Re: Frage: (Über-) Lebenswichtige Medikamente

Geschrieben von Taurec am 11. März 2005 14:17:48:

Als Antwort auf: Re: Frage: (Über-) Lebenswichtige Medikamente geschrieben von Saurier61 am 10. März 2005 23:41:24:

Hallo, Helga!

Mein Bruder hatte einen gutartigen Hypophysentumor, der zunächst das Wachstumshormon "abdrückte". Da dieser zu nahe am Sehnerv lag und bei weiterem Wachstum auf diesen zu treffen drohte, wurde er operativ entfernt. Durch die Operation wurde auch der Teil zerstört, der das Hormon Adiuretin herstellt.
Beide Hormone werden jetzt von Außen zugeführt.
Die Nieren sind also noch intakt.
Da er bereits zwei Jahre ohne Wachstumshormon lebte (oder zumindest ohne ausreichender Menge), scheint dieser Mangel nicht lebensbedrohlich zu sein.
Nebenwirkungen waren allerdings geringe Belastbarkeit und Stimmungsschwankungen.
Da Adiuretin ist aber für den Wasserhaushalt unerlässlich. Folge eines Fehlens wäre ein großer Wasserverlust, der durch mehr Trinken kompensiert werden müßte.
Ohne das Medikament würde er 15-20 Liter Wassers am Tag verlieren und daher auch wieder aufnehmen müßen.
Bei einem Mangel an Trinkwasser ist das dementsprechend scheisse.
Zudem sind körperliche Belastbarkeit und geistige Stabilität für die kommenden Zeiten wohl besonders wichtig.

Bei deinem Enkel, wäre es vielleicht möglich, diese Arminosäurenmischung selber herzustellen? Kommt darauf an, wie kompliziert das ist. Das chemische Wissen müßtest du dir vorher anlesen. Notwendige Geräte könntest du gleich mit aus der Fabrik klauen und solange miteinlagern, bis das Pulver zur Neige geht.

Gruß
Taurec


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