Prophetische Sage über Straßburg

Arthur Hübscher – Die große Weissagung, 1952[1]

„Wir finden die Prophezeiung von einem künftigen Fürsten und einem entscheidenden letzten Kampf in vielen örtlichen Überlieferungen wieder. Neben der Türkenschlacht bei Köln erscheint seit dem frühen 16. Jahrhundert eine Endschlacht bei Straßburg. Melanchthon erwähnt sie in einem Tischgespräche mit Luther am 15. Januar 1538, – ‚es sei eine sehr alte Prophezeiung’. Sie begegnet uns immer wieder, es soll eine große Schlacht gegen die Türken sein, nach welcher der Untergang der Welt eintritt.“

Aus der Tischrede Luthers vom 15. Januar 1538[2]

„‚Darnach sagte er, Doctor Martinus Luther, […]. Dies und dergleichen sind Vorbereiter und Vortraber zur Schlachtbank, entweder durch den Türken oder Kaiser.‘ Da sprach M. Phil. M.: ‚Es ist ein sehr alte Prophezey, daß der König von Frankreich sur Straßburg soll geschlagen werden etc., und ist der Wahrheit ähnlich. Denn diese Stadt liegt an der Grenz, und im ersten Anlauf; ist eine Festung; dieselbige wird der Kaiser und Franzos am ersten angreifen, Andern zum Exempel.‘“

Quellen

  1. Hübscher, Arthur: Die große Weissagung. Heimeran Verlag 1952.
  2. D. Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe. Tischreden, 3. Band. Weimar 1914, S. 548.