Maria Graf-Sutter

Maria Graf-Sutter war eine Hausfrau aus dem Kanton Appenzell. Erst nach ihrem Tode durften ihre von ihr selbst aufgezeichneten Aussagen mit kirchlicher Genehmigung veröffentlicht werden. Der folgende Auszug stammt aus den Jahren 1953 und 1954.

Josef Stocker – Der dritte Weltkrieg und was danach kommt, 1978[1]

„‚In den Zeiten des Glücks und Wohlstandes haben viele Menschen Gott vergessen und Seine Gebote nicht mehr beachtet. So wird Gott wie im Alten Testament Plagen über das Volk und über alle Nationen kommen lassen.
Es ist dem Feind gestattet zuzuschlagen, bis das Volk sein Unrecht, seine Sünden erkennt und Busse tut. Hatte die Mehrzahl der Gläubigen im Gehorsam die Bitten der Gottesmutter erfüllt, die sie in Lourdes und Fatima an sie gerichtet hat, hätte Rußland sich bekehrt, und wir hätten den Frieden. So aber wird kommen müssen, was sie vorausgesagt, falls man ihre Bitten nicht ernst nehme: Verfolgung der Kirche, viele Leiden des Heiligen Vaters und ein neuer Weltkrieg, in dem ganze Nationen vernichtet werden. Der Anfang davon ist da, aber noch nicht das Ende.’

Mir wurde gesagt: ‚Siehe das große Elend. Zwei Drittel der Menschen, auch unter den Deinen (da war unsere Pfarrei gemeint) leben in Sünde und Laster. Meine Mutter kommt als Mutter der göttlichen Gerechtigkeit, jene zu retten, die guten Willens sind. Wenn ihre Zeit abgelaufen ist, kommt ihr Sohn als Gott der Gerechtigkeit’
Aus einem Licht hörte ich die Worte: ‚Ich bin die Mutter der göttlichen Gerechtigkeit. Aber wenn man meine Bitten nicht erfüllt, kommt nach mir der Sohn in Gerechtigkeit, die sündige Welt zu strafen. Ein furchtbares Donnern wird die Stunde seines Zornes künden. Hierauf werden die unvernünftigen Geschöpfe sicheren Schutz aufsuchen.’ Ich sah dies alles mit offenen Augen.

Wie ein riesiger Donner grollte die Erde auf. Und die Tiere, Rehe, Hasen und Vögel eilten dahin. Dann kam wie eine riesige schwarze Decke oder Wolke tiefschwarze Nacht über die Welt. Ich hörte weiter: ‚Eine furchtbare Finsternis wird die Erde einhüllen zum Schutze derer, die gerettet werden. Dem Satan ist Macht gegeben über alle jene Menschen, die dem Plan ihrer Königin entgegengetreten und ihm gedient haben. Dabei sind jene, die das Rosenkranzgebet verachtet und deshalb auf der Seite ihrer Feinde stehen. Satan und sein Anhang wird über die Beute herfallen. Sie werden den Menschen die Seele aus dem lebendigen Leibe reißen. Es verbreitet sich dann ein furchtbarer Gestank, der von den Teufeln ausgeht, und dieser wird die verdammten Seelen vom Leibe trennen. In dieser Finsternis wird kein Licht brennen außer dem Licht des Glaubens, das denen erhalten bleibt, die meine Bitte treu erfüllt haben. Auf die Fürbitte der Gerechten werden viele Seelen gerettet werden. Jene nämlich, die ohne ihre Schuld außerhalb der Kirche stehen. Satan wird mit seiner Beute zur Hölle fahren. Nach dem Siege mit den Auserwählten wird ein Hirt und eine Herde werden.’
Ich fragte, ob denn die Laster und Sünden den Gestank verbreiten. Die Antwort war: ‚Nein, Satan tritt auf als Fürst dieser Welt und wird mit seinem Pestgeruch alle töten, die ihm dienen durch Laster und Sünde. Betet, betet, daß die Menschen in einem Augenblicke Gott erkennen und sich bekehren! Dann wird Friede sein.’

Ich mußte zu dem Gehörten es auch mitfühlen. Ein furchtbarer, beißender Stinkgeruch war in meiner Kehle, so daß ich Brechreiz hatte, und zwar zwei Tage lang. Dann wußte ich, daß ich dieses Erlebnis aufschreiben muß. Und sobald ich es niedergeschrieben hatte, war dies alles verschwunden, und mir war wieder wohl.
Das Schreckliche, das mir geoffenbart wurde, wird kommen. Die marianische Zeit wird bald abgelaufen sein. Dann wird der Gottessohn Sein Antlitz abwenden von denen, die nicht auf die Bitten und Mahnungen Seiner gebenedeiten Mutter gehört haben. Das ist die Strafe; denn es ist dem Fürsten dieser Welt die Macht gegeben über sie und alle, die ihm dienen. Die Dämonen werden Feuer und Schwefel speien, die schon bereitet sind, und der Gestank wird so schrecklich sein, daß es einem vorkommt, als werde die Seele aus dem lebendigen Leibe gerissen. Jene, welche das Zeichen Mariens tragen, den Rosenkranz, werden gerettet werden. Alle, die auf die Mahnungen der heiligen Kirche gehört und nach dem Willen der Gottesmutter gelebt haben, werden gerettet durch den Wohlgeruch der göttlichen Tugenden, des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu Gott. Diese Tugenden werden durch das betende Betrachten der Menschwerdung, des Leidens und Sterbens Jesu und Seiner Verherrlichung, also beim Beten des Rosenkranzes in die Herzen gepflanzt und erhalten bleiben.
Oft kamen Bedrängte und Leidende zu mir, und ich sagte ihnen, was die Gottesmutter von uns wünsche, und daß sie die Welt auf das Beten des Rosenkranzes hin retten wolle vor dem Einfluß des Bösen. Noch alle, welche ihre Bitte erfüllten, haben auch ihre Hilfe erfahren dürfen.
In einem Fall wurde ein Geisteskranker wieder gesund. Nach drei Jahren hat nun dieser den Vater durch den Tod verloren. Von da an wurde der Rosenkranz nicht mehr gebetet. Drei Monate später landete der Sohn wieder im Irrenhaus.
Nach ein paar Wochen traf ich die trauernde Mutter. Sie weinte und meinte, es bestehe keine Hoffnung auf Besserung. Ich sagte nur: ‚Erfüllet die Bitte der Gottesmutter und betet den Rosenkranz für die Bekehrung der Sünder, dann wird ihr Sohn wieder gesund, und er wird es bleiben, solange die Bitte der Gottesmutter erfüllt wird!’
Wenn der Rosenkranz Familienbrevier geworden ist, gibt es wieder mehr Priester- und Ordensberufe, wird das Heilige Opfer wieder höher geschätzt, wird die Welt gerettet.
‚Meine Tochter, ich bin ja die unendliche Barmherzigkeit, bis ich komme in furchtbarer Gerechtigkeit.’ Dann wird Gott eingreifen wie zur Zeit des Noe nur daß anstatt der Wasserflut die feurigen Teufel die Zuchtrute sein werden.“

Quelle

  1. Stocker, Josef: Der dritte Weltkrieg und was danach kommt. St. Andrä-Wördern 31978.