Re: Mal eine Frage zu den Staatsschulden

Geschrieben von Badland Warrior am 10. Januar 2005 12:22:09:

Als Antwort auf: Mal eine Frage zu den Staatsschulden geschrieben von narada am 10. Januar 2005 12:06:02:

Moin, Narada!

So off-topic ist das nicht, obwohl das eher eine -Frage für das Geldcrashforum wäre, aber die Themen überschneiden sich ja. Ich habe den Eindruck, dass man nach wie vor auf die "Selbstheilungskräfte des Marktes", was immer das sein soll (sorry, da bin ich doof und geb es zu) setzt. Man merkt aber, dass es nicht mehr geht. Deswegen kaufen die USA hektisch auf, was ihnen in die Finger kommt. Nützt aber trotzdem nichts.
Und bei uns ist es so, dass man nach dem After Eight Prinzip vorgeht: "Tun wir am besten so, als hätten wir nichts bemerkt". Ernst jünger erzählte mir neulich von einer Berliner Wohnungsgesellschaft aus Ostzonenzeiten, wo die Schulden eins zu eins umgerechnet wurden, und die Berliner Bank jetzt so tut, als wäre da nichts, weil sie nämlich enorme Verluste machen würde, würde sie versuchen, die Schulden einzutreiben (die Wohnungsgesellschaft ist Schuldnerin der BB)
Und man stapelt weiter Zinsen.
Die Weltwirtschaft ist kurz davor, zu kollabieren, weil man zwar sieht, wo sie krankt, aber nichts mehr machen kann, wie bei einer schweren Krankheit im Endstadium. Jetzt versuchen sie alle, ihre Felle zu retten - vergebens.
Und die Arschkarte haben letztendlich alle. Ich glaube, so mancher Leibwächter würde nach Hause gehen, wenn es knallt, weil es sich einfach nicht mehr lohnt - ihm wahrsten Sinne des Wortes.
Ja, alles wird gegen die Wand gefahren. Es gibt aber keinen Plan B. Wenn nämlich alles gegen die Wand gefahren ist, dann tobt der Mob durch die Straßen, dann brennt es überall. Und dann wird so mancher Bänker oder Politiker im feinen Zwirn als Dekoration an der Straßenlaterne enden.

Baddy


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