Re: Baldur´s Horror-Szenario - der Ärmste!

Geschrieben von Bine am 26. September 2002 11:04:53:

Als Antwort auf: Re: Baldur´s Horror-Szenario - der Ärmste! geschrieben von Torsten am 26. September 2002 08:42:31:

Hi Torsten,


>ein Typ, der 4 Autos angemeldet hat und mal schnell für 280 Euro einkaufen geht, zieht über die Yuppies her und redet von Einschränkung...

Möglicherweise hat er eine große Familie ? Vielleicht war es der monatliche Großeinkauf ?

Das Problem ist doch, daß man auch bei gleicher (oder höherer) Arbeitsleistung nicht mehr das für sein sauer verdientes Geld bekommt, was man noch vor einem Jahr bekommen hat oder was man vor 10 Jahren bekommen hat.

4 Erwachsene, (Eltern und Kinder) die an einem Ort ohne günstige Verkehrsanbindung wohnen brauchen unter Umständen 4 Autos, schon alleine u in die Arbeit zu kommen. Ich kenne auch solche Fälle. Gut, wenns dann unbedingt sein muss, dann kann man vielleicht auch mit zwei Autos auskommen, aber das bedeutet Einschränkungen. Er hat übrigens nichts von Luxusschlitten geschrieben.

Und wie bitte soll er das mitverschuldet haben, daß man z.B. mit dem Teuro einfach nur mehr die Hälfte hat?

Schuhe kosten mittlerweile zum Teil das Doppelte und Dreifache von Früher! Oder glaubst Du tatsächlich noch an das Märchen vom Warenkorb ? Es geht darum, daß die hundsnormalen Dinge, die man zum täglichen Leben braucht (auch die Dinge für die Seele) die wir hier einfach gewohnt waren (oder ist zweimal im Monat Essengehen mit der Familie in ein normales Restaurant ein Yuppieluxus?) nicht mehr leisten kann. Natürlich brauchen wir viele Dinge nicht. Aber wenn es so weiterläuft wie bisher, dann wird es auch einmal Luxus sein überhaupt eine Wohnung zu haben (auch in Miete !) Schuhe zu haben und einigermassen gesund zu essen ! Schau Dir die Zustände doch mal an !

Und Konsumenten machen doch die Wirtschaft nicht krank ! Sie arbeiten ja auch für ihr Geld, das sie dann ausgeben ! Die Wirtschaft wirklich krank machen die Bonzen, die den Rachen nicht vollbekommen, so schauts aus ! Die die Kohle irgendwohin schaffen, Steuern hinterziehen und sich vom Staat diese Steuern dann schenken lassen. Die sorgen dafür, daß es den Bach runter geht !

Wir Mittelständler, ob klein oder groß, sind es doch, die den Staat am Leben erhalten !

Der Mittelstand ist die Melkkuh für die nicht arbeiten Wollenden (damit meine ich jetzt nicht arbeitswillige Arbeitslose) und für die Bonzen. Nur von den beiden Gruppen überlegt sich keine Sau, wovon sie denn eigentlich leben sollen, wenn es dem Mittelstand auch mal reicht und er nicht mehr hinnehmen will, was läuft. Die existieren rein nur deswegen, weil WIR uns den A**** aufreissen ! Wenn wir alle mal für zwei Wochen die Arbeit ruhen lassen würden (besser für drei) dann wären die verdammt bös dran, das kannst Du mir glauben. Und jetzt sollen sich die Mittelständler nichts mehr leisten können ? Und die umsonst mitfressenden, auf unserem Rücken lebenden Subjekte müssen keine Einschränkungen hinnehmen ? Das kanns ja wohl nicht sein, oder ? Das muss ja über kurz oder lang zu einem Aufstand führen !

meckernde Grüße (trotzdem freudlch)
Bine


>Natürlich sind die Szenarien realistisch. Aber ein ganz wesentlicher Punkt fehlt: wie habe ich das mitverschuldet und setze das täglich fort und welche persönlichen Änderungen beabsichtige ich (wobei Einschränkungen zwar löblich sind, aber er nimmt sie ja nur gezwungenermaßen hin, um sein ach so bescheidenes Leben noch möglichst lange mit möglichst wenig Einschränkungen führen zu können).
>Solche Leute machen mich und die Wirtschaft krank. Ich sage nicht, daß es nicht noch Schlimmere gibt - aber auch das entschuldigt nichts.
>Viele Grüße
>Torsten



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