Re: Überf die oft mißverstandene 'Unfehlbarkeit'

Geschrieben von Kuddel am 29. November 2003 09:17:39:

Als Antwort auf: Re: Überf die oft mißverstandene 'Unfehlbarkeit' geschrieben von Phil Dick am 29. November 2003 03:41:27:

Guten Morgen Phil,

>Gehen wir mal davon aus, daß es diesen Gott oder diese Gottheiten gibt. Sie wären doch bescheuert, wenn sie Chefsachen an einen, wie auch immer gewählten oder erkorenen Menschen delegieren würden.


Dazu bin ich der Meinung, daß alle mir bekannten menschlichen Organisationsstrukturen hierarchisch und mit Aufgabenteilung funktionieren.
In der geistigen Welt, wie man so hört und liest, soll das auch so sein.
Daher folgt die Kirche dieser Organisationsform.
Alle Teile dieser Organisation werden zur Erreichung des gemeinsamen Zieles in der Vielheit ihrer Talente zu einem Organismus gebunden-mit Kopf,Herz,Hand und Fuß, sowie den ganzen Sinnen.

>Dein Beispiel mit dem Karnickelzüchterverband zieht nicht. Deren Chef wäre spätestens beim zweiten Fehler abgewählt, rausgeschmissen.
>Die katholische Kirche als Institution hat soviele gravierende Fehler gemacht, soviele Verbrechen begangen, soviel Unsinn zugelassen. Sie hat alle Andersdenkenden mit Flüchen belegt. Trotzdem existieren Nicht-Katholiken noch.

Dazu bin ich der Meinung:
Diese Welt ist eine Welt im Fluß der Zeit, eine Welt der Entwicklung.
Alle, die an der Entwicklung teilhaben versuchen sich durch das Prinzip von Versuch und Irrtum zu verbessern. Je älter ein sich Entwickelnder wird, auf desto mehr Fehler kann er zurückblicken, Fehler die er wegen den erfahrenen negativen Folgen nicht mehr begehen möchte.Wenn ein kleines Kind mit dem Feuerzeug an der Gardine zündelt, dann ist das begreiflich. Wenn ein alter Mensch dies tut, dann ist das Wahnsinn.
Auch die Kirche ist dieser, von Gott zugelassenen Entwicklung unterworfen.
Wer in der Entwicklung wegen der erfahrenen Rückschläge resigniert und nichts mehr wagen möchte, begeht gewissermaßen Selbstmord.
In diesem Sinne hat unser Frontmann, der Papst, Alle, denen in der Vergangenheit Leid zugefügt wurde, um Verzeihung gebeten- das Einzige also, was man in der Entwicklung tun kann. Nicht zurückschauen und erstarren, sonder nach vorne schauen und sich nicht vom Vergangenen einholen lassen.


>Der größte aller Fehler der katholischen Kirche ist ihr Widerstand gegen jede Form der Geburtenkontrolle. Damit reitet sie die Menschheit in den Abgrund.


Dazu meine ich:
In dieser Zeit der Lebensversicherungen und Haftpflichtversicherungen ist den Menschen der Sinn für das Prinzip von Ursache und Wirkung abhanden gekommen.
Mit Geburtenkontrolle wird ein Abwärtsmechanismus in Gang gesetzt.Durch die Empfängnisverhütung hat das Tier im Menschen kein Gehege mehr und bricht aus.
Dieser große Organismus Weltbevölkerung tut besser daran, sich um die Gesundheit seiner einzelnen Teile zu bemühen, als dem Tier freien Lauf zu lassen.Aber Phil, es ist nur all zu Menschlich, wenn bei Beschränkungen gejammert und gemotzt wird.


Gruß von Kuddel



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