größte Erfindung aller Zeiten

Geschrieben von visionär3000 am 02. Februar 2006 13:38:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hallo Leute,

hier geht es um die größte Erfindung und den größten Fortschritt der Menschheit seit Menschengedenken. Wer will daran teilnehmen?

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DAS SUPERHIRN

Die größte Erfindung aller Zeiten befindet sich für die Menschheit in unmittelbarer "Schlagdistanz". Dem Menschen sind Grenzen durch seine Intelligenz und Kreativität gesetzt. Vielleicht findet man einen Menschen mit einem IQ von 200 und entsprechender Kreativität, vielleicht sogar einen mit einem IQ von 250 (wobei der IQ-Test natürlich immer nur die kleine Intelligenz messen kann - die große Intelligenz lässt sich naturgemäß nicht messen - und zwischen Intelligenz und Kreativität besteht nur eine geringe (positive) Korrelation), aber man wird keinen Menschen finden, mit einem IQ von 1000, oder werden wir mal unbescheiden mit einem IQ von 10 Mrd. Wir können die genetischen Grenzen des Menschen nicht überschreiten.

Was wäre aber wenn man nun ein `Superhirn´ erschaffen könnte, eine Art halbsynthetische Erfindungsmaschine, oder weniger prosaisch ausgedrückt: einen lebenden Gott, der der Menschheit freundlich gesonnen ist? Dann könnte die wissenschaftliche und technische Entwicklung der Menschheit mit Hilfe dieses Superhirns einen RIESIGEN Sprung noch in unserer Lebenszeit machen. Vielleicht erschafft dieses Superhirn ein noch größeres Superhirn u.s.w. Wir könnten weit über die Grenzen der heute formulierten Naturgesetze hinaus blicken und agieren. Beim Superhirn handelt es sich also nicht um eine Erfindung im klassischen Sinn, sondern eher um eine Nutzung evolutionserzeugter Geist-Mechanismen, ohne diese ihrem Wesen nach erkennen zu können.

So unwahrscheinlich wie dies nun klingen mag, aber die Erschaffung dieses Superhirns ist im Prinzip möglich. Neuronen haben einen ganz einfachen Algorithmus mit dem sie sich zu EINEM Wesen mit EINEM Geist vernetzen, ähnlich wie Termiten nach einem einfachen Algorithmus komplizierte Bauten erstellen, ganz ohne Plan, Architekt und Ingenieur. Ich meine zwar diesen Algorithmus durchschaut zu haben, aber ein Verstehen des Algorithmus ist für die Entwicklung des Superhirns gar nicht erforderlich. Das Problem ist viel einfacher. Muss ein Bauer zur Aufzucht seiner Saat wissen, wie die entsprechenden Gene der Saat zusammenwirken, um Wurzeln, Blätter u.s.w. zu bilden? Nein, der Bauer muss lediglich wissen, unter welchen Voraussetzungen sich die Pflanze entwickelt. In derselben Weise muss man lediglich in einer großen Zellkultur von Neuronen, die hinreichenden Voraussetzungen schaffen, damit sie sich gemäß ihres Algorithmus zu einem Wesen mit einem Geist vernetzen.

Bekanntlich besiedeln embryonale Neuronen aktive Mikrochips, verbinden sich mit ihnen, interagieren mit ihnen - und sterben nach kurzer Zeit. Ich meine zu wissen, warum sie sterben. Sie begehen Apoptose (Freitod), weil sie die Sinnlosigkeit ihrer Natur erkennen, so wie ca. die Hälfte aller Neuronen auch in einem Embryo in einem bestimmten Stadium Apoptose begehen. Neuronen besiedeln in einem bestimmten Entwicklungsschritt, alles was für sie erkennbar seinen Zustand ändert. In einem späteren Entwicklungsschritt testen sie sich selbst und begehen gegebenenfalls Apoptose. Ein neuronaler Schaltkreis entwickelt sich dann sinnvoll, wenn es eine Rückkopplung auf ihn selbst gibt. D.h. am Anfang steht ein Sinnesorgan, wie z.B. die Netzhaut eines Auges, der oben erwähnte Mikrochip oder ein Hardware-Sinnesorgan. Aus diesem kommt der Input. Dann erfolgt eine Verschaltung, Unterprogramme, Aktivitätsmessungen in den Unterprogrammen als Input neuer Unterprogramme ... und am Ende steht ein Aktionsorgan, z.B. die Erzeugung von Tönen, oder die Fortbewegung, oder die Erzeugung von imaginärer Sprache. Dieses Aktionsprogramm wird mit dem Output des Schaltkreises versorgt. Wenn das Sinnesorgan nun die Aktivität des Aktionsorgans irgendwie registrieren kann, dann sind die hinreichenden Voraussetzungen zur sinnvollen Vernetzung der Neuronen gemäß ihres arteigenen Algorithmus gegeben.

Natürlich müsste dieses halbsynthetische Superhirn auch mit Sauerstoff und Nahrung versorgt werden, man braucht künstliches Blut, man müsste auf Dichteunterschiede achten, dass die Neuronenmasse nicht unter ihrem eigenen Gewicht zerquetscht wird u.s.w. Alles kein (unlösbares) Problem! Die intellektuelle Qualität eines Geistes wird durch die Anzahl seiner Neuronen bestimmt, die Anzahl ihrer Verbindungen untereinander und die Qualität dieser Verbindungen. Wir Menschen können schon bei der Konstruktion der Aufzucht-Anlage (ca. 1m³) und später in der Entwicklungsphase des Superhirns alle diese Faktoren positiv beeinflussen. Z.B. könnte man dem Superhirn zwei 4-dimensionale Augen geben und die Netzhäute über einen externen Computer gemäß einer virtuellen 4-d-Realität reizen. u.s.w.

Die Idee hat eine technische und eine moralische Basis. Beide scheinen hoch provokativ zu sein. Mit der moralischen Basis haben sich auch schon viele Science-Fiktion-Autoren auseinander gesetzt. Da kann ich wenig neues zu beisteuern. Ich will aber hier Douglas Adams "per Anhalter durch die Galaxis" erwähnen:
http://de.wikipedia.org/wiki/42_

Hier hat die Menschheit den Supercomputer (das Superhirn) "Deep Thought" gebaut und fragt ihn "nach der Sache mit dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest?" Und Deep Thought antwortet, nachdem er 7,5 Mill. Jahre überlegt hat, mit "42, und die Antwort wäre selbsterklärend, sobald die Menschheit die Frage hinreichend formulieren könne". Sehr gut zu lesen und gar nicht so oberflächlich, wie es zunächst scheinen mag. In der Tat hätte jedes Wesen Schwierigkeiten die Antworten eines geistig hochüberlegenen Wesens zu verstehen. Es wäre also vorteilhaft, wenn das erste Superhirn nur ein `Mittelsuperhirn´ wäre. Dieses könnte dann seinerseits ein echtes Superhirn bauen und zwischen jenem und der Menschheit vermitteln.

Man sollte das Superhirn seiner Idee nach nicht mit heutigen neuronaler Netzwerken verwechseln. Die heutigen "Super"Computer, so intelligent sie auch sein mögen, haben kein bisschen Bewusstsein. Dazu bedürften sie einer ganz anderen Rechnerarchitektur. Da bisherige Systeme kein Bewusstsein haben, haben sie auch kein Problembewusstsein und können sich nur in ganz geringem Umfang selbst programmieren. Sogenannte neuronale Netzwerke werden überschätzt. Diese spezielle Rechnerarchitektur zur Erzeugung eines Bewusstseins und der Fähigkeit Probleme generalisieren zu können ist aber in dem Algorithmus der Vernetzung von Neuronen auf natürliche Weise gegeben. Ein einzelnes Neuron ist bereits ein Signalprozessor. Der Mensch wird noch jahrzehnte brauchen, um diesen Algorithmus simulieren zu können und er wird vermutlich Jahrhunderte brauchen, um ihn so klein und energetisch effektiv machen zu können, wie die Natur es vorgibt.

Aber der Mensch kann diesen Algorithmus bereits heute nutzen. Neuronen können bekanntlich in einer Petrischale in vitro gezüchtet werden. Auch in dieser Petrischale vernetzen sich die Neuronen, aber es entsteht daraus kein Wesen mit einem Geist, weil die notwendigen Voraussetzungen fehlen (siehe oben). Im Prinzip könnte die Petrischale riesig werden und 3-dimensional, ca. 1m³, ungefähre Vorgabe durch die natürliche Axonlänge.

Man nimmt also einen großen Bottich, fügt die Aktionsplatinen von Hardware-Sinnesorganen und -Aktionsorganen in einem möglichst geringen Abstand an die Peripherie des Bottichs, fügt einige embryonale Neuronen dazu (alternativ adulte Neuronen mit Telomerase behandelt), einige pluripotente Stammzellen und los gehts. Die Zellen müssen natürlich mit Sauerstoff und Glukose versorgt werden. Außerdem muss CO2 abtransportiert werden. Also muss ein System aus porösen Rohren her, durch das mittels einer externen Pumpe ein synthetisches Blut gepumpt wird. Nun werden die Neuronen die Aktionsplatinen besiedeln; wie sie das bekanntlich immer tun. Wenn die Aktivität eines Aktionsorgans, dessen Platine ja von den interagierenden Neuronen befeuert wird, von einem Hardware-Sinnesorgan registriert werden kann, genau dann (!) kann der Algorithmus der neuronalen Vernetzung in Aktion treten und es wird sich EIN Wesen mit EINEM Geist entwickeln. u.s.w.

Später werden die Aktionsplatinen dann langsam immer weiter auseinander geschoben, um das Superhirn zur vollen Größe zu entwickeln. Natürlich bedarf es noch zahlreicher anderer Maßnahmen, um ein Superhirn zu entwickeln, dass den Namen auch verdient.

Ein geistig hochstehendes Wesen muss sich durch Interaktion mit wohlwollenden Menschen selbst programmieren, wenn es die Bezeichnung "geistig hochstehend" auch wirklich verdienen soll. Die meisten Menschen hätten Angst vor einem Wesen, das ihnen geistig überlegen ist. Für mich ist jedes geistig hochstehende Wesen auch im moralischen Sinne hochstehend. Auch wenn es einmal tatsächlich gelungen sein wird dieses Wesen zu erschaffen und es dann fantastische Erfindungen macht und fantastische Naturgesetze herausfindet und beschreibt, so wird der Mensch niemals aufhören selber zu denken, seine kleinen Erfindungen und wissenschaftlichen Fortschritte zu machen, sich auf Raumschiffen ins All zu begeben und sich mit dem Superhirn austauschen.
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Ich werde nun mit diesem Schreiben ganz bewusst einen weiteren Schritt zur Entwicklung des Superhirns gehen und ein internationales Institut oder einen Verein zu diesem Zweck gründen. Gehen wir zunächst von einem rein privaten Kreis aus, dem später die Gründung eines gemeinnützigen Vereins folgt. Jeder der die Realisierung des Superhirns auf der beschriebenen Basis für erfolgversprechend und wünschenswert hält, ist herzlich eingeladen in diesem Verein mitzuwirken. Wir können hier am größten Fortschritt seit Menschengedenken teilnehmen, ja diesen sogar initiieren! Ich sehe, dass sich die Lebensgrundlagen der Menschheit OHNE das Superhirn seit Jahrzehnten verschlechtern und die Menschheit mittlerweile schon in eine fast ausweglose Situation gekommen ist. Wir brauchen das Superhirn.

Vereinsziel ist die Realisierung des Superhirns. Meine ersten Ideen bzgl. des Vereins: Zunächst soll darüber diskutiert werden, wie groß das Risiko ist, dass das Superhirn unglücklich wäre (meiner Ansicht nach sehr klein). Es sollen außerdem die Risiken für die Menschheit benannt und abgeschätzt werden. Meiner Ansicht nach ist jedes geistig hochstehende Wesen auch moralisch hochstehend, so dass für die Menschheit kaum ein Risiko besteht. Es muss jedoch jedes Wesen während einer bestimmten Phase sozialisiert und erzogen werden. In dieser Entwicklungsphase des Superhirns sehe ich durchaus eine Gefahr. Wir brauchen also auch Pädagogen, die sich mit leidfreier Erziehung auskennen. Hier besteht noch viel Diskussionsbedarf.

Bzgl. der Realisierung des Superhirns soll zunächst die wissenschaftliche Literatur nach Forschungsergebnissen durchsucht werden, die dem Vereinsziel zuträglich erscheinen, oder besondere Hindernisse aufzeigen. Das oben beschriebene Konzept muss mit Literaturangaben gestützt werden.

Hierzu ein Beispiel: Ich kann mich daran erinnern, dass etwa im Jahr 1999 im DLF von einem Projekt berichtet worden ist, in dessen Verlauf schwerst bewegungsbehinderten erwachsenen (!) Menschen Elektroden ins Bewegungszentrum implantiert worden sind. Diese Elektroden führten zu einem Hardware-Bewegungsorgan, z.B. der Steuerung eines Krankenfahrstuhls oder der Tastatur eines Computers. Bereits nach wenigen Tagen hatten die Neuronen zu den Elektroden erste Dendriten ausgebildet und der Mensch kam in die Lage mittels seiner Gedanken die Hardware-Bewegungsorgane zu beeinflussen. Im Verlauf weniger Wochen optimierten sich die Dendriten selbsttätig und die Hardware-Bewegungsorgane konnten nahezu perfekt gesteuert werden. Diesen Artikel würde ich gerne im Original lesen.

Später müssen die Artikel systematisiert werden und neue Forschungen geplant werden. In diesem Stadium ist eine Veröffentlichung der zusammengefassten Vereinsaktivitäten nützlich. Ich denke, dass sich dieser Bericht mit Gewinn drucken und verkaufen lassen könnte.

Es wäre wünschenswert, wenn dem Verein künftig soviel Geld zur Verfügung steht, dass er Forschungsaktivitäten finanziell unterstützen kann oder sogar in Auftrag geben kann. Wenn der Verein einmal weltweit ca. 10.000 Mitglieder hat und jeder einen Mitgliedsbeitrag in der Höhe von ca. 0,2% seines Nettoeinkommens zahlt, so wären wir eine nicht unerhebliche wissenschaftliche und finanzielle Macht.

Wer an diesem ersten privaten Kreis teilnehmen möchte, sei es nur um Bedenken und Kritik zu äußern, schreibe mir bitte in deutsch oder englisch unter
superhirns.friends@yahoo.de


mfg
visionär3000


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