Ideen, wie Prophezeiungen funktionieren könnten (Forumbeitrag Elias, 20.01.2001)

Geschrieben von Fred Feuerstein am 03. November 2002 15:06:25:

Als Antwort auf: Bauer aus dem Waldviertel - ans Herz gelegt geschrieben von Bern am 02. November 2002 22:47:16:

Hallo Bernd,
Hier ein interessanter Beitrag von Elias, welcher m.E. recht schlüssig untersucht, wie Prophezeiungen erklärt werden könnten.
Zusammenfassend könnte man sagen, ein Seher kann nur das sehen, was auch wirklich, möglicherweise trotz eingeleiteter Gegenmaßnahmen, eintritt. Deshalb diese Unschärfe gerade bei der zeitlichen Fixierung des gesehenen.

Ich pers. war vor etlichen Jahren bei 2 Sehern. Der Großteil dessen ist inzwischen eingetreten, obwohl einiges etwas negativ war, einiges ich damals überhaupt nicht verstanden habe wie z.B. daß ich einmal für längere Ziet in einer Mietswohnung leben werde, was für mich eigentlich undenkbar war, da ich eine eigene Wohnung hatte und immer noch habe.
Eine andere Sache ist die Ferme in Frankreich:
Der Seher sagte etwas von Frankreich, und daß ich unter der Woche hier zuhause wäre, am Wochenende weg. Ich dachte damals zuerst an eine Arbeitstelle in Frankreich (für mich eigentlich auch nicht vorstellbar), aber warum nur am Wochenende weg? Seit Mai diesen Jahres mit dem Kauf der Ferme ist das geklärt, auch seine Aussage mit der vielen Arbeit die ersten Monate.) Noch etliche andere Sachen sind so eingetreten wie vorausgesagt.
Es soll mit jetzt keiner kommen, daß ich alles unterbewußt so gesteuert habe, daß es so eintritt. Das wäre wirklich Blödsinn. Das mit der Ferme ist mir erst nach Kauf klar geworden, als ich das Gedächtnisprotokoll wieder nach langer Zeit durchgelesen habe.

Soviel zu mir, wenn es dich interessiert hier der Erklärungsversuch von Elias:


Ideen, wie Prophezeiungen funktionieren könnten


Geschrieben von Elias am 20. Februar 2001 14:18:13:

Eine der Fragen, die mir lange Zeit Kopfzerbrechen bereitet
haben, war die Frage, wie Prophezeiungen und Wahrträume
funktionieren können. Da die Zukunft letztendlich
unbestimmt ist, dürfte das doch nicht möglich sein. Aus
meinem subjektiven Empfinden weiß ich aber durch eigenes
Erleben, daß es manchmal funktioniert. Ich fand schließlich
ein Modell für unsere Realität, anhand dessen ich solche
Phänomene erklären konnte. Es läuft letztendlich auf die
Idee hinaus, daß diese Realität nur eine Ebene ist, wo es
prinzipiell höhere und niedrigere Ebenen gibt. Eine
Realitätsebene verhält sich in diesem Modell nun zu der
jeweils höheren Ebene wie ein Traum zu Wirklichkeit oder
wie eine Computersimulation zu unser Realität. Von der
jeweils höheren Realitätsebene erscheint die jeweils
niedere wie eine Illusion, eben wie eine Scheinrealität.

Das Modell der Realitätsebenen

Man kann in den Naturwissenschaften nichts beweisen, mal
abgesehen von der Mathematik, wo letztendlich aber jeder
Beweis wiederum fragwürdig ist, weil prinzipiell der Beweis
n fehlt, daß der Beweis n-1 auch wirklich stiImmt. Weil man
nichts beweisen kann, geht man anders vor. Man schafft
Modelle und überprüft, ob diese Modelle die Phänomene der
Umwelt erklären können und versucht die Fehler zu
minimieren. Sehr populäre Modelle nennt man dann
Naturgesetze. Doch diese Naturgesetze sind letztendlich nur
Annahmen über die Wirklichkeit. Sie gelten bis zur
Widerlegung oder bis zur Erweiterung. Das geozentrische
Weltbild war doch ganz brauchbar. Man konnte daran Tag und
Nacht erklären, die Mondphasen und vieles mehr. Doch
irgendwann häuften sich die Unstimmigkeiten und man mußte
das Weltbild umstellen, zu einem, mit dem man mehr
Phänomene erklären konnte. Einige dieser Phänomene waren
schon vorher bekannt wie z.B. die Rückläufigkeit der
Planeten und führten zu seltsamen Erweiterungen des
ursprünglichen Weltbildes. In dem Beispiel waren es
Epizyklen. Das physische Weltbild , daß wir heute haben,
ist auch ganz brauchbar. Es gibt aber auch hier Elemente,
die nicht in dieses Weltbild passen, bzw. die nicht aus
diesem Weltbild erklärt werden können. So wird irgendwann
dieses Weltbild korrigiert oder erweitert werden müssen.
Bei allen spirituellen Erlebnissen versagt das physische
Weltbild: Wiedergeburt, außerkörperliche Erfahrungen,
Todesnäheerlebnisse, Prophezeiungen, Channeling und vieles
mehr. Eine Strategie wäre nun, alle diese Dinge einfach zu
leugnen, da sie nicht ins Weltbild passen. Einige
"Wissenschaftler" machen das auch so und können damit
leben. Ich kann die spirituellen Elemente nicht mehr
leugnen, also versuche ich das Weltbild um die spirituelle
Komponente zu erweitern. Jetzt geht es darum, ein Weltbild
zu konstruieren, mit dem ich möglichst viele Elemente
erklären kann und das nicht im Gegensatz zum physischen
Weltbild steht, da dieses sich bislang recht brauchbar
bewährt hat. Also versuche ich ein Weltbild zu
konstruieren, daß das physische enthält und um eine
spirituelle Ebene bzw.
Dimension erweitert, die ich als höhere Realitätsebene
bezeichne. Ich bin auch keinesfalls der erste, der von
dieser höheren Realität spricht. Gerade im Hinduismus gibt
es dafür etliche Hinweise. Die Idee ist also nicht so neu.
Die meisten spirituellen Erlebnisse kann ich inzwischen an
diesem Weltbild erklären.

Ich gehe davon aus, daß wenn man sich in der höheren
Realität entschließt in unsere Realität einzusteigen, man
dieses in Kenntnis der eigenen Ziele und der Aufgabe tut,
mit der man hierher geschickt wird. Wahrscheinlich ist man
sich sogar der Begrenzung der Freiheitsgrade in unserer
Ebene bewußt, die wir als Realität empfinden.

Ich möchte das mal durch einen Vergleich mit einem
Pilotentraining im Flugsimulator darstellen. Im Vergleich
mit dem Training im Flugsimulator wäre die Kenntnis der
eigenen Ziele und der Aufgabe das Wissen des Piloten über
den Inhalt der Trainingseinheit. Der Pilot weiß also, daß
er heute den Ausfall eines Instrumentes trainiert. Er wird
schließlich mit dieser Aufgabe in den Simulator geschickt.
Für ihn wäre es also einfach, in dieser Scheinrealität des
Flugsimulators den Ausfall dieses Instruments zu
prophezeien.

Der Pilot soll also heute den Ausfall eines Instruments
üben. Er weiß es und geht eben genau mit dieser Aufgabe in
den Simulator, aber er legt mit Hilfe einer Flasche Schnaps
seine Erinnerungsfähigkeit an die höhere Realitätsebene
lahm. Sturzbesoffen sitzt er also im Cockpit des Simulators
und fragt sich, was er eigentlich hier soll. Er hat genug
Erfahrung um die Maschine auch in diesem Zustand zu
fliegen. Plötzlich fällt das Instrument aus. "Da war doch
was" denkt sich der Pilot "Ich wußte doch, daß heute das
Instrument ausfällt." Er hat also ein klassisches Deja-Vu-
Erlebnis. Bei den meisten Menschen scheinen die
Prophezeiungen aus diesem Prinzip zu entstehen. Deshalb
beschränken sich die Prophezeiungen auch oftmals nur auf
das persönliche Umfeld. Je genauer wir auf der höheren
Ebene in den Plan eingeweiht werden und je mehr
Informationen durchsickern, um so weitreichender können
unsere Prophezeiungen werden.

Das Modell des Plans

Bereits minimale Abweichungen der Geschehnisse können
völlig andere Ereignisse zu Folge haben. Man stelle sich
nur vor, eines der Attentate auf Hitler wäre zufällig
erfolgreich gewesen. Der Krieg wäre schneller zu Ende
gegangen. Viele Menschen wären nicht gestorben, hätten
Kinder und Enkel bekommen, diese hätten Häuser gebaut,
hätten Unfälle gehabt oder hätten Erfindungen gemacht, die
Welt verändert hätten. Diesen enormen Reichtum an Varianten
gibt es nun bei vielen Ereignissen. Eine Prognose der
Zukunft durch fortschreiben momentaner Trends muß an diesen
Kleinigkeiten scheitern, die den Ablauf der Geschichte
massiv beeinflussen. Man kann eben nicht prognostizieren,
ob die Bombe eines Attentäters ihre Aufgabe erfüllt oder
wenige Sekunden zu spät explodiert. Man kann zwar mit Hilfe
der Zinseszinsrechnung etwa vorherbestimmen, wann unser
Staat pleite ist, aber eben nicht, zu welchen Unruhen es
bis dahin kommt, welche Persönlichkeiten sich bei diesen
Unruhen hervortun, wer wiederum versucht diese
Persönlichkeiten zu ermorden und ob er nun zufällig trifft
oder sein Opfer verfehlt. Prognosen versagen hier.
Nun gibt es aber Prophezeiungen, die eine Präzision haben
(z.B. Feldpostbriefe von Andreas Rill, Bauer aus dem
Waldviertel, Lied der Linde, ... ), die bei Prognosen
völlig undenkbar ist. Das Problem wird von „Wissenschaftlern
“ häufig durch Ignorieren gelöst. Das geht nicht, also gibt
es das nicht. Basta. Leider ist dadurch nichts gelöst.
Die bislang dargelegten Argumente gehen von der Kausalität
(lat. causa = Grund) aus, von einem Denkansatz „Weil
Zustand A war, folgt daraus Zustand B“. Diesem Denkansatz
kann man das Prinzip der Finalität (lat. finis= Ende, Ziel)
gegenüberstellen. „Zustand A muß stattfinden, damit es zu
Zustand B kommen kann.“ Das klingt im ersten Moment sehr
ähnlich. Der Unterschied liegt daran, daß bei der Finalität
der Endzustand feststeht und die Ereignisse eingeleitet
werden, die zu diesem Zustand führen. Im täglichen Leben
machen wir das ständig so. Der Fernseher geht eben nicht
zufällig an, nachdem wir zufällig einen Knopf gedrückt
haben, sondern wir drücken einen Knopf, damit der Fernseher
angeht. Zukünftige Ereignisse sind also beim Prinzip der
Finalität nicht zufällige Folge von vorherigen Ereignissen
sondern feststehendes Ziel, dessen Eintreffen erst durch
vorhergehende Ereignisse ermöglicht wird.
Wenn das zukünftige Ereignis feststeht, ist es leicht,
dieses zu prophezeihen. Wenn man rechtzeitig losgeht, um
einen Bus zu erreichen ist es eben kein Zufall, daß der Bus
kommt, nachdem man an der Haltestelle eingetroffen ist. Das
Ereignis, daß der Bus zu einer bestimmten Zeit eintreffen
wird, ist geplant, steht also in gewissen Grenzen fest und
ist für jeden, der den Fahrplan ließt, leicht prophezeibar.
Es kann natürlich immer etwas dazwischen kommen, daß ein
Plan nicht erfüllt wird. Der Bus kann im Stau stecken oder
einen Unfall haben. Eine Prophezeiung bei Kenntnis des
Plans kann also fehlschlagen.
Wenn das Eintreffen eines Ereignisses sehr wichtig ist,
lassen sich diese Unwägbarkeiten durch Erstellung von
Ersatzplänen teilweise ausschließen. „Wenn Plan A nicht
funktioniert, so tritt Plan B in Kraft.“
Der Plan der zukünftigen Ereignisse ist nun nicht einfach
auf Papier geschrieben, sondern liegt entweder direkt in
Form audiovisueller Eindrücke (z.B. Geräusche, Stimmen,
Bilder, Filmsequenzen) vor oder kann zumindest von unserem
Bewußtsein als audiovisueller Eindruck wahrgenommen werden.
Wie man an Deja-vu-Erlebnissen erkennen kann, wenn man sich
plötzlich bewußt wird, daß man die momentane Situation
bereits früher in Träumen gesehen hat, sind diese Eindrücke
und somit auch der Plan stellenweise sehr präzise. Der
Blick in die Zukunft ist prinzipiell unmöglich, da sie noch
nicht stattgefunden hat. Der Blick in den Plan der Zukunft
ist uns aber prinzipiell schon möglich, jedoch mit recht
großen Einschränkungen, auf die später noch eingegengen
wird.
Es fällt für Menschen ohne religiöses Weltbild etwas
schwer, diese Prinzipien in der Weltgeschichte zu
akzeptieren. Es stellen sich folgende Fragen: Wer erstellt
einen Plan und die eventuell notwendigen Ersatzpläne für
die Zukunft? Wer überwacht den Ablauf der Pläne und greift
ggf. ein?
Wenn man die Existenz einer geistigen Welt akzeptiert hat,
fallen die Antworten leicht. Menschen, die klinisch tot
waren, aber wiederbelebt wurden, berichten oftmals, Wesen
im Jenseits (Christen würden sie wohl Engel nennen) hätten
ihnen gesagt, sie hätten ihre Aufgabe noch nicht erfüllt
und müßten daher zurück in das Leben auf der Erde. Hier
wird also die Existenz eines solchen Lebensplan eindeutig
bestätigt. Würde man im Tagesbewußtsein diesen Plan kennen,
so könnte man den Lebensweg prophezeien.
Jetzt kommt aber ein weiteres Problem: Würde man die
Zukunft kennen, so würde man sie ändern. Man würden nämlich
wohl kaum ein schweres Schicksal auf sich nehmen,
beispielsweise einen Unfall machen, wenn man immer wüßte,
was auf einen zukommt. Mit unserem freien Willen würden wir
uns in vielen Fällen gegen den Plan entscheiden und somit
die prophezeite Zukunft unmöglich machen, weshalb nun die
Prophezeiungen keine Prophezeiungen mehr wären, da sie ja
eine Zukunft beschreiben, die nicht eingetreten ist. Wir
hätten also ein Paradoxon. Zwangsläufig kann es keine
absolut perfekten Prophezeiungen geben. Ein gewisses Maß an
Unbestimmtheit kommt daher bei Prophezeiungen immer vor.
Besonders Zeitangaben sind fast immer unbrauchbar. Aus
diesen Überlegungen resultiert auch: Unklare Prophezeiungen
oder Prophezeiungen , die man erst im Nachhinein zuordnen
kann (z.B. Nostradmus), haben die beste Chance, daß sie
eintreffen, da man sich nicht gegen die Ereignisse
entscheiden kann. Wären die Prophezeiungen klarer, würden
sie nicht eintreffen und wären somit schlechter.
Im Normalfall kennen wir die Zukunft nicht, da wir den
Plan, der in der geistigen Welt beschlossen wurde, im
Tagesbewußtsein nicht kennen. Nun ist plötzlich unser
freier Wille auch nicht mehr allzu viel wert. Da wir nicht
wissen, was wirklich auf uns zukommt, können wir von
unserem freien Willen keinen Gebrauch machen. Wir wissen
schließlich nicht, gegen welches zukünftige Ereignis wir
uns entscheiden oder eben nicht. Wir entscheiden uns statt
dessen, wie es geplant war, aufgrund logischer
Überlegungen, eigener Bedürfnisse, Wünsche, Hoffnungen oder
fremdbestimmt durch Zwänge oder mittels Manipulation
eingeredeter Wünsche, Ziele. Eine echte Entscheidung haben
wir oftmals nicht. Und wenn wir uns doch mal zufällig frei
gegen den Plan entscheiden würden, obwohl wir ihn nicht
kennen? Dann gibt es immer noch Plan B und wir sind wieder
auf dem gleichen Weg. Letztendlich nutzt unser freier Wille
nur dazu unser Schicksal zu akzeptieren oder eben nicht.
Die Wirkungsweise der Finalität kann man sogar recht gut
unter Laborbedingungen an der „posthypnotischen Suggestion“
untersuchen. Eine posthypnotische Suggestion ist ein
Auftrag, den jemand unter Hypnose erhält, den er aber nach
Beendigung der Hypnose ausführen soll. Die Testperson wird
auch dann einen Grund (Idee der Kausalität) für ihr Handeln
finden, wenn der unter Hypnose erteilte Auftrag unsinnig
ist.
Aus diesen Überlegungen die Konsequenz zu ziehen, alles
Handeln sei sinnlos, es käme sowieso wie es kommen muß, ist
aber genauso falsch. Wenn wir nicht handeln und somit
unseren Plan nicht erfüllen, bleibt den „Wächtern des
Schicksals“ nichts anders übrig, als uns so lange
Hindernisse und Wegweiser in den Weg zu legen, bis wir
wieder auf unserem Weg sind und eine Erfüllung unserer
Aufgabe möglich ist. Fatalismus, der Weg, sein Schicksal zu
erdulden (lat. fatum = Schicksal) ist somit kein Weg, sein
Schicksal zu erfüllen.

Die Idee von Zeitreisen

Sind Zeitreisen möglich?
In gewissen Grenzen schon. Man kann jedenfalls rein
theoretisch in die Zukunft körperlich reisen, aber halt
nicht wieder zurück in die Vergangenheit, also unsere
heutige Gegenwart. Man kann rein theoretisch in die
Vergangenheit schauen, dort aber nicht handeln, weil man
rein körperlich dort nicht hinreisen kann. Im Prinzip
machen wir bereits beides: tagtäglich reisen wir einen Tag
weiter in die Zukunft, einfach indem wir den kommenden Tag
abwarten. Wir blicken auch täglich in die Vergangenheit,
indem wir alte Bilder oder Filme betrachten oder Sterne
sehen, deren Licht in der Vergangenheit vom Stern
ausgesendet wurde und uns heute erreicht. Das klingt im
ersten Moment banal, gibt uns aber das Prinzip für
Zeitreisen. Da man die Zukunft durch Warten erreicht, muß
man dem Zeitreisenden das Warten ermöglichen, also
beispielsweise durch Anhalten oder Verlagsamen der
Lebensvorgänge (also so was ähnliches wie Winterschlaf).
Die Medizin ist zwar noch nicht so weit, aber was nicht
ist, kann ja noch werden. Die Vergangenheit zu betrachten
gelingt uns heute nur dann, wenn jemand in der
Vergangenheit Vorkehrungen getroffen hat, also
beispielsweise eine Kamera installiert hat. Da jeder
Handelnde auch andere Spuren hinterläßt, lassen sich diese
Spuren rein theoretisch zur Rekonstruktion der
Vergangenheit nutzen. Wenn die Materie eine Art Gedächtnis
hätte, so könnte man dieses nutzen.
Es gibt einige Hinweise für so ein Gedächtnis. Die
Homöopathie arbeitet teilweise mit Konzentrationen, die so
gering sind, daß letztendlich kein Molekül mehr in der
Verdünnung ist. Letztendlich bleibt nur die „Erinnerung“ an
die Wirksubstanz. Medial begabte Menschen können teilweise
durch Kontakt mit Gegenständen die Umstände schildern in
denen der Gegenstand vorkam und sei der Gegenstand auch nur
ein Nagel eines antiken Schiffs. Auch hier vermute ich ein
Gedächtnis der Materie.
Von der physikalischen Betrachtung, die Zeit sei eine
Dimension kann man leider keine Zeitmaschine ableiten, denn
eine Bewegung entlang der Zeitachse führt nicht zu unserer
Vergangenheit oder Zukunft, sondern in die Gegenwart einer
anderen Welt. Ein einfaches Gedankenexperiment verdeutlicht
das: Nehmen wir ein Zug an, der sich pro Tag um wenige
Meter bewegt, so können wir uns im Zug in Richtung der
Zugbewegung oder entgegen bewegen. Was wir sehen, ist eben
nicht unser Abteil von morgen oder gestern, sondern ein
anders Abteil. In diesen anderen Abteilen sitzen andere
Personen mit anderem Schicksal oder auch keine Personen.
Was außerhalb des Zugs stattfindet oder vorhanden ist,
bleibt in diesem Vergleich unberücksichtigt. Würden wir
entlang der Zeitdimension in die Vergangenheit reisen,
würden wir unserer Erde dort nicht sehen, denn sie ist dort
nicht mehr, weil sie ja inzwischen in der Gegenwart ist.
Aus unserer Perspektive im Hier und Heute bedeutet das, daß
wir, wenn wir in unserer Zeit bleiben wollen (und nur eine
Reise in die Zukunft ohne Wiederkehr wäre überhaupt
möglich), wir bestenfalls die Vergangenheit betrachten
können und von der Zukunft bestenfalls den „göttlichen“
Plan betrachten können, sofern er heute schon feststeht.
Die Betrachtung geschehener vergangener Ereignisse und
geplanter zukünftiger Ereignisse kann z. B. in Form von
Visionen, Träumen oder Tagträumen geschehen. So wie wir ein
Foto aus der Vergangenheit fälschen können, so können wir
auch in Träumen vergangene Ereignisse verdrehen, verdrängen
und verändern. Wir verändern aber immer nur unser Bild und
nicht die Vergangenheit selbst! Wenn sich also jemand in
einem psychischen Ausnahmezustand in die Vergangenheit
versetzt sieht, so braucht er dort keine Angst zu haben, z.
B. seine eigene Zeugung zu verhindern, denn er ändert die
Vergangenheit nicht, sondern das von ihm geschaffene Abbild
in seinem Bewußtsein.

Soweit meine Überlegungen über das Wesen unserer Realität
und die Möglichkeit höherer Realitäten und wie man daraus
Prophezeiungen erklären könnte. Der gesamte Text ist viel
umfangreicher, ergibt sich aber aus einer Diskussion und
verliert sich teilweise in Nebensächlichkeiten. Wenn ich
mal Zeit habe, werde ich die Texte etwas besser aufbereiten.

mit freundlichen Grüßen
Fred




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