Re: Hauptübel ist der Zins,..
Geschrieben von Andreas am 26. April 2003 22:31:12:
Als Antwort auf: Hauptübel ist der Zins,.. geschrieben von Astroplace am 26. April 2003 22:09:50:
>...weil es ein Schnellballprinzip ist, was nur ca. 60 Jahre funktioniert, dann hat sich ungeheuer viel Geld in wenige Hände konzentriert (umkehrt müssen sich Andere dafür verschulden), dass dieses System zusammenbrechen muss. Der Zinseszins explodiert, was in Wirtschafts-, Geldcrash und Kriegen endet (die Geschichte lehrt es). Wo jemand daran verdient (Zinsen und Zinseszinsen), weil er Geld anlegt, müssen dagegen Andere (Privathaushalte, Staat, Unternehmen) Kredite aufnehmen, und dafür blechen. Bekommt beispielsweise Einer 7% Zinsen auf sein Guthaben, und läßt das Geld auf der Bank, verdoppelt sich sein Vermögen nach 10 Jahren. Wird das Geld nicht abgehoben, erhält er auf die doppelte Summe Zinsen. Nach 20 Jahren besitzt er das Vierfache, nach 30 Jahren das Achtfache - und so weiter. Ihr dürft nicht von Minisummen eines Kleianlegers ausgehen, es gibt Menschen, die besitzen viele Millionen Euro. Außerdem sind 7 % Prozent sehr niedrig angesetzt. Selbst als Minianleger, bei täglicher Verfügbarkeit, bekam man vor zwei Jahren noch bei der American Expressbank mehr als 10 % Zinsen.
>Wir stehen wieder direkt vor einem großen Geld- und Wirtschaftscrash.
Hallo AstroplaceAuch die "Zinstheorie" ist ein Ansatz, nach dem wir unsere Prognosen richten können, wenn wir uns nicht bloss auf die Prophezeiung von Einzelereignissen stützen möchten (wobei ich damit nicht die Prophezeiungsfans verärgern will). Egal ob wir uns an die Zinstheorie, an Huntington oder an Beesley und Widdowson halten - die Betrachtungen realistischer Geister weisen allesamt in eine düstere Zukunft, welche geprägt sein wird vom zumindest relativen Niedergang des Westens, von wirtschaftlichen Problemen und von Krieg und zunehmendem Chaos auch in unseren Breiten, die bisher davon verschont blieben. Es fällt einem schwer solche Szenarien zu glauben, besonders wenn die Sonne scheint und man gefahrlos einen Ausflug unternehmen kann um hernach im Internetforum zu diskutieren. Die Verkehrsmittel werden immer moderner, die vermittelte Kommunikation immer einfacher und von "Chaos" und "Niedergang" ist weit und breit nichts zu spüren. Doch dieser scheinbare Eindruck trübt. Wer die zentralen Beobachtungkategorien zur Hand hat, der kann nicht übersehen, dass das Gebälk überaus morsch ist und es höchstens noch eine Frage von einigen Jahrzehnten bis die heutigen ordentlichen Verhältnisse der Vergangenheit angehören.
Gruss
Andreas
- Re: Hauptübel ist der Zins,.. katzenhai2 27.4.2003 03:54 (1)
- Achtung: langer 'Grundsatzartikel' Andreas 27.4.2003 12:24 (0)