Re: wie klein Fritzchen die Ursachen von Verhaltensweisen vorstellt

Geschrieben von Johannes am 04. November 2002 14:49:48:

Als Antwort auf: Re: wie klein Fritzchen die Ursachen von Verhaltensweisen vorstellt geschrieben von franz_liszt am 04. November 2002 14:13:10:

> Was ist das für ein unseriöses "Es ist schon alles erforscht"!
> Hast Du Angst vor den tatsächlichen Abläufen im Gehirn?
> Hast Du Angst, dass Du anders (nicht nur mehr) als ein Tier sein könntest?
> Ich könnte kotzen!


Hallo Franz_Liszt,

BW beschreibt vor allem die Wirklichkeit, wie sie ist bzw. wie er sie sieht. Und er schreibt, daß er keine Ansätze zu einer grundlegenden Änderung erkennt.

Ich finde das soweit zwar inhaltlich schade, aber sachlich richtig. Wieviel Kinder verhungern täglich? Wieviel Erwachsene sterben durch Hunger, Minen, Überfälle, Folter, ...?

Sicher, ich kann nach Afrika gehen und hungernden Kindern erzählen, sie bräuchten sich keine Sorgen zu machen, durch den kommenden Bewußtseinssprung und die höhere Frequenz gäbe es keine Probleme mehr. Sie sollten sich bitteschön auch nicht um ihre aufgedunsenen Bäuche sorgen, denn wenn sie noch auf das Materielle konzentriert seien, dann würden sie nur ihre spirituelle Entwicklung behindern. Und überhaupt, ihr Hunger kommt auch nur von ihrer Angst, nicht genug zu essen zu haben. Wäre ihr Denken besser gewesen, dann wäre schon irgendwoher genug Essen gekommen. ...

Ja, ich weiß, das war jetzt sarkastisch. Ich will zwar nicht BWs Horrorszenarien verteidigen, die er manchmal (zu) genüßlich ausbreitet, aber ich habe schon den Eindruck, das manche Ideen der "Licht-und-Liebe-Fraktion" eben nur von über-satten Westeuropäern kommen können, die sich das unermeßliche Leid, daß sich täglich real ereignet, gar nicht vorstellen können. So lange es einem nicht selbst trifft, kann man leicht so reden.

Die Frage ist nicht, ob eine Katastrophe kommen könnte. Die Katastrophe ist bereits da. Oder was sagst Du zu tausenden verhungerten oder durch Minen verstümmelten Kindern? Die Schwingungsfgrequenz erhöht sich und alles wird gut? Ist brauche also nichts Praktisches zu tun?

Nochmal: Die Kernfrage ist nicht, ob die Katastrophe kommern könnte, sondern die Frage ist vielmehr die, ob wir bei der bereits bestehenden Katastrophe weiterhin privilegierte Zuschauer bleiben können. Die meisten Prophezeiungen sagen nein, es wird auch uns treffen. Was hilft hungernden Afrikanern jetzt ganz praktisch und was wird uns ganz praktisch helfen, wenn sich die Katastrophe mal etwas gleichmäßiger verteilen sollte?

Viele Grüße

Johannes


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