Hans Theodor Brik

Leo H. DeGard zitiert in seinem Buch „Armageddon“ das angebliche Traumgesicht eines Paters Brik aus dem Jahre 1972. Es handelt sich hierbei um den Benediktinerpater Johannes Brik (1899–1982), der ab 1951 in Kremsmünster Philosophie lehrte und unter dem Pseudonym Hans Theodor Brik einige Bücher veröffentlichte. Unter anderem stammt von ihm das Prophezeiungsbuch „Die Vision der letzten Tage“ von 1979. Die eigene Vision des Paters ist darin allerdings nicht enthalten. DeGard nennt keine Quelle für den Text.

Leo H. DeGard – Armageddon, 2003[1]

„In der Nacht vom 14. auf 15. Juni 1972 hatte ich ein seltsames Traumgesicht. Ich befand mich im Traum, um die Mittagszeit, nach dem Unterricht vor der Sternwarte. Es war – ich entsinne mich dessen genau – ein herrlicher Frühsommertag. Weit und unwahrscheinlich blau spannte sich der Himmel, und die Sonne verströmte ihren Lichtsegen auf das grüne Land. Irgendwo im Geäst eines uralten Baumes flötete eine Amsel, und in den blütenüberwucherten Bosketten summten die Bienen. Plötzlich wurde es finster. Die Sonne war verschwunden, als hätte sie ein Ungeheuer verschlungen. Am Himmelsgewölbe erschienen die Sterne. Über dem ältesten Trakt des Klosters schwebte das Sternbild des Orion mit den hellen Gestirnen Beteigeuze und Rigel. Mit einmal sah ich hinter der Kirche von Kirchberg eine rote Lohe aufschießen, als stünde das ganze Dorf auf der Anhöhe in Flammen. Aber die Erscheinung deutete nicht auf eine Feuersbrunst, denn ich nahm keine Rauchschwaden wahr. Die Lichterscheinung änderte ihre Farbe, bald flackerte sie blau, bald orangerot, um allmählich grün zu verblassen und als zarter Lichtschleier zu erlöschen. Das faszinierende Lichtphänomen prägte sich meinem Gedächtnis so unaustilgbar ein, als hätte ich es in vollwachem Zustand erlebt.“

Quelle

  1. DeGard, Leo H.: Armageddon. Rottenburg 2003, S. 102.

Literatur

  1. Brik, Hans Theodor: Die Vision der letzten Tage. Weissagungen – Erscheinungen – Hellseher. Aschaffenburg 31981.

Sonstiges

  1. Kurzbiographie des Paters auf der Seite der Sternwarte Kremsmünster