Re: Geismar und Konstantinopel. Christentum, Islam, Heidentum, Atheismus.

Geschrieben von Zetountis am 15. Dezember 2002 03:16:01:

Als Antwort auf: Re: Geismar und Konstantinopel. Christentum, Islam, Heidentum, Atheismus. geschrieben von Freddie am 15. Dezember 2002 01:43:57:

Grüß Dich, Freddy,

>Thor ist kein Kriegsgott sondern der Gott der Bauern und der Natur.

Na schön. Verwechslung mit Tyr, aber auch nicht besser. "Thor wies die Züge eines Bauern auf: gutmütig, hilfsbereit, vertrauensselig, geistig schwerfällig, jähzornig und plump" (Hermann Jens)

>Und es ist alles andere als eine Heldentat das Heiligtum eine anderen Religion
>zu zerstören. Das ist unterstes Taliban-Niveau. Die haben es ja mit den Buddha-
>Statuen auch nicht anders gemacht und so ihre "geistige Überlegenheit" zur
>Schau gestellt.

Der Vergleich ist schiefer als schief.
Die Herrschaft des Bösen zu stürzen, ist sehr wohl eine Heldentat.
Darf ich fragen: Hast Du eine Religion? Und wenn ja, welche?
Christ jedenfalls bist Du nicht, denn wenn Du Christ wärst, würdest Du wissen, daß Gott ein eifersüchtiger Gott ist und keine fremden Götter neben sich duldet. Dann hättest Du zu den heidnischen Religionen nicht die Beziehung eines Naturfreundes zur Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen.

>Ob der Missionsauftrag Jesu auch das Verwüsten und Abschlachten beinhaltet
>wage ich stark zu bezweifeln.

Wieder nennst Du in einem Atemzug verschiedene Dinge. Etwas anderes ist es, Machwerke wie Götzenbilder oder -tempel zu zerstören, und etwas anderes ist es, Menschen abzuschlachten. Kannst Du eine Stelle aus dem Evangelium nennen, wo Jesus sich vom Propheten Elias distanziert hat? Im Gegenteil ist Elias (mit Moses) erschienen, als Jesus auf dem Berg Tabor verklärt wurde. Und was Elias getan hat, weißt Du doch.

>Dann soll doch mal der Papst nach Mekka marschieren und seinen Glauben
>unter Beweis stellen indem er einen Kratzer in die Kaaba macht.
>Damit erschüttert er den Götterglauben auch der eingefleischtesten Moslems.
>Jedoch wird der Papst der Überlegene auch dann sein, wenn er für seine Tat
>getötet wird und scheinbar unterlegen wäre. Es wäre eine Niederlage dem
>Fleisch nach und ein Sieg dem Geist nach.
>Eine wirkliche Niederlage wäre es, würde er sich vor der Kaaba
>und den Moslems fürchten. Dann wäre aber nicht sein Glaube widerlegt,
>sondern nur seine Schwachheit bloßgelegt.

Muslime glauben nicht an Götter. Das sollte zur Allgemeinbildung gehören. Und Ironie gegen den Papst seitens von Leuten, die ihm das Wasser nicht reichen können, ist zwar wohlfeil, aber kein Zeichen von Aufgeklärtheit.

Gruß,
Gunther.


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