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Prantl als Verfasser, Altinger/Poss-Verlag als Fälscherepigone? (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 17. Dezember 2018, 09:47 (vor 354 Tagen) @ Ulrich769 mal gelesen

Danke, Ulrich!

Solche Beiträge wünsche ich mir mehr, im Gegensatz zu solchen von Egoproleten mit Selbstdarstellungsbedürfnis im Dauerverteidigungsmodus.

da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen auf der Seite https://schauungen.de/wiki/index.php?title=Johannes_Friede

Hans Jacob aus Wetzikon in der Schweiz gab 1983 im Eigenverlag ein Büchlein heraus, nicht 1949.
1949 war der Abdruck in Viktor Mohrs Zeitschrift.

Ist schon korrigiert. Der Text ist aber wohl grundsätzlich überarbeitungsbedürftig.

Die Indizien für die Identität Prantls mit dem Verfasser des "Johanneslichtes" sind schlagend. Zusammengefaßt:

  • Prantls Verbindung zu Viktor Mohr, der seine Schriften verlegte.
  • Prantls "Deutung der Johannesoffenbarung", laut Mohr zum Verständnis des "Johanneslichts"
  • Prantls angebliche "innere Schau" zur Deutung der Johannesoffenbarung in Deckung mit der angeblichen Neuoffenbarung aus der geistigen Welt durch "Johannes Friede"
  • Der gemeinsame Bezug auf 1949-1951 als zeitnahes Datum der Apokalypse

Eine inhaltliche Analyse Prantls Werke und des Johanneslichtes bei Mohr wäre wohl nötig, um Deckungen der Gedankenwelten aufzuzeigen und die Identität weiter zu untermauern.

Es stellt sich die Frage, wie der Poss-Verlag bzw. dessen Inhaber und Autor Hans Bernd Altinger dazu kommt, solchen Unsinn in die Welt zu setzen. Die 500 Seiten, der Handwerker Peter T., dessen Tochter, die Altinger die Schriften übergeben haben soll, weil dieser im Geiste des Johannes sei, muß in diesem Lichte wie platter Betrug erscheinen. Da hat vermutlich Altinger, der zuvor über Johannes den Täufer schrieb, sich an das von Mohr bzw. Jacob veröffentlichte Johanneslicht geklemmt (dieses für echt und wertvoll haltend), um über dieses Vehikel eine vermeintlich übersinnlichliche Legitimation für seine eigenen Behauptungen zu haben, die er vielleicht künftig in die Welt zu setzen gedachte.

Altinger, Inhaber des Poss-Verlags auf seiner Seite:
"Die Übersetzung dieser handschriftlichen Aufzeichnungen in deutscher bzw. gotischer Schrift ist sehr zeitraubend, da heute kaum mehr ein noch lebender Mensch diese Schrift perfekt beherrscht."

Zwischen den Zeilen: Die Verfassung dieser 500-seitigen Aufzeichnungen ist sehr zeitraubend, so daß die Kunden des Poss-Verlages sich noch einige Zeit gedulden müssen, ehe sie in den exklusiven Genuß der vollständigen Aussagen des Johannes Friede kommen.

Das erinnert nicht wenig an Schrattenholz, der vermeintliche Spielbähnmanuskripte veröffentlichte, Rubenstein mit seiner exklusiven Seherin Maria S. oder auch Adlmaier, der in drei Auflagen die aktuellen Irlmaierprophezeiungen unter sein Volk brachte, ehe dieser unglückseligerweise frühverstarb.

Eine Veröffentlichung zum angeblichen Manuskript durch Altinger hat aber offenbar nie stattgefunden. Das war im dann wohl doch zu anstrengend? Seine auf der Seite aufgelisteten Stichpunktaussagen als "Vorgeschmack" enthalten doch nichts anderes, als was im Johanneslichte bereits zu lesen ist.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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