Re: Garabandal - Täuschung?

Geschrieben von Epidophekles am 16. Oktober 2003 23:12:05:

Als Antwort auf: Garabandal geschrieben von Tawa am 16. Oktober 2003 20:36:11:

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>Erscheinungen und ihre Gefahren

>Im Tagebuch der Hauptseherin Conchita Gonzalez können wir lesen, daß die Mädchen ihre erste Erscheinung hatten, nachdem sie gerade im Garten des Lehrers Äpfel gestohlen hatten.
>"Gerade als wir uns am besten vergnügten, hörten wir die Stimme des Lehrers, der gesehen hatte, wie sich die Zweige bewegten. Er glaubte, daß Schafe daran wären und sagte zu seiner Frau: ,Concesa, geh in den Garten hinunter, die Schafe machen sich an den Apfelbaum heran!' Als wir das hörten, mußten wir lachen, und da wir unsere Taschen bereits gefüllt hatten, fingen wir an zu laufen. Wir wollten die Äpfel mit mehr Ruhe auf dem Weg, bzw. im Hohlweg verzehren. Als wir sie vergnüglich verspeisten, hörten wir einen starken Lärm, wie einen Donnerschlag. [...] Als wir die Äpfel aufgegessen hatten, sagte ich: ,Das ist ja sehr schön, jetzt haben wir Äpfel gepflückt, die uns nicht gehören, der Teufel wird zufrieden sein und der arme Schutzengel traurig!' Da fingen wir an, Steine aufzuheben und sie mit aller Kraft nach links zu schleudern, wo, wie wir sagten, der Teufel ist. Müde vom Steinewerfen und mit etwas ruhigerem Gewissen begannen wir mit Steinchen zu schussern. Plötzlich erschien mir eine sehr schöne Gestalt, umgeben von großem Glanz, der aber den Augen nicht weh tat." [Das Tagebuch von Conchita Gonzalez, nach dem handschriftlichen Original übersetzt von Irmgard Hausmann, in: Irmgard Hausmann, Die Ereignisse von Garabandal, Gröbenzell 1972, S. 153f]
>Besonders tugendhaft scheinen die Seherinnen also noch unmittelbar vor den Erscheinungen nicht gewesen zu sein, wie man wohl auch angesichts des etwas abergläubischen Steinewerfens nach dem Teufel kaum von einem sehr fortgeschrittenen Gebetsleben sprechen kann. (Hier zeigt sich übrigens eine gewisse Parallele zu den Vorgängen in Medjugorje, wo die "Seherkinder" ihre erste "Erscheinung" hatten, als sie heimlich beim Rauchen waren.) Man vermißt jede echte Reue, die sich etwa in dem Willen geäußert hätte, das Vergehen zu bekennen und Wiedergutmachung zu leisten. Das Gewissen stattdessen mit Steinewerfen zu beruhigen, zeugt von einer sehr lauen Seelenhaltung.

>Conchita "bekennt, das eine oder andere Mal gelogen zu haben, jedoch bei Dingen, die nicht von Bedeutung sind, wie sie genau angibt. [...] Auf der gleichen Seite liest man, daß sie anerkennt, mit ihren Gefährtinnen Ekstasen simuliert zu haben, aber sie gibt vier wichtige Dinge genauer an: Es war, nachdem sie zwei Anrufe bekommen hatten, um zusammenzubleiben oder damit die Heilige Jungfrau früher komme; sie haben niemals eine Ekstase vollständig simuliert und endlich hatte die heilige Jungfrau sie dafür gescholten. Der Pfarrer von Barro erkannte es, und auch er schalt sie. Er berichtet davon in einem Kapitel seiner Memoiren [...], dem wir das Folgende entnehmen, was auch für die drei anderen Kinder gilt: Conchita gab ihm an, daß sie die Ekstasen nur ungefähr eine halbe Stunde vor der Erscheinung heuchelten: ,Die Heilige Jungfrau strafte uns', sagte sie, ,indem sie viel später als zur angegebenen Stunde kam, und immer warf sie uns unser Verhalten sehr streng vor.'" [R. François, a.a.O. S. 167]

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