Maria Alphonsa Eppinger

Alphonsa Eppinger (1814–1867) wurde zu Niederbronn im Elsaß geboren. 1849 stiftete sie den Orden der Töchter des Göttlichen Erlösers, die sich vornehmlich der Krankenpflege widmeten. Sie soll Offenbarungen über das Papsttum und die Schicksale der Kirche und der Völker erhalten haben. Von ihrer Umgebung wurde sie vornehmlich die „Ekstatische“ genannt. Die Aussagen wurden vom Bischof von Straßburg am 31. Oktober 1870 anerkannt. Sie sagte eine große Priesterverfolgung voraus mit dem Bemerken, daß es im Elsaß ruhig bleiben werde, weshalb viele ausländische Priester dorthin flüchteten (Aussage um 1850).[1]

Wolfgang Johannes Bekh – Das dritte Weltgeschehen, 1980[2][3]

„Viele Geistliche sind im Eifer für die Ehre Gottes und das Heil der Seelen erkaltet; ihr Herz hängt zu sehr an den Scheingütern dieses Lebens. Gott will sie durch Züchtigungen davon losreißen und sie zur Sinnesänderung bewegen.
Viele vom Weltgeiste erfüllte Priester achten nicht auf die Beispiele und Verordnungen des Papstes. Diesem soll ein Ende gemacht werden. In vielen Klöstern kennt man nicht mehr den Geist der Einfachheit und des Gebetes. Man sucht dort nur seine Bequemlichkeit und trachtet die Eitelkeit zu befriedigen. Gott muß gegen solche Mißbräuche wohl ein Heilmittel anordnen, um den wahren Ordensgeist wieder herzustellen…
In ihren Unterweisungen sollen die Priester die übertriebene menschliche Wissenschaft vermelden, sollen entsagen der Eitelkeit und der Weisheit der Welt und in ihrem Stande die Welt nicht nachahmen.
Es ist schmerzlich, Kirchen und Klöster entweiht zu sehen, allein Gott läßt es zu, um den Stolz und den weltlichen Luxus auszutilgen und alle Dinge zur Einfachheit zurückzuführen.
Rom wird das Blut der Priester fließen sehen!
Die angekündigten Ereignisse seien ganz schrecklich, würden aber auf die Fürbitte Mariens abgekürzt werden. Vielen werden die Ereignisse die Augen des Geistes öffnen, um zu Gott und zur wahren Religion zurückzukehren. Auf die Fürbitte Mariens sollen die Züchtigungen nicht bloß abgekürzt, sondern auch in barmherzige Strafen umgewandelt werden. Diese Strafen sollen nicht lange dauern, die bösen Zeiten schnell vorübergehen, die Priester zwar hinsichtlich der zeitlichen Güter vieles leiden, aber die Völker sich der Religion wieder zuwenden. Der Glaube werde überall wieder aufblühen und als Früchte Liebe und Eintracht hervorbringen.
Gott wird alle Dinge durch die Fürbitte Mariens wieder ins frühere Geleise bringen… Gott wird uns beistehen, wenn jene Greuel Ihren höchsten Punkt erreicht haben. Fürchte sie nicht! Die Dinge müssen zu diesem Übermaß kommen.
Wir haben aber nur durch die Fürbitte Mariens Hilfe zu erhoffen. Jeder Priester wie Laie muß erkennen, daß die Ordnung nicht durch Menschen, sondern nur durch die Mutter Gottes wiederhergestellt werden kann. Daraus wird jedoch ein herrlicher Triumph für die Kirche hervorgehen. Wir sollen aber auch für diejenigen beten, welche an der Spitze der Regierungen stehen. Wir sollen selbst diejenigen nicht hassen, welche noch jetzt die Ursache des Übels und der Verwirrung sind. Gott wird sich Mehrerer aus ihnen bedienen, um das Übel, das sie selbst angerichtet, auch wieder gutzumachen und den Triumph des Guten herbeizuführen.
Für die Religion werden die Tage des Ruhmes und Friedens bald wiederkehren. Völker, die die Lehren der katholischen Religion nur halb oder gar nicht gekannt haben, werden ihre Gesetze und Gottesverehrung annehmen […] Nach der allgemeinen Verwirrung wird der Triumph und die Verherrlichung der Kirche folgen.“

„In den Tagen nach jener Drangsal wird sich die Sonne verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn (Jesus) auf den Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit kommen sehen. Er wird seine Engel aussenden und seine Auserwählten von den vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels (Mk 13,24-27).“

Quellen

  1. Merkwürdige Gesichte. Manz: Regensburg 1871, S. 51.
  2. Bekh, Wolfgang Johannes: Das dritte Weltgeschehen. Pfaffenhofen 1980.
  3. Stocker, Josef: Die Reinigung der Erde. Wien 1980.

Literatur

  1. Warnefried, Carl August: Seherblicke in die Zukunft. Regensburg 1861.