unter der Bevölkerung gelingen kann, wird sich zeigen.

Gruß

Jörg


>die regierung scheint das richtige mittel gegen die islamistischen aufständischen gefunden zu gaben .
>gruss napo


Antworten: