Fährst Du Auto?

Geschrieben von Elias Erdmann am 12. Juli 2004 18:38:25:

Als Antwort auf: Re: bush ist nicht katholisch geschrieben von Johannes am 12. Juli 2004 14:02:07:

Hallo Johannes

> Der Vatikan kümmert sich nun um das langfristige Konzept,
> es geht dabei um die Einstellung des Menschen, die sich ändern soll.

Bevor man etwas ändern will, sollte man es zunächst verstehen.
Andernfalls muss man beim Ändern mit unerwünschten Nebenwirkungen rechnen.

Und dann passieren halt solche Sachen: http://f23.parsimony.net/forum53379/messages/115963.htm

Natürlich ist keine Verhütungsmethode absolut sicher. Enthaltsamkeit ist übrigens auch keine sichere Methode, denn auch enthaltsame Menschen werden manchmal schwach. ;-) Und dann versagt diese Methode.

Und Enthaltsamkeit ist auch keinesfalls „ungefährlich“.

Wir sollten uns bei den Gefahren nämlich nicht nur die Themen Schwangerschaft und AIDS beschränken, sondern auch die anderen die Gefahren berücksichtigen, die eine unterdrückte Sexualität haben kann: Neurosen, Perversionen, Übergriffe, Kindsmissbrauch, u.s.w.

> Es ist so, als würde man beim Russisch Roulette nur eine besonders große
> Trommel verwenden, in der nur eine Kugel ist. Die Chance, gerade jetzt
> getroffen zu werden, ist geringer, aber es ist und bleibt Russisch Roulette.

Mal eine ganz dumme Frage: Fährst Du Auto? Bist Du Dir der Gefahr bewusst, in die Du Dich und andere dadurch bringst?

Die einzige sichere Methode, um diese Gefahr zu umgehen, das ist die völlige Enthaltsamkeit vom Auto. ;-)

Sobald Du in ein Auto einsteigst, ist auch das Russisch Roulette. Es kann nämlich durchaus sein, dass Du nicht mehr lebend aussteigst.

Völlige Sicherheit gibt es nicht. Mit manchen Gefahren müssen wir leben und wir müssen es auch lernen, die Gefahren gegeneinander abzuwägen.

> Das Problem, warum der Vatikan hier teilweise umstritten ist,
> liegt eher an der Frage, ob man langfristig oder kurzfristig denkt.

Ich halte es jedenfalls nicht für besonders langfristig, wenn man sich in der Begründung einer Ethik nur auf einige wenige Aspekte und Gefahren beschränkt und wenn man vor den anderen Problemen die Augen verschließt.

Darüber hinaus habe ich den Eindruck, dass die kath. Sexual-Ethik nicht wirklich auf diesen Argumenten basiert, sondern dass die Gründe nur als Alibi herangezogen werden, um eine Ethik zu begründen, die aus ganz anderen Gründen entstanden ist.

Viele Grüße

Elias



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