Ich sorge mich um Deutschlands Zukunft!

Geschrieben von Niels am 03. Juni 2003 20:31:09:

Aus dem Polsprungforum:

Nun da der Zetaspuk so gut wie ausgestanden ist und man in diesem Forum laut Überschrift auch über Gott und die Welt schreiben kann, will ich meine Sorge über dieses Land teilen. Ist also nicht off-topic.

Ich hatte kürzlich den Spiegel von Ende April in den Händen. Titel:"Die Stunde der Wahrheit im Land der Lügen". Ich habe den Bericht gelesen. Demnach muß es echt schlimm um unser Land stehen. Staatsversagen, Schuldenkrise, Wirtschaftskrise, Bildungskrise, Rentenkrise usw. Es kriselt. Man hörte in den letzten paar Jahren und Monaten wirklich viele schlechte Nachrichten aus und über dieses Land. Mich sorgt vor allem, daß die Deutschen zu wenige Kinder zeugen ;-) Tatsache ist, daß die Bevölkerung vergreist. Es gibt immer mehr alte und weniger junge Menschen. Wo soll das bloß hinführen? Jedenfalls sind die Ausländer nicht daran schuld, daß die Deutschen so wenig Sex haben und so wenige Kinder machen ;-) Nach Schätzungen soll es im Jahre 2100 nur noch 25 Millionen Deutsche geben. Das ist doch klar, daß das zu sozialen Spannungen führen muß, wenn eine Frau statt der notwendigen 2,5 Kinder nur noch 1,2 Kinder durchschnittlich zur Welt bringt. Als ehemaliger Zivildienstleistender (habe 1990/91 meinen Zivildienst in einem Altersheim in Jena absolviert) kenne ich den Pflegenotstand. Es gibt immer mehr Pflegebedürftige und weniger Pflegepersonal. Die Lage ist wirklich schlimm. Könnte man den nicht einfach ein paar von den 4,5Millionen Arbeitslosen in Pflegeberufe einstellen? Das wär doch eine sinnvolle Lösung. Aber wahrscheinlich fehlt da wieder das Geld dazu. Die Zustände in den Altersheimen werden immer schlimmer. Bevor ich ein Pflegefall werde, möchte ich lieber tot umfallen.

Deshalb braucht dieses Land junge Einwanderer, auch wenn das viele Deutsche nicht wahrhaben wollen. Allerdings ist da das Problem mit den Arbeitslosen. Wir haben ja schon viele davon. Es müssen mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Allerdings sollten wirklich nur die Besten kommen, keine Wirtschaftsflüchtlinge.

In dem Spiegelbericht hieß es auch, Deutschland drohe der Abstieg in eine slow-motion-Gesellschaft. Das heißt wohl, es geht wohl nix mehr so flott wie früher. Man vergleicht uns schon mit Japan, daß eine noch geringere Geburtenrate hat und seit 10 Jahren in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt, obwohl ich nicht viel von Wirtschaft verstehe. Ich frage mich oft, ob sich Deutschland nicht mit der Wiedervereinigung übernommen hat. Kostet der Aufbau im Osten zuviel Kraft? Ist das zuviel? Als Ossi schmerzt mich besonders, daß der Osten sogar noch schneller vergreist als der Westen, weil viele junge Leute wegziehen. Ganze Landstriche werden entvölkert. Schade ist auch, daß der Aufholprozeß im Osten seit 1996 stockt. Die Krise wirkt sich halt besonders fatal auf den Osten aus. Obwohl ich den Ossis eigentlich einen Aufschwung gegönnt hätte.

Aber vielleicht kommen ja auch mal bessere Zeiten.

Was meint ihr? Wie schlecht steht es um dieses Land? Packt Deutschland die Wende?

Mit patriotischen Grüßen, Nielsbiru

PS: Den Anfang des Spiegelartikels könnt ihr unter
http://www.spiegel.de/sptv/thema/0,1518,249184,00.html lesen


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