Re: Präventivschlag = Selbstverteidigung / Planspiel

Geschrieben von IT Oma am 03. November 2002 10:37:47:

Als Antwort auf: Präventivschlag = Selbstverteidigung / Planspiel geschrieben von Swissman am 03. November 2002 02:01:33:

Ich hatte über die Meldung keinerlei Wertung abgegeben.

Ich fand sie interessant, denn soweit ich weiß, ist derartiges bislang nicht Teil der NATO-Doktrin (Kollektivverteidigung) gewesen - schon gar nicht gegen Terroristen.

Außerdem scheint es hier doch in erheblichem Maße um die Unterstützung der NATO für die USA bei deren "Präventiv"-Schlägen z.B. gegen den Irak zu gehen. (Ich hab das in Anführungszeichen gesetzt, weil mir bis jetzt nicht ersichtlich ist, wo und wie der Irak sich anschickt, die NATO oder eins ihrer Mitglieder anzugreifen).

Auch steht diese Änderung offenbar im Zusammenhang mit der Aufnahme weiterer Miglieder in die NATO im November, darunter auch die baltischen Kandidaten. Das kann von Russland eigentlich nur als Herausforderung verstanden werden.

Zu Deinem Szenario sage ich als militärischer, aber nicht politischer Laie:

So durchschlagend der militärische Erfolg auch sein mag, so leicht und so verlockend ist es, eine solche Option zu mißbrauchen. G.W.Bush versucht das ja gerade beim Irak - wenn auch sehr plump. Da die Kommandostruktur in Deinem Szenario völlig an jeder öffentlichen Legitimation vorbeigeht, kann eine solche geheime Spezialtruppe zu allem möglichen verwendet werden, z.B. als Privattruppe eines oder mehrerer Leute mit hinreichend krimineller Energie. (Um sowas zu verhindern, haben wir im GG schließlich Gewaltenteilung!)
Angesichts der Folgen, die ein Angriff mit A- und C-Waffen hätte, insbesondere wenn der Feind nicht sofort völlig "enthauptet" wird, (die würden über "Ressentiments" wohl doch hinausgehen!), kann ich Deine Idee nicht unterstützen (aber das ist Dir vermutlich sowieso egal).

ITOma


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