Daisy
Geschrieben von Tecumseh am 15. Januar 2005 14:10:55:
Nur Daisy kennt den Täter
Kann sie ihn überführen?
Polizist Wolfgang Bacher (33) mit der verstörten Daisy
Yorkshire-Terrier Daisy lag winselnd neben der Leiche. Die Hündin war total verstört, weil sie den Mord mitangesehen hatte! Sie ist die einzige Zeugin!KANN DAISY DEN MÖRDER ÜBERFÜHREN?
Polizei-Diensthundeführer Wolfgang Juntermanns (40): „Ja, es könnte sein, daß sie bei einer Begegnung mit dem Täter verstört reagiert, anfängt zu bellen – oder daß an ihrem Fell DNS-Spuren des Täters gefunden werden.“
Außerdem haben Hunde einen stark ausgeprägten Geruchssinn. Sollte der Täter z. B. ein Kleidungsstück am Tatort vergessen haben, könnte Daisy ihn bei einer Gegenüberstellung theoretisch identifizieren.
So war es auch beim Mordfall eines 9jährigen Jungen aus NRW – Schäferhündin „Sheeta“ erschnüffelte, daß die Angeklagte Jessica (18) am Mord beteiligt war. Sie gestand.
Hundepsychologe Uli Köppel (49) zweifelt an Daisys Fähigkeiten: „Theoretisch könnte sie den Täter erkennen. Aber ich bezweifle es, da Daisy zum Schoßhund verzogen wurde.“
Wie reagiert ein Hund auf den Tod seines Herrchens?
Der Experte: „Der Hund ist ein sehr emotionales Tier, er trauert wie ein Mensch. Er frißt nicht mehr, wird depressiv, hat keine Freude mehr an Bewegung oder Spielen.“
Die Polizei brachte Daisy (weiße Schleife mit Schriftzug „Rudolph Moshammer) gestern zur Wache. Dort verkroch sie sich unter einem Tisch, knurrte, wenn ihr jemand zu nahe kam.
Braucht Daisy jetzt eine Psychotherapie?
Köppel: „Hunde sind Gewohnheitstiere. Wenn die Bezugsperson stirbt, ist das ein Schock. Am besten wäre es für Daisy, wenn sie von jemandem aufgenommen wird, den sie kennt. Eine psychologische Behandlung ist nicht nötig.“