Thema Ausrüstung Teil III

Geschrieben von Wizard am 24. Februar 2006 05:38:18:

Was sollte alles in den Rucksack?
Im Prinzip alles was man schon hat, als Reserve Plus noch ein paar Kleinigkeiten. Also Wechselkleidung, Werkzeuge, Futter usw. Ich zähle einfach mal auf, was sich bei uns so alles in den genannten BW-Rucksäcken befindet und füge gegebenen Falls noch Kommentare hinzu, warum wir uns so entschieden haben.

In dem Zeltfach befindet sich neben der im zweiten Teil erwähnten Zeltplane und dem genannte Zubehör noch ein Handtuch und eine Luftmatratze. Bei den Heringen möchte ich noch erwähnen, dass es sich dabei um die guten vom Bund handelt und nicht um irgendwelche billigen Drahtstifte. Das Handtuch ist klar, muss man nicht viel zu erzählen. Mittlere Größe, unauffällige, dunkle Farbe und es befindet sich direkt hinter der Außenseite, also zum Rücken des Trägers. Das hat den Zweck, das es zusätzlich polstert und das es Schweiß von der Ausrüstung fernhält, falls doch mal das durch den Rucksack geht. Außerdem hat man es schnell zur hand und muss nicht suchen. Bei der erwähnten Luftmatratze handelt es sich um ein nicht gerade billiges und erst recht nicht leichtes Modell. Sie besteht aus mit Stoff überzogenem Gummi, ist also nicht ganz so unempfindlich und lässt sich flicken. Die Frage ist nur, warum haben wir und für die schwere Luftmatratze und nicht für eine leichte Isomatte entschieden. Ganz einfach, sie passt im Gegensatz zur Isomatte zusammengefaltet samt Zelt, Zubehör und Handtuch in das Zeltfach, man liegt darauf bequemer als auf der Isomatte und, was viel wichtiger ist, zusammen mit ein paar abgeschnittenen Zweigen und etwas Schnur hat man ein Floß, mit dem man zumindest seine Ausrüstung relativ trocken und sicher über ein Gewässer bekommt.

Im Hauptfach und den beiden Seitenfächern befinden sich die Wechselkleidung, also Unterwäsche, Hemd, Hose, Strümpfe, lange Unterwäsche, Schuhe (leichtere, als die Schweren, die man an hat), dicke Fäustlinge, Arbeitshandschuhe usw., Waschzeugbeutel, ein bisserl Futter in Form von haltbarer Trockennahrung, verschiedene Gewürze, Salz, Zucker, Tee, Milchpulver usw. Nähzeug, Schuhputzzeug, weiteres Angelzeug, wasserdicht verpackte Streichhölzer (Alleszünder), Reserveesbit, bisserl Spiritus, weiteres Erste-Hilfe-Material, verschiedene Schnüre, Klappsäge und noch einiges mehr. Eine ganz genaue Auflistung lasse ich mal, es soll ja nur eine Übersicht als Anhaltspunkt für Anfänger sein und die Anderen werden ja eh ihre Sachen dazu schreiben. Es muss ja ohnehin jeder selber schauen, was er braucht und Fragen kann man ja auch noch.

Außen auf dem Deckel ist mittels Spannriemen der Schlafsack befestigt. Auf der Vorderseite wurden mittels Spannriemen und der vorhandenen Schlaufen ein Klappspaten (US-Modell, mit Tasche) befestigt.

In den Zwischenschlitzen (zwischen Rucksack und der Außentasche) stecken auf der einen Seite ein Haumesser und auf der anderen entweder ein umgearbeitetes Gipserbeil, Maurerhammer oder ähnliches. Wer was auf welcher Seite trägt, hängt von der Vorliebe ab und ob Rechts- oder Linkshänder.

So, hoffentlich habe ich jetzt nicht allzu viel beim aufschreiben vergessen oder weggelassen. :-)

An den Rucksäcken ist derzeit noch eine längliche Tasche befestigt, in denen Pfeile und Bogen sind. Mit der Tasche bin ich aber nicht ganz so zufrieden und habe neue entworfen. Selbige werden gebaut, sobald ich das Material zusammen habe.

Vorteil der neuen Taschen:
Bessere Aufteilung, Material ist besser geschützt, passt mehr hinein (unter Anderem auch das Haumesser, sie lassen sich nicht nur am Rucksack befestigen, sondern können auch noch wie ein Koffer in der Hand getragen werden. Außerdem sind sie so geplant, dass sie bei Bedarf als Rückenköcher dienen, bei dem wegen der außen angebrachten Scheide noch ein Haumesser griffbereit ist.

Achtung, bei den Verbrauchsmaterialien werden im Ernstfall erst die genommen, an die man schlechter herankommt. Nämlich die, die im Rucksack sind! Der Grund ist ganz einfach, sollte man durch welchen Einfluss auch immer seine Rucksack verlieren, so hat man immer noch das, was man am "Mann" hat. Aus dem Grund werden ja auch diese Sachen nach Möglichkeit nur zum Schlafen abgelegt und dann auch noch so wie beschieben, damit man sie im Notfall greifen kann.

Saatgut:
Da gibt es nicht viel dazu zu sagen. Bei uns hat jeder im Rucksack und in der kleinen Kampftasche verschiedenes Saatgut (in sicherere Verpackung und in kleinen Mengen). Das Saatgut dient dazu, sich Obst, Gemüse und Kräuter anzupflanzen, wenn man sich im Ernstfall an einen sicheren Ort gerettet hat und dort (zumindest für einige Zeit) bleiben will. Es bleibt jedem selber überlassen, ob und was er sich da einpackt. Bei uns sind da z. B. Sachen zu finden wie Petersilie, Kerbel, Rosmarin, Oregano, Knoblauch, Zwiebeln, Karotten, Tomaten, Paprika, Chili, Blumenkohl und andere Kohlsorten, Salate, Apfel, verschiedene Zitrusfrüchte, Melonen, Kürbis usw. Auf den Fahrradanhängern finden sich in etwas größeren Mengen Dinge wie Mais, Getreide und ähnliches. Das Saatgut wird möglichst jedes Jahr gegen neues ausgetauscht und im Ernstfall landen auch noch ein paar kg Kartoffeln auf den Anhängern. Das ältere, ausgetauschte Saatgut landet dann in Blumenkübeln oder unserem "Garten".

Werkzeuge:
Auch bei den Werkzeugen muss jeder selber überlegen und entscheiden, was für ihn wichtig ist. Wichtig dabei ist nur, das es einfache Werkzeuge sind, die ohne Strom funktionieren und das man sich beim Bezahlen nicht lumpen lässt. Es muss nicht viel sein. Aber das was man sich holt, sollte von guter bis sehr guter Qualität sein, was natürlich seinen Preis hat. Man muss ja davon ausgehen, das es dann, wenn man es braucht keins mehr zu kaufen gibt. Dabei sollte man auch ein Auge auf die Haltbarkeit haben. Eine Säge mit gehärteten Zähnen ist zwar recht lange scharf, lässt sich aber nicht nachschleifen. Also an Reserve (Sägeblätter) denken oder überlegen ob nicht eine Säge ohne gehärtete Zähne besser ist. Die lässt sich nämlich mit einer entsprechenden Feile nachschleifen. Da sollte man die Feile allerdings nicht vergessen.

Unser Werkzeug ist auf die verschiedenen Leute, deren Fahrräder und den Anhängern verteilt und beinhaltet Folgendes:

• Haumesser (Machete)
• verschiedene Schnitzmesser
• Beile in verschiedenen Ausführungen
• Axt, Spalthammer und Keile
• verschiedene Sägen (Metall / Holz, Bügelsägen, Fuchsschwanz, Laubsäge) nebst Zubehör
• verschiedene Zangen
• verschiedene Hämmer und Meißel
• Schaufel, Spaten
• Hand- und Brustbohrer nebst Zubehör
• Ziehmesser
• Schlachtermesser, Küchenbeil, Knochensäge
• verschiedene Scheren (auch für Metall)
• verschiedene Feilen und Raspeln (Holz und Metall)
• verschiedene Schraubenschlüssel, Schraubendreher und ähnliches
• verschiedene Kleinteile wie Nägel und Schrauben, Leim und andere Klebstoffe
• Klebebänder
• Flick- und Reparaturmaterial für die Fahrräder / Anhänger
• verschiedene Seile und Schnüre

• In Überlegung befinden sich unter anderem noch Sense nebst Zubehör und Handbagger.

Ist natürlich eine ganze Menge, teils blanker Luxus und nur mit den Fahrrädern und Anhängern zu bewältigen. Und es kann natürlich sehr schnell sein, dass wir und im Ernstfall gezwungenermaßen davon trennen müssen.

MfG

Wizard


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