Re: Thema Ausrüstung Teil III
Geschrieben von Wizard am 25. Februar 2006 00:09:27:
Als Antwort auf: Re: Thema Ausrüstung Teil III geschrieben von Tahca Ushte am 24. Februar 2006 17:32:11:
Moin Tahca Ushte
>Du schreibst, dass Du ein Handtuch im Rucksack zur Rücken (...)
Das Handtuch dient natürlich in erster Linie als zusätzliches Polster.
Was den Schweiß betriff, so kann jeder, der schon mal längere Märsche mit Gepäck gemacht hat, bestätigen das man nicht unerheblich schwitzt und dementsprechend auch die Feuchtigkeit durch den Rucksack gehen kann.
Ein Gewässer überquert man auf die erklärte Weise natürlich nicht unter Zeitdruck und hat dementsprechend auch die Zeit die Luftmatratze vor dem wiedereinpacken zu trocknen. Was bei diesen Modellen und entsprechendem Wetter gar nicht mal so lange dauert da sich der Stoff nicht oder nur sehr wenig mit Wasser voll saugt. Sollte man nach überqueren des Gewässers dann doch unter Zeitdruck stehen, so würde die Zeit auch nicht zum richtigen Verpacken reichen. In dem Fall hilft nur nass zusammenrollen und unter dem Arm oder auf den Rucksack geschnallt tragen und sich später drum kümmern.
>Nicht böse sein, ist nicht böse gemeint...
Nö, warum sollte ich?
>aber ich versuche das nur für eine praktische Umsetzung zu verstehen.
Eben drum. So wird auch Anfängern klar, wie die Sache gedacht ist.
>Na hoffentlich hast Du wirklich nicht zu viel weg gelassen:-) Ich habe
>Deine Aufstellung jetzt zwar weg geschnitten, aber sag mal, wie viel
>wiegt Dein Rucksack?Hab ihn noch nicht gewogen.
Das Gewicht richtet sich zu einem nicht unerheblichen Teil nach der Kleidergröße des Besitzers. Im Schnitt würde ich so etwa 15 bis 20 kg bei einem Erwachsenen schätzen. Da meine Kinder schon älter sind, haben sie etwa das gleiche Gewicht. Bei kleineren Kindern würde natürlich einiges wegfallen und sich das Gewicht auf etwa ein Drittel reduzieren. Kleine Kinder sollten natürlich kein oder nur sehr wenig Gepäck tragen. Es ist zudem noch so geplant, dass er (zumindest solange es möglich ist) sich auf einem Anhänger oder auf dem Fahrrad befindet.>Ehhh.... Nur mal so zum Verständnis. Du hast Apfel- und Zitrusfrüchte-Samen
>dabei? Meinst Du nicht, dass wenn Du da theoretisch zur Ernte kommst, schon
>fünf 5 Jahre vorher verhungert bist? Und die Zitrusfrüchte... sind die gedacht,
>wenn sich lt. Irlmaier das Klima verändert hat... oder willst Du für Deine
>mitgeschleppten Samen aus den Trümmern ein Gewächshaus bauen?Das Saatgut aus dem Bäume und Sträucher wachsen, ist logischerweise nicht dafür gedacht um im Notfall nicht zu verhungern. :D
Das ist mehr dafür gedacht, um sich hinterher wenn es wieder aufwärts geht was anzupflanzen. Ob man dann auch Zitrusfrüchte anpflanzen kann, wird sich zeigen. Wenn vielleicht nicht grade draußen im Garten, so doch zumindest in Kübeln. Auf alle Fälle machen die etwa 100 g (verteilt auf 5 Leute) verschiedenes Saatgut für Bäume den Kohl auch nicht mehr fett. Weder beim Gewicht, noch beim Platz.
>Noch eine Verständnisfrage. Was wiegt das ganze Zeugs und
>wie weit wollt Ihr damit unbehelligt kommen?Das Gewicht ist reichlich, insgesamt über ein Zentner. Allerdings ist es auf mehrere Leute und Anhänger verteilt. Die Frage nach dem unbehelligt davonkommen ist schon beantwortet. Wenn es nicht geht, muss ein Teil oder alles zurückgelassen werden. Die Sachen wurden zum größten Teil auch nicht extra als Ausrüstung gekauft, sondern befinden sich im "täglichen Gebrauch". Das Einzige was extra angeschafft wurde bzw. gebaut wurde ist die Verpackung um es verladen zu können. Bei dem Werkzeugen ist es in den meisten Fällen sogar so, das die "Verpackung" für die Reise die Gleiche ist, wie die in der es sich bei Nichtgebrauch auch befindet. Ich brauche also bei Bedarf nur die Kästen aus dem Regal nehmen und auf die entsprechenden Anhänger packen. OK, dass ist natürlich nicht mehr so ganz was für Anfänger und Grundausrüstung. Es soll halt nur zeigen, was man sonst noch so brauchen und wie man es damit handhaben könnte.
Außerdem wird nicht jeder alles mitschleppen. Wer gut mit Holz kann, wird nur entsprechende Werkzeuge mitnehmen und wessen Gebiet Metall ist, eben seine Werkzeuge.
>Wäre es nicht
>klüger auf den ganzen Hausstand zu verzichten und gleich
>erst einmal ein paar Meter zu machen, anstatt alles mitzuschleppen,
>unglaublich langsam vorwärts zu kommen, um unterwegs doch
>alles zu verlieren?Käme ganz auf die Situation an. Ist es ganz Schlimm, kann man eh froh sein wenn man nur mit der Fluchtkleidung und vielleicht dem Rucksack davon kommt. Bleibt mehr zeit, kann man auch mehr mitnehmen. Reisegeschwindigkeit mit Fahrrad und vollbeladenem Anhänger auf halbwegs gut fahrbarer Strecke 20 bis 25 km/h. Zumindest bei uns, weil wir fast ausschließlich per Fahrrad unterwegs sind. So ganz nebenbei bietet sich auch die Möglichkeit an, dass man das unterwegs zurückgelassene später eventuell nachholen kann. Natürlich nur, wenn man es versteckt hat und es niemand gefunden hat. Bei Dingen die man gleich zu Anfang im Haus zurück gelassen hat, sieht das anders aus.
>Echt, ich meine es nicht böse. Ich verstehe nur nicht die Planung.
Nee, ist schon klar. Ich hoffe ja auch immer, das es mir die Anderen nicht krumm nehmen wenn ich sie und ihre Klamotten zerpflücke. Das muss so sein, dann findet man selber auch die Fehler in der eigenen Planung. Ich denke da z. B. an Leute, die z. B. sich voll auf GPS verlassen und dann im Ernstfall mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Regen stehen. Man ganz davon abgesehen, dass die Dinger Strom brauchen und auf die Satelliten angewiesen sind, gehört GPS den Amis.
MfG
Wizard