N: 100 alliierte Kampfflugzeuge griffen Raketenstellung in Irak an

Geschrieben von Johannes am 06. September 2002 15:32:04:

Nach meinem Eindruck läuft dieser Krieg spätestens seit dem 8. August.

Gruß

Johannes



Medien: 100 alliierte Kampfflugzeuge
griffen Raketenstellung in Irak an

Britische Medien berichten, am Donnerstag hätten etwa 100 alliierte Flugzeuge
einen Angriff auf Irak geflogen. Auch Raketenabwehrstellungen außerhalb
der Flugverbotszonen
sollen beschossen worden sein.

Nach einem Bericht des «Daily Telegraph» haben am Donnerstag britische und
amerikanische Flugzeugen Stellungen in Irak angegriffen. Etwa 100 Kampfflug-
zeuge sollen daran beteiligt gewesen sein. Der Zeitung zufolge galt das Bom-
bardement einer irakischen Stellung in der Nähe der Grenze zu Jordanien.

Das britische und das amerikanische Verteidigungsministerium bestätigten bisher
nur, dass es einen Angriff gab. Über den Umfang wurde nichts gesagt. Sollte die
Meldung stimmen, ist es die größte Attacke seit vier Jahren.

In London hieß es lediglich, die Alliierten hätten auf eine Bedrohung ihrer
Flugzeuge reagiert. Im Pentagon hieß es, der Angriff sei eine Reaktion auf den
Beschuss von Flugzeugen in der südlichen Flugverbotzone gewesen. Auch aus Irak
blieb eine Reaktion zunächst aus.

Neun amerikanische F15 und drei britischen Tornados warfen demnach mindestens
zwölf Bomben ab. Dutzende F16 und weitere Tornados sollen Begleitschutz geflo-
gen sein, EA6b Prowlers und Awacs-Flugzeuge hätten den Einsatz koordiniert und
Radarstellungen gestört.

Irakische Basis H3 miliärisch wichtig

Angegriffen wurde die so genannte Basis H3 etwa 400 Kilometer westlich von
Bagdad. Dort vermuten die Alliierten Abschussrampen für Scud-Raketen. Diese
könnten sowohl Israel als auch angreifende alliierte Flugzeuge erreichen. Die
Basis liegt jedoch außerhalb der festgelegten Flugverbotszonen und damit auf
einem Gebiet, über das die irakische Regierung die absolute Hoheit ausübt.

Laut «Daily Telegraph» ist die Luftüberwachung des Irak im Westen des Landes
ohne die Basis H3 «blind». Zudem könnten Amerikaner und Briten nach deren
Zerstörung gefahrlos von Jordanien mit Hubschraubern in Irak eindringen.
Damit würden sich die Alliierten eine weitere militärische Optionen für
einen Krieg eröffnen, sollten Verbündete wie Kuwait, Bahrain oder Saudi-
Arabien eine Unterstützung verweigern.

Weiterer Angriff möglich

Das US-Zentralkommando ist laut «Daily Telegraph» derzeit dabei, die Satelliten-
aufnahmen des Angriff auszuwerten. Sollte die Basis H3 nicht zerstört worden
sein, sei ein weiterer Angriff zu erwarten. (nz)



Antworten: