Re: Ein Argument gegen den ausgefallenen Krieg 1999
Geschrieben von Johannes am 15. Juli 2004 01:38:06:
Als Antwort auf: Re: Ein Argument gegen den ausgefallenen Krieg 1999 geschrieben von Ahlfi am 14. Juli 2004 16:07:41:
> Was sagst Du, wenn ich behaupte, dass man Naturkatastrophen doch aufhalten,
> oder auch nur abschwächen kann? Würdest Du mich noch ernsthaft als Gesprächs-
> partner akzeptieren?
Hallo Ahlfi,wie Du siehst, sprechen zumindest noch ein paar Leute mit Dir. ;-)
Im Prinzip gebe ich Dir übrigens recht.
> Was ist aber nun, wenn sich die Staubmilben wünschen, dafür beten und auch
> entsprechend handeln, dass der Staubsauger nicht kommt. Ja, er kommt nicht,
> denn der Saugende wird ein anderes Zimmer zum Aufsaugen suchen. Das macht
> der Saugende aber nicht bewusst. Das wäre jetzt nur mal EIN Beispiel der
> unterschiedlichen Dimensionen unseres Wahrnehmungsfeldes, oder auch nicht.Ja, Gebetserhöhrungen sind möglich. Um mal etwas besonders deutliches zu nehmen, greife ich mal auf eine bekannte Geschichte aus der Bibel zurück:
1Und es geschah das Wort des HERRN zum zweitenmal zu Jona: 2Mach dich auf, geh in die große Stadt Ninive und predige ihr, was ich dir sage! 3Da machte sich Jona auf und ging hin nach Ninive, wie der HERR gesagt hatte. Ninive aber war eine große Stadt vor Gott, drei Tagereisen groß. 4Und als Jona anfing, in die Stadt hineinzugehen, und eine Tagereise weit gekommen war, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. 5Da cglaubten die Leute von Ninive an Gott und ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle, groß und klein, den Sack zur Buße an. 6Und als das vor den König von Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche 7und ließ ausrufen und sagen in Ninive als Befehl des Königs und seiner Gewaltigen: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe Nahrung zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen; 8und sie sollen sich in den Sack hüllen, Menschen und Vieh, und zu Gott rufen mit Macht. Und ein jeder bekehre sich von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände! 9Wer weiß? Vielleicht läßt Gott es sich gereuen und wendet sich ab von seinem grimmigen Zorn, daß wir nicht verderben. 10Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht.
(http://www.bibel-online.net/buch/32.jona/3.html#3,1)Diese Geschichte schildert eigentlich so ziemlich das gleiche, wie Du es sagst. Die Leute beten bzw. ändern sich, und so ändern sich auch die Ereignisse, die eigentlich gekommen wären. Sei es nun eine mögliche Naturkatastrophe für die Stadt Ninive oder auch nur der Mann mit dem Staubsauger.
Hast Du aber den Eindruck, daß die Menschen im Westen tief in sich gegangen sind, daß sie beten und sich verändert haben?
Oder ist es nicht eher so, daß wir einfach die Prophezeiungen nicht richtig verstanden haben bzw. Fehler in Prophezeiungen nicht erkannt haben?
Ich halte es für etwas schwierig, nun zu sagen, nein, das war schon alles richtig, nur unser Gebet (unsere Veränderung / unser neues Bewußtsein /...) haben eine Veränderung bewirkt.
Sicher, wenn die Menschen umkehren, dann kann sich auch viel ändern. Aber das sehe ich leider nicht für die Gesamtheit, sondern nur for Einzelne, mithin ändert sich auch nicht das Gesamtschicksal (z.B. einer Nation), sondern nur das persönliche Eizelschicksal.
Da sich die Einstellung er Gesamtheit nicht zum Positiven geändert hat (oder hast Du den Eindruck, das alles immer besser wird?), glaube ich auch nicht, daß entsprechende Ereignisse/Folgen ausgefallen sind (obwohl das bei einer tatsächlichen Änderung durchaus möglich wäre!), sondern daß wir die Prophs. nur falsch interpretiert hatten (bzw. einige auch falsch waren, insbesondere bei Zeitangaben).
Dann möchte ich allerdings auch noch BB den Gefallen tun :-) und auf den Unterschied zwischen "möglicher Zukunft" einerseits und einer Schaung andererseits hinweisen.
Nimm als Beispiel einen Würfel. Bevor Du den wirfst, ist die Zukunft offen, was Du würfeln wirst, andererseits kann die Zukunft durch verschiedene Faktoren geändert (beeinflußt) werden.
Wenn es um eine echte Schauung (im BB'schen Sinn) geht, dann berücksichtigt die schon, daß Du beim Würfeln tricksen wirst, damit eine 4 rauskommt, obwohl der Wurf doch eigentlich völlig offen war. Und selbst, wenn Du das verhindern willst, irgendwas wird schiefgehen, und als Folge wird dann doch die 4 kommen - wenn es eine Schauung war. Dein Wille ist dabei völlig frei, Du kannst Dich auch umentscheiden. Aber die Schauung sieht das, was schlußendlich herauskommen wird.
Und wir sollten daher "Besserungsbotschaften" (findet jemand ein schöneres Wort?) und echte Schauungen unterscheiden. Die Prophezeiung über den Untergangs Ninives war eine Besserungsbotschaft: Die Menschen haben sich geändert und die Katastrophe blieb aus. Ich "prophezeie" den nächsten Sonnenaufgang in Frankfurt für 5:33 Uhr - das hat die Qualität eine Schauung und wird kommen, egal, was Du heute Nacht noch alles versuchen wirst.
Wenn wir also nur den Begriff "Prophezeiung" verwenden, wird es schwierig, wir sollten das besser trennen und auch in die (zu schreibenden) FAQs aufnehmen, sonst gibt es nämlich nur Verwirrung. Denn echte Schaungen sind nicht veränderbar, die berücksichtigen nämlich bereits den Einfluß der kommenden Änderungen!
Nur, welche der Prophs sind "Besserungsbotschaften", welche sind echte Schauungen? Darauf sollten wir uns konzentrieren.
Gruß
Johannes
- Re: Andere Ansätze und erweitere Möglichkeiten Ahlfi 15.7.2004 10:23 (0)
- Re: Ein Argument gegen den ausgefallenen Krieg 1999 BBouvier 15.7.2004 03:56 (1)
- Was bringt es, wenn man uns auf Konsequenzen aufmerksam macht? Elias Erdmann 15.7.2004 19:55 (0)