Eine Dame aus Valdres

Stephan Berndt – Prophezeiungen: Alte Nachricht in neuer Zeit, 2001[1]

„Ich sah die Zeit, kurz bevor Jesus kommt und der 3. Weltkrieg bricht aus. Ich sah die Ereignisse mit natürlichen Augen. Ich sah die Welt wie eine Art Globus. Ich sah Europa, ich sah Skandinavien…
Bevor Jesus wiederkommt, und kurz bevor der 3. Weltkrieg ausbricht, wird es eine Art Entspannung geben, wie wir sie nie zuvor gesehen haben. Es wird Friede sein unter den Großmächten in Ost und West, und es wird ein langer Friede sein.
In dieser Friedensperiode wird in vielen Ländern abgerüstet werden, auch in Norwegen, und wir werden nicht vorbereitet sein, wenn er losbricht. Der 3. Weltkrieg wird auf eine Weise beginnen, die niemand erwartet hat, von völlig unerwarteter Seite. …
Menschen aus armen Ländern werden nach Europa strömen. Sie werden auch nach Skandinavien kommen – und Norwegen. Es werden so viele sein, daß die Leute negativ über sie denken und sie hart behandeln werden. Sie werden behandelt werden, wie die Juden vor dem Krieg. Dann wird das Maß unserer Sünden erreicht sein. … Dann kommt Jesus plötzlich wieder, und der 3. Weltkrieg bricht aus. Es wird ein kurzer Krieg sein.“

Im Internet kursierende Version[2]

„Von 1957 bis 1963 studierte ich an der Universität von Oxford. Nach meiner Rückkehr erhielt ich einige Einladungen von der norwegischen Kirche. Im Jahr 1968 nahmen meine Frau Aase und ich an einer Reihe von Treffen in Valdres teil. Nach dem Gottesdienst, einem Sonntag in der Kirche in Etnedal kam eine ältere Frau auf mich zu. Sie sagte, sie sei 90 Jahre alt und zu dem Treffen mit dem Taxi gekommen. Woher sie genau kam, weiß ich nicht, aber sie sagte, sie sei aus Valdres. Sie wollte über einer Vision mit mir sprechen, die sie über die Zukunft hatte.
Die alte Frau erzählte und ich habe es aufgeschrieben. Als ich nach Hause kam und las, was sie gesagt hatte, erschreckte es mich. Es war alles so unglaublich und unwirklich, daß ich zunächst einmal beschloß, es nicht zu veröffentlichen, obwohl sie dies eigentlich wollte. Ich legte es in eine Schublade und vergaß den Vorfall. Doch vor acht Jahren, im Jahr 1993, während ich Zeitungen und Zeitungsausschnitte durchsah, die sich angehäuft hatten, fiel ein altes Blatt aus dem Fach. Es waren die Visionen der Frau aus Valdres.

Dann erschrak ich wieder, aber auf andere Art. Vieles dessen, was sie erzählt hatte, hatte sich offensichtlich erfüllt. Ich beschloß, es bei einigen Treffen vorzutragen. Es deckte sich mit Fragestellungen des prophetischen Wortes und Jesu Wiederkunft. Die Vision erregte Aufsehen. Sie wurde in Zeitungen, Magazinen, Zeitschriften und Traktaten aufgegriffen, manchmal nicht ganz korrekt. Hier wird sie wiedergegeben, wie sie niedergeschrieben wurde, unterteilt in vier Abschnitte.

Die Vision

Die alte Dame sagte:

Es war, als würde eine Karte vor mir ausgerollt werden. Ich sah es mit meinen natürlichen Augen. Auf der Karte waren alle Teile der Welt abgezeichnet. Ich erkannte Europa, Skandinavien und Norwegen. Ich sah einige Szenen, welche die Zeit betrafen, ehe Jesus wiederkommt, und der Dritte Weltkrieg brach aus.

Erstens:
Bevor Jesus wiederkommt und der Dritte Weltkrieg ausbricht, wird es eine Entspannung geben. Es wird eine lange Friedensperiode zwischen den Großmächten eintreten. Die Menschen werden langfristige Pläne machen. Hier in Norwegen wird abgerüstet werden und wir werden wieder unvorbereitet sein wie am 9. April 1940. Der Dritte Weltkrieg beginnt auf eine Weise, mit der niemand gerechnet hat, und von völlig unerwarteten Gruppen.

Zweitens:
Es wird zu einem unvergleichlichen Abfall vom wahren und echten Christentum kommen. Unter den Gläubigen wird sich Lauigkeit ausbreiten. Sie werden für das Suchen nach Offenbarungen nicht länger offen und empfänglich sein. Die Menschen werden von Sünde und Gnade, Gesetz und Evangelium, Buße und Besserung nichts mehr hören wollen. Eine neue Art Verkündigung übernimmt die Lehrstühle: Über das Streben nach Glück, Fortschritt und materiellen Wohlstand. Eine neue Glücksideologie greift um sich. Die Kirchen werden sich leeren. Das selbe gilt für die Gebetshäuser. Die Gläubigen werden Jesus auf den schmalen Kreuzweg nicht mehr folgen. Unterhaltung, künstlerische und kulturelle Aktivitäten werden gegenüber zu Erweckung, Not, Reue und Büßertreffen mehr und mehr Raum einnehmen.

Drittens:
Eine moralische Auflösung wird stattfinden, wie es sie nie zuvor gab. Die Menschen werden wie in Ehe leben, ohne verheiratet zu sein. Vor der Ehe wird große Unreinheit herrschen und in der Ehe große Untreue. Ja, selbst in christlichen Ehen greift Untreue um sich und sie werden geschieden werden. Perverse Sünden beginnen sich auszubreiten und werden selbst in christlichen Kreisen akzeptiert sein.
Das Fernsehen wird eine große Rolle spielen. Es wird viele TV-Sender geben. Das Fernsehen wird mit Gewalt erfüllt sein. Gewalt wird der Zeitvertreib der Menschen sein. Die Gewalt, welche die Menschen im Fernsehen sehen, wird schließlich die kleinen und großen Städte prägen. Es wird außerdem Szenen des intimen Zusammenlebens geben. Die privatesten Situationen, die der Ehe vorbehalten sind, werden öffentlich im Fernsehen gezeigt werden. (Zu jener Zeit wurde mir erzählt, daß es im öffentlichen Fernsehen nicht erlaubt wäre. Es gab damals einen Paragraphen, der obszöne Szenen verbot. Dann sagte sie mit erhobener Stimme: ‚Wenn die Zeit kommt, wird man sich darum nicht scheren.‘)

Viertens:
Menschen aus armen Ländern strömen in die reichen Länder. Sie kommen nach Europa, nach Skandinavien und auch nach Norwegen. Es gibt viele von ihnen. Und die Leute werden anfangen, sie nicht zu mögen und hart gegen sie sein. (Als sie das gesagt hatte, begann sie zu weinen.) Sie werden mehr und mehr wie die Juden vor dem Krieg behandelt. Dann ist das Maß für unsere Sünden voll. Krieg bricht aus. Zunächst als kleiner Konflikt, als ein unbedeutenden Konflikt. Aber es hört nicht auf. Die Schläge nehmen zu und entwickeln sich schließlich zu einem großen Krieg. Am Ende des großen Krieges werden schreckliche Waffen in Betrieb genommen, einschließlich Atomwaffen. Luft, Boden und Wasser werden vergiftet und zerstört. Menschen aus den Industrieländern, Amerika, Europa, Australien, Japan und anderen Gegenden werden fliehen. Sie können nicht mehr dort leben. Sie versuchen in die ärmsten Länder zu gelangen, denen das Schlimmste erspart geblieben ist. Aber dort wird man nicht bereit sein, sie zu akzeptieren, so wie wir nicht bereit waren, sie zu akzeptieren.“

Quellen

  1. Berndt, Stephan: Prophezeiungen. Alte Nachricht in neuer Zeit. 2001.
  2. Aus dem Dänischen übersetzt nach: http://www.7xs.dk/profetier/valdres1968.htm (Internet Archive)

Sonstiges

  1. Informationen über die Herkunft der Aussage
  2. Nachforschungen der Journalistin Hilde Lundgaard zur Identität der Dame (Gunhild Smelhus), Anastasias Recherchen hierzu, Odins/Frank Zintls Kontakt mit Hilde Lundgaard