Re: Au weia, ich hätte meine Brille aufsetzen sollen
Geschrieben von Marc Malbec am 21. Mai 2004 19:00:08:
Als Antwort auf: Re: Das darf man nicht durchgehen lassen, Bine; tut mir leid geschrieben von Bine am 21. Mai 2004 18:05:09:
Hallo Bine,
der Punkt geht ganz klar an Dich. Du hast geschrieben:
>Nun, alleine durch die Erwähnung des Namens Rothschild könnte man da nun durchaus auf gewisse Vorhaben schließen...
Weißt Du was ich gelesen habe? Alleine durch die Erwähnung des Namens Rothschid könnte man da nun durchaus auf gewisse Vorbehalte schließen...
Und zwar auf Vorbehalte von meiner Seite, dahingehend, daß ich versuchen wollte, mit diesen Namen Stimmung zu machen. So habe ich Deinen Satz aufgenommen.
Mea culpa, palmzweigwedelnd bitte ich um Entschuldigung.
>Aber was das Auto abgeht: Wenn ich mein Auto an den Gerichtsvollzieher (in dem Fall an die Türkei) verliere und es nicht auslöse, dann wirds eben versteigert. Der neue Besitzer kann es dann nutzen, wie er möchte.
Seit wann wären Länder und Völker Gegenstände und Sachen, die man je nach den Wchselfällen des Schicksals verkaufen und verhökern könnte? Nicht mehr nur Individuen gehen in Leibeigenschaft über, sondern ganze Staaten, oder Teilstaaten. Das wäre ja Kolonialismus im Quadrat, Länder, Menschen und Völker wechseln einfach so den Besitzer.
Wo bliebe in dem Fall das Selbsbestimmungsrecht der Völker, und das kann in den damaligen Jahrzehnten nur für die dort Ansäßigen in Frage kommen.
>Nun sehen wir Israel als das Auto, den offiziellen Vorbesitzer als die Türkei und England von mir aus als den Autohändler (der in meinem Beispiel nicht erwähnt wurde) Die Familie wäre dann das israelische Volk.
Wo wären die Rechte derjenigen, die seit Kaiser Titus das Land besiedelten. Hast Du nicht erst heute etwas geschrieben, daß sich Juden nicht als Volk definieren? Damit wäre Deiner Argumentation der Boden entzogen.
Nehme ich Dein Beispiel beim Wort, dann wäre es möglich, daß ein Herrscher sein Land am Spieltisch verliert, und daraufhin der neue "Besitzer" das, was er im Casino gewonnen hat, weiterverkauft bzw. verschenkt, und der mittlerweile zweite Neubesitzer das fragliche Land ohne Rücksicht auf die dort seit zwei Jahrtausenden lebenden Bewohner einer massiven Zuwanderung aussetzt und die Ureinwohner nach und nach an den Rand drückt.Entschuldige, aber ein Land mitsamt den dort lebenden Menschen, nicht Tieren, so zu betrachten wie einen x-beliebigen Gegenstand, das muß ich erst mal verdauen. Wie man Deine Argumentation mit den Standards des internationalen Rechts halbwegs in Übereinstimmung bringen könnte, darüber müßte ich jetzt noch gründlicher recherchieren.
So etwas darf man ja nicht einmal machen, wenn man eine bewohnte Immobilie erwirbt. Dort haben sogar die Mieter erhebliche Rechte.
Überleg Dir mal, wenn die Sache irgendwann mal andersrum läuft, und nicht Palästina verhökert würde (wie 1917), sondern Israel, ob Du dann noch genauso argumentieren wirst, wenn Araber oder Türken alte Besitzansprüche anmelden wollen.
Die Rechte, die Du in Anspruch nimmst, müssen auch für andere gelten.
>Du kannst mir aber auch gerne nochmal genauer erklären, warum Du Dich jetzt von mir ams Bein gepinkelt gefühlt hast, denn das war sicherlich in keinster Weise meine Intention.Also Bitte, ich habe von meiner Backe geschrieben, weil es so schön zur Bibel paßt.
>Marc. ich sehe mich nicht als Jüdin, ich hatte lediglich einmal in einem
nebensatz erwähnt, daß ich jüdische Vorfahren habe *gg*Wer weiß schon, mit wem seine Oma so alles zugange war.
>Und weil die einen da Mist bauen rechtfertigt das den anderen Mist ? Marc, bitte ;-))
Nein, natürlich nicht. Aber es macht die Sache etwas nachvollziehbarer.
>Ich meine, den braunen Dünnpfiff, den der besagte Poster Raphael da von sich gegeben hatte, das war wirklich unter jeder Würde.
Daran habe ich nicht gedacht. Ich habe die Postings wahrscheinlich nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit gelesen. "Meine Brille, wo ist meine Brille, zum Henker..."
Zumindest mußt Du mir zugestehen, daß mein Lesefehler nicht unproduktiv gewesen ist. Wer weiß schon, wieviele Lese- und Übersetzungsfehler sich über Jahrhunderte und Jahrtausende fortgeschleppt haben.
Meiner ist gleich aufgeflogen, worin ich eine der üblichen Ungerechtigkeiten der sinnlos waltenden Schicksalsmächte zu erkennen glaube. Wenn mich das Schicksal einmal streichelt, aber dann... dann gibt es Bacchanal mit Chateau Mouton und Lafitte.
Marc Malbec
- Re: Au weia, ich hätte meine Brille aufsetzen sollen Bine 21.5.2004 20:50 (2)
- Re: Au weia, ich hätte meine Brille aufsetzen sollen BBouvier 21.5.2004 21:18 (1)
- Re: Au weia, ich hätte meine Brille aufsetzen sollen Bine 21.5.2004 21:56 (0)